Beiträge von CDL

    Einige der wichtigsten Maßnahmen, die ich für erforderlich halten würde wären neben kleineren Klassen und mehr Schulsozialarbeit ausreichend Personal für Inklusion, zusätzliche Förderangebote in den Hauptfächern (ggf. weitere Gruppenverkleinerung durch Teamteaching in den Hauptfächern), sowie ein regelmäßiges Angebot der schulpsychologischen Beratungsstellen direkt an den Schulen und für die SuS, damit diese besser versorgt/ betreut / unterstützt werden können.

    Wenn ich bedingungsfrei träumen dürfte, wäre die eine Änderung, die ich mir dringend und zwingend für alle Kinder wünschen würde, dass diese von Beginn an liebevolle, interessierte und engagierte Eltern hätten, die sich für die gewaltfreie Erziehung und liebevolle Förderung ihrer Kinder konstant interessieren und stark machen würden. Eltern, die uns Lehrkräfte als Partner ansehen und entsprechend Hand in Hand mit uns arbeiten würden, damit wir tatsächlich eine Chance hätten gemeinsam für jedes Kind zu kämpfen, was auch immer das dann individuell bedeuten würde. Das würde eine gewaltige Veränderung für die meisten unserer SuS bedeuten und wäre damit tatsächlich ein ganz großer Wurf.

    Absolutes Handyverbot in Schulen bei gleichzeitiger Zuteilung von digitalen Endgeräten, die durch die Schule administriert werden.

    Gibt es bei uns im Laufe der nächsten drei Jahre. Ich bezweifle, dass das die entscheidende Lösung darstellt für die Bildungsherausforderungen, die wir haben (auch wenn es vieles leichter machen wird und deshalb zu begrüßen ist), werde aber gerne berichten.

    Hm. Aber ein (freiwilliger) Gottesdienstbesuch ist ja etwas anderes als eine Exkursion zu einer Kirche, um das Konzept Kirchengebäude kennenzulernen und seine Funktionen zu verstehen.

    Ich weiß nicht, was du unter "Gesamtkirchen" verstehst, aber für meine Kirche sehe ich das anders.

    Auch wir sollten diese Debatte nicht in diesem Thread weiterführen. Wenn du das also weiter diskutieren möchtest, dann such doch einfach eine der anderen „Spielwiesen“ zu Religion aus und wir führen das Gespräch dort weiter. Die restlichen Antworten verkneife ich mir insofern an dieser Stelle.

    Nichts spricht dagegen.

    Ich stehe aber nicht grundsätzlich um 6:45 Uhr auf, um für den seltenen Fall der Fälle, dass ich kank bin, bis 7:00 Uhr anrufen zu können. Wenn ich um 9:00 Uhr mit Migräne, die mich am Arbeiten hindert, aufwache, dann rufe ich um 9:05 Uhr an.

    Völlig nachvollziehbar und angesichts dessen, wie Migräne „funktioniert“ auch wirklich etwas, was man getrost zu den Erkrankungsfällen zählen kann, bei denen man eben im Regelfall nicht schon in der Nacht absehen kann, dass es am Folgetag nicht gehen wird, weil die Anfälle so kurzfristig so stark werden können.

    Warum?

    Und damit hätten sie Recht. Gerade bei Schülern, bei denen es nicht mal eine ablaufbedingte Begründungung dafür gibt, dass sie sich um 7 Uhr krankmelden sollen, ist diese Regelung besonders unsinnig.

    Die relevante Begründung bei SuS ist die Aufsichtspflicht. Sowohl wir als Schulen, als auch die Eltern müssen bei Minderjährigen sicherstellen, dass diese nicht auf dem Schulweg „verloren“ gegangen sind, einen Unfall hatten, etc. Dank digitaler Krankmeldung ist das aber ebenfalls recht unkompliziert und ohne Anruf möglich, wenn man sich als Schule entsprechend organisiert ( und seine Elternschaft „umlernt“).

    Das sind die blöden Sprüche von den Lerchen, die meinen IHR Lebensmodell wäre automatisch das einzig richtige. Ich finde den Beitrag unglaublich anmaßend.

    Ich bin definitiv keine Lerche, schlafe also so lange, wie irgend möglich morgens, aber auch ich merke in 99% der Krankheitsfälle schon am Vorabend oder im Laufe der Nacht, dass ich zu krank sein werde, um zu unterrichten am Folgetag. Was spricht dagegen, in dieser Mehrzahl der Fälle, die uns als Erwachsene betreffen, dann halt direkt wenn man es merkt in der Nacht die Mail mit der Krankmeldung abzusenden oder eben in dem Fall sich ausnahmsweise (und zähneknirschend) den Wecker früher zu stellen für eine telefonische Benachrichtigung am Morgen, damit das Stundenplanungsteam (das ja auch noch Unterricht hat und nicht den ganzen Vormittag über im Stundenplanungszimmer sitzen kann) frühzeitig planen kann?

    Und bei Kirchenbesuchen?

    Wir haben mindestens zweimal jährlich in der Kirche neben unserer Schule ökumenische Gottesdienste für die ganze Schule, an denen Lehrkräfte und SuS aus dem evangelischen und katholischen Unterricht mitwirken, aus dem Islamunterricht, sowie aus dem Ethikunterricht. So oft sind wir weder in der Moschee, noch in der Synagoge, da ist also abgedeckt.

    Muss man eine kritische Haltung zur Kirche innehaben, um anderen Überzeugungen gegenüber respektvoll, wertschätzend und offen zu sein und dies auch im Unterricht zu vermitteln?

    Ja, muss man an machen Stellen durchaus, denn das, was die Gesamtkirchen lehren ist nun einmal nicht immer ausschließlich von Toleranz, Akzeptanz und Menschenliebe geprägt, sondern beinhaltet auch manches an Ausgrenzung und Leid, wenn man an den Umgang mit Homosexualität denkt, anderen Glaubensrichtungen oder auch Geburtenkontrolle.

    Ich bin selbst Christin und betrachte das als Auftrag, kritisch selbst zu denken, nicht einfach blind als Schaf in der Herde mitzurennen, nur weil manche Menschen Kirche und Religion immer wieder für Machtspielchen missbrauchen.

    Wertvoller Hinweis, ja gern, aber leider war ihr Ton entsprechend wenig nett…sie hat mir das außerdem vor der Klasse gesagt, und es wäre ihr jetzt zuviel zu korrigieren..und hat mir das Buch eines Schülers vor die Nase geklatscht..so quasi, ich soll jetzt Gas geben, mit korrigieren…

    Das geht natürlich gar nicht und solltest du noch einmal in Ruhe mit der Kollegin besprechen.

    Aber nicht bevor die eigene Indoktrination abgeschlossen ist. ;)

    Stimmt, das wäre kontraproduktiv.

    Sucht euch doch bitte ausnahmsweise mal eine andere Spielweise aus dafür. Es gibt genügend religionskritische Threads in diesem Forum, auch ohne jede Anfrage von Anwärtern zu dem Thema auch noch dazu zu verwenden Religionsbashing zu betreiben.

    Ja, man kann auch in Religion etwas über andere Glaubensrichtungen lernen. War mir als Schülerin deutlich zu wenig, weshalb ich in Ethik glücklicher war. Heutige Lehrpläne in Religion sind diesbezüglich aber erheblich umfangreicher und zumindest die Reli-/Islam-KuK an meiner Schule erachten die Auseinandersetzung mit anderen Religionen auch für ebenso relevant und wertvoll, wie ich als Ethiklehrerin, weshalb wir bei z.B. Synagogenbesuchen oder Moscheebesuchen auch prinzipiell gemeinsam planen, wenn möglich.

    Respekt und Wertschätzung ist keine Einbahnstraße. Was ihr zwei also dem christlichen Religionsunterricht an mangelnder Offenheit unterstellt, solltet ihr vielleicht zunächst einmal selbst leisten innerlich, um nicht alles nur pauschal als Indoktrination abzutun, was dort geleistet wird.

    Mir fällt genau eine Kollegin meiner Refschule ein, die ich in ihren Haltungen für deutlich zu unkritisch der Kirche gegenüber empfunden habe und dadurch teilweise zu eng. Zumindest an meiner aktuellen Schule trifft das so auf keinen meiner KuK zu, die hauptsächlich Lehrkräfte sind. Lediglich bei den kirchlichen Kräften habe ich innerlich ein paar Fragezeichen, weil ich diese nicht gut genug kenne, um sie einschätzen zu können (was bedeutet, dass ich mir auch kein vorschnelles Urteil erlaube über deren Haltungen).

    Mache das verlorene Schaf in der vorstunde und im ub das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht.

    Werde das Gleichnis vorlesen, mit den SuS besprechen und an der Stelle, wo die Knechte miteinander reden, einen Dialog schreiben lassen.

    Mir fehlt ne coole Idee für den Einstieg.

    Es muss einen lebensweltbezug geben.

    Und es geht ja um Vergebung… hättet ihr ne Idee wie ich die 6. klässler dort hineinführen könnte?

    Ok, überleg dir noch einmal genau, was deine Unterrichtsziele sind und zwar basierend auf Operatoren. Passt deine bisherige Planung zu diesen Stundenziele und ist geeignet dazu, dass du diese Ziele am Ende der Stunde erreicht hast oder sind deine bis genannten Ziele zumindest teilweise doch eher Reihenziele, die im Laufe dieser Stunde zwar mit angebahnt, aber eben nicht vollständig erzielt werden können, so dass du für diese Stunde erst noch einmal nachschärfen musst bei den Zielen, ehe du an die inhaltliche Planung gehen kannst? Zumindest das, was du über das „Reich Gottes“ erwähnt hast, liest sich für mich weniger nach einem Stunden- als vielmehr nach einem Reihenziel. Der Lebensweltbezug lässt sich klarer erkennen für dich, wenn du deine Ziele klar und deutlich definierst. Wenn Vergebung das Thema wäre, würde ich das aber für den einfachsten Teil halten, dazu einen passenden Einstieg mit Lebensweltbezug zu planen und könnte mir auch das von Zauberwald vorgeschlagene Rollenspiel als handlungsorientierte Umsetzung der Dialoge sehr gut vorstellen.

    Mich frustriert das ziemlich. Bin ich normal?

    Was ist für dich normal? Falls du damit meinst, ob es normal wäre frustriert zu sein in bestimmten Momenten unseres Berufs, aus einem Gefühl der Überforderung heraus- ja, das ist ziemlich normal, das auch mal als frustrierend zu empfinden.

    Gelte ich noch als Anfängerin…

    Natürlich bist du noch Anfängerin. Nicht mehr komplett grün hinter den Ohren, aber als Quereinsteigerin mit geringem Deputat und berufsbegleitender Nachqualifizierung bist du nach gerade einmal einem Jahr natürlich noch weit weg davon eine fertige Lehrkraft zu sein. Nutz insofern die Hilfe die du bekommen kannst durch KuK. Was hast du denn davor gemacht beruflich, bzw. was machst du nebenberuflich? Was hast du ursprünglich studiert?

    Wie siehst du dich denn, wenn du nachfragst, ob du noch Anfängerin wärst?

    Gestern Kritik einer anderen Kollegin, deren Vertretung ich machen musste. Meine Vorbereitung passte ihr nicht, der Arbeitsplan war zu umfangreich. Ich sei überhaupt zu wenig strukturiert. Ich mache das heuer zum 1. Mal in dieser Schulstufe, muss für alle die Vorbereitung machen, den Kv und bin irgendwie überfordert.

    Sie macht das schon ewig und hat mich hier schon ziemlich runtergeputzt.

    Zweierlei, erstens, was genau hat die Kollegin denn tatsächlich inhaltlich gesagt und kritisiert, was sich für dich so angefühlt hat, als hätte sie dich ziemlich runtergeputzt? Was lief nicht so gut? Was hättest du wie anders machen sollen bzw. können?

    Zweitens: Warum musst du einen Arbeitsplan vorbereiten, um eine Kollegin zu vertreten, die offenbar anwesend ist, um deine Planung zu kritisieren? Warum hat diese Kollegin dir keine Aufgaben für die KV gegeben, wenn sie anwesend war? Ist das ein Teil deiner vereinbarten Aufgaben bzw. gehört das zu deinen Lernaufgaben dazu, betreut Stunden zu planen, um für deine Planung erforderliches Feedback zu erhalten?

    Ist es nicht ein wertvoller Hinweis gewesen der Kollegin, dass dein Arbeitsplan zu umfangreich war, nachdem du wie du schreibst die Stufe noch nicht kennst, kein Lehramtsstudium absolviert hast und auch noch mitten in der Nachqualifizierung bist? So konntest du immerhin noch rechtzeitig umplanen vor dem Unterricht.. Hast du nachgefragt, was die Kollegin genau damit meint, dass du zu unstrukturiert seist und was du ihres Erachtens anders machen solltest? Wenn nein, warum nicht? Das war schließlich eine Lerngelegenheit. Wenn ja, ist dir klar, was du anders angehen könntest bei deiner nächsten Planung, um dieses Problem anzugehen?

    Wen ruft man eigentlich früh um 7 an? Der Frosch zum Beispiel säße wahrscheinlich gerade auf dem Fahrrad und müsste noch die letzten 12 km zur Schule zurücklegen, meine SL versuchte wahrscheinlich gerade ihre Pubertiere aus dem Bett zu bekommen... Sitzen denn bei anderen um 7 schon Sekretärinnen in der Schule und warten auf Anrufe?

    Bei uns ist das Stundenplanzimmer ab 06:40 jeden Morgen belegt, ab dann kann man sich bis kurz nach 7 Uhr telefonisch krankmelden oder eben per Mail. Wenn man so eine Regelung festlegt, muss man natürlich auch festlegen, wer einen solchen Anruf entgegennimmt. Zumindest im weiterführenden Schulen kenne ich das bislang nur so, dass das jemand aus dem Stundenplanungsteam machen muss. Die Sekretärinnen haben schließlich andere Aufgaben, wobei unsere Sekretärin ebenfalls ab 7 Uhr spätestens jeden Morgen mit der Arbeit beginnt.

    Hast du schon einmal Unterricht vorbereitet? 12 Stunden sind je nach Schulart eine 50%-Stelle zusätzlich zu deinem Vollzeitstudium, also reden wir da von Minimum 20 Wochenstunden Arbeit (wenn du extrem rasant vorbereitest und wenig Korrekturen hast) zusätzlich zu deinem Vollzeitstudium. Dafür solltest du also ein hohes Maß an Belastbarkeit mitbringen und Erfahrung in Unterrichtsplanung.

    Ich nehme an, bei deinem Vertrag würde es um einen befristeten Vertrag gehen? Bei diesen ist, da sie ein vorgesehenes Ende haben, tatsächlich keine ordentliche Kündigungsfrist vorgesehen. Ausnahmen gelten, wenn explizit vertraglich etwas anderes vereinbart wurde und während der Probezeit. Dann beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen. Überleg dir also gut, ob du diesen Vertrag abschließt, denn sollte dieser bis zum Schuljahresende gehen, müsstest du dein Praxissemester verschieben. Einfach kündigen, weil dir die Belastung zu groß ist, ist ebenfalls keine Option.

    Wenn du diesen Vertrag nicht abschließen möchtest, dann unterschreib ihn nicht, wenn er kommt und sag der SL aber bitte auch direkt ab, damit diese weitersuchen kann, statt sich darauf zu verlassen, dass du anfangen wirst.

    Natürlich habe ich mich gefreut, wenn mal was ausfiel, aber die Kinder haben ja trotzdem in der Zeit anderen Unterricht (wie hier schon erwähnt wurde). Sie wissen auch grob, dass die L. sehr krank ist und die Eltern wissen auch genaueres. Aber ich weiß auch, dass Kinder so etwas noch nicht nachvollziehen können, weil sie eventuell selbst so etwas auch noch nie mitbekommen haben und wir selbstverständlich auch nicht ins Detail gehen möchten, um sie zu schonen.

    Ich weiß halt einfach nicht wie ich sie dafür etwas sensibilisieren kann, weil darüber geredet haben wir schon oft.

    Du kennst sicherlich den Spruch, dass steter Tropfen den Stein höhle. Wir Lehrkräfte sehen oft nicht direkt den Erfolg unserer Arbeit, weil der sich manchmal erst Jahre später zeigt, wenn die SuS verstanden haben, was man mit etwas gemeint hat, was bis dahin vielleicht keine Bedeutung hatte für sie und blanke Theorie blieb. Trotzdem lasen wir nicht locker, freuen uns über die kleinen und großen Erfolge, die wir direkt sehen, wissen aber auch, dass unsere Arbeit selbst dann nicht vergeben ist, wenn wir diese Erfolge nicht direkt feststellen können.

    Vielleicht wird erst die nächste Schule die Früchte deiner Arbeit ernten können, vielleicht werden manche deiner SuS erst viel später verstehen, was du ihnen beizubringen versucht hast. Dass du keine direkten Erfolge siehst bedeutet aber nicht, dass deine Arbeit fruchtlos und vergeblich wäre, als gib nicht auf, erwarte aber auch keine Wunder, sondern versuch auch das mit der erforderlichen professionellen Haltung zu betrachten und anzugehen.

    Das zeigt, dass du noch nie unter massiven Schlafstörungen gelitten hast, die bis zur Arbeitsunfähigkeit führen können.

    Wenn ich erst um 1 Uhr einschlafen kann, um 3 Uhr aber schon wieder wach bin und mich bis 6.15 quäle, dann endlich (!) gerade wieder eingeschlafen bin, ist es ungemein der Genesung entgegen stehend, sich für 45 Minuten später schon wieder den Wecker stellen zu müssen. Wenn ich Pech habe, liege ich danach dann wieder mehrere Stunden wach. Und dann darf ich mir den Weckern stellen, weil dann die Kinder nach Hause kommen. Toll. Nicht.

    Ich habe seit 30 Jahren schwerste Schlafstörungen, weiß also, wie das ist und was das mit dem Kopf bzw. Gesamtkörper anstellt in schlimmen Phasen (ich hatte zwei Jahre, in denen ich nie länger als 20 min am Stück schlafen konnte, insgesamt nicht mehr als 2h in 24 Stunden. Irgendwann war mein Hirn nur noch Sülze und fast die Hälfte meiner Haare sind in der Phase ausgefallen.). Das ist aber halt auch so ein Sonderfall, der die Mehrheit nicht betrifft und bei dem man in jedem Fall für sich ein paar Strategien entwickeln muss um klarkommen zu können. Nach nur einer solchen miesen Nacht mag es einen relevanten Unterschied machen, ob man, wenn man um 6:15 Uhr erst einschlafen könnte, bereits um 7 Uhr wieder geweckt wird oder doch erst um 9 Uhr, weil man später Schule hat. Nach mehreren solcher Nächte in Folge macht das, wenn wir ehrlich sind, den Kohl aber auch nicht mehr fett, weil man dann einfach nur Schlaf nachholen können muss am Stück und ohne Arbeit.

    Hast du für dich Strategien gefunden, wie du dir helfen kannst, sei es, um doch noch loslassen und Schlaf finden zu können, sei es um in Phasen hohen Schlafentzugs gut für dich sorgen zu können?

    Schön, wenn du das kannst, können aber nicht alle. Wenn ich so etwas jeden Tag machen würde, dann wäre ich sicher nicht mehr arbeitsfähig nach spätestens einer Woche.

    Wieso solltest du das jeden Tag machen müssen? Wenn du frei hast, was deiner Aussage nach zwei Wochentage betrifft plus das WE, sprich in Summe vier freie Wochentage musst du das ja nicht, wenn du in der ersten Stunde Unterricht hast ist es ebenfalls irrelevant, genauso, wie wenn du dich topfit fühlst. In jedem Fall geht es bei dir um gerade einmal drei Wochentage an denen du maximal kurz vor 7 Uhr prüfen müsstest, ob du arbeitsfähig bist. Wenn schon das nach einer Woche deine generelle Arbeitsfähigkeit ernstlich gefährden würde, dann solltest du dich vielleicht einmal ärztlich durchchecken lassen.

    Ich saß tatsächlich mal bei meinem Morgenkaffee, recht unfit, aber ich wie dachte, arbeitsfähig. Es ging mir dann von Minute zu Minute schlechter, sodass ich mich am Ende doch krankmelden musste. Ziemlich spät. Das ist dann leider eben so.

    Es kann ja auch vorkommen, dass man im Laufe des Schultages krank wird und nach Hause gehen muss - Migräneanfall, Magen-Darm-Grippe, echte Virusgrippe, Hexenschuss, Knöchelbruch, all das tritt doch recht plötzlich auf und hält sich nicht an die Regel: bis 7 Uhr oder heute gar nicht mehr.

    Natürlich gibt es das. Das sind dann eben die unplanbaren zusätzlichen Dinge, die auch noch geschehen können.

    Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum man sich bei Krankheit um 7 Uhr melden sollte. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, dass dies telefonisch erfolgen muss. Ich leide an einer chronischen Erkrankung (Schwerbehinderung) und meine Symptome verschlimmern sich bei Schlafmangel. An schlimmen Tagen möchte ich eigentlich nicht den Wecker auf 7 Uhr stellen müssen, aber unsere SL möchte keine Krankmeldungen per Email haben. Selbst wenn ich am Vortag bereits weiß, dass ich mich krankmelden werde, muss ich trotzdem um 7 Uhr wach sein, um anzurufen.

    Das war an meiner aktuellen Schule auch so und habe ich als echten Rückschritt empfunden im Vergleich zu meiner Ref-Schule. Nachdem ein doofer Techniker kurz vor Schuljahresende unsere Telefonanlage zwei Wochen lahm gelegt hatte und zwangsweise umgestellt werden musste, hat sich aber plötzlich gezeigt, dass das super funktioniert und die Stundenplaner morgens sogar entlasten kann, weil eben KuK schon am Vorabend per Mail anzeigen können, dass sie erkrankt sind, statt alle bis kurz nach 7 Uhr anzurufen.

    Vielleicht wäre das ja etwas, was ihr über den PR noch einmal mit der SL diskutieren könntet?

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