Beiträge von Conni

    Hallo ihr,

    ich hatte gestern und heute auch wieder solche Tage. Eigentlich habe ich pro Woche davon 2 bis 4. Die Klasse hatte sich aber jetzt in den letzten 2 Wochen schon geringfügig beruhigt: Keine zerrissene Hose, keine kaputte Brille, kein Stock auf dem Kopf, diese Woche saßen sogar 2 Tage fast alle Kinder meistens an den Plätzen, wenn sie sollten. Erstaunlich...

    Aber dann gestern... und heut noch viel schlimmer: Ich habe heut 1,5 Unterrichtsstunden gebraucht, um eine simple mini-Lük-Aufgabe mit der Klasse zu machen (ok, sie haben das Teil zum 1. Mal benutzt). Aber bis alle Plättchen lagen... Bis alle den Mund hielten.... Der letzte hat nach 60 Minuten (beim 2. Durchgehen der Aufgabe) kapiert, was der Deckel und der Boden ist. Nachdem wir die Aufgabe Schritt für Schritt gemeinsam durchgegangen waren, saß ein Kind da und wusste gar nicht, was es machen sollte, seine bis dahin richtig gelegten Plättchen waren komplett umsortiert. Nee, echt. Erklären konnte es dann keiner, wie es funktioniert, also habe ich die Aufgabe nochmal machen lassen und bestimmte Dinge haben wir im Chor gesprochen. Zu guter Letzt lag dann noch 20 Minuten nachdem die Kästen in den Mappen sein sollten ein Kasten auf dem Boden. Nach 5 Minuten hatten die beiden aufsammelnden Kinder schon ganze 2 Plättchen eingeräumt. Da ist mir dann so etwa zum 10. Mal heute der Kragen geplatzt.

    Außerdem habe ich mehrere Kinder, denen es zu laut ist. Manche schreien passender Weise dann immer in die Klasse "Seid ruhig!" und dann schreien es noch ein paar mehr. Da kommt dann kein Klangstab mehr durch. Ich hab dann wieder die große, laute Glocke genommen und so lange geläutet, bis der letzte gemerkt hat, dass vorne jemand ist, der etwas von ihm will.

    Ein Kind sitzt zur Zeit nur noch leise, wenn ein Erwachsener daneben sitzt und Händchen hält, arbeiten tut es dann meist schon nicht mehr. Wenn ich alleine in der Klasse bin sitzt es da, hält sich die Ohren zu und redet die ganze Zeit laut. :rolleyes: Wie erträgt man sowas? (Die Schulpsychologin hält das für ok übrigens.)
    Und dann kommen auch noch Eltern an und wollen, dass ich mir von der Oma vom Kind Unterrichtstipps geben lasse, na ich glaubs nicht!
    Ich hab total die Chaotenklasse abgefasst und fühle mich von allen Seiten so allein gelassen.

    Grüße,
    Conni

    Hi Melo,

    das liegt daran, dass bei Bol an 2 Stellen ein "-" in der ISBN ist. Das ISBN-Feld hier im Forum nimmt maximal 10 Stellen, d.h. aufgrund der beiden "-" werden die letzten 2 Ziffern abgeschnitten. Ging mir bei meinen ersten Bucheinstellungen ähnlich und ich hab lange rumprobiert.

    Conni,
    die sich das Buch gleich bestellt hat.

    Hallo Anja,

    sie dürfen das bei der Methode. Es kommt grad bei Unterrichtsbesuchen aber auch auf die Seminarleiter an. Manche finden es ok, das so stehen zu lassen, manche meinen, das Wort sollte immer in "Erwachsenenschrift" drunter stehen.


    leila
    Die Idee ist auch super mit dem Steckbrief. Ich habe sowas mal als Ich-Buch gesehen, auf jeder Seite etwas anderes, z.B. auch Hände aufmalen und Familie zeichnen, das kann man auch schon vor dem Schreiben mit Anlauttabelle machen.


    Grüße,
    Conni

    Zitat

    Britta schrieb am 26.09.2005 15:32:
    Ich würde auf jeden Fall erst noch bei lauttreuen Wörtern bleiben, weil es ja erstmal um die Stärkung der phonologischen Bewusstheit geht.

    Hallo Britta...

    Hmm, interessant... Ich arbeite mit der Kartei von Konfetti, da sind keineswegs alle Wörter lautgetreu (und schon gar nicht kurz) und "Gurke" (aus der Kartei) finde ich anspruchsvoller als die meisten Monatsnamen.
    Für einen Geburtstagskalender würde ich aber auch normgerecht geschriebene Monatsnamen bevorzugen.

    leila
    Ich schreibe immer vor dem individuellen Schreiben mit der Anlauttabelle 1 oder 2 Wörter gemeinsam mit der Klasse an der Tafel, um den Kindern, denen das ganze noch sehr schwer fällt, nochmal eine Hilfe zu geben bzw. ein Erfolgserlebnis, wenn sie dann das gemeinsam Geschriebene auf ihr Blatt abschreiben. Dabei gehe ich durchaus auf Rechtschreibung ein, d.h. ich nehme Wörter die fast lautgetreu sind und an den nicht lautgetreuen Stellen (e, er) helfe ich nach. Dabei betone ich, dass ich an der Tafel Erwachsenenschrift schreibe, sie das auf ihren Blättern aber noch nicht können müssen. Inzwischen ist es so, dass ein paar Kinder z.B. das häufige "ä" in ihren Wörtern bereits durch das "e wie Ente" ersetzt haben und einige andere schon weiß, dass das (offene) "e" 2mal vorkommt in der Tabelle.
    Vorschläge der Kinder für Wörter, die ich für zu schwer halte (Viereck, Prinzessin) weise ich dann mit der Begründung zurück, dass man dort vieles nicht hört und das ein Wort ist, dass die Erwachsenen in ihrem großen Buch nachschauen.

    Vielleicht könntet ihr die Monatsnamen auch so gemeinsam schreiben? (Ich weiß ja nicht, was du genau vorhast, für einen Deutschunterrichtsbesuch ist das dann sicher nicht ok, ich würde das im Sachunterricht ohne Unterrichtsbesuch aber in Ordnung finden. Eigentlich ist deine Idee super und ich werde vielleicht drauf zurückgreifen :D , aber noch nicht jetzt. )
    Was für meine Klasse ganz toll wäre: Endlich gäbe es ein Wort, in dem das "ä wie Äpfel" passt. Ist ja auch ein schicker Buchstabe. :D

    Grüße,
    Conni

    Hallo Erika,

    ich werde es auch einigen Eltern empfehlen. Geld von der Schule ist keines mehr da für dieses Jahr. Und im nächsten Jahr müssen zuerst die Materialien für die Eingangsphase abgedeckt werden, da gibt es nämlich nahezu nichts in der Schule.

    Leider arbeite ich in einem sozial besonders schwachen Bezirk und nach den hohen Kosten der Einschulung bin ich nicht sicher, ob ich auf offene Ohren treffe, v.a. wenn ein Kind viel mit der Schere herumhantiert und die Gefahr, das Kissen zu beschädigen so besonders groß ist. (Wie haltbar sind die eigentlich?)

    Kannst du bitte auch nochmal einen genauen Link für das Kissen für 14 Euro geben, ich habe nur eins für 17,90 Euro bei Jaco-O gefunden.

    Grüße,
    Conni

    Hallo mamapeggy,

    Schreib ihm doch selber ein paar Wörter auf. Lest die Wörter auf den Fibelseiten von rechts unten nach links oben. Zeige auf ein Wort und lass es deinen Sohn lesen...

    Was auch hübsch ist, aber ich weiß nicht, ob es genau zur VuW-Meine-Fibel passt, ist der Lesezauber (ebenfalls VuW). Es werden jedenfalls zu Anfang auch M,A,L und so eingeführt. Dort stehen die Wörter auf einigen Seiten ziemlich durcheinander, so dass man wild und quer lesen kann. (gibts gebraucht z.B. bei Amazon)

    Soweit meine ersten Gedanken.
    Conni

    Hallo juna,

    ich habe es als Regel eingeführt, dass die Kinder am Platz sitzen und sich melden, wenn etwas ist. Ich erkläre ihnen immer wieder, dass ich nicht sofort bei jedem sein kann, da ich alleine bin und es 26 Kinder sind, aber dass ich so gut und schnell es geht zu allen komme.
    Wenn dann Kinder um mich herumstehen oder mir nachlaufen, ignoriere ich es auch erstmal. Manchmal setzt sich das Kind dann und arbeitet weiter. Wenn das nicht passiert, gehe ich zu einem Kind, das sich meldet. Bevor ich ihm helfe, frage ich das Kind, warum ich denn zu ihm kommen konnte und was es besonders gut gemacht hat. Das hilft bisher zumindest ziemlich gut. :) (Ich warte natürlich, bis die Kinder, die mir nachlaufen in Hörweite sind.)
    Vor dem Arbeiten die Regel (melden) wiederholen, damit die Kinder sich dran erinnern, Visualisierung durch Bild an der Tafel zur Unterstützung (oder auf einem Plakat mit Regeln, bei 3. Klasse am besten geschrieben und Bild).

    Grüße,
    Conni

    Hallo Titania,

    die meisten Kinder kennen sich bereits aus dem Kindergarten. Knapp die Hälfte der Kinder waren in einer Gruppe.

    Das mit Swimmy mache ich nach den Herbstferien, aber ich habe leider das Problem, dass einige Eltern meinen mir reinreden zu müssen, weil ich zum 1. Mal eine 1. Klasse alleine leite, weil die anderen Klassen schon "Oma", "Mama" und "Papa" lesen können (ich arbeite mit der Anlauttabelle) und weil keine Ruhe ist und ihre Kinder das nervt. Wir hatten 3 Wochen verkürzten Unterricht, da fiel viel Zeit weg.
    Außerdem mache ich täglich ca. eine halbe bis eine Stunde Verhaltenstraining. Als wir verkürzten Unterricht hatten, waren es 1 bis 2 (von 3 bis 4) Stunden täglich.

    Es war zudem SEHR wichtig, endlich mit Buchstaben und Zahlen anzufangen, denn die Kinder wollten einfach, die möchten auch noch was anderes machen als Verhalten zu trainieren.

    Wieviel Fische hast du denn da um alles in der Welt laminiert, vorgezeichnet und geschnitten? Meine Bewunderung.

    Die Kinder wollen durchaus anderen helfen und eine Gemeinschaft zu sein, aber um es mal ganz klar zu sagen: Es sind "spezielle" Kinder drin, der Schulpsychologische Dienst ist eingeschaltet. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, das führt zu sehr ins Detail.

    Zitat


    Im Übrigen verwende ich ein System bei dem wöchentlich Herzen (Sternchen gibt es erst wieder zu Weihnachten) hinter die Namen der Kinder geklebt werden, die sich einigermaßen gut benommen haben. Da entwickeln sie durchaus Ehrgeiz.

    Bei ca. 3/4 meiner Schüler würde das auch ganz gut klappen. Der größte Teil der speziellen Schüler gehört zum letzten Viertel. Da wären stundenweise Herzchen angebracht, oder alle 15 Minuten, um einen Erfolg zu erzielen und das bekomme ich ohne Zweitlehrer momentan nicht hin, denn sobald ich nicht vor der Klasse stehe, geht ein großes Chaos los.

    Zitat


    Wenn einer eine bestimmte Anzahl von Herzen gesammelt hat bekommt er eine kleine Überraschung.


    Was kaufst du da? Suchen sich die Kinder das aus oder verteilst du die?

    Grüße,
    Conni

    Zitat

    Bablin schrieb am 22.09.2005 14:59:
    Ich empfehle dir sehr einen Obertonstab, auf dessen Signal hin die Kinder ruhig werden sollen - und werden.

    bablin


    Hallo Bablin,
    so einen Stab setze ich seit dem ersten Schultag ein. Nach einem Spontanerfolg (und ausgiebigem Loben dafür) war der Stab egal und loben brachte nichts mehr, da es so laut war, dass kaum ein Kind noch etwas hörte von dem Lob.

    Inzwischen schlage ich immer mehrfach nacheinander auf den Stab, das bringt zwar mehr Unruhe, aber der Ton ist dann so laut, dass die meisten Kinder mitbekommen, dass grad irgendwas ist und er bringt nicht so viel Unruhe wie so eine große Glocke.

    Grüße,
    Conni

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