Beiträge von Conni

    Zitat

    juna schrieb am 13.09.2005 16:59:
    Ich hab das letztes Jahr mal mit meiner 4. ausprobiert, die hatten einen riesen Spaß dabei, mit dem Besen die Turnhalle zu fegen .

    Da fällt mir doch dieser Kinderarbeitsthread ein... :D

    kaddl
    Mit der Technik hast du natürlich Recht, ich bin schon zu lang raus, hab mich in der Prüfungsstunde aber auch nicht auf die erwünschte Technik verlassen.

    Da fällt mir ein... Ich hab mal eine 3. Klasse bei einer Darbietung gesehen, die hatten noch Basketbälle und Gymnastikbänder dabei, das sah auch noch gut aus, muss aber vorher bestimmt lange geübt werden.

    Grüße,
    Conni

    Apropros Oma...

    Ich war heut mit im Hort, in der Gruppe meiner Schüler. Dazu gehören auch ein paar Kinder aus einer der Parallelklassen.
    Irgendwann kam ein Junge ganz entrüstet an: "Der da sagt, ich singe das Lied falsch!" - Horterzieherin: "Ja welches Lied denn?" - "Na, 'Auf der Mauer auf der Lauer sitzt ne kleine Oma." - Horterzieherin: 'Das heißt ja auch "Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt ne kleine Wanze.'" - "Nein, Oma!" -.... Naja, irgendwann haben wir kapiert, dass die Klassenlehrerin es wohl zum Erlernen des Wortauf- und abbaus abgeändert hat. Ich hätte beinah losgeprustet, so hab ich analytisch-synthetische Leselernmethode ja noch gar nicht erlebt...

    Conni

    Hmm, also ehrlich, ich hab sowas noch nie gemacht, aaaber.... Wie wäre es, wenn die Kinder, sich den Rhythmus vorher ausdenken und ihr Ergebnis auf Kassette aufnehmen (z.B. klatschen, klopfen). In der Prüfungsstunde hören sie sich ihren Rhythmus an und entwerfen eine Choreografie dazu.
    Naja, ich weiß nicht, ob das für eine 3. Klasse funktionieren könnte...

    Grüße,
    Conni

    Hi Nell,

    ich kann das Heft "Buchstabenlieder" von Gerhard Wanker (Helbling-Verlag) empfehlen. Dort sind neben dem "Igel Isidor" (das ist übrigens immer das gleiche Lied, denn die "mip" und das "Sim-Sala-Sing"-Liederbuch sind vom gleichen Verlag) noch 27 andere Buchstabenlieder drin. Am besten gleich die Playback-CD dazu kaufen (im Paket 29 Euronen), denn die Playbacks sind wirklich fetzig und die Lieder nicht zu lang.
    Bezüglich der von mir erfahrenen Lieferfristen bei Helbling kann ich dir aber kaum Hoffnung machen, dass du das bis nächste Woche hast. Wenn du das ganze Schuljahr in der 1. Musik hast, lohnt es sich aber bestimmt.

    Grüße,
    Conni

    Zitat

    alias schrieb am 10.09.2005 14:31:
    Wenn man mit so vielen Hohlstunden "geplagt" wird, bleibt wohl nur, dies als Chance wahrzunehmen - und sich durch die pädagogischen Zeitschriften, die Lehrerbücherei und den Medienraum zu wühlen, bzw. Gespräche mit Kollegen zu suchen.
    Auf das Prüfungsergebnis wirkt sich dies sicherlich nicht negativ aus....

    Hmm, also ich habe während meines Referendariats eine Reihe blöder Sprüche von Kolleginnen geerntet, wenn ich während meiner Freistunden im Lehrerzimmer saß und etwas vorbereitete, während ne Kollegin mal schnell reinkam zum Kopieren: "Ach, Sie haben ja schon wieder frei! Sie müssten mal richtig arbeiten."
    In der Prüfung saßen dann aber zum Glück andere. :)

    Conni

    Zitat

    Timm schrieb am 10.09.2005 16:41:


    Wenn das in deiner Schulzeit nicht behandelt wurde, empfehle ich, die Plan- bzw. Zentralveraltungswirtschaft mit ihrer Auswirkung auf die Beschäftigten bei einer Kubareise zu studieren.

    Dazu bin ich leider nicht mehr gekommen, ich war 15 als die Wende kam und gehörte zu keiner privilegierten Familie, die eine Kuba-Reise ergattern konnte. Alle 2 Jahre haben wir einen Familienurlaubsplatz an der Ostsee bekommen, da waren wir immer sehr glücklich drüber.
    Ich habe auch öfter alleine oder mit meinem jüngeren Bruder nach Obst angestanden: Freitags nach Schulschluss im Sommer an einem Stand, an dem es dann mit 50%iger Wahrscheinlichkeit Erdbeeren, Pfirisiche oder ähnliches gab, im Winter auch mal 2 Stunden nach Navel-Orangen. Nein, das war nicht wirklich gemütlich. In meinen Arbeitseinsätzen während der Schulzeit wars auch nicht gemütlich: Spulen putzen und Kleinteile zusammenschrauben, 333 in 4 Stunden oder so als Norm, auch nicht wirklich gemütlich. Weiter mag ich meine Erfahrungen mit Planwirtschaft gerade nicht ausführen.

    Zitat


    Wenn du deine Arbeit über diese Tätigkeiten definierst, bin ich in der Tat im Unrecht.

    Das hast du falsch verstanden. Ein Teil meiner Arbeit ist Unterricht, ein Teil Elternarbeit (abends), ein Teil Gespräche mit Kollegen (nach Unterrichtsschluss). Ein Teil das Kontrollieren von Arbeitsheften, das mache ich am liebsten zu Hause, aber auch mal nach Unterrichtsschluss oder - falls ich eine Freistunde habe - auch dann.
    Ein Teil ist das Herrichten / aufräumen des Klassenraumes, das geht nach Unterrichtsschluss nachmittags und ein weiterer (zeitintensiver) Teil meiner Arbeitszeit ist die Auswahl und das Erstellen von Materialien.
    Die Schule hat leider so wenig Material für differenziertes Arbeiten, dass ich Dominos, Anlautspiele, Buchstabenmemories, Anlauttabelle für die Tafel, Zehnerstreifen, Zwanzigerfelder, das zugehörige Demonstrationsmaterial für die Tafel etc. selber basteln oder darauf verzichten muss. Da mein Kopierkontingent nicht grad groß ist, laminiere ich auch viele Arbeitsblätter zur Differenzierung. Die Kinder arbeiten mit Folienstiften drauf und wischen es dann ab. Da bleibt es nicht aus, dass ein großer Teil meiner außerunterrichtlichen Arbeitszeit auf Laminieren, Scannen, Malen, Ausmalen etc. entfällt. Das ist schon ein großer Unterschied zu anderen Schulformen.
    Vielleicht ändert sich das irgendwann, wenn ich in der Schuleingangsphase bleibe und dann nach ein paar Jahren ausreichend Material habe... (Als ich ältere Schüler hatte, war es auch anders, da habe ich mehr Gitarre und Klavier geübt, Liedbegleitungen erstellt etc., auch alles zu Haus, denn in der Schule gabs die Bedingungen dazu (= Musikraum frei) gar nicht in meinen Freistunden.)

    Und wie gesagt, in einem kleinen Kollegium an der Grundschule sitzt du in Freistunden allein im Lehrerzimmer oder wenns hart kommt mit einer Kollegin, die dort Förderunterricht mit ihren Schülern macht. (Eine Lehrerbibliothek gab es übrigens in keiner der 4 Schulen, die ich kennen gelernt habe.)

    Grüße,
    Conni

    Ja, Nell, das wär klasse, Herr B. wie er selber sein Büro putzt. Vielleicht kann er das auf DVD verkaufen und den Erlös den Schulen spenden?
    Bei uns wird zum Glück 3mal die Woche gefegt, davon 2mal auch gewischt. 2 Tage siehts dreckig aus, dann müssen die Kinder selber mal fegen, wenn geschnitten und dabei der Boden vollgeschnipselt wurde. Meine Fördergruppe fand das übrigens toll, die haben den Raum lupenrein gefegt und wollten das in der Woche drauf gleich wieder machen.
    In der DDR war das generell so: 2 Kinder waren Ordnungsdienst: Fegen, Müll rausbringen. Ich überlege grad, wer eigentlich gewischt hat...

    Grüße,
    Conni

    Hi Carla-Emilia,

    ich bekomme von bestimmten Verlagen auch regelmäßig Teildrucke oder sogar komplette Prüfexemplare, ohne sie angefordert zu haben. Ausschlaggebend sind die Fächer, die ich angegeben habe. Da die sich in den letzten Jahren mehrfach geändert haben, kommen dann schon mal Bücher, die ich gar nicht gebrauchen kann zur Zeit. :rolleyes:

    Grüße,
    Conni

    Zitat

    MrsX schrieb am 09.09.2005 23:44:
    Aber dafür kommen ja noch die zwei dazu, die gestern gar nicht da waren, weil sie sich nicht getraut haben :rolleyes: .

    Ach je, du hast mein Mitgefühl. Ich hatte das letzte halbe Jahr 9- bis 14-Jährige und jetzt plötzlich die 5- bis 7-Jährigen, das ist schon schwer.
    Bei uns kommt die Lebenskunde-Lehrerin die ersten Wochen in den Klassenraum und bis auf einen, der am Mittwoch einpackte und sagte, er mag nicht und geht in den Hort, machen da auch alle (angemeldeten) mit und fragen morgens schon, ob sie wieder Lebenskunde haben. Unser Religionslehrer hat sich auf der Elternversammlung schon so kauzig dargestellt, dass niemand sein Kind angemeldet hat.
    Diese Woche (oder letzte?) gabs bei PennyMarkt übrigens Tiere als Handpuppen, aber nur für schmale Hände.

    Grüße und viel Erfolg,
    Conni

    Zitat

    Titania schrieb am 09.09.2005 20:05:
    Versuchen wir nicht immer den Schülern beizubringen, dass man Lesen nur durch lesen und Schreiben nur durch schreiben lernt. Daraus müsste für uns folgen: Lehren lernt man nur durch hospitieren.

    Falsche Schlussfolgerung: Lehren lernt man nur durch Lehren. Denn Lesen lernt man ja auch nicht dadurch, dass einem jemand ein Buch vorliest, wie du ja richtig festgestellt hast.

    Conni

    Hallo Heike,

    ich kann dich gut verstehen. Momentan geht es mir auch so, dass ich gegen Hohlstunden gar nichts hätte, allerdings dann 2 am Stück, damit ich nicht nach 45 min schon wieder rausgerissen werde.

    An meiner letzten Schule waren sie aber ziemlich ätzend und im Ref auch: Ich hatte keine "eigenen" Schüler, ich war in den Stunden allein im Lehrerzimmer. Im Ref konnte ich dann immerhin noch Arbeitsblätter basteln, im letzten Schuljahr war das Kopierkontingent so niedrig, dass ich das nur kurze Zeit machen konnte. Räume, in denen ich hätte etwas tun wollen, waren auch oft belegt. Cafeteria etc. gabs nicht, zum Einkaufen auch nichts, immerhin neben der letzten Schule war so eine Back-Baracke, die Käsebrötchen waren lecker und der Kaffee ging auch.
    Nach den ersten Bastelaktionen (Xylofone wiederbeleben) hatte ich dann nichts mehr zu tun (zu wenig Kurzkontrolle geschrieben? ;) ) und hatte ein Buch mit zum Lesen. Bei 2 Freistunden am Stück bin ich in die Schwimmhallte gegangen.
    Im Referendariatsort gab es all das aber nicht, da saß man echt im Lehrerzimmer rum und da zogs im Winter auch noch. Hospitieren war nicht überall erwünscht und hieß bei meiner einen Ausbildungslehrerin auch, dass ich spontan die ersten 10 Minuten der Stunde die Klasse ruhig halten musste, weil sie noch ein Gespräch hatte. Manchmal dauerte das auch 30 Minuten. Das ganze ohne gewünschtes Stundenthema und ohne eine Ahnung, wann sie nun dazukommt. Echt doof.

    Grüße,
    Conni

    Hmm, naja, vielleicht könnte deine Handpuppe sich ja mächtig freuen, dass die Kinder noch da sind, jedem einzelnen guten Tag sagen (die Puppe!), vielleicht hast du etwas Flauschiges, bei meinen Erstklässlern kommen Handpuppen, an die man sich auch mal ankuscheln kann gut an und die sagen auch teilweise wirklich "Tschüss".

    Wenn Kinder heulen, fühle ich mich auch hilflos, teilweise hilft ja trösten, aber bei manchen scheint dann irgendwann ignorieren besser zu sein bzw. loben, wenn sie nicht weinen oder die Kinder loben, die nicht weinen oder so. Auf manche Kinder wirken weinende Mitschüler leider sehr ansteckend, wie du ja schon gemerkt hast.

    Bei mir ist es momentan so, dass sich die meisten Kinder, die länger bleiben (Förder oder Lebenskunde) freuen. Ich habe aber auch von Anfang an immer gesagt, dass diese Kinder länger bleiben dürfen und noch eine ganz tolle Stunde vor sich haben, also auch Sache der Klassenlehrerin.

    Wenn du nicht singen kannst, wie wäre es mit kleinen Gedichten, Reimen, Bewegungsspielen, Mitmachgeschichten, irgendwas halt, was ablenkt.

    Grüße,
    Conni
    PS: War das die 1. oder 2. Schulwoche? Wenn ja, hast du gute Chancen, dass sich die Situation in den nächsten Wochen bessert, die Kleinen brauchen Zeit um sich einzugewöhnen.

    Zitat

    Timm schrieb am 09.09.2005 18:03:
    Wahrscheinlich hast du es nicht so impliziert, aber "gemütliches Arbeiten" hört sich nach Planwirtschaft und nicht pädagogischem Eros an...

    Was ist denn an Planwirtschaft gemütlich?
    Und was ist pädagogisches Eros? Dass man auf einem Erstklässlerstuhl sitzen und sein Laminiergerät jeden Tag in die Schule tragen muss, wenn man dort etwas vorbereiten soll? :D

    Conni,
    die beim Laminieren und Basteln auch gemütlich im Wohnzimmer sitzt.

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