Beiträge von Conni

    Hi ihr,

    eigene Erfahrung: Ich wollte mit knapp 5 schreiben lernen, weil ich mit meinen Malfähigkeiten unzufrieden war und immer Wunschzettel und Geburtstagsbilder malen musste. Eines Tages entdeckte ich die Verknüpfung von "Einkaufszettel schreiben - einpacken - rausholen - lesen - danach einkaufen". Und da war die Lösung meines Problems klar.
    Meine Eltern haben abgeblockt, ne Kollegin von meiner Mutter hatte großen Ärger bekommen, weil der Sohn bei Schuleintritt lesen konnte, er hatte nur Streit mit der Klassenlehrerin und wurde zum Schulversager.
    Ich habe trotzdem schreiben gelernt. (Ab und zu nach nem Nummernschild gefragt, alles schnell gemerkt oder so, keine Ahnung.) Meine Eltern waren dann recht geschockt, als ich nen halbes Jahr später mit "Herzlischen Glügwusch zum Geborstag" ankam. (Groß- und Kleinbuchstaben gemixt und ein paar spiegelverkehrt.) Sie haben mir dann die richtige Rechtschreibung gesagt, aber mehr nicht. Einmal durfte ich vor Schuleintritt die Schreibmaschine benutzen.
    Als "Ablenkung" bekam ich dann Notenlesen beigebracht.
    Das Ende vom Lied: Als ich in die Schule kam konnte ich Notenlesen, ein bisschen Klavier spielen, UND meine Fibel fließend durchlesen UND fast fehlerfrei schreiben. Von Mathe sprechen wir lieber nicht, da hab ich mal ne Lehrerin in Verlegenheit gebracht, weil sie diese Aufgaben a la "8 - 7 =" stellte (erwartung: "nicht lösbar", haben wir bis zum Erbrechen geübt in Klasse 1). Ich hab halt -1 geantwortet. (Dass eine Subtraktionsaufgabe nicht lösbar sein sollte, konnte ich nämlich nicht einsehen. Und wozu gibt es Thermometer? ;) )
    Und ich habe mich in der Schule gelangweilt, obwohl meine Eltern versucht haben, meine Entwicklung bzgl. Lesen und Schreiben bis zum Schuleintritt hinauszuzögern.

    Ob die Lehrerin dann auf die Fähigkeiten der Kinder eingehen kann, ist die zweite Frage. Meine konnte es nicht, meine Ausbildungslehrerin konnte es nicht. Ich habe es aber in Hospitationsschulen schon gesehen, dass so unterschiedliche Angebote bereitstanden, dass eine Differenzierung möglich war.
    Und durch die neue Schuleingangsphase werden dann z.B. ja auch frühere Einschulungen möglich. Wir haben z.B. zwei Fünfjährige eingeschult im August. Beide sehr pfiffig, kommen intellektuell sehr gut mit. Beide aber extrem klein und motorisch eben im vergleich anderen deutlich weniger geschult, können sich nicht so lange konzentrieren.

    Dea
    Und genau das ist der Punkt, den du nicht vorhersehen kannst: Die künftige Schulsituation deines Kindes.
    Ich denke aber, dass du vermutlich im Großen und Ganzen nicht so viel ändern wirst. Wenn dein Sohn lesen lernen will, wird er es wahrscheinlich irgendwie tun. Und warum sollte er es nicht an ein paar ansprechenden Büchern für Leseanfänger oder Bilderbüchern tun können? (Ich hab mit 7 halt Erwachsenen-Kurzgeschichten gelesen, weil es nix anderes gab bei uns außer Lexika, Biographien, Heldensagen, langweilig gestaltete Märchenbücher (Grimm-Märchen sind lang für Leseanfänger!) Zola und Camus und ich lesen wollte und erst ab 8 in die Bibliothek durfte.)

    So, das war jetzt völlig konfus, deshalb geh ich jetzt schlafen. :D

    Viele Grüße,
    Conni

    Zitat


    Ich verzapfte:
    (Ich hab für die 14 halt ne Viertelstunde gebraucht, aber bei den anderen saß ich dann auch ziemlich ratlos da, bei 18 denke ich, dass mir da irgend nen Hintergrundwissen fehlt. Zusätzlich zur 18 fehlen mir noch 4,6,7,19 und 20.)

    Ok, haut mich, ich bin bekloppt. 18 bis 20 hab ich jetzt nach kurzem Draufgucken auch raus. :D

    Conni

    Artemis

    Zitat


    14 ist schon ziemlich gut, aber ich glaub, die Kunst ist, auch die letzten zu schaffen, die sind dann zäh...

    Ich muss Examensarbeit schreiben. Vielleicht mal als Pausenfüller oder so, aber eher keine Garantie. (Ich hab für die 14 halt ne Viertelstunde gebraucht, aber bei den anderen saß ich dann auch ziemlich ratlos da, bei 18 denke ich, dass mir da irgend nen Hintergrundwissen fehlt. Zusätzlich zur 18 fehlen mir noch 4,6,7,19 und 20.)

    Gruß,
    Conni, examensarbeitsgefrustet

    Zitat


    eines der anfangs-probleme von referendaren ist diese hospitationszeit bzw doppelbesetzung. die kids müssen ja auch denken, dass man zu doof ist, wenn man immer wen dabei hat!

    Was ich schlimm finde ist, wenn sich die Ausbildungslehrerinnen noch einmischen. Das mache ich ja wenn ich hospitiere auch nicht! X(

    Damit meine ich nicht, in einer Einzelarbeitsphase rumzugehen und vielleicht Schreibhaltung zu korrigieren, Kinder auf nen Rechtschreibfehler hinzuweisen, Fragen zu beantworten etc. Ich meine damit das Reinrufen in Frontalarbeitsphasen. Trotz der Bitte, das zu unterlassen und dem Bemühen meiner Ausbildungslehrerinnen, "kommt es eben doch manchmal durch". :rolleyes:

    Diese Woche hatten wir 2 Stunden gemeinsam in einer Klasse, wo normalerweise die Klassenleiterin gehabt hätte (war nicht da) und meine Ausbildungslehrerin gleichzeitig 2 Förderstunden bezahlt bekommt, weil wir halt von 38 Kindern (2 Parallelklassen) 12 mit beantragtem Förderausschuss oder AD(H)S haben und den Status "Integrationsklasse" nicht genehmigt bekommen. Zuerst wollte ich, dass sie die beiden Stunden hält und ich den Kindern mit Förderbedarf gleichzeitig helfe, weil ich mal sehen wollte, wie sie mit einer 1. Klasse umgeht (meine andere Ausbildungslehrerin hat dafür eine Möglichkeit gefunden, mit der ich mich ganz und gar nicht identifizieren kann), aber dann war sie gesundheitlich angeschlagen und wir drehten das spontan um. Eineinhalb Schulstunden ging es gut. Dann wollte ich einen Arbeitsauftrag ansagen. Meine Ausbildungslehrerin redete laut mit dem Kind neben sich, zwischendurch forderte sie noch andere auf, leiser zu sein. Ich fing mehrere Male an zu sprechen, wenn sie ruhiger wurde, sie fing dann gleichzeitig wieder laut mit dem Kind an neben sich zu reden, so dass die Kinder nicht mehr wussten, wem sie zuhören sollten, ich brach also immer ab. Arbeitsauftrag ansagen geht nur bei Aufmerksamkeit. Irgendwann hab ich mich an die Seite gestellt und gewartet. Ich war kurz vorm Rausrennen, es war so schrecklich. Es hat mir dann so gereicht, dass ich in einer stillen Sekunde mich wieder genau vor die Klasse stellte, tief Luft holte und dann recht laut und "einnehmend" (?) den Arbeitsauftrag verkündete, und als meine Ausbildungslehrerin eben durch Zufall wieder gleichzeitig anfing zu sprechen, bin ich einfach noch lauter geworden und habe sie übertönt. 8o Ich wollte ja auch nicht vor den Kindern sagen: "Frau ... seien sie doch bitte mal leise." (Immerhin hat sie 3 Stunden die Woche in dieser Klasse und ich hatte die Klasse nur zur Vertretung bisher.) :O

    Aeh ja, schönes Wochenende euch allen!

    Hi Artemis,

    das ist ja Klasse! Total witzig und macht Spaß und Lust auf mehr! 8)

    Conni
    PS: Bin ich jetzt nen "Streber", wenn ich 14 im ersten Anlauf raushab? :D:D:D

    Ich hab auch ne leicht gemeine Aufgabe ausm Hauptseminar.
    Es geht um Zahlenreihen:

    Nach welchem Prinzip ist folgende Zahlenreihe geordnet?

    8 3 11 5 9 7 12 ...

    Ich hab neulich in meiner 5 (letztes Jahr total ruhig, jetzt werden sie langsam albern) "Kurzvorträge halten" eingeführt. Habe also Tipps zur Vorbereitung gegeben und was man machen kann, wenn man vor der Klasse steht und aufgeregt ist.
    Konkret ging es darum, dass ich ihnen vorgeschlagen habe, vor nem Freund oder ner Freundin den Kurzvortrag mal zu Hause zu halten und dass sie dann in der Stunde dieses Kind anschauen können und sie das vielleicht beruhigen könnte.

    Dabei meinte ich irgendwie: "Wenn also Anne und Marie gemeinsam geübt haben...."

    Die Klasse kicherte los.... :D

    Conni

    Ich hab das mal am Ende der 2. Klasse als Stationslernen (in Kleingruppen) gemacht:

    Ein Geräuschmemory: Immer 2 Kleinbildfilmdosen (gibts z.B. in manchen Drogerien oder Fotogeschäften, wo die Leute sie in sonen Extrabehälter zum Entsorgen werfen) mit gleichen Sachen füllen: Nüsse, Reis, Hirse, Nägel... Unterschiedliche Geräusche. Die Kinder müssen die gleichen finden.

    Gerüche-Raten: Selbige Dosen, Watte rein, ätherische Öle draufgeträufelt. (Ich würde sie beim nächsten mal verdünnen, z.B. mit einem neutralen Speiseöl. Sesamöl ist z.B. neutral vom Geruch her, da es den Kids zu stark war.) Orangenöl, Zitrone, achja, dann hatte ich noch Zimt in neutralem Öl gelöst und in eine Dose getan und Vanille-Backaroma. Das 5. weiß ich nicht mehr.

    Geschmackstest: Verschiedene Lebensmittel, die Kinder lassen sich gegenseitig (z.B. paarweise) kosten mit verbundenen Augen und müssen raten. Ich hatte Banane, Vollkornbrot, Rosinenbrot, Apfel und Kohlrabi. Der Kohlrabi war sehr schwer, hat keiner rausbekommen.

    Sehtest: Gabs in einem unserer Bücher glaub ich, hab ich kopiert, an die Tür gehängt. 3 Meter abgemessen und die Kinder konnten "Augenarzt / Optiker" spielen.

    Man könnte noch "optische Täuschungen" ergänzen vielleicht. Und das Niveau etwas erhöhen, mehr lesen und schreiben in Klasse 3 / 4.

    Gruß,
    Conni

    Zitat


    Seit wann stellen sich den "Heteros" mit "Hallo, ich bin der... und ich schlafe mit einer Frau!" vor?

    Ich habe noch nie ne(n) Homosexuelle(n) getroffen, der/die sich vorstellte mit "Hallo, ich bin ... und schlafe mit..."

    Zitat


    Und wieso gehört dann die sexuelle Neigung eines Schwulen in die Öffentlichkeit?.
    Wenn man irgendwann mal konkret darauf angesprochen wird, ob man schwul ist, kann man immer noch überlegen, ob man darauf antwortet, aber selbst da, finde ich, müßte man erst mal fragen, was denn so eine Frage überhaupt soll (das ist Privatsache!!).

    MvG ovli

    Hmm, missversteh ich das jetzt, oder sollte es etwa so gehen:

    Montags im Lehrerzimmer: Heterosexuelle KollegInnen erzählen, was sie mit ihren Angetrauten am Wochenende unternommen haben, Ausflug, "Mein Mann musste Samstag doch noch unerwartet ins Büro..." und die homosexuellen sollen schweigen?

    Sexualität wird bei Heterosexuellen nicht wahrgenommen, bei Homosexuellen aber sehr wohl. Das ist der Unterschied.

    Gruß,
    Conni
    PS: Ich stimme Andreas-Hamburg nicht zu!

    Es gibt ein Heft "interaktive Lesegeschichten" vom AOL-Verlag, wenn dein Besuch nicht so bald wäre, würde ich sagen, schau es dir mal an, wenn du die Gelegenheit hast... (Ich hab das Heft für die doppelten Mitlaute, da ist halt eine Geschichte mit lauter Mitlauten, bei der die Kinder selbstständig Entscheidungen beim Lesen treffen dürfen und die Geschichte unterschiedlich weitergeht. Anschließend noch ein Spiel mit Küchengeräten und noch mehr. (Bin grad zu faul aufzustehen. ;) )

    Conni

    Das mit dem fachfremden Unterrichten ist unterschiedlich:
    Meine eine Ausbildungslehrerin hat z.B. letztes Jahr Mu, D, SU unterrichtet, dieses Jahr nur noch Mu und D weil wir mehr Klassen (= mehr Musikstunden) haben. Damit unterrichtet sie jetzt nicht mehr fachfremd. (SU war fachfremd für sie)
    Meine andere Ausbildungslehrerin unterrichtet D, Ma und Sp, darin ist sie ausgebildet und fachfremd SU.

    Eine Mit-Referendarin bekam ne Stelle an ner Hauptschule angeboten und sollte dort alles unterrichten. Kann dir also auch passieren.

    Ob ich das in der Sek I könnte, weiß ich nicht. (Insbesondere Reli, Sport, Chemie, Geografie.)
    In der Primarstufe habe ich jetzt auch ein paarmal Mathe unterrichtet und fühle mich da teilweise besser als im SU (was mein 3. Fach ist). Kunst könnte ich mir vielleicht auch noch vorstellen, aber in Vertretungsstunden macht es keinen Sinn, denn für Kunst würde ich mir größere Sachen vorstellen, ganz sicher auch fächerübergreifend. Ein Schattentheater herstellen z.B. :) Reli eher schlecht und Sport bin ich ja selber ne Niete. :D

    Grüße,
    Conni, leicht konfus.

    Hi Steffie,

    ich hatte auch gerade das Problem. Wir bekamen nämlich vom FSL einen Ausdruck mit Richtlinien für wissenschaftliche Arbeiten, in dem stand, dass die Ich- bzw. Wir-Form nicht akzeptiert wird. Ich sprach ihn nun daraufhin an, denn soll ich von mir in der 3. Person ("die Lehramtsanwärterin") reden? Er sagte, dass das selbstverständlich ok und üblich wäre. :)

    Gruß,
    Conni

    Hi Carla Emilia,

    ich drück dir auch ganz doll die Daumen für deinen SU!
    Ich denke, das wird schon! Wenn du es schon so schnell schaffst, dich durchzusetzen bist du zumindest schonmal schneller als ich. :D
    Ehrlich, ich habe eine Ausbildung der Art "Wenn man abwechselungsreichen Unterricht macht, immer persönlich auf die Kids eingeht und sich selber ständig hinterfragt, gibt es auch keine Unterrichtsstörungen." Die Leute müssen schon ewig nicht mehr in der Schule gewesen sein. (Manche waren auch nie dort.)
    Ich selber habe auch keine Lust, ständig laut zu werden. Leider ist es an meiner Schule so üblich und wenn ich es nicht mache, wird es mir als Schwäche ausgelegt. Also verkünde ich seit diesem Schuljahr, dass ich nicht öfter als 3 mal pro Stunde laut werde, danach gibt es schriftliche Aufgaben mit Abgabe und anschließender Benotung. (Das musste ich bisher nur in einer Klasse umsetzen, die eh als "schwer handhabbar" gilt und dort habe ich selbstverständlich auch allen die Noten gegeben, d.h. der LB-Schüler, der die ganze Stunde superfleißig war und (fast) alles richtig hatte, hat auch seine 1- bekommen.) Ich war sogar ganz stolz auf mich, weil ich endlich mal schlagfertig war, als mich einer der Schüler fragte, warum sie immer Notenlehre im Musikunterricht machen müssten und ob sie nicht was anderes machen könnten. (Ich stimme im Grunde genommen mit seiner Meinung überein, aber die Klasse wird von meiner Ausbildungslehrerin unterrichtet und wir haben eben verschiedene Ansichten.) Ich entgegnete: "Weil ihr das Thema immer noch nicht ernst nehmt! Wenn ihr in der nächsten Leistungskontrolle alle mindestens eine 3 schreibt, bleibt noch viel Zeit für andere Unterrichtshemen!" Ich war ja sooooooo stolz auf mich! 8)
    Ansonsten sind die Kids meiner 4. am Anfang des Jahres sehr geschockt gewesen, weil ich halt einfach Einzelaufgaben für ständige Störer vergeben habe und anfing, beim Musizieren die Instrumente wegzunehmen, wenn Kinder sich nicht an die Regeln halten. Als nächstes werde ich dann auf die Wünsche einer der Besserwisserinnen eingehen, die sich beschwerte, dass sie ja kaum Volkslieder kennen: Nach dem, was zur Zeit auf ist, werde ich einfach noch 2 anhängen, natürlich auswendig zu lernen mit Singe-Leistungskontrolle. Einfacher kann ich nicht an Zensuren kommen und viel weniger Aufwand bei der Unterrichtsvorbereitung beschert mir auch kein Thema. Mal schaun, ob sie danach wieder was anderes machen möchten. ;) Außerdem gibt es jetzt immer Stundennoten für 3 Kinder, deren Namen ich vor der Stunde verdeckt aufschreibe und erst nach der Stunde verrate. (Gemeinsame Einschätzung durch die Klasse.)
    In meiner 3 habe ich letzte Woche so schlechte Noten verteilt, dass selbst meine Ausbildungslehrerin teilweise schluckte: Die Kids hatten 3 Monate keinen Musikunterricht und benehmen sich jetzt wie ... naja, Sauhaufen wär ne Beleidigung für die Säue. :D (Die Noten waren nur mit Bleistift mit Hinweis auf den Zensurenschluss morgen und dass es morgen noch einmal die Möglichkeit gibt, aufmerksam und konzentriert zu üben und dann eine weitere Bewertung, bei der die Bleistiftnoten entweder bestätigt oder revidiert werden können. Es war wirklich erstaunlich, aber die Hälfte der total ausgeflippten Kids strengte sich dann am Ende der letzten Stunde doch noch an. Mal schaun, was morgen wird.) Ich glaub, ab nächste Woche, werde ich erstmal wieder etwas mit ihnen machen, bei dem sie viel schriftlich arbeiten müssen, denn das sind sie gewöhnt, sobald sie aufstehen dürfen, denken die Kinder bei uns es sei große Pause. (Und ich tanze eigentlich mit jeder Klasse im MU, was teilweise problematisch ist.)

    Naja, jedenfalls denke ich , dass es einfacher ist, wenn man am Anfang strenger ist, aber ich merke, dass es eben zur Not auch andersherum geht. (Ist dann schwerer.) Alleine ist es vermutlich auch besser. Am schlimmsten finde ich, wenn meine Ausbildungslehrerin in meinem Unterricht mit reinredet, das muss ein Reflex sein, denn ich hab schon gesagt, dass ich das ungünstig finde.

    Liebe Grüße,
    Conni

    Hi Carla-emilia. So wie du dich anhörst, klingt es ja wirklich mehr nach Englisch...

    Ich schließe mich allen hier an, dass ein großes Interesse am Thema deinerseits wichtig ist. Wenn du schon Materialien hast: Sehr gut.
    Kümmere dich rechtzeitig um Literatur und seh zu, ob du damit was anfangen kannst!
    Versuche wegen der Anforderungen nochmal mit der Seminarleiterin zu reden, vielleicht untertreibst du beim Leistungsstand deiner Lerngruppe ein wenig oder sagst, dass deine SuS häufiger nach .... (irgendwas, was du für sie geeignet hälst, z.B. Schulsystem in den USA) gefragt hätten und du das sehr gerne als Examensthema nehmen würdest, weil dann die SuS besonders motiviert wären.
    (Ich habe z.B. die 1. Klasse abgelehnt, weil (richtiger Grund:) ich noch nicht soviel Ahnung von Musik in der 1. Klasse habe, d.h. nicht genug für eine perfekt geplante Reihe mit theoretischem Hintergrund (fast noch nicht in der 1. Musik unterrichtet und noch etwas am Experimentieren) ne Ausbildungslehrerin, die mir nahezu nicht weiterhilft und nen FSL, der bisher nur höhere, sehr leistungsstarke Klassen unterrichtete und auch vom Anspruch für die einzelnen Klassenstufen meist über dem schwebt, was ich in meinen Klassen umsetzen kann. Zu ihm habe ich gesagt, dass ich die Klasse gar nicht in Musik habe und die nur 1 Stunde die Woche haben und das wäre dann für eine nur 3 Monate lange HA etwas wenig. Hat funktioniert.) Wenn die Anforderungen an die SuS zu hoch sind vom Thema her, ist das nicht schön, das stimmt. Ich habe so etwas auch gerade machen müssen (und es war ein Kompromiss aus dem was mein FSL wollte und dem was ich für realistisch hielt.) Also habe ich meine Ziele für die Unterrichteinheit entsprechend runtergeschraubt. Das Produkt der Reihe muss eben nicht am Ende der Reihe perfekt sein, sondern je nach Leistungsgruppe innerhalb der Klasse mit einmaligem vorherigem Üben komplett vorführbar, mit vorherigem Üben und etwas Hilfe vorführbar oder eben mit gewissen Abstrichen bzgl. der Ausführung vorführbar sein sollte. Da kommt mir in Musik zu Gute, dass man ja das meiste Praktische eh lange üben muss, bis es sicher ist. (Und da die Aufführung erst im Mai zum nächsten größeren Fest geplant ist, ist ja auch noch Zeit, d.h. man muss es "warmhalten" und die Kinder noch motivieren, d.h. es ist sogar gut, wenn es noch nicht perfekt klappt. :D ) Naja, also bei uns (nicht NRW) ist das ok.
    Außerdem scheint mein FSL auch nicht so anspruchsvoll zu sein. Er sagt immer, jeder darf so schreiben und unterrichten, wie er will, wenn die Kids dabei die Lernziele erreichen. Nur am Ende hat er ja doch konkrete Vorstellungen. Auf der Literaturliste des Seminars waren nur Bücher, die so klangen, als seien sie für mein Thema geeignet, sind es aber nicht wirklich. Für mein Thema gibt es fast nichts theoretisches, sondern nur Praxisanleitungen. Das ist ÄTZEND! Und nachher sitzt der FSL doch da und liest mit einem Anspruch im Hinterkopf. Deshalb wäre mir ein FSL mit konkreten, hohen Ansprüchen und langer, engagierter Vorlaufzeit sehr viel lieber gewesen als jemand mit niedrigen Ansprüchen und einem viel unkonkreterem Rahmen!

    So, ich drücke dir jetzt jedenfalls die Daumen, dass du für dich und deine SuS eine gute Entscheidung triffst. :)

    Gruß,
    Conni

    5:45 Aufstehen (am Seminartag erst um 7 :) )

    6:45 Losgehen (am Seminartag um

    7:40 bis 10:15 (kurzer Tag), 12:15 (mittlere Tage), 13:15 (mittlere Tage mit Nachbesprechung oder bei Vertretungsunterricht), 15:15 (AG-Tag), 16:15 (mittlere Tage mit Dienstberatung, Klassenkonferenz oder Fortbildung) Schule (einen Tag 9 bis 16 Uhr Seminar)

    anschließend: ausruhen, falls nötig, was einkaufen. (Hab aber meist schon Brot im Gefrierfach, weil ich öfter schon ohne da stand und bei meiner Schule nur ein miserabler Bäcker ist.)

    nachmittags / abends / nachts: AG, UB und Unterricht vorbereiten, korrigieren, Klavier / Gitarre / neue Lieder / neue Tänze üben (ist auch Unterricht vorbereiten, verlangt aber mehr Zeit und andere Planung, ich kann nicht um 10 abends anfangen, Klavier zu spielen. ;) ), Bibliothek fahren, im Internet recherchieren, Examensarbeit schreiben, Frusttelefonate mit Freundinnen führen (rechne ich zum Job, ohne den müsste ich ja keine Frusttelefonate führen :D ), Telefonate mit meinen Ausbildungslehrerinnen führen. (Die eine sagt mir manchmal erst um 21:30, was ich am nächsten Morgen unterrichten soll.)

    Das ganze ist extrem unterschiedlich von der Arbeitsbelastung: Am Anfang des Schuljahres war alles ganz locker, weil ich in meinen 3 Musikklassen die Stoffpläne selber geschrieben habe und die erste Unterrichtsreihe in jeder Klasse schon stand inklusiver Arbeitsblätter und CDs, da hatte ich teilweise "zu viel" Zeit und hätte die Arbeit übers Schuljahr lieber wieder besser verteilen wollen.
    Danach kam Vertretungsunterricht (meine U-Reihen, mein Stoffplan und die Notengebung gingen den Bach runter, weil immer ich rausgerissen werde und die Ausbildungslehrerin in der Klasse bleibt, auch wenn sie vom Stoffplan keinen Schimmer hat - hier gibts keinen bdU), das war zwar irgendwie anstrengend, aber ich hatte nur 2 Nächte Vorbereitungsaufwand, danach konnte ich 10 Tage kontinuierlich unterrichten ohne viel nachzuplanen, was schon ein großer Vorteil ist gegenüber dem jeweils stündlich neuen Thema in meiner sonstigen Deutsch-Ausbildungsklasse.
    Dann fingen die AGs und Zusatzproben an, gleichzeitig noch nen Praktikum, die Überlegungen fürs Examensarbeitesthema und UBs. Das war schon ein wenig Stress, zumal ich nicht richtig hören konnte in der Zeit, das NERVT, aber wie!
    Dann die Weihnachts-General-Proben und -Not-Bastelstunden, das war noch mehr Stress. Anschließend die Weihnachtsaufführungen und gleichzeitig Examensreihe und Weihnachtswerkstatt, dabei teilweise noch Vertretungsunterricht, das war Megastress.
    In den Weihnachtsferien hab ich erstmal 10 Tage gebraucht, um mich zu erholen. Und jetzt muss ich im Januar die Stunden in der Schule auf ein Minimum runterfahren, um mit der bescheuerten Ex-Arbeit klarzukommen. X(
    Jedenfalls musste ich leider im letzten Winter feststellen, dass mir mein Immunsystem massiven Schlafmangel sehr übel nimmt. :(

    Ich fühle mich im großen und ganzen eher etwas weniger als befürchtet belastet, aber zu unkontinuierlich. Außerdem trägt die Abhängigkeit von meinen Ausbildungslehrerinnen noch zur (v.a. spätabendlichen und nächtlichen) Arbeitsbelastung bei, weil mir eben teilweise so kurzfristig mitgeteilt wird, was ich unterrichten muss, weil z.B. ein gemeinsames Erarbeiten einer Werkstatt versprochen wurde und ich dann plötzlich von Montag 17 Uhr auf Dienstag 8 Uhr das ganze vorbereiten sollte. (= 1,5 Stunden Schlaf)
    Ich habe auch den Eindruck, dass die Arbeitsbelastung - wenn jetzt mal die Ex-Arbeit nicht wäre - geringer wird, weil ich mehr Routine im Planen bekomme, d.h. ich plane schneller, ich kann schneller Arbeitsblätter erstellen, ich kann besser eine Reihe planen (die erste ging voll daneben, da musste ich jede Stunde neu planen, die letzten Reihen liefen so gut, dass ich nach Reihenplanung kaum noch Nachplanungsaufwand hatte) und vor allem meine eigenen Stoffpläne habe. Gerade in Musik kann der Unterschied in der Planungszeit für eine 6-stündige Unterrichtsreihe zwischen eigenem und von jemand anderem erstellten Stoffplan schnell mal 10 bis 20 Stunden betragen, wenn man das Musikstück nicht kennt, einem das Thema nicht liegt etc.

    So, das war das Wort zum Samstag. :D

    Gitarrensaiten:

    Ich hab auf meinem Sperrholzbrett für die Schule ;) immer Billigsaiten drauf. Hat mich nie gestört. Einmal habe ich mir eine bessere Sorte zum Einführungspreis gekauft, die klangen meiner Meinung nach auch nicht besser.

    Auf meiner Western-Gitarre hab ich D'Addario "EJ-15 Extra-Light , 010-047" glaub ich. Also jedenfalls hab ich Extra-Light im Laden verlangt und es stand auch drauf, Verpackung habe ich aber weggeworfen. (Anmerkung: Auf ner Westerngitarre sind Stahlsaiten, die machen sehr schnell Finger-Aua, wenn mans nicht gewöhnt ist und für Anfänger werden dann Extra-Light-Saiten empfohlen, die machen nicht so dolles Finger-Aua. Wenn man sich dran gewöhnt hat, nimmt man die nächst stärkere Kategorie. Extra-Light-Saiten lassen aber das Instrument leiser klingen.) Die Dinger sind wirklich besser in Punkto Blasen-Anzahl und -Durchmesser als das, was vorher drauf war. Aber wie gesagt, sie klingen nicht so toll und ob das nun was sooo Besonderes ist, um dafür so viel Geld auszugeben, weiß ich nicht. Als nächstes teste ich dann mal die Billigvariante (Martin, Light).
    Das Dumme ist, dass ich auch noch nicht so den richtigen Laden gefunden habe, in dem ich den Empfehlungen der Händler trauen würde:
    In dem einen wurde ich angeschnauzt, als ich mir ein Stimmgerät kaufen wollte, dass ich erst gar nicht mit Musik anfangen sollte, wenn ich nicht mal ne Gitarre stimmen könne. (Wohlgemerkt, etwa im 5. Studienjahr mit Musik als erstem Unterrichtsfach. Und Stimmenlernen dauert. In der Musikschule früher wurde uns die Geige die ersten 2 Jahre vom Lehrer gestimmt, dann haben wir angefangen, das selber zu lernen, es blieb aber für etwa 2 Jahre noch so, dass der Lehrer half. Ich hab keine Ahnung, wieso man das gleich auf Anhieb können soll, insbesondere bei ner Gitarre, wo man ja Quarten und ne Terz 8o stimmen muss!) Naja, der Laden ist inzwischen von der Mutterfirma geschlossen worden. Die haben dann nen neuen Laden aufgemacht, aber da geh ich halt nicht rein, wenn ich nicht muss.
    Im 2. gab es früher immer schrecklich genervte Händler, die einen schon böse angeschaut haben, wenn man nur reinkam. Auf Nachfragen hin bekam ich halt immer die 5-DM-Gitarrensaiten empfohlen. Die haben jetzt auch zugemacht und in einem anderen Gebäude neu eröffnet. Da war ich dann lange nicht, als ich aber letztes Jahr dort war, um mir Gurtpins an meine "Sperrholzschachtel" anbringen zu lassen, war der Händler total freundlich und aufgeschlossen. Vielleicht eh ich ja da nochmal hin.
    Dann habe ich zwischendurch noch einen 3. probiert, wo ich die D'Addario-Saiten herhab. Die hatten die sprache und Freundlichkeit auch irgendwo vor der Tür verloren.
    Neulich wurde ich von einer Bekannten angesprochen, ob ich einen Musikladen mit Gitarrenabteilung empfehlen könne, ich sprach halt 2 Anti-Empfehlungen und eine Vielleicht-mal-Gucken-Empfehlung aus und es stellte sich raus, dass die Bekannte die Läden schon kannte und meinen Anti-Empfehlungen sofort zustimmte. (Und sowas in Berlin, wo alle Leute denken, hier sollte es genug Auswahl geben. ?( )

    Äh, so, ja. Gesundes neues Jahr und viel Erfolg beim Gitarre-Aussuchen und -Lernen und so!

    Hi strucki,

    danke erstmal für die schnelle Antwort!
    Ich kenne Produktorientierung immer als Begriff der im Bereich "Projekt" erwähnt, aber selten genau betrachtet wird. Ich habe inzwischen auch schon selber was gefunden, wo zwar "Produktorientierung" nicht wirklich definiert, aber zumindest mal etwas mehr als 1/4 Satz darüber geschrieben wird. (Gudjons: Handlungsorientiert lehren und lernen. Etwa 1,5 Seiten, wo was darüber steht, dass ein Produkt am Ende eines Projektes präsentiert werden soll und dann verschiedene Formen von Produkten. Da lässt sich schonmal was draus machen und Gudjons klingt immer gut. :D ) Achja, Meyer Unterrichtsmethoden, Theorieband, bei mir S. 214 steht ne Definition von "Handlungsorientierung", in der das "Handlungsprodukt" als ein zentrales Moment des Handlungsorientierten Unterrichts dargestellt wird. Verwirrt mich nun aber, mir wurde nämlich gesagt, ich solle die Produktorientierung in meinem Ex-Arbeitsthema haben, weil die Handlungsorientierung in den letzten Jahren so oft gewählt wurde. :rolleyes:

    Ich schreibe in Musik (Tanzen, d.h. mit Verbindungen zur Sportdidaktik) und habe ein Thema, von dem ich erst dachte, schön, da gibts bestimmt Literatur und nun leider feststellen musste, dass fast sämtliche Literatur entweder an dem total vorbeigeht, nicht mehr aufgelegt wird, in Antiquariaten nicht auftreibbar ist, in Bibliotheken vermisst wird. *grummel* D.h. ich habe zum Tanzen allgemein jetzt was gefunden, was ich so zerpflücken und hinbiegen kann, dass das schon hinkommt, aber für die Einzelbegriffe wird es schwierig.

    Achja, macht jemand von euch Sport? Ich habe mehrere Modelle für "koordinative Fähigkeiten" gefunden und das mit den 5 Kategorien (Rhythmusfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit, räumliche Orientierung, kinästhetisches Differenzierungsvermögen, Reaktionsfähigkeit) von Peter Hirtz (Mitte der 80er) als Ausgangspunkt genommen. Ist das ok oder gibt es da in der Sportdidaktik inzwischen was tolles Neues, was ich unbedingt kennen muss? (Mein FSL hat nicht allzu viel Ahnung von Sportdidaktik.)

    Und an alle Musiker: Ich brauche neben der Erklärung für "Produktorientierung" und "koordinative Fähigkeiten" noch eine für "rhythmische Fähigkeiten". Die Bücher, die ich bekommen konnte in Bibliotheken und die erstmal vielversprechend werden bzw. der Rahmenplan schweigen sich aus. Der Begriff wird verwendet, aber nicht erklärt oder definiert. Gibt es dazu noch eine ultimative Idee von euch? Ich bin inzwischen der Meinung, dass das fast doppeltgemoppelt ist, da ja die Rhythmusfähigkeit in den koordinativen Fähigkeiten schon drin ist, eben nur unter nem etwas anderen Aspekt als es für den Musikunterricht sinnvoll wäre. Gut wäre dann trotzdem noch das ultimative Zitat dafür. :D

    Weiter im Internet wühlend,
    Conni

    Hallo ihr,

    ich stelle mal wieder fest, dass ich mich absolut bescheuert anstelle.
    Ich brauche eine examensarbeitstaugliche Definition für Produktorientierung. (Handlungsorientierung wurde schon zu oft gewählt, deshalb muss ich jetzt Produktorientierung haben. *grummel*) Bisher machte ich mir darüber keine Sorgen, weil ich dachte, da bei Meyer (Unterrichtsmethoden) oder Peterßen fündig zu werden, aber das steht nicht mal im Inhaltsverzeichnis, geschweige denn ist es so erklärt, dass ich es irgendwie tauglich aufschreiben könnte. 8o (Also ich weiß zwar, was Produktorientierung ist, aber es macht sich halt gut zu schreiben: "WICHTIG definiert .... , während NOCHWICHTIGER auch noch... mit einbezieht.") Das ganze muss nicht so ausführlich sein, dass ich den ganzen theoretischen Teil der Arbeit damit füllen kann, dafür hab ich noch genug andere Dinge.
    Habt ihr Literaturvorschläge?

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