Nachtrag zur Waldorf-Debatte und den bereits erwähnten Ausbrüchen in Freiburg nach einer Zirkusveranstaltung:
Mehr als 50 Corona-Schutzmasken-Atteste an Freiburger Waldorfschule ungültig
Nach dem Corona-Ausbruch an einer Freiburger Waldorfschule mit mehr als 100 Infizierten steht nun fest: In allen Attesten der Schulgemeinschaft war die Begründung nicht plausibel.
Bei Zirkusaufführungen in der Waldorfschule im Freiburger Stadtteil St. Georgen hatten sich im Oktober mehr als 100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert: unter ihnen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Kontaktpersonen. Die Schulaufsicht des Regierungspräsidiums Freiburg hat in diesem Zusammenhang die Atteste geprüft, die aus gesundheitlichen Gründen von der Maskenpflicht in der Schule befreien. Heike Spannagel, die Sprecherin des Regierungspräsidiums Freiburg, nannte auf SWR-Nachfrage das Ergebnis überraschend. Es waren demnach 55 Atteste, 52 von Schülerinnen und Schülern und drei von Lehrkräften - und alle aus Sicht der Behörde ungültig.
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Auffällig war, dass viele Atteste aus zwölf Freiburger Praxen stammten. Eine Praxis hat 17 Mal den gleichen Wortlaut in den Attesten verwendet. Einige stammten auch aus Privatkliniken aus Bayern oder Berlin. Das sagte der Geschäftsführer der Waldorfschule in St.Georgen, Manfred de Witt, auf SWR-Nachfrage. Laut Regierungspräsidium müssen Begründungen jedoch individuell zugeschnitten sein. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft in Freiburg Unterlagen vom Regierungspräsidium angefordert, um einen Prüfvorgang einzuleiten.
Ob wohl irgendjemand an der Schule aus den massenhaften Infektionen gelernt hat?