Na, du musst es ja wissen. Promiskuität deutet übrigens keineswegs auf gute familiäre Verhältnisse hin. Zumal die Partner sehr gewaltvoll in Erscheinung treten.
Wechselnde Partner mit Promiskuität gleichzusetzen offenbart sehr viel über deine gesellschaftlichen und moralischen Vorstellungen ist aber keine allgemeingültige Gleichsetzung. Ob Partner gewaltvoll sind hängt dann weder von der Frage der Dauerhaftigkeit von Beziehungen ab, noch vom Aspekt der Promiskuität- so dieser gegeben wäre. Auch hier mögen all diese Vereinfachungen und Gleichsetzungen in deinem Kopf Sinn ergeben, weil du vielleicht ein konkretes Beispiel im Kopf hast, auf welches das alles zutrifft, von diesem Einzelfall auf alle Frauen mit wechselnden Partner:innen schließen zu wollen ist aber ein Fehlschluss. Ich möchte dich darum bitten, deine Aussagen dahingehend zu überprüfen, wo du lediglich von einem Einzelfall ausgehst- und das entsprechend kenntlich zu machen- und wo du verallgemeinernde Aussagen triffst.
ZitatAlles anzeigenIch hab selbst schon neben dem Studium in der Beratung gearbeitet und muss mir von Außenstehenden nicht sagen lassen, ob das in der Familie gute soziale Verhältnisse sind oder nicht. Ich werde es schon einschätzen können.
Auch ein Schulsozialarbeiter kann niemandem in den Kopf schauen.
Die Vermutung auf Kindeswohlgefährdung kam übrigens nicht von mir, sondern von meinem Cousin und daher liegt dies nahe, wenn ein Kind unter sozial prekären Verhältnissen lebt, die ich hier zum Schutz des Kindes nicht in aller Einzelheit dargelegt habe, dass es nicht nur blaue Flecke vom Spielen sind.
Dass ich dabei irgendetwas überinterpretiert habe, ist wieder ein Deutungsfehler von deiner Seite. Zumal ich mehrfach geschrieben habe, dass man mit solchen Vermutungen vorsichtig sein muss. Eine Vermutung ist ja noch keine Feststellung.
Meine Frage war übrigens:
Seid ihr da irgendwie geschult wurden?
Wie unterscheidet man das in so einem Fall? Man ist ja auch kein Mitarbeiter vom Jugendamt?
Nicht: Wie vorsichtig sollte man mit solchen Behauptungen sein?
Also, weil du mal- ohne entsprechende Ausbildung und neben dem Studium- in irgendeiner Form von Beratung tätig warst (was auch immer das dann heißt), kannst du einschätzen, in was für sozialen Verhältnissen ein dir unbekanntes Kind lebt, während eine Schulsozialarbeiterin aber "niemandem in den Kopf schauen" und das deshalb basierend z-B. auf den Gesprächen mit dem betroffenen Kind selbst nicht einschätzen kann?
"Sozial prekäre Verhältnisse" sind eine sehr weite Umschreibung, die nicht einfach pauschal einen Rückschluss auf Kindeswohlgefährdung erlauben. Wie dir bereits JoyfulJay geschrieben hat, versperrt diese Art der Wahrnehmung den Blick darauf, dass Kindeswohlgefährdung in allen sozialen Schichten und allen Arten von Lebensverhältnissen vorkommt.
Deine Frage habe ich weitestgehend beantwortet. Du solltest diese vielleicht erst einmal selbst beantworten und darstellen, welcher Art die Beratung war, die du durchgeführt hast mit welcher Art von Ausbildung. Nachdem offensichtlich wir "Außenstehenden" deiner Qualifikation nicht gewachsen sind erübrigen sich ja auch unsere Antworten auf deine Frage(n)...