Beiträge von Conni

    Hi flip,

    ich schau mal nach, ich hab die normalen Pusteblume Arbeitshefte hier, aber ich denk du meinst was anderes.
    Ich glaub nicht, dass ich für die Umwandlung eine Genehmigung brauch. Das Problem ist, dass ich eh betteln muss bei den Eltern, da die 12 Euro schon deutlich überschritten werden, egal was man bestellt. Ich frag auf jeden Fall mal meine Schulleiterin wegen Umwandelns und Kopierkontingentüberziehens und dann nehm ich vielleicht mal Kontakt auf zu der Elternsprecherin, um zu schaun, was man da machen kann mit Kopien. Ich glaube, das wäre für mich die beste Lösung, denn für 5 € kann man schon einige Seiten kopieren und ich hab ja auch die Bausteine Grundschule abonniert und könnte dann auch mal für Sachunterricht was kopieren, dafür gibts nämlich gar kein Arbeitsheft.
    Danke!

    Conni

    Zitat

    kaeferchen schrieb am 27.04.2005 20:18:
    Heute war ich auf einer "Werbeveranstaltung" bei Klett. Kostenlos. Und fünf Pünktchen hätte es dafür gegeben... Immerhin!

    Wieso, ging die fast einen ganzen Tag außerhalb der Unterrichtszeit? *staun*
    Naja, die gibts in meinem Nachbarbundesland auch, das stimmt, leider schaff ich es oft nicht zu den Nachmittagsveranstaltungen pünktlich zu sein, wenn ich Unterricht habe. Die fangen dort immer schon um 3 an.
    Aber stimmt, die sind auch gut.
    Gibts für Klassenfahrten auch Punkte? Sie erfüllen doch alle Kriterien: Kosten Geld, gehen tagelang und man kommt in ungewohnte und neue Situationen...

    Enja
    Was mich noch interessiert (wirklich): Müssen Angehöriger anderer Berufsgruppen (Angestellte, nicht Selbstständige) auch ihre Arbeitsmittel selber bezahlen? (Meine Mutter z.B. bekommt Papier, Computer, Computerprogramme, Schreibutensilien, Briefmarken und Kopien gestellt.)
    Wenn ich viel Geld für Fortbildungen ausgeben und dafür unbezahlten Urlaub nehmen müsste, würden meine Investitionen in Unterrichtsmaterialien wesentlich geringer ausfallen, also schon mindestens 50 € im Monat weniger.


    Conni

    Hallo ihr,

    ich soll im nächsten Schuljahr eine 3. Klasse übernehmen.
    Wir haben ein mäßiges Sprachbuch vom DDR-Traditionsverlag. Normalerweise verwenden die KollegInnen dazu das passende Arbeitsheft. Das hatte ich jetzt ein halbes Jahr lang mit einer 4. Klasse. Ich fand 2 Übungen sinnvoll, sonst habe ich es entweder zur Beschäftigung oder gar nicht eingesetzt. Das Heft für Kl. 3 ist ähnlich bescheiden.
    Nun steht die Schulbuchbestellung an und statt nur der Bücher, wie es zuerst hieß, muss ich nun auch noch ein Arbeitsheft bestimmen.
    Problem: Das Geld. Die Eltern sind bis Kl. 4 nur verpflichtet, 12 Euro für Arbeitshefte zu bezahlen, damit kommt man kaum über die Runden (Deutsch, Mathe, Englisch) und muss wohl jedes Mal betteln gehen. Das jetzige Arbeitsheft kostet 5,70 Euro und das neue sollte nicht teurer sein. (Übung macht den Meister von Mildenberger nehme ich nicht!)
    Ich überlege nun, ob ich ein lehrwerkunabhängiges Heft bestellen soll, wenn ja, welches. Oder ob ich die Eltern um Geld für Kopien anbettele (schlimmstenfalls lehnen es manche ab und dann steh ich dumm da) und dann eben Kopiervorlagen oder selbstgemachte Texte nehme.
    Habt ihr eine gute Idee?
    Achja: Ich möchte kein Heft zum Texteschreiben. Rechtschreibung und Grammatik wär toll, Rechtschreibung oder Grammatik ok.

    Grüße,
    Conni

    Hallo Melanie,

    bei uns muss noch kein Portfolio geführt werden. Es musste aber an meiner letzten Schule mal eine Liste ausgefüllt werden mit Nachweisen über schulinterne Lehrerfortbildungen.
    Das Dumme an der Sache ist, dass Fortbildungen nur dann Sinn machen, wenn sie von den Betroffenen auch irgendwo gewollt und als sinnvoll erachtet werden.
    Für mich gibt es momentan z.B. noch nicht viele sinnvolle Angebote, weil ich schon auf die neuen Rahmenlehrpläne hin ausgebildet wurde, aber viele Kolleg/innen davon noch nicht mal die Grundbegriffe kennen. Beim Grundschultag saß ich 5 Unterrichtsstunden da und hab mich gelangweilt, na ok, 4 Stunden Langeweile, die eine Fortbildung war wenigstens witzig gemacht, auch wenn didaktisch nicht wirklich inspirierend. Das ist rausgeworfene Zeit (und war zum Glück kostenlos). Die Musikfortbildungen meines Bundeslandes habe ich auch abgeschrieben, seit ich mal 80 km pro Strecke zu einer Fortbildung gefahren bin, bei der ich die Noten besser beherrschte als die Dozentin. Die andere war ok, sie wollten aber ein bestimmtes Heft mit Kassette mit Tänzen drauf von einem bestimmten Verlag verkaufen für recht viel Geld und es hat fast keiner gekauft, weil kaum noch jemand mit Kassette arbeitet und es keine CD zum Heft gibt. Damit hat man dann entweder die Möglichkeit, sich in stundenlanger Arbeit die Tänze auf andere Musiken umzuschreiben (die Choreografien passen meist nicht beliebig auf andere Musik) oder man sagt "Schön wars, Benzin und Zeit hats viel gekostet, aber anwenden kann ich es nicht." Schade drum. Die Musikfortbildungen meines Nachbarbundeslandes sind aber teilweise wirklich gut und da bezahle ich dann auch gerne für, wobei es keine horrenden Summen sind. Aber ich bin im Moment im Kollegium die einzige, die noch so viel zu Fortbildungen fährt.
    Wenn du erstmal volle Stunden hast, hast du wohl gar nicht die Zeit.
    Sinnvoll fände ich - habe ich schon woanders geschrieben - eine grundlegende Fortbildung für fachfremd unterrichtete Fächer, die nicht Musik sind.

    Grüße,
    Conni

    Vor einiger Zeit war ich beim Grundschultag. War die einzige von meiner Schule da.
    Es gab 3 Vorträge (auf die ich hätte verzichten können) und viele Freiexemplare bzw. heruntergesetzte Bücher (da hätte ich nicht drauf verzichten mögen). Aber man musste dafür Bögen ausfüllen mit Privat- und Schuladresse und welche Bücher genutzt werden.

    Heute nun war ich in einer kleinen Pause im Lehrerzimmer, da kam ein regennasser Herr reingestürmt und verlangte nach mir. Er sagte, er würde sich gar nicht an mich erinnern (genialer Gesprächseinstieg, echt!) und fragte mich dann, ob er mich mal kurz sprechen könne. (Auch genial.) Ich sagte ihm als erstes, dass er sich beim nächsten Mal bitte anmelden soll, jetzt hätte ich eine Klasse, die ich nicht 3 Minuten alleine lassen kann und muss gleich wieder unterrichten. Morgens wäre es so gut gewesen, in der Freistunde...
    Jedenfalls sagte er dann, er sei von dem Verlag mit dem W vorn (mal keinen Rufmord betreiben hier). Darauf schnitt ich ihm das Wort ab und meinte, die Schulbuchbestellungen wären schon getätigt und da hätte er sich wohl früher bemühen und vor allem meine Kollegen auch fragen müssen. Nunja, wir bekommen jetzt ein Prüfexemplar eines lehrwerkunabhängigen Deutschheftes, aber das wird nicht mehr rechtzeitig eintreffen bis zu Bestellung.
    Ich bin hinterher nochmal zur Sekretärin und hab ihr die Situation erklärt. Naja, wir standen beide kopfschüttelnd da.

    Ist das normal? Ich kam mir schon vor wie wenn nen Versicherungsvertreter vor meiner Haustür steht, nur die Schultür kann ich nicht zuschließen... 8o

    Conni

    Hallo ihr,

    Zitat

    McMoritz schrieb am 27.04.2005 08:07:
    Grundsätzlich stimme ich euch natürlich zu. Wenn jemand wirklich Interesse und Engagement mitbringt sind mir die Abschlüsse schnurzpiepegal - zumindest in den ersten 3 - 4 Klassen.
    Aber der 5. könnte es schon mal eng werden ...


    Aber gerade die 5./6. Klasse stellen ein riesiges Problem dar: An den meisten Grundschulen hast du Grundschullehrer mit einem Schwerpunktfach / wissenschaftlichen Fach (oder wie auch immer es heißt), das offiziell bis Kl. 10 studiert ist.
    Dann rechne dir aus, wie viele das sind: An meiner Ausbildungsschule z.B. waren es 7 zum Anfang, 10 später. Die Schwerpunktfächer waren: mehrfach Mathe und Sport, Biologie, am Anfang hatten wir eine Kollegin mit Deutsch als Schwerpunkt, später kam noch eine mit Musik und eine mit Kunst hinzu. Dann gab es die IFL-Lehrer mit Mathe und Deutsch und einem "Beifach". Dann noch 2 Englischlehrer in der Zeit mit Zusatzausbildung an der Uni. (Beide hatten einen Unterrichtsstil, da wären im Seminar alle hintenüber gefallen. Bei einem lernten die Kinder viel, beim anderen weniger.) So, wen würdest du an der Stelle des Schulleiters nun für Geografie, Geschichte, Politische Bildung, Kunst (bevor die Kollegin kam) und Physik einsetzen?
    Ich kann dir sagen, was mein Schulleiter dann immer sagte: "Wir brauchen jemand neuen. Ich werde beim Schulamt sagen, wir brauchen einen Englischlehrer. Einen richtigen, nicht sonen weitergebildeten, die sind schlecht. Und Physik und Geografie sollte er noch studiert haben." Naja klar, dass er den nicht bekommt. Dafür jedes Jahr das gleiche Herumgeschiebe der Englischlehrer, halbe Stelle hier, halbe da, Zoff mit einer Nachbarschule etc. Du kannst an einer kleinen Grundschule nicht alles fachlich studiert abdecken. An einer größeren meist auch nicht, weil sonst einige Lehrer nur noch als Fachlehrer rumlaufen würden und die Zahl der Klassenleiter nicht reichen würde. So schön die 6jährige Grundschule auch sein mag, die Abdeckung des Fachunterrichts in 5/6 ist meiner Meinung nach eine ihrer großen Schwächen.

    Zitat


    Was mir zum Bespiel zu schaffen macht ist der Englischunterricht. In den ersten Klassen wird er ja nur als Begegnungssprache angeboten. Trotzdem werden Grundlagen gelegt.


    Da sind wir bei einem sehr heiklen Thema. Wie gesagt, ich habe 2 Teilschuljahre mit einem "geteilten Englischlehrer" (11 Stunden bei uns) erlebt, ein Schuljahr mit einem zu uns abgeordneten Englischlehrer. In den "geteilten" Schuljahren, mussten noch andere KollegInnen den Unterricht übernehmen. Momentan macht es eine junge Kollegin aus einem der alten Bundesländer, die herzog, sie macht das wirklich gut und spannend für die Kinder und kann auch gut Englisch. Vorher machte es eine Kollegin, die sagte "Also ich hatte ja 4 Jahre Englisch und mache gerne Frühenglisch, aber sprechen kann ich es nicht." Prima.

    Das Problem ist einfach, dass viele Lehrer in der Ex-DDR nur von Klasse 7 bis 10 Englisch lernten, einige gar nicht. Und teilweise wird gesagt: Nun mach mal! (Das habe ich schon erlebt für die Begegnungssprache.)

    Zitat

    Manche Kinder werden fast nur vom Band unterrichtet, weil die Lehrer schlicht und einfach kein Englisch können. Das ist OK, solange die Kids alles wie Papageien nachplappern oder singen. Schlimm wird es, wenn korrigierend eingegeriffen werden muß bzw. müßte.

    Insgesamt stehen Sprachforscher dem Lernen vom Band relativ aufgeschlossen gegenüber, weil Kinder leicht den Klang einer Sprache aufnehmen und die Sprache damit akzentfrei lernen können, ab der Pubertät ist das nur noch schwer möglich. (Grund für den frühen Fremdspracheneinstieg)
    Ich denke, es ist ok, wenn der Lehrer dann nicht akzentfrei ist, aber wenn immer wieder drauf verwiesen wird, wie die Muttersprachler vom Band klingen. Kinder nehmen die Unterschiede und das "richtig/falschklingen" übrigens sehr wohl wahr. Meine Aussprache beim Singen wurde von meinen Fünftklässlern bereits mit der Aussprache ihrer Englischlehrerin verglichen und in bezug auf "deutsch klingend" mit den Kindern bekannten muttersprachlichen Beispielen verglichen.

    Wenn natürlich korrigierend "falsch" eingegriffen wird, ist das schlecht.

    Die Alternative heißt für viele Schulen aber: Englischunterricht unter diesen Bedingungen oder gar kein Englischunterricht (oder Englischlehrer, die kostenlos arbeiten herzaubern).

    Grüße,
    Conni
    PS: Huch, was ist denn mit dem Thread wieder los.
    Ich wars nicht!

    Bei uns im Bundesland gibt es noch Sprachheilklassen an Regelgrundschulen. Gleiche Vorteile: Sonderpädagoge als Klassenleiter, kleine Lerngruppen. Und: Die Kinder werden nach dem 2. Schuljahr in Regelklassen umgeschult und in 1 bis 3 Einzelförderstunden je nach Bedarf weiter betreut. Ich hatte in einer (3.) Vertretungsklasse mindestens 2 dieser Kinder und hätte es ohne den vorherigen Hinweis der Klassenlehrerin erst nach mehreren Tagen gemerkt. Jetzt unterrichte ich wieder 3 oder 4 Sprachförderkinder in einer 3. Klasse, bei denen man die Sprachschwierigkeiten zwar noch deutlich hört, die aber von der Leistung her keine großen Schwierigkeiten haben und auch schon recht gut in die Klasse integriert sind.
    Ich weiß nicht, ob es in BaWü auch sowas gibt. Mir gefällt diese Möglichkeit aber gut.

    Grüße,
    Conni

    Ja, das ist an Grundschulen wirklich oft so. In meiner gehts eher nach dem Fachlehrerprinzip ab Kl. 1, das find ich nicht unbedingt besser, wenn die Knirpse schon 5 verschiedene Lehrer haben.
    Ich hab z.B. Sachunterricht studiert, abgeschlossen und als 3. Fach im Vorbereitungsdienst gehabt. Pro forma bin ich darin also ausgebildet. Mathe habe ich auf SekI studiert und kein 1. Staatsexamen gemacht. Pro forma bin ich darin nicht ausgebildet. Nun unterrichte ich seit dem Beginn des 2. Halbjahres Mathe. Klar, gabs und gibt es Probleme (v.a. weil es kaum Material zum Handeln hier gibt und manche Schüler den Zahlenraum nicht erfasst haben oder ich weiß nicht, was sie aus der 2. schon können oder wie viel Stunden ich für ein Thema brauche). Aber ich komme langsam immer besser klar und unterrichte das Fach gerne. Für das nächste Schuljahr wurde mir in Aussicht gestellt, dass ich statt Mathe nun SU in der 3. unterrichten muss. Ich bin darüber traurig. Ich würde so gerne Mathe weiterunterrichten. In SU fühle ich mich momentan sogar schlechter ausgebildet als in Mathe. Aber da führt kein Weg rein. Gleichzeitig soll ich mich in ein weiteres Fach "einarbeiten", das ich nach der 11. abgewählt habe, mit gutem Grund. Angeblich ist es dem SU so nahe, das sehe ich aber noch nicht. Angeblich wurde mir deshalb der Matheunterricht gestrichen, weil ich mich ja in das neue Fach einarbeiten muss....
    Ich fühl mich dann als doppelt fachfremd Unterrichtende und mag schon jetzt gar nicht mehr dran denken.

    Wenn man in einem Fach, das man nicht studiert hat, Erfahrung hat und es mag, dann denke ich, dass es keinen großen Unterschied mehr geben muss zu einem studierten Fach, denn letztlich kommt es bei den meisten Fächern in der Grundschule auf die Vermittlung an, bestimmte fachliche Dinge kann man sich noch aneignen. (Ok, keinen Handstand und kein Instrumentalspiel... aber naja, wenn man in der 5./6. arbeitet Bio oder Geschichte oder so.)

    Ein großes Problem sehe ich darin, dass es oft nicht die wirklich guten Fortbildungen gibt, zumindest hier nicht. Im Bereich Musik gibt es in meiner Region tolle Fortbildungen, jede Menge. Auch für Deutsch und Mathe lässt sich etwas finden, die Kunstfortbildungen in meiner Schulstadt sollen gut sein. Aber für das Fach, das ich unterrichten soll.... Naja, zu einer war ich, aber da wurde vorausgesetzt, dass man das Fach und die Fachdidaktik beherrscht und nur noch neue Methoden sucht. Ich kenne eher die neuen Methoden und seh bei ein paar Themen im Fach und generell in der Fachdidaktik schwarz.

    Ähja, schönen Tag,
    Conni

    Hallo Mia,

    ich plane meine Stunden auch oft im Kopf oder auf einem kleinen Zettel. In meinen Tabellen stand - egal wie sie aussahen - meist in einer Spalte total viel und in den andern kaum was. Oder es stand was drin, was nicht eintrat ("Anweisung des Lehrers: 'Beschreibe den Flabberwurm!' Schülerantwort: 'Der Flabberwurm hat 77 Saugnäpfe und 3 Antennen, davon eine türkis, eine rosa, eine waldmeistergrün.'"). Sowas brachte mich dann immer total aus dem Konzept, weil garantiert was andres kam.


    Zitat

    Mia schrieb am 25.04.2005 12:56:
    Bei Stationsarbeiten o.ä. ist eine genaue Stundenplanung eh überflüssig.

    Tststs, lass das nicht meine Ex-SeminarleiterInnen hören!

    Zitat


    Was ich eigentlich kaum mache, sind Unterrichtseinstiege. Ich fange in aller Regel mit den Hausaufgaben an.


    Ja, mach ich auch teilweise. Oder mit einer täglichen Übung in Mathe oder mit dem Erklären des Wochenplanes oder einer Einschätzung der noch zu erledigenden Aufgaben (besonders wichtig!). Wenn wir eine Doppelstunde haben, beginnen die Schüler nach der Pause von alleine weiterzuarbeiten.
    Die Unterrichtseinstiege, die uns im Seminar gezeigt wurden, waren jedenfalls so überirdisch, dass ich mich nie trauen würde, das auszuprobieren. (Unsere Seminarleiterin malte wirklich tolle Riesenzeichnungen. Ich würde vermutlich eine Woche dafür brauchen und es nicht annähernd so gut hinbekommen.)

    Auch die Reihenplanung und anschließendes Aufdröseln halte ich da wie Mia und Alem. Manchmal habe ich inzwischen noch eine B-Variante im Hinterkopf für Tage, an denen eine meiner Klassen total aufgewühlt ist.

    Grüße,
    Conni

    Zitat

    Jana schrieb am 24.04.2005 20:21:
    Ja, Conni,
    so ist das bei uns auch.
    Jedenfalls das alle zwei Wochen. Die Seminare liegen allerdings in derselben Woche. Also finden sie wohl doch parallel statt.
    Das ist doch blöd.

    Jana
    Warum ist das blöd?

    Conni

    Ich hätte da noch nen halben Kleiderschrank voll Hosen, vielleicht kann ich welche beisteuern?

    Jetzt weiß ich auch, warum mein Vater früher von allen möglichen Verwandten und Bekannten Klamotten anschleppte.
    Ich hatte:
    <ul>
    - eine hellbeige Stretchcordhose. Was sie unten zu kurz war, war sie am Bauch zu weit (ungefähr 4 Größen). Kommentar meines Vaters "Passt ja wunderbar!"
    - mehrere Hosen mit mehr als 15 cm Umschlag unten.
    - ein mausgraues Kleid, das meine sehr unkleidsamen Knie freiließ und mir - wie jede farbenfrohe Kleidung - auch sonst sehr stand
    - dazu passend steingraue Schuhe mit betongrauem Textileinsatz, leichten Absätzen (wackelwackel) und langer Spitze. Sehr vorteilhaft bei Schuhgröße 41.
    - mehrere Paare hellbeiger Kunstlederhalbschuhe, bei denen ich froh war, wenn sie abgenutzt waren, weil man dann die Originalfarbe nicht mehr sah,
    - mehrere hellrosa Pullover,
    - Röcke für die Lady ab 50
    - ein paar Sachen, die ich verdrängt habe.</ul>
    Deshalb mein Tipp: Sachen für die eigenen Kinder oder Enkel aufheben. Kommt immer gut an. Siehe auch Loriots "Pappa ante portas".

    Conni

    Hallo McMoritz

    Zitat

    McMoritz schrieb am 23.04.2005 09:01:

    " Also: Die Ausbildung war anders.
    Am IFL (Grundschullehrer) in der Regel nach Abschluss der 10. Klasse. "

    Das habe ich bisher ehrlich gesagt für üble Nachrede gehalten :)


    Nein, war es nicht. Aber viele haben noch eine Nachqualifikation gemacht, z.B. noch Mathematik ein berufsbegleitendes Studium. Was da nun wie anerkannt wurde, weiß ich aber nicht genau.

    Zitat

    Ich habe in diesem Zusammenhang noch eine Frage: Woher wissen wir Eltern denn, welcher Lehrer welche Qualifikation hat?

    Ich denke wie meine Vorrednerinnen, dass das nicht unbedingt Sinn macht. Ich erzähle nämlich z.B. aus gutem Grund nicht herum, dass ich in der ehemaligen DDR aufgewachsen bin, ich kann mich noch so gut an die herablassenden Blicke und Bemerkungen eines meiner Ex-Arbeitgeber (übrigens ein bekannter Erziehungswissenschaftler) in Bezug auf Ostdeutsche erinnern. Er hat es dann irgendwann mal erfahren, nach 2 Jahren und mich dann sehr mitleidig ausgefragt.
    Ich fänd es blöd, wenn ich z.B. in ein altes Bundesland wechseln würde und es steht dann am schwarzen Brett "in ... ausgebildet". Dann tuscheln vielleicht Eltern und Kollegen hinter meinem Rücken, weil sie glauben, da ist alles anders / die Zensuren werden einem hinterhergeworfen / man ist schlechter ausgebildet.
    Ich habe in meiner Ausbildungsschule mehrere Kolleginnen mit dem IFL-Abschluss (nach der 10. Kl.) und mehrere mit Studium (Abitur und Uni) erlebt. Am Ende liegt es nicht an der Ausbildung, wie gut jemand ist. Manche Kolleginnen ohne Abi waren weitaus geeigneter für die Grundschule als Kollegen mit Hochschulstudium.

    Zitat


    Ein paar Kinder einer Gruppe mochten keinen Kräuterquark, also stellten sie einfach eine Portion Bananenquark mit Honig und eine andere mit Kräutern her. Für dieses problemlösende und kreative Verhalten bekam die Gruppe eine 4


    Dazu kann ich absolut nichts sagen, da mir die näheren Umstände unbekannt sind. Klar ist das kreativ und problemlösend, aber wenn die Zensur z.B. für "Lesekompetenz" oder "Umsetzen eines Rezeptes".... was sollte die Lehrerin geben? Wenn sie konsequent sein will, muss sie das so zensieren. Klar, wenn man mit einer Klasse gut auskommt, kann man dann auch ein Auge zudrücken. Aber so lange das nicht so ist, kann das daneben gehen. Ich würde z.B. in einer der von mir unterrichteten Klassen momentan mit einer ähnlichen Note reagieren. Ich arbeite mit Wochenplänen und die Kinder haben das als Signal für "Hier kann ich machen, was ich will" missdeutet, was auch ein kreatives und erstmal scheinbar problemlösendes Verhalten ist.


    Nächtliche Grüße,
    Conni

    Zitat

    Judith schrieb am 23.04.2005 16:43:
    hallo liebes forum,
    leider habe ich kein musik studiert, sonst würde ich es ja wissen und bräuchte eure hilfe nicht.

    Naja, das ist nicht sicher, ich hab Musik studiert und weiß vieles auch nicht. ;)

    Zitat


    mich würde interessieren, wie man ein neues lied "richtig" mit den schülern erarbeitet, bzw einführt. wie ich es bisher mache (liedtext nennen, melodie dazu, dann singen), scheint mir nicht richtig zu sein.

    "richtig" gibt es nicht und vermutlich auch nicht viele "falsch", es gibt einfach verschiedene Möglichkeiten. Ich hatte mal irgendwo eine Übersicht, die muss ich mal suchen.
    So wie du es machst, mach ich es auch manchmal, sogar recht oft. Es ist für unruhige und zappelige Lerngruppen oft die einzige Möglichkeit, bei der ich nicht alle 3 Minuten für Ruhe sorgen muss. Meine älteren Schüler kennen gar nichts anderes und kommen mit längeren Einführungen nicht klar.

    Es gibt aber noch (auch von mir schon ausprobiert):
    <ul>
    - Darbietung durch Lehrerin oder CD: Funktioniert gut bei Klassen, die gern und aufmerksam Musik hören und bei Liedern, die gut ankommen bzw. wenn die Originale auf CD nicht zu schrecklich klingen. Funktioniert schlecht bei Klassen, in denen immer jemand was auszusetzen hat, bei Aufnahmen, die komisch klingen und bei Klassen, die denken, wenn die Lehrerin am Klavier sitzt ist sie taub und blind.
    - Nach dieser Darbietung möglich: Rhythmus mitklatschen und -klopfen.
    - mit dem Text anfangen, diesen allerdings bereits im späteren Rhythmus des Liedes sprechen, so lange bis die erste Strophe (fast) auswendig geht. Gut bei Liedern mit schwieriger Melodie, da gebe ich nämlich mit der Hand noch ungefähre Tonhöhenverläufe als Hilfe.
    - Liedthema erraten lassen, dazu z.B. Titel oder Thema oder ein passendes Bild auf Folie und darauf Papierschnipsel, nach und nach einen Schnipsel wegnehmen. Oder: Sand drauf und den Sand nach und nach wegwischen. Weiß nicht, ob das so gut ist für die technischen Geräte.
    - Bei unruhigen Klassen und längeren Liedern erarbeite ich oft nur einen Teil des Liedes, z.B. den Refrain und lasse die Schüler zum Original mitsingen und den Rest hören und später z.B. zusammentragen worum es in den Strophen geht oder wie viele Strophen es sind, ob es noch weitere Teile (Instrumentalteile, unterschiedliche Strophenteile etc.) gibt, welche Instrumente gebraucht werden, welche Wörter sie verstehen (bei englischen Texten).
    - Zuerst auf Instrumenten spielen lassen (Farbpartitur), dann singen. </ul>

    Ja, naja, das wars erstmal.

    Grüße,
    Conni

    Hmm, das können meine in der 4. teilweise noch nicht. Ich hab bisher noch nicht rausgefunden, wie sie das geschickt üben und die Übung annehmen und bin auch gespannt auf Tipps.

    Conni

    Zitat

    müllerin schrieb am 22.04.2005 21:48:
    Ich frage mich in Lolarenas und noch mehr in Connis Fall (kann ja auch gefährlich werden), wo denn die Stimme des Busfahrers bleibt? Ist es denn nicht SEIN Bus, in dem er für Ordnung zu sorgen hat??

    Hallo müllerin,

    der Busfahrer sagte durchaus was durch, nur die Kinder kümmerte das ca. 10 Sekunden lang. Er meinte sogar noch zu mir, man müsste eigentlich mit den Eltern reden und als der Drahtzieher der Aktion (Ein Junge, der auch bei der Schnitzeljagd von seiner Gruppe weg übers Feld in Richtung Wald lief und nur von mehreren Sechstklässlern umzingelt und eingefangen werden konnte, sonst hätte die begleitende Mutter vermutlich nen Problem bekommen...) ausstieg und von der Mutter abgeholt wurde, redete ich ihm sogar gut zu, auszusteigen und die Mutter anzusprechen, aber er tat es nicht.

    Ansonsten ist es bei Gefährdung anderer wohl möglich, Kinder nach vorheriger Ankündigung von der Beförderung zeitweise auszuschließen, d.h. die Eltern müssen das Kind fahren oder es braucht ein ärztliches Attest. Auch nicht unbedingt eine gute Lösung, aber besser, als wenn der Bus einen Unfall hat.

    Conni

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