Beiträge von Conni

    Hallo ihr,

    danke auch für die Antworten. Ich dachte schon, ich spinne oder so.

    Ich meinte Grundschule. Einer der Gründe, warum ich von höherem Lehramt gewechselt bin war die Hoffnung, nach dem Klassenlehrerprinzip unterrichten zu dürfen. An weiterführenden Schulen wären 9 Stunden für mich auch viel.

    An meiner Schule (ich bin da schon, momentan ohne eigene Klasse, und die 9 Stunden sind für das nächste Schuljahr) wird das Klassenlehrerprinzip als zu oberflächlich angesehen und die Kinder werden damit angeblich unselbstständig. 9 Stunden in meiner eigenen Klasse wären schon viel, meine jetztige Deutsch-(Fach-)Klasse hat ihren Klassenlehrer nur 5 Stunden. Das merkt man leider auch, die Kinder sind sehr aggressiv, weil fast nie ein Streit geschlichtet wird (wann auch), machen die Art des Klassenlehrers nach (locker-flockige Sprüche) und das nervt auf die Dauer ungemein. Einige Jungs nehmen mich gar nicht ernst. Gespräche mit dem Klassenleiter ergaben lautstarke Androhungen von Ordnungsmaßnahmen vor der Klasse seinerseits, was mir auch nicht weiterhalf.
    Gerade habe ich mich auch in Mathe in Kl. 3 eingearbeitet und nun soll ich das schon wieder abgeben.

    alem
    Die Vorteile, die Venti nennt, sehe ich auch. Du hast ein Klassenzimmer als Anlaufpunkt und läufst nicht immer mit den ganzen Unterrichtsmaterialien durchs Haus. Du kannst die Eltern fragen, ob sie ein extra Regal für Freiarbeitsmaterialien bereitstellen und musst dafür nicht mehr den Lehrertisch opfern oder vor jeder Stunde das Fensterbrett freiräumen. Und du hast weniger Stunden in den Klassen von Kollegen.
    Es gibt auch Bücher, die etwas weiterhelfen können. Ich glaub eins davon stand auch in der Buchecke.

    Was für eine Klasse wird es denn? (Oder hab ich das überlesen? )

    Conni

    koritsi

    Zitat

    Conni schrieb am 18.04.2005 23:47:
    (Die mip- und Grundschule-Musik-Sachen sind gut, die kenn ich.)


    Genau, da meinte ich Grundschule Musik. :O Die sind wirklich gut. Die gab es an meiner Ausbildungsschule und ich habe 2 Hefte davon, eins davon auch mehrfach genutzt, aber ich finde die Themen manchmal irgendwie schwer umsetzbar, insbesondere weil an unserer Schule auch kaum fächerverbindend gearbeitet wird. Leider habe ich auch nur noch Klasse 5 und 6 jetzt und finde da die Grundschule-Musik-Lieder nicht mehr so unbedingt brauchbar. Meine 5. hat sich heute jedenfalls bei einem (über ein)Indianerlied gut amüsiert. :rolleyes:

    Musikmaus
    Das mit dem Preis ist immer doof, das stimmt. Deshalb habe ich auch schonmal über was aus dem Helbling-Verlag nachgedacht, die Kolibri-Sachen haben wir ja in der Schule. Ich finde es schade, dass die meisten Liederbücher entweder für 1 bis 4 oder für 5 bis 10 sind, da ich momentan noch nicht weiß, wo ich längerfristig eingesetzt werde. Wohl eher 5 bis 6, aber da kann man dann viel für die Älteren noch nicht singen.
    Das mit dem Selberbegleiten habe ich mir abgewöhnt: Im schulpraktischen Klavierspiel habe ich in 5 Semestern gelernt, wie man in 10 Zeitstunden eine tolle Liedbegleitung vorbereitet, aber nicht, wie man schnell eine für den nächsten TTag erstellt und lernt. Auf der Gitarre bin ich zu ungeschickt.

    Grüße,
    Conni

    Hallo ihr,

    ich kann zwar nicht wirklich was beitragen, wollte aber mal fragen, wieviel Stunden ihr so in euren Klassen habt.
    Ich soll auch eine bekommen und 9 Stunden in der Klasse unterrichten. Ist das normal? Viel? Wenig? An meiner Schule scheint es eher viel zu sein, ich finde es wenig und habe Angst, das nicht hinzukriegen und mich in den noch dazu kommenden Stunden Fachunterricht zu "verfransen", zumal ich zusätzlich noch ein neues Fach unterrichten soll und das, wo ich mich gerade so ein bisschen eingearbeitet habe, wieder wegkommt. :(

    Grüße,
    Conni

    Hallo ihr,

    sorry für dieses sinnfreie Posting.
    Aber ich frage mich gerade, was sich die Zusammensteller von Hörbeispielen und Playbacks auf CDs bei der Qualität dieser Hörbeispiele teilweise denken.
    Manche sind vom Orchester her nicht wirklich gut, typische Billig-Klassik-CD-Qualität.
    Und bei den Playbacks habe ich die vom VWV-Liederbuch (das blaue) und dem Grundschulliederbuch vom gleichen Verlag. Die sind sehr "synthetisch" und flach und ich dachte, man könnte was besseres erfinden.
    Heute nun hörte ich in die Kolibri-Liederbuch-Hörbeispiele rein, weil ich das Buch habe und dachte, die CD-Anschaffung würde sich vielleicht lohnen. Einige Playbacks sind gut oder ok. Viele sind wirklich schlecht in meinen Ohren: Erwachsene, die mit Kinderstimmchen-Gehabe singen (--> schlechte Singtechnik, wenn Kinder das nachahmen), Kinder, die ähnlich singen (dito), Kinder die ziemlich unsauber singen, immer leicht zu tief oder abwechselnd etwas zu tief und etwas zu hoch. Mir hat's echt die Schule ausgezogen.

    Hat jemand ne Ahnung, welche Hörbeispiele / Playbacks zu Liederbüchern wirklich gut sind? (Die mip- und Grundschule-Musik-Sachen sind gut, die kenn ich.)

    verstimmte Grüße,
    Conni

    ...Off topic...

    Hallo das_kaddl,

    Zitat

    das_kaddl schrieb am 17.04.2005 12:07:
    ...Hier besteht ja gar nicht die Möglichkeit, mit einem Fehler noch die Note 1 zu erhalten

    In unserer Schule gibt es in Kurzkontrollen nur bei 100% eine 1, in Klassenarbeiten bei etwas weniger. (Land Brandenburg)

    Dazu muss ich aber sagen, dass meiner Erfahrung nach die Arbeiten eher leicht ausfallen und die Noten gut sind.
    Ich habe noch keinen Schüler mit einer 5 oder 6 in Musik erlebt. Es gibt Schulen, da beschließt die Fachkonferenz, dass jeder, der nicht die Leistung verweigert mindestens eine 3 bekommen muss. (Bei uns nicht!) Meine Vorgängerin hat fast nur Einsen und Zweien vergeben, da haben meine Schüler jetzt schonmal ganz schön geschluckt.

    Zitat


    3) Auch im Musikunterricht sollten Tests so aufgebaut sein, dass sie neben dem abrufbaren Wissen einen Anwendungsteil enthalten. Die Fähigkeit zum Transfer ist nämlich auch im Musikunterricht etwas, was unbedingt angebahnt werden soll...

    Hast du bitte ein oder mehrere Beispiele dafür? Ich weiß, dass im Abi bei uns sowas immer vorkam (10 % der Gesamtpunktzahl). Für die Grundschule habe ich es noch nie gehört, nichtmal in Mathe oder Deutsch, obwohl ich es schon gerechtfertigt finde. In Musik war es nie Thema in Uni oder Seminar und mir persönlich fällt nicht wirklich was ein, außer z.B. einen Dreivierteltakt mit Notenwerten zu füllen, wenn das vorher nur an Viervierteltakten geübt wurde. (Oder ist das auch "nur" Anwendung?)

    interessierte Grüße,
    Conni

    Cool! Kann das Gold spucken? :D

    Noch ein Beispiel aus einem Aufsatz: "Plötzlich ging die Autotür auf. Ein Mann kam mit einer Schnelligkeit von 70 km/h heraus. Es ging so schnell, dass sie ihn gar nicht sehen konnten."

    Ich korrigiere grad Geschichten für den Schreibwettbewerb. Es sind viele gute Ideen dabei, einige wirklich gute Geschichten, eine im Mittelfeld. Beim Rest bin ich kurz vorm Heulen.
    Ich will nen vom Arbeitgeber bezahltes Wellness-Wochenende!

    Conni,
    verzweifelt

    Hi ihr,

    ich hatte mir auch mal nen paar Exemplare gekauft. Die Hefte mit den Stundenbildern find ich fürchtbarlich: Für mich schlecht zu lesende Schriftart (Marke: Schreibmaschine von 1980), Stunden, die bei mir so nicht funktionieren und (in Musik) doch recht altertümlich anmuten.
    Das Heft mit den Bildergeschichten gefällt mir auch nicht.
    Das einzige, was ich ok fand, ist dieses Heft "Alles über Papier" unter Sachunterricht.

    Grüße,
    Conni

    Hallo Rehzwerg,

    es ist ganz schwer, dazu was zu sagen.
    1. Mein Schulgesetz schwirrt zwischen den vielen Stapeln Kopien, Büchern, vorbereiteten und zur Vorbereitung aufgehäuften Unterrichtsmaterialien umher.
    Die Grundschulverordnung wurde dir offenbar schon irgendwo zitiert.
    Im Rahmenlehrplan steht auch nichts Genaues zur Rechtschreibung.
    D.h. rechtlich gibt es keine Vorschrift.

    MfG,
    Conni

    Zitat

    elefantenflip schrieb am 16.04.2005 20:22:
    Der Test fragt m.E. die Fähigkeit ab, schnell zu lesen und Fehler im Satzbau herauszufinden.

    Hi flip und Nordlicht,
    da stimme ich zu. Ich habe einen Teil daraus einem (leseschwachen) Viertklässler gegeben, der die Sätze sinnerfassend las, die Stolperwörter aber nicht fand, weil er "ratend" liest, d.h. er ergänzte die Wörter im Satz so, dass er mit Stolperwort grammatkalisch korrekt war.

    Grüße,
    Conni

    Aus einem Schüleraufsatz (von mir rechtschreibnormiert):
    "An der Tür der Flugzeughalle sitzt ein bewaffneter Gangster, der gerade Kaffee trinkt."
    Später schütten Kinder ihm ein Abführmittel in den Kaffee, das schon nach 5 Sekunden wirkt. Ich werd den Schüler mal fragen, wo es das gibt. :D

    Doris
    Ich stimme Mia zu: Wenn du schwerbehindert bist, soll der Arzt feststellen, ob du noch mindestens 10 Jahre arbeiten kannst. Wenn ja --> Verbeamtung möglich.
    Wenn du nicht schwerbehindert bist, soll der Arzt feststellen, ob du bis zum Erreichen des Pensionsalters arbeiten kannst. Wenn vielleicht nicht wegen Beschwerden, die chronisch werden können --> keine Verbeamtung.

    Ich hab auch schon Leute erlebt, bei denen es weit mehr Ärger gab. (Bei mir z.B. wegen einer leichten anatomischen Fehlstellung einer Niere, die deren Funktion nicht beeinträchtigt und nur mit einer etwas höheren Wahrscheinlichkeit als bei Leuten wo das i.O. ist zu Nierensteinen führt. Laut Urologe ist das nicht mal eine Krankheit, für die Ärztin war es schon ein Riesenproblem bei der Verbeamtung auf Widerruf. )

    Grüße und viel Erfolg,
    Conni

    Jau, ich hab den Brief auch heute bekommen und sofort die Kündigungsmail geschickt. Ich hab reingeschrieben, dass ich es unseriös find, wenn es erst hinterher da steht und nicht vorher angekündigt wird.
    Dass man ein Probeheft erhält und ein Abo dran geknüpft ist, wenn man nicht sofort kündigt, kenn ich. Dass etwas unhöflich reagiert wurde, als ich bei einem Schulbuch-Verlag 3 Probehefte anforderte und davon eins (!) kündigte, die anderen beiden aber im Abo behalten wollte, fand ich schon etwas unangenehm.
    Aber das toppt ja alles.

    Unverschämt!
    Conni

    Hallo sina,

    ich habe im Seminar auch gelernt, dass Lesemütter und lautes Lesen sinnvoll sind. Und zwar nicht unbedingt, damit Kinder gut vorlesen oder gut laut lesen können. (Dieses laute Lesen vor der ganzen Klasse finde ich schrecklich in den unteren Jahrgangsstufen und in den höheren Klassen der Grundschule auch bei leseschwachen Schülern. Das wurde im Seminar auch als ungünstig, weil bloßstellend für die Schüler hingestellt.) Was ich aber in der 1. Klasse beobachtet habe und z.B. auch bei einem meiner leseschwachen Viertklässler sehe: Die Kinder lesen von sich aus (mittel)laut, auch wenn es eigentlich um eher stilles Lesen für sich selber geht. In Klasse 1 taten sie das, als sie gerade erst Buchstaben zusammen ziehen konnten, vermutlich müssen sie hören, was sie lesen??? Und mein Viertklässler liest laut, um sich das bereits Gelesene besser merken und den Sinn besser verstehen zu können. Das kann er bei leisem Lesen auch gar nicht. In diesen Fällen sollten Kinder laut unserer Seminarleiterin Zuhörer haben. Keine wertenden Zuhörer, sondern welche, für die gelesen wird und die auch mal helfen. Dafür sind Lesemütter gut geeignet, eventuell eben auch mit einzelnen sehr schüchternen Kindern.

    Leider war die Quelle nie auffindbar... (10 Rechte des Noch-Nicht-Lesers hieß das und war angeblich mal ein kostenloses Faltblatt von Cornelsen.)

    Grüße,
    Conni

    Zitat

    alias schrieb am 16.04.2005 12:15:
    Als ich auf dem Flohmarkt meine Kellerbestände an Spielzeug verscherbelt habe, kaufte mir eine Frau eine ganze Kiste Lego-Bausteine ab. Kommentar: Die bekommen meine Grundschüler als "Goodies".

    Hmpf, und ich hab die bisher in Mathe verwendet. Vielleicht war das falsch? :D;)

    Conni

    Hallo Elaine,

    ich war auch mit in einer sehr schwierigen Klasse, mehrere verhaltensauffällige Kinder, mehrere Kinder mit ADHS, 2 lernbehinderte Kinder, schwierige Eltern und eine Mentorin, die nicht so wirklich Rat wusste, die sich auch in der Klassenstufe nicht wohlfühlte. Die Unterrichtsbesuche waren zwischen "mit Augen zudrücken ne 3+" (meine Seminarleiterinnen kannten meine Situation und nahmen Rücksicht) und "Katastrophe". Ich habe kurz vor der Prüfung in eine neue erste Klasse gewechselt, dachte zuerst, es ist Wahnsinn, aber die neue Kollegin, die diese Klasse hatte, hat sich super um mich gekümmert, sehr schnell Strukturen für die eher unkomplizierten Kinder geschaffen - und die Prüfung lief super! Ich würde diesen Wechsel wieder vollziehen, auch wieder wenige Wochen vor der Prüfung.

    Grüße,
    Conni

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