Beiträge von Flupp

    Super: Schüler bekommen Schnelltests, Lehrer nicht. Wir können wieder sehen, wo wir bleiben - ok, habe ich verstanden, läuft schon länger so. Aber: Wie soll ich meinen SuS zeigen, wie es geht, wenn ich selbst kein Material habe?

    Ist das auf unser Modell bezogen?
    Das kannst Du mit NRW nicht zu 100 % vergleichen, weil in BW Lehrerinnen und Lehrer Testgutscheine bekommen und so versorgt sind. Wir testen übrigens die Lehrer, die zufällig da sind oder die Klassen begleiten, auf Wunsch auch mit. Wir haben die Tests ja eh selbst bezahlt. Das Angebot richtet sich aber eigentlich an die Schülerschaft.

    Mantik: Ich möchte mich, nach nochmaligem Durchlesen beider obiger Posts, für die hereingebrachte Schärfe entschuldigen. Das mit "keine 10 Sekunden auseinandergesetzt" war nicht auf Dich bezogen sondern auf meine hauseigenen Kolleginnen und Kollegen. Falls Du das auf Dich bezogen haben solltest, dann bitte ich um Entschuldigung.

    Ich glaube, um die ganze Geschichte aus meiner Sicht auf den Punkt zu bringen:

    100 % Sicherheit gibt es nicht. Ideal wäre ein Testverfahren, das bei Eintritt in das Schulhaus (besser noch in den Bus) anfängt zu piepen wie bei Diebstahl im Kaufhaus. Das gibt es aber nicht.
    Bis dahin versuchen wir halt möglichst viel herauszuholen. Wenn es unlogisch erscheint, dass man erst spät am Tag testet, dann ist es aber aus meiner Sicht ein gedanklicher Fehlschluss.


    Die Alternative zum Späten testen ist nämlich nicht das Frühe testen sondern leider gar nicht zu testen.

    Natürlich ist es besser so, als gar nicht zu testen. Dass du so heftig reagierst, lässt vermuten, dass du an der Ablaufplanung eurer Schule beteiligt bist? Es gäbe auch die Möglichkeit, den Unterricht, nach Testung, gestaffelt beginnen zu lassen. Es müssen ja nicht alle Klassen zwangsläufig 7.30 Uhr anfangen.

    War vielleicht etwas heftig, aber ich arbeite daran jetzt - neben allen anderen Verpflichtungen mit Hygiene, Wiederanfang, Fernunterricht... seit Tagen durch. Und dann höre ich genau diese Argumente von schuleigenen Kollegen, die sich keine 10 Sekunden inhaltlich damit auseinandergesetzt haben - Interesse an einer Verbesserung mitzuarbeiten oder die Testleiter mal abzulösen und selbst beizutragen gab es aber wenig.


    Wenn nicht alle um 7:30 anfangen und man erst nach Test "in die Schule darf", dann fangen manche eben erst um 11:00 Uhr mit der Schule an. Unterricht nach Stundenplan (wie vorgeschrieben)? Busverbindungen?

    Zitat

    Ich sehe die Gefahr, dass mit einer positiv getesteten Person sich sofort weitere Probleme, wie Quarantäne, aber auch Ängste in Familien, ergeben. Ich beispielsweise würde wahrscheinlich relativ panisch werden, wenn ich erfahren würde, mein Kind hat zwei Stunden mit einer später positiv getesteten Person in einem kleinen Klassenraum verbracht. Aber wahrscheinlich bin ich da auch aus persönlichen Gründen extrem ängstlich.

    Natürlich ist die Gefahr da. Die hast Du aber auch, wenn Du um 7:30 davon erfährst. Weil Dein Kind hatja die letzten Tage auch schon mit dem nun positiven Kind in einer Kohorte war. Da ändert sich faktisch also wenig. Es kann ja ebenso sein, dass der Test negativ anzeigt und die Person die letzten drei Tage infektiös war.

    Zitat

    Ein anderes Thema: Kennt ihr die Argumente, weshalb manche Eltern ihre Kinder (oder die SuS sich selbst) nicht testen lassen möchten? Mir fällt eigentlich nichts ein, außer die Befürchtung von Quarantäne, welche bei positivem Test eintritt.

    Faulheit, Ignoranz, Sorge, Angst vor Verletzung. Ist aber eine absolute Minderheit bislang. Die meisten sind extrem dankbar. Immerhin haben wir das ohne die

    Zitat

    Wie geht denn das Tübinger Modell genau?


    Kurz: Alle Kinder in einen Testraum mit genügend Abstand, jeder führt nach Anleitung einen Schnelltest im vorderen Nasenbereich aus. 15 Minuten Wartezeit bis Test Ergebnis anzeigt. In der Zeit kann der Fachlehrer Unterricht machen.
    Danach verlassen alle den Raum und die nächste Gruppe kommt rein, nachdem der Raum wieder vorbereitet wurde.

    Wenn positiv, dann direkt zum PCR-Test.

    Durchführungsdauer pro Gruppe also ca. 20 bis 25 Minuten je nach Übung.

    Ausführlich: Klick hier

    ...und hoffen, dass sich alle SuS vorher an Abstand, Maske... gehalten haben. Ein Test direkt VOR Unterrichtsbeginn könnte viele Eventualitäten verhindern.

    Hast Du Dir mal überlegt, wie das denn funktionieren soll? Willst Du die ersten Schüler bereits um 5:30 testen, damit Du bis 7:30 schonmal die Klassen halb voll hast?

    Wir haben unser Testsystem so wie die Tübinger aufgebaut: Es kommt halt eine Klasse nach der anderen zur Testung.
    Jeder Schüler testet sich unter Anleitung selbst, basierend auf Freiwilligkeit (bzw. der der Eltern). Wer nicht mitmacht, ist halt auch nicht im Testraum.

    Wenn man dann einen positiven Fall hat, geht es direkt ohne über Los zu ziehen in eine Arztpraxis zum PCR-Test.
    Bis dahin bleibt die verbliebene Kohorte unter sich oder geht nach Absprache mit dem Gesundheitsamt samt derer Kontaktpersonen in Quarantäne.

    Zur zeitlichen Komponente: "Mach doch lieber vor dem Unterricht" Ist ein Schüler positiv, dann gehen die vom Gesundheitsamt definierten Erstkontakte der letzten Tage in Quarantäne. Da ist es dann völlig egal, ob ich um 5:30 oder um 11:00 teste.

    Mich nervt es extrem, dass hier alles zerredet wird, anstatt zumindest den Spatz in der Hand zu nehmen.

    Wir haben zunächst die Grundsatzentscheidung getroffen: Wir teilen nicht.

    Aus vorherigen Phasen hatte wir schon einen vollständigen Plan aller Räume, wieviele Plätze wir jeweils hineinbekommen. Das hat nicht gereicht. Daher haben wir noch heilige Kühe geschlachtet. Zum Beispiel Lehrerzimmer geräumt und Klassenzimmer daraus gemacht.

    Mehrzweckraum, der für einen gänzlichen anderen Zweck bestimmt ist, geräumt und Klassenzimmer daraus gemacht.

    Irgendwann hat es dann gepasst. Manche Schüler brauchen halt ein Fernglas, aber das können wir in der Physiksammlung bestimmt noch finden...

    Wir haben aber einen entscheidenden Vorteil: Wir haben Klassenzusammenlegungen im Sommer und vorletzten Sommer nicht vorgenommen, die wir eigentlich hätten machen müssen.

    Wie oben bereits geschrieben: Wir kriegen es tatsächlich so hin, dass Herr K. aus S. zufrieden wäre.
    Klassenteilungen konnten wir vermeiden.

    Das darf man aber hier nicht zu laut sagen, weil ansonsten Nanni das noch als Beispiel nimmt, das es ja klappen kann, wenn man nur will...

    Aber es darf kein einziger Schüler mehr in unsere Stadt ziehen und einen Anmeldebogen abgeben, dann fällt das Kartenhaus zusammen.

    Falls nach Ostern noch eine weitere Stufe hinzukommt, kollabiert alles. Aber davon gehe ich eh nicht aus - entweder knackt der Landkreis die 200 oder es ist dann eh alles egal und wir machen wieder Schule wie vor 5 Jahren...

    An dieser Stelle aber noch ein großer Dank an die GSS Tübingen, die ihr Testkonzept teilt - das hat uns extrem die Arbeit erleichtert.

    Besagt diese Corona Verordnung, dass man keinen Abstand mehr einhalten muss? So ganz verstehe ich die Aussage nicht.

    Du musstest zu Schülern auch bislang keinen Abstand halten.
    Die Schüler einer Klasse/Kohorte untereinander auch nicht.

    (Dass es sinnvoll ist, den größtmöglichen Abstand zu halten, steht auf einem anderen Blatt.)

    Die Überraschung ist doch, dass diese CoronaVO nicht geändert wurde vor Neustart. Formal hat Frau Eisenmann im Gegensatz zum Landesvater also recht.

    Mein Tipp:

    "Natürlich müssen Abstände gewahrt werden, die Aussage "kein formales Abstandsgebot" bedeutet nur, dass man natürlich gerne auch über 1,5 Meter machen darf.

    Ceterum censeo Sozialministerium esse... Herr Lucha ist doof und schuld.

    Ich bedanke mich erneut für Euren nicht enden wollenden Einsatz, ihr eigentlich faulen Säcke.
    Eure Nanni"

    Abstand zwischen Erwachsenen immer 1,5 m. Abstand zwischen und zu Schülern egal?

    Egal würde ich nicht sagen, aber es gibt halt keinen formalen Mindestabstand. Versucht rauszuholen was geht.

    Zitat

    Hoffentlich dürfen wir wenigstens wieder in Fachräume. Theoretischen Unterricht hatte ich jetzt genug.

    Bei uns kriegen wir das nur für die Abschlussklassen hin. Die 5er/6er sind leider in ihrem Raum "verhaftet", die Fachräume sind für die Klassen mit unseren, schulintern ausgehandelten Mindestabständen nicht groß genug.

    So, komme gerade aus der Schule.

    Haben tatsächlich alle mit entsprechend großen Räumen versorgen können, ist aber ein elendes Getue gewesen.
    Also der Unterricht samt Tests läuft ab nächster Woche.

    ABER: Schade ist, dass das alles nur für zwei, drei Wochen angelegt ist. Nach Ostern kommen entweder die 7-10 zurück in die Präsenz (evtl. auch im Wechselmodell) oder wir machen sowieso alles wieder zu. Egal - tragfähig auf Dauer ist das Konzept nicht.

    Das KM wird seine Hände in Unschuld waschen, wenn die Schule sich über Vorgaben hinwegsetzt.

    Aber wir erwarten die Erklärung vom KM auch heute im Laufe des Nachmittags über das RP mitgeteilt, wie man das hinbekommen soll...

    Die Aussage Deines Konrektors stimmt, der Brief vom KM kam bereits letzte Woche. Ob Ihr noch etwas vom Schulamt bekommen habt, weiß ich nicht. Vom RP gab es für uns nur mündliche Vertröstungen auf heute. Es sind noch ein paar Dinge zu klären.

    Bislang: Normaler Unterricht mit AHA-Regel. Also Abstand, Alltagsmaske ... das Lüften haben sie im Schrieb vergessen.

    Laut Twitter-Account vom KM, muss man die Klasse nicht teilen, wenn man 1,5 m Abstand gewährleisten kann.
    Die Schule, die das bei 5ern, 6ern im Dauerbetrieb plus Abschlussklassen im Wechselbetrieb ohne Teilungen hinbekommt, möchte ich gerne sehen.

    Vermutlich wird das darauf hinauslaufen, dass die 1,5 m aufgeweicht werden auf 1,5 dm.

    Wie macht Ihr das eigentlich mit den Tests? Es gibt ja schon Schulen, die testen.


    Wenn wir 800 SuS plus 80 KuK testen möchten, dann brauchen wir dafür mehrere Teststationen.
    Bei Probeläufen brauchen wir pro Test 2-3 Minuten pro Proband (Name erfassen, Probe beschriften, Einwilligung der Eltern kontrollieren, Probe entnehmen, Probe in diese Flüssigkeit tauchen,...). Das sind also pro Durchgang grob 1800 Arbeitsminuten. Wenn wir 10 Teststationen hätten, wären die bei gleichmäßiger Auslastung jeweils 180 Minuten - also drei Zeitstunden beschäftigt.

    10 geschulte Personen, die drei Zeitstunden beschäftigt sind? Kriegen wir nicht hin ohne massive externe Unterstützung. Und das wäre nur ein Testdurchgang. Das müsste man ja regelmäßig wiederholen.
    Habe ich da einen Denkfehler? Die Alternative wäre ja nur, dass die SuS privat testen.

    Selbst wenn wir alle SuS, die wollen/dürfen, innerhalb eines akzeptablen Zeitfensters zu Schulbeginn (alles andere wäre ja merkwürdig), getestet bekämen, hätte dies den Nebeneffekt, dass man quasi dem Probanden ein negatives Ergebnis attestiert, was zu einer Erhöhung der Sorglosigkeit führt. Macht man mal bei der derzeitigen, geschätzten Prävalenz einen kurzen Überschlag mit den mir bekannten Spezifitäten und Sensitivitäten der Tests...

    Wir hätten also gerne so einen Gruppentest: Alle aus einer Kohorte spucken in einen Eimer, einmal umrühren und dann wird die Kohorte en bloc getestet. Wenn positiv, dann wird die gesamte Kohorte per Schnelltest "gefiltert".

    Hat damit schon jemand Erfahrungen? Ich finde nur das Konzept der GSS Tübingen, das bereits sehr detailliert ausgearbeitet ist.

    Gibts schon was vom KM hierzu? Unsere Schulleitung hat noch keine Infos rausgerückt.

    Wenn Du da Sorge hast, dass Du Infos verpasst:
    -> Als erstes erfährt es irgendein Radiosender.

    -> Dann Twitter und gleichzeitig die Webseite vom KM.

    -> Dann kommt die Mail mit den eingescannten Anhängen über den KISS-Rechner an die Schulen.

    Also - Dir kann nichts vorenthalten werden, wenn Du auf km-bw.de schaust. Dort wird schon angedeutet, was uns erwartet.

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