Beiträge von Conni

    Hi juna,
    frag doch erstmal die Nachfolgerin, wie sie das sieht. Das kann sehr verschieden sein.
    Haben die Eltern schon mit ihr selber über ihre Erwartungen gesprochen oder kommt es jetzt "hinten rum" über dich?

    Ich persönlich würde zuerst auch schaun, wo es klemmt und dann vorrangig an den Schulbüchern arbeiten und je nach Problem auch Zusatzblätter beschaffen oder ein zusätzliches Übungsheft oder bestimmte, für die Eltern bezahlbare Materialien, z.B. Lernbox empfehlen.

    Conni

    An Folgendes musst du auch noch denken:
    Wird Spanisch als Unterrichtsfach überhaupt angeboten / später anerkannt? (Nicht alle Länder stellen Lehrer mit Spanisch ein, weil es in manchen Bundesländern einfach nicht angeboten wird.)
    Weiterhin solltest du dich nach Fahrtzeiten erkundigen. Ich habe in Berlin studiert und hatte zwischen 2 Unis (30 min Fahrtweg) zu pendeln. Am Anfang wurde uns geraten, die Fächer auf verschiedene Tage zu verteilen: Montag und Donnerstag Uni 1, Dienstag, Mittwoch, Freitag: Uni 2 oder ähnlich. In der Realität hat das maximal 2 Tage in der Woche funktioniert, sonst waren immer Veranstaltungen in beiden Unis, manchmal bin ich 2mal gefahren (Morgens Uni1, Vormittag Uni2, Nachmittag Uni1) und es war sehr stressig. (Von Mathe zu Sport müsstest du hier übrigens ca. 45 Minuten fahren ohne Auto, mit Auto zahlst du bei Mathe Parkgebühren.)
    Schau auch nach Mieten in der Nähe der Uni. Manchmal sind die erschwinglich, manchmal ist es grade dort teuer, weil sie in der Innenstadt liegen.

    Gruß,
    Conni

    Hi Maria Leticia,

    ich würde sagen, das hängt von den Seminarleitern ab, die sind ja sehr unterschiedlich. Bei uns ist es z.B. kein Drama, wenn man etwas nicht schafft. Man muss es in der Reflexion nur begründen können und wenn es größere Dinge sind, ist es selbstverständlich keine 1 oder 2+ mehr.
    Bei mir wars z.B. so, dass einige Kinder bestimmte Lernziele voll erreicht hatten (hab ich in der Reflexion ein Beispiel genannt a la: "XYZ hat das Lernziel in vollem/besonderem Maße erfüllt."), einige Kinder mit Abstrichen (Bsp. genannt: "XYZ hat das Lernziel im Allgemeinen/schon fast in vollem Maße erfüllt.") und einige Kinder nur teilweise (Bsp. genannt: "XYZ hat einen Teil des Lernzieles bereits erfüllt, braucht bei einem anderen Teil aber noch mehr Zeit / zusätzliche Übung / spezielle Förderung."). Durch die angegebenen Formulierungen wird auch eine potenzielle Notengebung erkennbar. Und ich habe eben dann im Entwurf schon geschrieben, dass die Ziele nicht von allen gleichermaßen erreicht werden.
    Geschickt sind bei unterschiedlichen Lernvoraussetzungen auch differenzierte Feinziele. In meiner Examensarbeit habe ich für jedes Feinziel eine hierarchische Ordnung aufgestellt. (Kann die Tanzschritte mitmachen. - Kann die Tanzschritte nachvollziehen. - Kann die Tanzschritte in einer Gruppe ohne Lehrerin tanzen. ... Hatte das noch näher ausgeführt und anders formuliert.) In der Prüfungsstunde ergaben sich differenzierte Ziele durch Wahlaufgaben und durch unterschiedliche Aufgaben in einer Tanzformation.

    Die Sache mit "Minimalziel - Maximalziel" würde ich mit der Seminarleiterin absprechen. (Bei uns wäre das vermutlich nicht gut angekommen, zumindest nicht in dieser Formulierung.)

    Conni

    hi scream,


    an Privatschulen ist das so:
    Du bist Angestellte. Du verdienst weniger als an öffentlichen Schulen und du verdienst weniger, weil es Brandenburg ist (das ist aber an allen Schulen so.) Wieviel du verdienst, ist unterschiedlich, an Montessorischulen wohl nur 70% von dem was öffentliche Schulen zahlen, eine aus meinem Seminar ist an einer katholischen Schule gelandet, die zahlen wohl fast das gleiche wie im öffentlichen Schuldienst.
    Von der Arbeitszeit ist es auch unterschiedlich: Oft hast du Anwesenheitspflicht von früh bis zum Nachmittag, kannst in der Zeit aber Unterricht vorbereiten, Elterngespräche führen oder hast Hausaufgabenbetreuung, falls das im Rahmen deiner Unterrichtsstunden mit in deine Arbeit zählt. Vielfach sind dort auch Kinder und Eltern sehr engagiert, so dass es auch mal Samstag ein Fest gibt oder Tag der offenen Tür, öfter als an öffentlichen Schulen. Ferner hast du nur 30 Tage Urlaub pro Jahr, kannst die im Unterschied zu anderen Arbeitnehmern aber nur in den Schulferien nehmen. Dafür sind an Montessorischulen z.B. sehr kleine Klassen und du kannst / musst die Kinder viel frei arbeiten lassen und kannst dich so auch um Einzelne mehr kümmern. Außerdem dürfte der Altersdurchschnitt der KollegInnen um einiges unter dem im staatlichen Schuldienst liegen.
    An manchen Schulen (habs von der katholischen gehört) sind die Klassen genauso groß wie im staatlichen Bereich, dafür darfst du auch nach Hause nach deiner letzten Stunde und hast relativ normal Ferien.
    Manchmal verlangen die Schulen ein Montessoridiplom vorher, da sich die Zahl der privaten Schulen in den letzten Jahren jedoch erhöht hat und der Andrang recht groß ist, nehmen manche auch Bewerber ohne Diplom, die dann den Lehrgang noch machen, eventuell übernimmt die Schule dann auch die Kosten.

    Im Übrigen hat eine aus meinem Seminar jetzt schon die Stelle ab Beginn des nächsten Schuljahres, manchmal werden die Stellen aber auch kurzfristig ausgeschrieben.

    Gruß,
    Conni

    Hi wolkenstein,
    gute Idee der Thread! :)

    - Ich habe einer Prüfung beigewohnt, bei der die Stunden im Dreierbereich waren, u.a. weil die Lernziele zu niedrig angesetzt und die Schüler unterfordert waren. Also mit dem Niewuff auch nach unten hin gut aufpassen.

    - Am Prüfungstag was essen. (Ich habs vergessen und das hätte mir fast die zweite Stunde vermasselt, weil ich mich absolut überhaupt garnicht mehr konzentrieren konnte.)

    - Für den Schluss etwas für den "Notfall" vorbereiten. Bei mir waren die Kinder so aufmerksam und ich so aufgeregt, dass ich bei beiden Stunden einige Minuten früher fertig war. Falls man nicht fertig wird aber auch was überlegen und in den Entwurf reinschreiben.

    - Wir durften uns Zettel oder Karteikarten mit Notizen hinlegen. Das gibt Sicherheit, wenn man mal nicht weiter weiß oder einem ein Arbeitsauftrag grad nicht gut formuliert einfällt.

    - Möglichst etwas Ähnliches (anderes Thema, anderer Schwerpunkt...) vorher schonmal in den Prüfungsklassen durchführen.

    - Müsst ihr reflektieren? Dann eine Tabelle oder Karteikarte (was ihr mögt) vorbereiten. Ich bin mit einer Tabelle meiner Lernziele gut gefahren und hatte eben 2 Spalten daneben: Wer hat das Lernziel erreicht - er noch nicht (woran lags, wie kann man weiterarbeiten?). Schüler, deren Arbeitsproben man in der Reflexion heranziehen möchte, vorher ausgucken, jeweils mit einem Reserve, kann ja mal einer krank sein.

    - :D In den Entwurf ein paar Sachen aus dem Seminar reinschreiben, möglichst ein tolles Zitat vom Lieblingsdidaktiker des Seminarleiters. (Achtung: Niemand nehmen, den ein anderer Seminarleiter nicht mag, dann lieber einen Kompromiss wählen.) :D

    - Stundenthemen aussuchen, die die Seminarleiter gern sehen, die aber so speziell sind, dass das nicht noch 8 andere aus dem Seminar machen. ;)

    So, gute Nacht!
    Conni

    Da wir grad am Ideensammeln sind:

    1. Klasse, Stations- bzw. Planarbeit zu einem Buchstaben:
    - Buchstabe als Nachfahrbuchstabe in kleiner Kopie (Postkartengröße) für jedes Kind vorbereiten lassen, die Kinder sollen das Blatt selbstständig auf ein Plakat kleben (eventuell mit Bleistift vorher ein Raster zur Orientierung drauf zeichnen). Auswertung: Haben alle Kinder ein Blatt aufgeklebt? Sind die Blätter gerade und sauber aufgeklebt? (Muss natürlich im Arbeitsauftrag als wichtig genannt werden anfangs.)
    - Gegenstände, die einen dem Buchstaben zugeordneten Laut enthalten sortieren lassen in 3 Kästen: Laut am Anfang / Mitte / Ende. Am Ende der Stunde einige Gegenstände hoch halten und Klasse kontrollieren lassen, ob die richtig eingeordnet sind.
    - Haben alle den Laufzettel komplett ausgefüllt? / die Pflichtstationen erledigt?

    In Musik passen "Abschlussdurchläufe" sehr gut.

    Oder die Kinder sollen Wissen, was sie in der Stunde erworben haben anwenden. (Ich habe in der Orientierungsstufe mal einen Stationslauf zur Kindheit eines Komponisten durchgeführt. Am Ende war dann ein Gesprächskreis zur Frage: "... - ein Kind wie ihr?" Darunter: "Einerseits - Andererseits")

    scream
    Ich finde das Aufsuchen der Wörter keineswegs zu leicht, bei uns haben die Sechstklässler damit durchaus Probleme, zumal wir seit diesem Schuljahr für die Orientierungsstufe Duden haben, die ja viel umfangreicher sind als die Grundschulwörterbücher. Weiß ja nicht, was ihr verwendet.

    Zu "Synonyme" fällt mir irgendwie immer "Nobody is perfect" ein. :D

    Conni

    Hi ihr,
    als frisch Staatsexaminierte und ab nächste Woche in einer öffentlichen Schule als Vertretung Angestellte, fällt mir auf, dass ich mir jetzt über viel mehr Dinge Gedanken machen kann als früher, ohne mich gleich für unökonomisch zu halten (= keine Chance auf Umsetzung zu haben).

    Also kam diese Frage der Korrekturfarbe wieder auf. An meiner Ausbildungsschule traditionell schreiend rot, ich finde das schrecklich. In einer meiner Ausbildungsklassen gibt es jetzt sogar ein Kind, das immer darum bettelt, nicht in rot eingeschrieben zu bekommen, weil es dann Schläge bekommt. (Eltern bislang sehr unzugänglich)

    Mit welcher Farbe korrigiert ihr? Oder wie schreibt ihr eine Note drunter? Oder eine Mitteilung ins Heft....
    Blau finde ich fällt fast gar nicht auf. Grün gefällt mir ganz gut, lila oder ein gedämpftes Violett oder Orange fände ich auch ok.
    Da ich voraussichtlich keine eigene Klasse bekomme, wird es auch schwierig, da mit den Eltern etwas intern abzusprechen. :rolleyes:

    Grüße,
    Conni

    Bei uns wird es zwar von der Schule bezahlt, aber auch nur die Hochglanzfolien und außerdem wird immer gesammelt, damit sich das Aufwärmen lohnt (älteres Gerät?). Das letzte (und einzige) Mal, dass ich was laminiert haben wollte, war ein Baummemory zum Thema "Herbst" im Oktober 2003. Fertig war es kurz vor Weihnachten. :D

    Nachdem ja Aldi, Norma & Co uns mit nicht erfüllten Versprechen in den letzten Monaten auf Trab hielten, war ich nun heute im Mediamarkt und bin über ein Laminiergerät gestolpert. Es kann heiß und kalt bis A4 laminieren, schafft etwa 1 A4-Blatt pro Minute und Folienstärken bis 125 Mikron pro Seite. Außerdem braucht es 5 Minuten zum Aufwärmen.

    Da die Firma ("Fellowes") weltweit bekannt ist, gibt es als Zusatzfeature die Gebrauchsanleitung in Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch, Italienisch, Niederlendisch, Schwedisch, Dänisch, Suomi, Norwegisch, Polnisch und Russisch. Ideal also zur Lehrerweiterbildung für die 3. Fremdsprache ab Klasse 4. :D:P

    Kostenpunkt: 19,99 €

    Es gibt eine Reinigungsfolie und ein paar Laminiertaschen mit dazu. Ich habe das Gerät noch nicht ausprobiert.

    Laminiertaschen gleich daneben: 25 Stück A4 (75 oder 80 Mikron) für 7,99 €. Ich weiß nicht, ob das besonders teuer oder preiswert ist, habe aber vorsichtshalber mal welche mitgenommen.

    Im Onlineshop hab ich es nicht gefunden.

    Gruß,
    Conni

    Hi Mia,
    ich fands auch ok. Nettes Seminar, nette Seminarleiter, mit meinen Ausbilgunslehrerinnen kam ich menschlich gut klar, eine hat mir viel beigebracht, eine hat mir viel Freiheit für "Trial&Error" gegeben (hab mich vermutlich angestellt wie der 1. Lehrer aber eben kaum Rückmeldung bekommen) und eine naja, war schon auch nett, aber da stimmten einfach die pädagogischen Prioritäten nicht mit dem überein, was im Seminar gemacht wurde.
    Ansonsten hatte ich größtenteils liebe und geduldige Kids. :)
    Schulregeln und -rituale an sich waren nicht so toll.

    Aus Berlin gibts einiges an Horrormeldungen, das wirst du wissen, besonders die Geschichtsseminare haben keinen übermäßig guten Ruf. :rolleyes:
    Es hängt aber sehr viel auch vom Hauptseminar und von der Schule ab.
    Wichtig: Du kannst nach einem halben Jahr das Hauptseminar (und ich glaub auch die Schule) wechseln, du solltest nur wissen, in welches Seminar du möchtest. Bei Fragen kannst du dich an die GEW-Berlin wenden, die kümmern sich gut um Referendare.

    Alles Gute wünscht
    Conni

    Zusatz:
    Guck auch noch, was ihr in der Schule an Materialien habt!
    Wenn ihr keine Orff-Instrumente habt, kannst du sie nicht einführen, logisch.
    Wenn ihr kein Mikrophon habt und kein Geld da ist würd ich das Hörspiel als Wahlthema reinnehmen.
    Vielleicht habt ihr aber dafür ein Liederbuch mit schönen englischen Songs für die Grundschule. Oder schöne Playbacks für nicht so bekannte Lieder. Oder Möglichkeiten zum Handwerken (Holzbearbeitung), die euch beim Instrumentenbauen weiterhelfen.

    Noch eine Idee:
    Thema: "Wir bauen ein Trash-Orchester" - Die Kinder bringen Gegenstände mit, mit denen man Musik machen kann. Regel: Die Gegenstände sollen nicht viel wert sein, z.B: Kuchenblech, Topf, Plastikbehälter mit Butterbrotpapier bespannt, Pfeife aus Lutscher, verschlossenen Behälter mit Trockenerbsen oder ... drin. (Rassel). Damit kann man dann die Kinder Lieder begleiten lassen oder eine Geschichte mit Klängen unterlegen lassen bzw. auch ein Hörspiel gestalten lassen.
    Unsere Schüler machen das mit Begeisterung und zwar sowohl die Zweit- als auch die Sechstklässler. (Letzte sollte man dann aber ein Hörspiel gestalten lassen und nicht zum Singen rasseln und klappern. ;) )

    Hi Maya,

    Also bei uns machen wir Peter und der Wolf in der 3 und die Moldau in der 6, dann aber tiefgründiger.
    Weitere Ideen, die meisten eignen sich für verschiedene Klassenstufen (Unterschied dann in Umfang und Intensität):
    Bilder einer Ausstellung (3. bis 4.)
    Tiere in der Musik (Karneval der Tiere, Tierlieder, da könnte man mit Kunst zusammen arbeiten und Tiermasken bauen)
    Instrumentenkunde ? ("Piccolo, Sax und Co" oder an "Peter und der Wolf", selber bauen)
    Frühling (Vivaldi, Frühlingslieder)
    Herbst (Vivaldi, Herbstlieder)
    Sommer (Vivaldi, Sommer-, Wander- und Ferienlieder)
    Winter
    Musizieren würde ich immer mit drin haben, d.h. Klasse 1: Einführung des Orff-Instrumentariums
    Märchenoper (Hänsel und Gretel, Zauberflöte)
    Unsere Hitparade
    Halloween
    Hexen, Zauberer und Gespenster
    Weihnachten
    Klänge und Geräusche
    Meine Stimme
    Wir machen ein Hörspiel
    Musik in der Werbung
    Tanzen
    Volkslieder (ausführlich: Kl. 4, vorher ansprechen)

    Ich würde auf Folgendes achten (bin aber in Brandenburg, kenne euren Lehrplan nicht):
    - alle Bereiche (Musizieren, Singen, Bewegen, Theorie) sollten vorkommen
    - genug Freiheiten, denn wenn ich es richtig sehe bist du im Referendariat und nun stell dir vor, du wirst nicht übernommen und Lehrer XYZ mit Neigungsfach Musik kommt an und soll "Als wir jüngst nach Regensburg kamen" mit den Kindern zweistimmig singen, eine Instrumentalbegleitung dazu mit den Kindern einüben und gleichzeitig dazu Klavier spielen, dabei kann er gerade so Noten lesen, sich aus den Noten aber keine Melodie erschließen, und ein paar Akkorde auf der Gitarre. Also ich würde z.B. für die einzelnen Themen Auswahlmöglichkeiten lassen. Z.B.: "Thema: Tiere in der Musik; Musikhören und umsetzen: Karneval der Tiere, Singen: Tierlieder, eventuell Tanzen" - Da steht es dann jedem frei, welche Lieder er singt und ob er tanzt. Der Bereich "Musik und Bewegung" könnte z.B. auch durch Choreografien oder Bewegungsimprovisationen zum "Karneval der Tiere" abgedeckt werden. Problem ist aber auch hier: Das liegt nicht jedem Lehrer, nicht jedem Kind und schon gar nicht jeder Klasse. (Bei uns gibts eine, da weiß jeder vorher, dass das im Chaos enden würde, also lässt man es.); oder stell dir vor, die Klasse besucht in der Vorweihnachtszeit gemeinsam eine Kirche und die Orgel wird vorgeführt, die Kinder begeistern sich und möchten gerne etwas über Orgeln lernen, obwohl das im schulinternen Plan nicht als Pflichtthema vorkommt.
    - die Wahlthemen, die zur freien Verfügung stehen, z.B. für aktuelle Songs, Ideen der Kinder, spezielle Wünsche der Klasse, spezielle Fähigkeiten des Lehrers, aktuelle Ereignisse im Schulleben, Vorbereitung einer Aufführung zum Elternabend oder einfach zum Ausprobieren (vielleicht möchte jemand in 2 Jahren mal zu einem Musikstück Stabpuppen basteln und eine kleine Aufführung gestalten, dafür aber den schulinternen Plan nicht neu schreiben). Hier wäre es mir auch wichtig, dass es nicht WahlPFLICHTthemen sind (Man darf sich davon welche aussuchen.), sondern wirklich Wahlthemen (Man darf sich Themen aussuchen, dafür können Beispiele im Plan angegeben sein, an die man sich aber nicht halten muss.

    So, ich hoffe, ich habe nun nicht zu viel geschrieben, was dir eh klar ist und was du gar nicht wissen wolltest. ;)

    Grüße,
    Conni

    Hi scream,
    die Vergabe von Stellen in Brandenburg ist etwas mysteriös, es gibt kein einheitliches Gesetz, wie z.B. eine Rangliste zusammengestellt wird, sagte mir jemand von der GEW. Zu Beginn des Schuljahres gab es einen Einstellungskorridor für junge Lehrer. Dazu wurden die schon im Schuldienst befindlichen alle erstmal auf 22 Stunden (Grundschule) runtergesetzt und die frei werdenden Stellen als 2/3-Stellen an junge Leute vergeben. Da es an den Schulen nun aber unterschiedlich aussieht und es immer später im Schuljahr noch Förderstunden gibt, sind an meiner Schule z.B. die meisten Kollegen auf ca. 24 Stunden.
    Im Rahmen des Einstellungskorridors gab es in der Primarstufe ca. 60 bis 70 Stellen, an Sonderschulen vielleicht die Hälfte (da aber teilweise volle Stellen) und auch die Hälfte nochmal an weiterführenden Schulen. Also nicht wirklich üppig. Zur Zeit werden auch gerade für Brandenburg unüblich viele LehramtsanwärterInnen fertig.
    Hinzu kommt, dass nun die Lehrer zumindest im Primarbereich alle nicht zu voller Stundenzahl arbeiten und die Zahl der Schüler nicht wesentlich zunimmt. Es wurde aber ein Angebot an Vollbeschäftigung für die Angestellten (das sind ne Menge hier) ab Beginn des nächsten Schuljahres herausgegeben, so dass dort nun noch mehr Stunden her müssen. Wenn sich die Lage dann entspannt hat (ab 2008), werden die Beamten vollbeschäftigt (das sind hier alles Teilzeitbeamte) und die Angestellten wieder runtergesetzt und bis 2011 soll dann alles wieder so aussehen, dass dann alle voll arbeiten können und es auch durch Pensionierungen wieder mehr Einstellungsbedarf gibt.
    Ferner bewerben sich viele Berliner in Brandenburg, da es in Berlin auch sehr mies aussieht.

    So, wenn du jetzt noch liest ;) aber mal die Gegenbeispiele:
    Wir haben eine neue Kollegin an der Schule, die war in einem anderen Bundesland verbeamtet und ihrem Tauschantrag wurde ganz schnell statt gegeben.
    Eine andere Kollegin erlebte das gleiche vor 1/2 Jahr etwa.
    In meinem Seminar haben soweit ich den Überblick habe von 16 Leuten, die sich beworben haben bisher 4 oder 5 eine Stelle im staatlichen Schuldienst (das ist bei den miesen Aussichten viel!) und eine hatte sogar 2 Stellen zur Auswahl. Etwa 3 andere haben eine Stelle im privaten Schuldienst. Zum Halbjahr soll es noch einige befristete Vertretungsstellen in Förderschulen geben. (Landkreis Barnim)

    Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall probieren.

    Besonders schlecht sieht es im staatlichen Schuldienst aus:
    - im Schulamtsbezirk Cottbus (Südosten)
    - im Schulamtsbezirk Frankfurt Oder (Osten)

    Besser sieht es aus:
    - in allen anderen Schulamtsbezirken
    - wenn du ein Mangelfach hast (bei Sport bin ich mir aber nicht sicher, ob das grad Mangelfach ist)
    - wenn du eine gute bis sehr gute Note hast
    - wenn du eine Zusatzqualifikation hast, insbesondere Englisch oder Musik als Neigungsfach (Schon mal nen Chor geleitet? Bereit, Freizeit zu investieren um das Profil der Schule aufzubügeln?)
    - wenn du alles andere auch schon unterrichtet hast und gut kannst (Ich wurde beim Vorstellungsgespräch nach Mathe, Geografie, Biologie, Physik, Englisch zusätzlich zu meinen Fächern gefragt und nach guten Kenntnissen in den Bereichen Dyskalkulie und Dyslexie.)
    - wenn du für Primarstufe UND Sek I ausgebildet bist
    - wenn du bereit bist, an einer Förderschule zu arbeiten (insbesondere Verhaltensauffällige und Lernbehinderte)

    Schreib alles in das Anschreiben (Bewerbung ist formlos) und rufe dann regelmäßig in den Schulämtern an, in manchen Ämtern haben wohl die Bewerber, deren Akten weiter oben liegen, bessere Chancen.
    Anmerkung: Viele Stellen werden dadurch vergeben, dass Schulräte bei Lehramtsprüfungen dabei sind und den Prüfling gerne beschäftigen möchten. Da du das jetzt nicht vorweisen kannst, solltest du irgendwie anders Aufmerksamkeit erregen.


    Tipp: Es haben in den letzten Jahren viele private Schulen in Brandenburg aufgemacht, die manchmal noch Lehrer suchen, vor allem in Orten, die weiter von Berlin entfernt sind. (Brandenburg an der Havel, Frankfurt Oder, Fürstenwalde, in Wandlitz gibts eine Montessorischule.)

    Ein Schulverzeichnis findest du hier:
    http://www1.lds.brandenburg.de/lds/aschulen/suche.asp
    Es reicht, wenn du z.B. ein Feld ausfüllst (Grundschulen) und du bekommst eine Liste mit Links, in jedem Link findest du Ansprechpartner, Telefonnummer, Mailadresse, Homepage.


    So, viel Erfolg,
    Conni
    PS: Alle Angaben ohne Gewehr und Pistole

    Hi ihr,
    ich kann mir gut vorstelln, dass Kinder die Puppe anspricht, hab aber wie so oft irgendwie auch Zweifel und Fragen.
    Hmm, also immer wenn ein neues Lied beigebracht wird, soll man die Puppe anziehn und damit "Mundbewegungen" machen? Da würd ich durcheinander kommen, fürchte ich. Und kann man damit wirklich Übungen zur Stimmbildung vormachen? Für zwerchfellaktivierende Übungen fehlt der Körper. Und kriegt man die korrekte Lippenstellung beim "o" und "u" (auch in der Unterscheidung) mit der Handpuppe so genau hin?
    Conni

    Bei uns wurden alle Refs des Landes gemeinsam vereidigt, wir warn also so 120 bis 150 in nem Saal, der Bildungsminister hielt ne salbungsvolle Rede und es spielte eine (wirklich gute) Trommelgruppe einer Schule. Wir erhielten zu zehnt unsere Urkunden und wurden dabei fotografiert, Fotos gabs später auf der Homepage des Ministeriums und dann mussten wir eben alle zusammen diesen Eid sagen, auch mit dem Gott dran hinten, obwohl sich die meisten hier erst nach der Wende an die Kirche erinnert haben...

    Hey, alias, das ist ja enorm bei euch. Bei uns gibts fürs gesamte Kollegium einmal jährlich 64 Euro für Klassenreisen (oder warns 34? Ist in der Größenordnung wohl relativ egal). Das ganze ist so ein Lacher... X(

    Hi ohlin,
    du musst immer dein Zeugnis anerkennen lassen in NRW. Das glaub ich in Münster gemacht. Wo das genau stand, weiß ich aber nich mehr.
    Stellenchancen in NRW sehen für Grundschule wohl sehr schlecht aus, für Sek I, insbesondere Hauptschulen (mit Mathe als Mangelfach) besser.

    Grüße,
    Conni

    So, ich hab mal gegoogelt und ein paar Links rausgesucht:

    Erstmal: Hier ist eine Linkliste zum Lehrerarbeitszeitmodell (kurz AZM). http://christoph-gaebler.de/lehrerarbeitszeit.htm


    Ein paar Beispiele mit Stellungnahme für das Fach Mathematik:
    http://christoph-gaebler.de/lehrerarbeitszeit-4.htm#pum

    Kritik der GEW-Berlin: http://www.gew-berlin.de/blz/716.htm

    Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/18/219924.html?prx=1

    und offenbar soll es jetzt doch noch was Neues geben, hier die neuesten Beiträge:
    taz: http://www.taz.de/pt/2004/05/15/a0327.nf/textdruck

    Pressemeldung vom Mai:
    http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/…-schulorga.html

    Andre Länder wollen es übernehmen. Zum Übelwerden. Insbesondere für Grundschulen und für Sport, Musik und Kunst.

    Conni

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