Beiträge von CDL

    Das Verschieben von Zweitimpfterminen ist ausschließlich eine epidemiologische Frage, keine der Wirksamkeit, ist das richtig?

    https://m.tagesspiegel.de/politik/abstae…m/27073362.html

    Kommt auf die Verschiebung an. Bei AZ hat man zwischendurch nachgesteuert, weil die Wirksamkeit bei längerem Abstand höher ist, bei Biontech war der Wechsel von den 3 auf jetzt 6 Wochen ein Weg schneller mehr Menschen erstzuimpfen. Biontech hatte ursprünglich mit 3-6 Wochen als Abstand gearbeitet. Das was Lauterbach vorschlägt an weiterer Streckung ist ein Versuch die Erstimpfungen noch schneller zu ermöglichen.

    Which one? :P

    Naja, im Auto halten sie Abstand, ist ja generell okay. Aber Gottesanrufungen per Lautsprecher vorzunehmen hat irgendwie was... Spezielles.

    Zu ändern anderen Autos ja, zu den Mitfahrern im eigenen Wagen nicht. Bei uns sind die Autos immer voller Menschen bei diesen Spezialdemos, alle Plätze belegt und es steht meist danach in der Zeitung, dass die Hygienevorschriften missachtet wurden, sprich diverse Haushalte ohne Masken im Wagen. Die einzige Gruppierung hier bei uns, die es schafft bei ihren Demos Masken zu tragen und Abstände zu wahren ist ein Trupp Eltern, die gegen die Maskenpflicht in GS demonstrieren regelmäßig (oft mit Kindern), weil sie meinen, ihre Kinder könnten mit Maske nicht mehr atmen.

    Ich habe zumindest schonmal das Lehrwerk an sich hier gefunden (Lieferzeit 4-5 Arbeitstage).

    Eines der Arbeitshefte hat ein Schweizer Verlag im Angebot (hier). Auf eBay habe ich Angebote gesehen für die Arbeitshefte 6 und 7 (keine Ahnung, wieviele es gibt).

    Das Lehrerhandbuch scheint es- falls das seriös ist- als pdf zum Download zu geben (hier).

    Bei uns sind kaum Schulen von Fällen betroffen, Kitas etwas mehr.

    Hm, woran könnte das wohl liegen?:gruebel: Könnte es vielleicht sein, dass es auch in Hessen keine Vollpräsenz gibt, sondern entweder Wechselunterricht oder gar kompletten Fernunterricht, während die Kitas wie auch bisher schon selbst im Notbetreuungsmodus oft mit weit mehr als der Hälfte der üblichen Kinderzahl in den Gruppen arbeiten müssen?

    Diese Prognosen von extremen Inzidenzen im April/Mai waren doch auch überzogen und haben nur Angst geschürt. Das war für mich persönlich wirklich der Tiefpunkt der bisherigen Diskussion.

    Die Prognosen des RKI waren sicherlich nicht aus der Luft gegriffen. Ich bin erleichtert, dass wir hier zumindest endlich stabil unter die 250 gekommen sind. Ich habe keinen Zweifel daran, dass eine Fortsetzung der Öffnungen von Anfang März plus weitergeführter Präsenzunterricht- die uns Mitte März über die 300 gebracht haben- hier bei uns die Zahlen genau so hätten explodieren lassen, wie prognostiziert. Wir haben hier noch immer eine weitestgehend gefüllte Intensivstation (seit Wochen immer nur 0-5 Betten frei), wobei inzwischen über 50% der intensivmedizinisch behandelten Patienten bei uns infolge einer Coronainfektion stationär behandelt werden müssen. Die ganz leichte Entspannung bei den Inzidenzen (und über 200 ist kein entspannter Wert) zeigt sich noch längst nicht auf den Intensivstationen. Man muss nicht übertreiben- verharmlosen darf man aber auch nicht und die Situation auf den Intensivstationen hier bei mir in Stadt- und Landkreis ist alles, nur nicht beruhigend- und das seit Monaten!

    Super, dass es Biontech so gut läuft. Wir haben uns mittlerweile auch entschlossen unsere Tochter impfen zu lassen, wenn es denn dann irgendwann soweit sein kann.

    Ich hab mal ne Frage an euch. Manche kennen sich ja gut aus.

    Ich bin schon geimpft, aber mein Mann ist eigentlich in keiner Prio. Da er durch die Arbeit viel Kontakt zu anderen Menschen hat, würden wir uns wünschen, dass er bald geimpft wird. Deswegen wäre AZ halt auch eine Option. Nun kann sich in Hessen die Prio drei registrieren lassen und ich habe eine Frage.

    Unsere Eltern sind alle über sechzig und zwei leiden an Krebs oder Diabetes. Sie sind aber nicht pflegebedürftig. Könnte einer meinen Mann als Kontaktperson angegeben, damit er in Prio drei kommt?

    Zumindest in BW ist die Pflegebedürftigkeit die Voraussetzung für die Angabe von Kontaktpersonen (oder Schwangerschaft). Vermutlich wird das also nicht möglich sein, eure Eltern könnten die Frage aber noch einmal mit ihrem Hausarzt besprechen. Ansonsten: Ein wenig Geduld. Ich könnte mir vorstellen, dass sowohl AZ, als auch J&J bis spätestens Ende Mai in allen BL prioritätsfrei verimpft werden dürfen.

    Deshalb funktioniert es hier nicht! *kopfpatsch*

    Bald Conni, bald. Wir Chipträger sind bald viele und bilden erst kleine, lokale 5G-Netze aus (Bill Gates kann das und seine Chips erst recht :doc:), um dann- nach der reptiloiden Umwandlung (kleine Veränderung der Gen-Sequenz- das schafft jede Corona-Impfung wie man weiß problemlos- AZ beginnt ja wie man hört gerne auch mal direkt damit das Hirn neu zu strukturieren:hammer:)- die Weltherrschaft zu übernehmen. Das weltumspannende 5G-Netz ist lediglich die Gratis-Dreingabe zur reptiloiden Revolution der Echsengates.:essen:

    Ich hätte generell eine Frage zum Ablauf eines Unterrichtsbesuch dieser Art. Insbesondere soll dieser im Fach Sport stattfinden, was ich im Moment generell schwierig finde, insbesondere in der Abschlussklasse. Lg und danke für die Antwort

    Ich vermute mal, es geht um die von mir bereits genannten Punkte. Insofern müsstest du diese bei der Stundenplanung ebenso berücksichtigen, wie die in deinem Bundesland gültigen Vorgaben der CoronaVO. Plan- wenn du keine weiteren Hinweise/Information von deiner SL in Erfahrung bringen kannst- so gründlich und ausführlich, wie das Referendare für einen Unterrichtsbesuch machen würden, sprich saubere schriftliche Verlaufsplanung, aus der z.B. der Bildungsplanbezug und ggf. Bezug zum Schulcirriculum ebenso hervorgeht, wie Klassenbedgingungen und die Sonderbedingungen durch die Pandemie. Selbst wenn du das nicht abgeben musst, hilft dir diese umfassende Planung, um alle relevanten Aspekte vorab zu bedenken.

    Was dürft ihr denn in deinem BL aktuell mit Abschlussklassen in Sport überhaupt machen? Was davon würde in dieser Stunde auf dem Plan stehen? Es gibt hier einige Sportlehrkräfte, die dir ggf. Hinweise geben können zur coronakonformen Planung einer solchen Stunde.

    Frag unbedingt noch bei deiner SL nach, wie so ein Besuch abläuft (wie ein UB bei Anwärtern?), bzw. worauf genau der Aspekt der "Unbedenklichkeit" bezieht, damit du das mit einbeziehen kannst, sollte es noch um weitere Aspekte gehen, als die von mir genannten. Frag auch nach, ob du eine schriftliche Dokumentation o.ä. anfertigen/einreichen sollst.

    Nein, keine Erfahrung, klingt interessant. Vielleicht soll geprüft werden, ob dein Unterricht sowohl bildungsplankonform ist, als auch den Anforderungen von Schulgesetz und GG genügt, sowie grundlegenden pädagogischen und didaktischen Anforderungen entspricht. Wenn du Fragen hast zu dieser Art von Besuch, solltest du einerseits direkt an deiner Schule nachfragen und könntest dich andererseits auch noch über Gewerkschaft/PR versuchen schlau zu machen zum Thema.

    Hast du denn eine konkrete Frage abgesehen davon, ob jemand generell damit Erfahrung habe? Zumindest mit Unterrichtsbesuchen an sich gibt es hier sicherlich jede Menge Erfahrungen aller Beteiligter.

    Das stimmt, ich wäre in solch einem Moment auch überfordert, da man all die Quellen sozusagen mit nach Hause nehmen müsste, sich damit auseinandersetzen müsste und dann schauen müsste wie man damit weiter umgeht.

    Würden Sie dafür einige Unterrichtsstunden opfern, um mit den SuS darüber zu diskutieren und Ihnen das überprüfen von Quellen noch einmal näher zu bringen?

    Da man ja einem gewissen Zeitdruck ausgesetzt wird, in einem bestimmten Zeitraum „tausend“ Themen durchzugehen, würde mich persönlich interessieren, ob Sie so etwas mit nach Hause nehmen würden und versuchen würden mit in den Unterricht zu nehmen, auch wenn es vielleicht nur 1-2 Unterrichtsstunden wären, die sozusagen geopfert werden.

    Das klingt als Student*in so einfach, mal eben 1-2 Stunden für Thema x spontan einzusetzen. Ihr solltet euch aber bewusst machen, dass SuS clever sind, gerne mal vom eigentlichen Thema ablenken und wenn sie merken, dass sie damit Erfolg hatten, das SEHR ausführlich zu wiederholen suchen (habe ich selbst als Schülerin nicht anders gehandhabt, wenn ich mich im eigentlichen Unterricht gelangweilt habe). Man MUSS so etwas schlichtweg begrenzen als Lehrkraft, sei es, in dem man sich den Teil gezielt herauspickt, der sich mit dem aktuellen Fachunterricht verknüpfen lässt, sei es indem man auf KuK verweist, die fachlich passendere Studien- und Unterrichtsfächer zur Frage haben (Details zur Wirkung von Impfungen diskutiere ich nicht mit meinen SuS, gebe ihnen aber den Hinweis, wenn sie das wirklich interessiere könnten sie den Biolehrer ansprechen- damit erledigen sich zumindest Verzögerungsmanöver meist sofort), sei es indem man SuS erst einmal den Auftrag erteilt selbst zu Thema X zu recherchieren und seriöse Informationen zu ihrer Fragestellung zu suchen (und sich dann zu melden mit gezielten Nachfragen).

    Es ist auch nicht Teil meines Auftrags jeden x-beliebigen Verschwörungsmythos in meinem Unterricht auszudiskutieren. Wir arbeiten in der Schule mit dem sogenannten exemplarischen Lernen (Klafki lässt grüßen). Ich muss insofern meine SuS auch in die Pflicht nehmen, bereits Gelerntes selbstständig anzuwenden, indem sie Quellen auf ihre Seriösität überprüfen, indem sie sich Gedanken darüber machen, welche Interessen der Autor eines Artikels hat bzw. welche Ziele er verfolgt, indem sie sich bewusst machen, dass ein Kommentar bei Facebook/Twitter/Instagram etwas anderes ist, als ein Tagesschau-Beitrag oder ein Leitartikel in einer seriösen Zeitung. Ich kann Themen punktuell aufgreifen (und mache das gerade in GK natürlich immer wieder), muss aber auch auf zumindest potentiell vorhandenes Vorwissen verweisen und dessen Anwendung als ersten Schritt einfordern. Wer zeigt, dass er/sie ein Thema ernsthaft zu durchdringen sucht, aber im Rahmen seiner Möglichkeiten und seines Vorwissens nicht weiterkommt bekommt natürlich Hinweise und Unterstützung von mir.

    Man muss auch einfach immer wieder aufs Neue ganz deutlich unterscheiden, zwischen SuS, die tatsächlich verhärtete Positionen, Haltungen und (Vor-)Urteile zu einem gesellschaftlich hoch kontroversen Thema haben und dabei selbst im Sinne des GG höchst problematische Positionen vertreten und denen, die sei es aus Unwissen/Unsicherheit, sei es aus Provokation (irgendwie müssen unsere Pubertiere sich schließlich auch in der Pandemie die Hörnlein abstoßen) etwas wiedergeben, was sie in den sozialen Medien aufgeschnappt haben. Die erste Gruppe wird man nicht überzeugen können, muss aber umgekehrt darauf achten, diesen kein Forum zu bieten, um anderen SuS nicht das Gefühl zu vermitteln, es könnte in Ordnung sein z.B. menschenverachtende Äußerungen vorzunehmen oder z.B. Gewalt gegen Vertreter der Presse auf Demonstrationen zu verüben im Namen der Meinungsfreiheit usw. Die zweite Gruppe ist diejenige, mit der es gilt Gespräche zu führen, wo nötig und möglich. Diese Gespräche führe ich aber nicht nur im Rahmen meines Unterrichts, sondern auch darüber hinausgehend, wenn ich das für sinnvoll und erforderlich halte und beziehe ggf. KuK mit ein oder auch Eltern und außerschulische Partner, mit denen gemeinsam ich in "normalen" Schuljahren ggf. auch ein zusätzliches Bildungsangebot plane und anbiete, wenn ich den Eindruck habe, dies könnte sinnvoll oder erforderlich sein (wobei zumindest die Präventionsangebote der Polizei auch digital angeboten werden- manches kann es also auch in diesem Jahr geben).

    Man könnte auch argumentieren, dass hier eine bestimmte Berufsgruppe angesprochen wird und die Impfung durchaus zur Ausübung der Dienstpflichten durchgeführt wird.

    Man kann ja mal das Gedankenexperiment bemühen, wie es in den Schulen weitergeht, würden alle oder ein Großteil der Lehrer die Impfung verweigern.

    Gib uns Bescheid, wie es gelaufen ist für dich. Ich bin sehr gespannt. Auch wenn ich persönlich nicht sehe, wie man das als Dienstreise zulässig bezeichnen kann lasse ich mich gerne überraschen.

    Was die persönliche Haltung anbelangt finde ich es abstrus, meinem Dienstherrn etwas in Rechnung stellen zu wollen, was dieser mir zwar ggf. priorisiert ermöglicht (oder gar organisiert), was ich aber letztlich als Privatperson in Anspruch nehme oder eben auch nicht, egal wie groß der Nutzen für den Dienstherrn sein mag wenn man geimpfte Lehrkräfte hat. Man könnte umgekehrt auch argumentieren, dass der Dienstherr, weil es zwar eine private Entscheidung ist, die aber dienstlich erwünscht ist bereits Priorisierungen verändert und/oder Impftermine organisiert über die Schulen, seinen Teil also bereits beiträgt in einer Zeit der Impfstoffknappheit in der es das geringste Problem ist, wenn sich jemand nicht impfen lassen möchte- finden sich sofort 10 andere, die sich stattdessen impfen lassen würden.

    Wie kommen Sie denn auf weltfremd? Vielleicht sind Ihre SchülerInnen in dieser Hinsicht aufgeklärt, aber es gibt doch bestimmt SchülerInnen, die bezüglich dieses Themas irritiert sind/werden von Freunden, Familie, etc.

    Eben da es so viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt. Es kann doch immer der Fall sein, dass Kinder im Internet/Radio/Fernsehen Meinungen aufgegriffen haben und darüber diskutieren möchten. Oder sind Sie da anderer Meinung?

    Der Umstand, dass Kinder/Jugendliche etwas aus TV/Internet/Whatsapp etc. aufschnappen und diskutieren möchten ist keine Meinung, sondern eine Tatsache, die niemand hier in dieser Absolutheit leugen wird ungeachtet individueller Verschiedenheiten.

    Meine SuS schnappen vieles auf, das sie zuallererst mit ihren Mitschülern diskutieren. Bereits dadurch wird manches relativiert, weil sie sich meist ergänzen. Ich habe im ersten Halbjahr mit meinen SuS in GK zu Rechten (Grundgesetz, Kinderrechte...) gearbeitet und viele Debatten dabei mit aktuellen Coronathemen verknüpft, um den SuS einerseits ein unterrichtliches Forum zum Austausch zu bieten und andererseits Probleme an denen sie hängen aufklären zu können. Die Fragen an denen meine SuS festhingen waren dabei sämtlich Fragen, an denen auch wir Erwachsene wahlweise zu knabbern hatten oder zu denen wir auch mit sich ständig ändernden Informationen infolge weiterer wissenschaftlicher Erkenntnisse umgehen mussten. Ich kann meinen SuS beispielsweise nichts gesichert sagen über Langzeitfolgen der Impfungen- denn dazu müssten diese erst einmal eine ausreichend lange Zeit auf dem Markt sein. Was ich in solchen Fällen machen kann ist es zu informieren über den aktuellen Stand der Wissenschaft soweit mir dieser bekannt ist, hervorzuheben, dass es normal ist, dass die Informationen sich ändern (oder detaillierter begründbar werden) mit zunehmendem Erkenntnisfortschritt und deutlich zu machen, was ich gesichert weiß und was ich nicht weiß, höchstens vermuten kann und wenn ich vermute, was mich zu genau dieser Vermutung veranlasst (Werte/Wissen/Haltungen...). Diese Unterscheidung zwischen gesichertem Wissen, persönlicher Meinung/Haltung (und damit verknüpften Werten), Mutmaßungen und Wünschen ist meiner Erfahrung nach besonders fruchtbar, weil sie den SuS erlaubt die eigene Haltung differenzierter auszuloten, ohne überwältigt zu werden von den Mutmaßungen von Autoritätspersonen (womit wir im Kontext von Schule und Unterricht wieder beim Beutelsbacher Konsens wären).

    Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass man auf eine skandalöse Art und Weise versucht, Falschinformationen/Informationen, die nicht bewiesen werden können, zu verbreiten. Dagegen vorgehen könnte man, indem man die SchülerInnen dazu auffordert, ihre Meinungen kund zu geben und daraufhin zusammen darüber redet und aufklärt, warum die Theorie (nicht) zutreffend sein kann.

    Hm, da wäre mein erster Einwand als Politiklehrerin, dass meine SuS viel meinen dürfen den lieben langen Tag lang, was ihnen auch bewusst ist ("Hey, Meinungsfreiheit Frau CDL und so!") , weshalb ich dem Problem damit allein nicht erfolgreich begegnen kann im Rahmen von Schule und Unterricht. Aufklären über Fakten halte ich für einen guten Ansatz, um Vermutungen, Halbwissen, RTLII-News, Social Media-Blase und Fakten voneinander zu trennen. Das kann aber nur klappen, wenn es sich noch nicht um verhärtete Vorurteile der SuS handelt, diese Fakten also noch zugänglich sind, bzw. auch noch das Vertrauen haben, dass man als Lehrkraft diese unabhängig von der eigenen Meinung herauszustellen vermag. Wer selbst nur noch alternativen Fakten Glauben schenkt ist einer solchen Debatte nicht mehr zugänglich. Das betrifft dann aber nicht nur Verschwörungsmythen (Danke für das Wort Birgit , das hatte ich für mich gesucht gehabt), sondern auch beispielsweise Themen wie Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamismus...

    Bei der Aufklärung in Schule und Unterricht wäre - gerade in meinen Fächern- der Beutelsbacher Konsens ein wichtiger, zu beachtender Standard. Das Ziel wäre es zu einem begründeten politischen Urteil zu finden mit SuS, um eben nicht nur auf der Ebene von Meinungen zu verharren. Politische Urteile setzen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Faktenlage voraus. Dort, wo es völlig ausgeschlossen ist, dass SuS sich mit dieser tatsächlichen Faktenlage auseinanderzusetzen bereit wären- und gerade im Kontext von Verschwörungsmythen könnte das durchaus der Fall sein, zumindest im Bereich der Oberstufe- halte ich es für zwingend geboten solchen Positionen kein Forum zu bieten, sondern basierend auf demokratischen Regeln, Werten Gepflogenheiten und natürlich der tatsächlichen Faktenlage eine sehr deutliche Grenze zu ziehen. Debatten- auch pädagogische Debatten im Rahmen von Schule und Unterricht- können nur diejenigen erreichen, die noch keine völlig verhärteten Positionen haben. Nachdem ich nur Sek.I unterrichte gehe ich davon aus, dass ich grundlegend viele meiner SuS noch erreichen und ein Umdenken bzw. kritisches fakten- und wertbasiertes Mitdenken anstoßen kann unter Beachtung des Beutelsbacher Konsenses.

    (Das war btw. so ganz grob die Antwort auf die Abschlussfrage in meinem 1.Staatsexamen, wie ich als Lehrerin mit rechtsextremen/rechtspopulistischen Äußerungen in meinem Unterricht ganz konkret umgehen würde. War im Examen in der Summe der weiteren Antworten eine 1,0 wert und ist- erfreulicherweise- auch das, was ich in der Praxis genau so handhabe bei Bedarf. Ersetzt man die Worte rechtsextrem/rechtspopilistisch durch Verschwörungsmythen passt das auch dazu als "pädagogische Herangehensweise", ebenso wie zum Umgang mit anderen - ismen.)

    Mich würde mal interessieren: Ist dies ein Dienstweg? Ich habe danach einen Antrag auf Fahrkostenerstattung gestellt und von der Sekretärin schiefe Blicke geerntet (...)

    Gegenfrage: Warum sollte das ein Dienstweg sein? Gab es eine Anweisung deines Dienstherrn dich impfen zu lassen? Ist die Impfung Teil deiner dienstlichen Geschäfte? (Nein, der Umstand, dass diese durch die Impfung erleichtert werden ist nicht gleichzusetzen.)

    Lieber CDL,

    ich bin der Meinung, dass wir doch bereits konkrete Fragen formuliert haben, die zu einer Diskussion anregen. Ich bin immer offen und dankbar für Verbesserungsvorschläge, allerdings kann ich in diesem Fall nicht erkennen, was zu verbessern ist. Meiner Meinung nach haben wir bereits diese Fragen soweit konkretisiert, wie Sie das auch schon getan haben. Ich erkenne da keinen Unterschied. Von daher würde ich mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen zu diesem Thema mit uns teilt (insofern ihr welche gemacht habt).

    Danke für die Antwort. Leider ist das noch immer keinerlei inhaltliche Aussage eurerseits zum Thema eurer Debatte. Bitte versucht doch die vielen Hinweise die ihr inzwischen erhalten habt aufzugreifen und bezieht selbst Stellung zum Thema, grenzt ein, wo für euch "Verschwörungstheorien" beginnen etc. Themen reinwerfen und eine Debatte fordern von der man- abgesehen von der fortlaufenden Metadiskussion- bislang kein aktiver Teil sein möchte funktioniert offenkundig nicht, was ehrlich gesagt in einem Lehrerforum erwartbar war. Wenn ihr selbst anfangt mehr als eine Metadiskussion zu führen freue ich mich auf eine spannende Debatte. Ihr habt es auch weiterhin in der Hand eine inhaltliche fruchtbare Debatte anzustoßen, indem ihr euch dafür entscheidet Teil einer solchen inhaltlichen Debatte zu werden, statt nur über sie als potentielles Ziel zu debattieren.

    Hallo Jil,

    ich habe ja ein paar ganz konkrete Fragen auch euch zurückgegeben, die ein Ausgangspunkt für eine inhaltliche Debatte sein könnten. Statt Hinweise zu den Problemen die eure Art der Fragestellung und Debattenführung aufwerfen persönlich zu nehmen würde ich vorschlagen, dass ihr konstruktiv ins Gespräch einsteigt, vielleicht die Fragen beantwortet, die ich gestellt habe oder konkret inhaltlich nachfragt zu Beiträgen statt lediglich persönliche Gefühle und Enttäuschungen zu äußern. Das könnte die Debatte tatsächlich inhaltlich voranbringen. Wir wirken alle sehr oft mit an studentischen Umfragen, um uns solidarisch zu zeigen, nehmen uns aber gerade weil es sich bei Studierenden um eine Ausbildungssituation handelt heraus auf Fehler aufmerksam zu machen, die wir dabei bemerken und nicken nicht nur alles durch und ab bzw. diskutieren nicht auf Kommando halt mal los, weil das als solidarisch betrachtet wird von den Studierenden. Wären wir unsolidarisch, gäbe es in diesem Thread nicht bereits derart viele Hinweise, wie ihr die Debatte inhaltlich bereichern und anstoßen könntet. dann wären wir einfach in anderen Threads unterwegs.

    Der Ball liegt in eurem Feld. Nur ihr könnt hier dafür Sorge tragen, dass eine inhaltliche Debatte möglich wird. Wenn euch daran gelegen ist, bitte gerne. Dann sind offensichtlich viele User bereit mitzudiskutieren. :)

    Die Frage ergibt keinen Sinn. Derartige Behauptungsgefüge sind keine Theorien.

    Ja, ich weiß was du meinst, aber sie werden unter dem Begriff der "Verschwörungstheorie(n)" angeführt und zusammengefasst ungeachtet der eigentlichen Bedeutung des Theoriebegriffs. Ich ergänze sehr gerne Anführungszeichen, beim Wort "Verschwörungstheorien" oder ergänze um ein * mit der Anmerkung, dass es sich um keine Theorien im eigentlichen Wortsinn handelt. Wäre das ein geeigneter Weg für dich damit umzugehen?

    Was ich nicht verstehe ist.

    Hier wird eine einleitende Frage von uns reingeworfen, um mit Ihnen zu diskutieren und auf Ihre Antworten einzugehen („Sind Sie in der Schule schon mit Verschwörungstheorien konfrontiert worden?“). In meiner Schulzeit wurde immer gesagt, man antwortet nicht mit „Ja“ und „Nein“ sondern gibt eine Begründung dazu ab.

    (...)

    Soweit ich weiß leitet man eine Diskussion mit möglichen Fragen ein und diskutiert dann mit den anderen.

    (...)

    Hmm stimmt, "reingeworfen" passt ganz gut und ist offensichtlich zu lieblos als Herangehensweise, um die erhofften Ergebnisse zu erzielen. Insofern solltet ihr vielleicht anfangen das zu machen, was ihr machen wolltet, nämlich auf Antworten auf eure Fragen eingehen, selbst dazu nachfragen, nachhaken, eigene Positionen einbringen. Die Metadebatten führst zumindest du ja selbst recht fleißig, statt einfach mal inhaltlich konkret selbst etwas beizusteuern.

    Ja, ich bringe meinen Schülern auch bei, dass sie nicht nur mit ja/nein antworten, sondern ihre Antwort begründen. Das ist aber eine pädagogische Herangehensweise, um den SuS beizubringen, dass sie einerseits solche Begründungen benötigen in einer echten Debatte und andererseits mit ihnen ganz praktisch zu üben, wie das mit dem Begründen und Argumentieren funktioniert, denn das müssen sie erst noch lernen. Ich kann jede meiner Antworten auf eure Fragen auf entsprechend gezielte Nachfrage hin begründen, ich habe das schon gelernt. Ich frage aber auch entsprechend zielgerichtet meine SuS nach Begründungen. Bei geschlossenen Fragen (ja/nein) ergänze ich natürlich, dass sie ihre Position bitte begründen mögen, öffne also die Fragestellung dadurch entsprechend.

    Das Problem bleiben immer noch die wenig zielscharfen Fragen sowie der Umstand, dass ihr inhaltlich keinerlei Position bezogen habt bislang. Es scheint am Ende womöglich wirklich eher um die Metadebatten und das Diskussionsverhalten an sich zu gehen bei eurem "Forschungsanliegen", als um das, was ihr inhaltlich vorschiebt, andernfalls könntet ihr ja einfach einmal damit anfangen selbst inhaltlich Stellung zu beziehen, wie ihr das seht, was ihr vermutet, etc.

    ________________________________________________________________-

    Ich versuche es einfach mal umgekehrt, vielleicht klappt es ja, wenn ihr "Schüler_innen" sein dürft und jemand die Debatte an eurer Stelle anstößt besser und ihr könnt dann irgendwann weitermachen:

    Was haltet ihr von Verschwörungstheorien wie "Flat Earth" oder "QAnon"? Seid ihr mit derartigen Verschwörungstheorien bereits jenseits von Hochschulseminaren in Kontakt gekommen? In welchen Situationen und wie? Wie seid ihr damit umgegangen? Wenn ihr im Rahmen eines Praktikums (das Ref scheint mir noch in etwas weiterer Ferne zu liegen bei euch) mit SuS konfrontiert wärt, die derartige Verschwörungstheorien vertreten würden, wie würdet ihr damit umgehen im Rahmen eures Unterrichts? Wie würdet ihr mit Kollegen umgehen, die derartige Positionen vertreten? Wie geht ihr tatsächlich mit Mitstudierenden um, die derartige Positionen vertreten? Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich für euch aus dem Umgang mit Verschwörungstheoretikern persönlich, im privaten oder im beruflichen Kontext?

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