Guten Neustart in Hessen und an der BBS bluthund .
Beiträge von CDL
-
-
Das ist doch richtig lang. Hier in BW habe ich teilweise am Abend 18 Uhr noch ein Stellenangebot erhalten und sollte bis zum Folgetag Mittags dem RP meine Entscheidung zukommen lassen. Im Listenverfahren letztes Jahr haben Anwärter erzählt, sie hätten nur gegen den erklärten Widerstand des zuständigen Schulamts wenigstens 2h Bedenkzeit erhalten. Ich denke, diese kurzen Fristen sind sehr üblich, weil man bei einer Absage schnellstmöglich die Nr. 2 der Liste kontaktieren können möchte, ehe diese anderweitig zusagt.
-
Lehrkräfte müssen nicht nur bereit sein genau hinzusehen und zieldifferent zu unterrichten, sondern sich weit über ein "normales Maß" hinaus zu engagieren und Zeit zu investieren, denn in der Regel bekommt man kaum Unterstützung. Außer einer Schulbegleitung und mit viel Glück ein paar wenige Stunden vom mobilen sonderpädagogischen Dienst (MSD) passiert in Bayern recht wenig.
Ja, ich weiß, ich war auch schon in einer Inklusionsklasse eingesetzt.
Nicht mit Down-Syndrom, aber neben weiteren Förderschwerpunkten auch Kindern mit Förderschwerpunkt geistiger Entwicklung. Das ist viel zusätzliche Arbeit, um diesen Kindern gerecht zu werden, Aufgaben gut zu verzahnen, damit weitestgehend an gleichen Inhalten mit unterschiedlichen Aufgaben gearbeitet wird, immer wieder auch in gemischten Gruppen an denselben Aufgaben (dann mit verschiedenen Hilfsmaterialien) gearbeitet wird, etc. -
Was mir Angst macht, dass die Langzeitschäden eine immer größere Rolle spielen.
In Schleswig Holstein habe ich gerade gehört, hat der Amtsarzt von 780 Risikopatienten nur knapp über 30 anerkannt.
Der Großteil der 780 Lehrer hatte ein Attest vom eigenen Arzt. Hat das auch jemand gehört? Das wäre ja unglaublich.
FFP2-Maske aufsetzen. Das klappt auch als Risikogruppe mit schwerem Asthma, schwerer Lungenspastik und in der Folge stark reduziertem Atemvolumen. Ehrlich.
Wenn tatsächlich so viele Atteste von Hausärzten verworfen wurden, würde ich davon ausgehen, dass eben sehr viele dieser Atteste medizinisch nicht haltbar waren oder nicht mehr zwingend erforderlich sind, weil man inzwischen eben auch wieder FFP2-Masken in den Apotheken bekommt. Sollte sich das wieder ändern bei gleichzeitig steigendem Infektionsgeschehen müsste ich auch in den reinen Digitalunterricht gehen.
-
Wo denkst du hin, es gibt an Behinderungen nur den Rollstuhlfahrer und das Down-Syndrom und auch da weiß man natürlich genau, mit welchem Menschen man es zu tun hat, weil eine Behinderung klassifiziert einen in eine genau umschriebene Kategorie.
Ich weiß, wie du das meinst und weiß dennoch nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll. Leider gibt es noch immer viel zu viele Vorurteile jedweder Art über Menschen mit Behinderung. Da ich selbst dazu gehöre, habe ich auch schon manche Dummheit und auch Übergriffigkeit, die manche Menschen als legitim im Umgang mit Menschen mit Behinderung betrachten erleben müssen. (Ich kann da zum Glück Grenzen setzen, andere können das nicht.) Das Schlimmste ist dieses "alle mit Behinderung A, B oder C in jeweils einen Topf werfen- ist ja eins", statt hinzusehen, was der Mensch, der vor mir sitzt tatsächlich benötigt oder auch mitbringt. Wer selbst schwerbehindert ist weiß, dass beispielsweise Nachteilsausgleiche aus gutem Grund sehr allgemein formuliert sind, da es individuell verschieden ist, was wer tatsächlich zum Nachteilsausgleich benötigt, auch wenn es sich rein nominell um dieselbe der Behinderung zugrundeliegende Krankheit oder Einschränkung handelt. Gerade im Umgang mit Inklusionskinder sollte das nicht vergessen werden : Ich persönlich habe keinen Zweifel, dass es Kinder mit Down-Syndrom gibt, für die die inklusive Beschulung genau richtig ist und die in diesem Setting mit entsprechenden Lehrkräften, die individuell hinsehen und zieldifferent zu unterrichten bereit sind auch ihr Potential voll entfalten können. Das setzt natürlich eine entsprechende Haltung von uns Lehrkräften jenseits der Förderschulen voraus.
-
Wenn ich selbst ein behindertes Kind hätte, wäre ich gegen die so gut gemeinte Inklusion.
Ich stimme Wael zu und würde auch wie sie (?) verfahren, wenn ich ein eigenes Kind mit Behinderung hätte.
Wie wäre es vor allem mit etwas differenzieren : Behinderung ist nicht gleich Behinderung und Kind A mit Behinderung A nicht Kind B mit Behinderung A. Es gibt viele Arten von Behinderung, die prinzipiell keiner Beschulung an der Förderschule bedürfen, andere, bei denen dies möglich, aber nicht in jedem Einzelfall das Mittel der Wahl ist, weil auch behinderte Kinder sehr unterschiedliche Bedürfnisse bzw. Lernvoraussetzungen haben. Ich kann nur hoffen, dass, solltet ihr tatsächlich einmal in diese Lage kommen, ihr nicht pauschal anhand des Wortes "Behinderung" oder der Art der Behinderung urteilt, sondern genau hinseht, was für euer Kind tatsächlich ein guter Weg sein kann und zwar ganz gleich, ob das am Ende Förderschule, Inklusionsklasse oder Haupt-, /Realschule /Gymnasium bedeutet (da gibt es nämlich auch Kinder mit Behinderung, wie euch klar sein sollte, spätestens wenn ihr an eure eigenen KuK mit Behinderung denkt).
Wael : Mir ist unklar, warum die Lernbegleiterin in deiner Klasse zur Lehrerin wurde. Wie kam es dazu?
-
Das klingt doch wirklich gut und reflektiert Tannenzweig00 , was du an Rückmeldung im Praktikum erhalten hast, ebenso wie die Einschätzung deiner Tante keineswegs von der Hand zu weisen ist. Halte dich daran für dich selbst fest, um dich jetzt nicht von einer Einschätzung eines Prüfers, der dich nicht in der unterrichtlichen Situation erlebt hat- und vor allem auf die wird es im Ref ankommen- in deiner beruflichen Entscheidung beeinflussen zu lassen. Sieh deine innere Reaktion darauf, wie hier schon angesprochen wurde, als zarten Hinweis bis zum Ref nochmal ganz gezielt an Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu arbeiten, damit du im Ref stark und präsent auch im Umgang mit KuK/SL dastehen und deine Frau stehen kannst- und das kann man auch als kleine, zierliche Frau ganz genausogut (oder ggf. auch besser), wie der große, männliche Kollege mit der Stentorstimme, wenn die innere Haltung stimmt.
Jetzt schieb den ollen Prüfer erstmal zur Seite, sei stolz auf dich, feier mit Familie und Freunden diesen wichtigen Schritt, ehe du dich auf den nächsten Schritt, das Ref vorbereitest und dieses angehst. -
(...)
Und ein bis zwei Wochen Wartung sind ganz normale Zeiten für Clouddienstleister und Mailanbieter. Gerade gestern erst halt Gmail für drei Monate abgeschaltet, um ihren 486er zu warten. Von dem brauchen sie jetzt einen zweiten. Dropbox hat bis Ende des Jahres eine Pause eingelegt, um zwei neue 5,25 Zoll Laufwerke zu installieren.
(...)
Jetzt weiß ich zumindest, warum ihr in NRW mit dienstlichen Endgeräten ausgestattet werden sollt (wenn das dann mal umgesetzt wird). Ich sehe schon vor dem geistigen Auge, wie zur Serverwartung eine Floppy-Disc nach der anderen zum Einsatz kommt. 
-
Bayestheorem : Darf ich deine Ausführungen dahingehend interpretieren, dass du am Gymnasium tätig bist? Wie sieht denn die Umsetzung in deinem Bundesland aus? Wie ist die Schülerzusammensetzung an deiner Schule und wieviele werden dort durch weitere Schulschließungen abgehängt?
Ich habe den Eindruck, dass du dich- leider- hinter Zahlen und politischen Phrasen versteckst, statt auf meine recht konkrete Frage zu antworten. Ja, es ist absolut bedauerlich, dass die Herkunft in Deutschland den Bildungserfolg so massiv beeinflusst, wenn es um konkrete Planungen für den weiteren pädagogischen Umgang in der Pandemiesituation ab Herbst geht hilft diese Feststellung aber niemandem weiter, denn keiner von uns kann einen Zeitsprung zurück machen, um die vielfältigen Fehler der Vergangenheit zu heilen. Mangelnde Ausstattung ist da ja kaum mehr als die Spitze des Eisbergs wenn es um Bildungsungleichheit geht, da geht es ja auch um Dinge wie Klassenteiler, Förderstunden, Poolstunden, Deputatsstunden, Personalversorgung, bauliche Situationen an den Schulen und lange bevor es überhaupt an die Schulen geht um Aspekte wie eine kostenfreie frühkindliche Bildung (die es leider nur in wenigen Orten bundesweit gibt, während die Hochschulbildung weitestgehend kostenfrei gehalten wird), Sprachförderung im Vorschulalter, ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr als Minimalkonsens und und und. Wir können nichts davon "mal eben" ändern oder erwarten, dass die Politik die Versäumnisse von Jahrzehnten plötzlich gesammelt anpacken und in für uns Lehrkräfte befriedigender Weise lösen würde und müssen doch mit der Realität wie sie jetzt ist im kommenden Schuljahr weiter umgehen. Wie also sehen die ganz konkreten Ansätze in deinem Bundesland und an deiner Schule aus, um vor dem Hintergrund dieser realen Gegebenheiten einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemiesituation zu finden? Wo siehst du - realistisch umsetzbaren- Nachbesserungsbedarf (durchgehend Abstand halten zu wollen in allen Schulen ist meines Erachtens keine realistische Forderung, ganz gleich, wie sinnvoll diese auch sein mag) und welche Konzessionen wirst du machen (müssen), um in einer nicht-perfekten Umgebung dennoch Unterricht leisten zu können, der auch deine leistungs- und/oder sozialschwächeren SuS mitnimmt und fördert? Und ich meine damit nicht "Logdaten die an Eltern reportiert werden", das liest sich nämlich verdammt unpersönlich, empathielos und unmenschlich für mich wenn es um Kinder und Jugendliche geht, die schulisch abgehängt werden. Statt diese "Wackelkandidaten" einfach nur in Zahlen fassen zu wollen, würde ich mir da wünschen wahrzunehmen, dass du deren Lernbedürfnisse mit im Blick hast und nicht nur die breite Mehrheit, für die es, wenn ich deinen Beitrag richtig verstehe, in deinen Klassen wohl keine großen Probleme gab und gibt. Dieser Aspekt fehlt mir vollständig in deinen- wenn es um pädagogischen Umgang mit der aktuellen Situation geht- sehr allgemein gehaltenen Beiträgen.
-
Stimmt: Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!

-
Der Prüfungsvorsitzende kennt dich nur aus der Prüfungssituation einer rein akademischen, mündlichen Prüfung und meint daraus sicher deine Befähigung zum Lehramt ableiten zu wollen? Klingt wahlweise anmaßend oder als wäre das eine außergewöhnlich auffällige Prüfung gewesen. Letzteres kannst nur du selbst beurteilen, hör da ehrlich in dich hinein. Insgesamt würde ich mich aber vor allem daran orientieren, was ich an Feedback in der tatsächlichen unterrichtlichen Situation erhalten habe, sprich im Praktikum, vor allem, wenn Prüfungsangst in der mündlichen Prüfung eine Rolle gespielt hat. Ich habe selbst extrem starke Prüfungsangst. Im alltäglichen Umgang mit SuS spielt das aber keine Rolle und an den Mentor der hinten drinnen sitzt kann man sich auch mit Prüfungsangst gewöhnen, so dass einen das nicht daran hindert, seine Bestleistung zu zeigen, selbst wenn man diese unter Umständen in einer Prüfung nicht immer stabil abrufen und zeigen kann. Sei ehrlich und selbstkritisch zu dir selbst, aber überhöhe nicht das, was dieser Mensch dir gesagt hat im Vergleich zur Rückmeldung deiner Mentorin im Praktikum.
-
Eigenmotivation und externe Belohnung passen für mich so gar nicht zusammen. Diese Art Verstärker braucht genau dieser Schüler gar nicht. Verbale Anerkennung ist da wertvoll, das Gefühl "ich sehe dich" vermitteln, mal zu einem Herzensthema dieses Schülers etwas anbieten. Die Idee mit der Karte von Marie finde ich auch sehr schön und sehr wertschätzend als persönliche Anerkennung, das muss aber zum Schüler, dem Alter und eurer L-S-Beziehung passen, damit der Schüler das für sich annehmen kann.
-
Mal eine Frage aus Elternsicht: Bedeutet das eigentlich für uns, dass wir schnell ein dig. Endgerät für unseren 5.-Klässler kaufen müssen? Bisher nutzt er nämlich die Geräte von uns. Und wir gehören sicher nicht zu den bedürftigen, die ein Leihgerät bekommen können.
Reichen eure Endgeräte, um für die ganze Familie eine weitere Homeschoolingphase zu organisieren? Wenn nicht oder nur unzureichend würde ich "ja" sagen, damit euer Kleiner sich in die Schulsysteme einarbeiten kann mithilfe seiner Lehrkräfte und eine eventuelle, erneute Fernlernphase gut ausgestattet meistern kann. Ihr seid ja auch nicht die Einzigen, die gerade Endgeräte shoppen wollen. Unter Umständen braucht das je nach gewünschtem Modell dann sowieso etwas Vorlaufzeit.
-
Auch wenn das nicht ganz das Theadthema ist: Hat jemand noch einen Tipp für einen schönen Lehrerkalender? Hatte zuletzt immer die Dinger von Timetex, die zwar praktisch sind, aber auch genauso aussehen und fände es schön, zur Abwechslung mal einen etwas weniger pragmatisch aussehenden Lehrerkalender zu haben. Hier im Schreibwarenhandel bin ich leider nicht fündig geworden.
-
-
Hey, Wissende, ich hörte einst, dass es üblich ist, den Stellvertreter aus den eigenen Reihen zu besetzen, den Schulleiter bewusst nicht.
Was wäre, wenn sich nur einer auf die Stelle des SL bewirbt, kriegt der die Stelle automatisch? Was, wenn sich mehrere bewerben, hat der von dieser Schule dann das Nachsehen und wie eigentlich gewichtet? Was, wenn die Schuko einen Bewerber ablehnte?
Kommt ganz bestimmt aufs Bundesland an und wie in diesem die Besetzung von SL-Stellen geregelt ist. Hier in BW hat auch ein Solo-Bewerber nicht automatisch die Stelle. Wenn dieser abgelehnt wird, muss im Zweifelsfall Stellvertreter oder Stellvertreterin die Aufgaben kommissarisch mitversehen bis die Stelle besetzt werden konnte. Wenn sich mehrere Kandidaten bewerben hat hier in BW der Bewerber der eigenen Schule dann leichte Vorteile, wenn er/sie einen guten Stand in der eigenen Schule hat, die Unterstützung der eigenen SL und der Schulgemeinschaft hat, weil er/sie dann natürlich sehr leicht gute Antworten finden kann zur künftigen Arbeit an der Schule. Fehlt dieser Rückhalt, kann das aber auch schnell nach hinten losgehen. Ebenso kann auch ein externer Bewerber unter Umständen als geeigneter erachtet werden und könnte im Vorabgespräch mit der SL - ebenso wie alle anderen Bewerber- Hinweise erhalten, die sich bei einem Auswahlgespräch als wertvoll erweisen könnten (die SL selbst hat hier in BW ja kein Mitspracherecht bei der Besetzung der eigenen Stelle). Das letzte Wort hat hier in BW das Regierungspräsidium. Gesetzt den Fall Schulträger und Schule konnten sich unter mehreren Bewerbern auf einen gemeinsamen Favoriten einigen, der dann- nach den Bewerberrunden- auf Platz 1 gesetzt wird der Bewerberliste, das RP selbst hat diesen Kandidaten aber vielleicht nur auf Platz 2 oder hält diesen sogar für gar nicht einsetzbar, dann könnte das RP beispielsweise die Stelle unbesetzt lassen, wenn es schwerwiegende Argumente von Schule/Schulträger gegen den Wunschkandidaten des RP gibt oder aber auch entscheiden, dass die Stelle zur Versorgung eines anderen SL, der/die einen berechtigten Versetzungantrag gestellt hat, dem zu entsprechen ist verwandt wird (in diesem Fall haben dann Schule und Schulträger gar kein Mitsprachrecht bei der Kandidatenauswahl).
Ob das in Sachsen ähnlich abläuft weiß ich allerdings beim besten Willen nicht. Die Chancen stehen gut, dass es an zentralen Punkten föderalistische Unterschiede gibt.

-
Eine Option könnte sein, sich gegenseitig Aufgaben zu stellen mit Liedern in der Zielsprache. Jede Schule erstellt einen kleinen Aufgabenpool, der in einer schönen Box erst schulintern gesammelt und dann der Partnerschule zugesickt wird. Damit es nicht zu langweilig wird, gibt es zusätzlich zu den Liedern eine Extrabox mit "Corona-Bullshit-Bingo-Begriffen", von denen jede Gruppe eine bestimmte Anzahl möglichst kreativ mit einbauen muss. Die Klassen/Bildungsgänge ziehen eine Aufgabe und - je nachdem, ob zumindest Freiluftsingen gerade möglich und gestattet ist- singen und/oder spielen diese nach. Video an die Partnerschule und wenn ihr wollt, dann macht ihr noch einen kleinen Wettbewerb daraus, bei dem ihr jeweils einem Partnervideo auch "Noten" für bestimmte Kategorien gebt (Kreativität, Umsetzung, Spaßfaktor, Lachanteil,....) und so am Ende an jeder Schule eine Gewinnertruppe festlegt. Ist etwas Aufwand, könnte dafür gerade mit den Großen gut klappen, weil die oft schon volljährig sind und selbst entscheiden können, ob sie in einem Video erkennbar in Erscheinung treten wollen (wer das nicht will, kann ja eine schicke Karnevalsmaske passend zum Konzept tragen o.ä.).
-
(Ja, ich habe gegockelt, nachdem ich mit dem Dalai Lama falsch lag, mir ganz sicher war, ich kenne das, aber einfach nicht drauf kam, von wem das stammt.)
-
-
Alles anzeigen
Mindestabstand zu anderen zu halten ist immer noch absolut notwendig um seine eigene Gesundheit zu schützen, vor allem in geschlossenen Räumen!
Was hier auch in keinster Weise berücksichtigt wurde ist die Rückkehr bereits Infizierter aus dem Urlaub. Präventive Maßnahmen gibt es nicht. Erste Fälle sind wohl heute bereits aufgetreten.
Der sichererste Maßnahmenkatalog wäre
a) Pool Testung aller SuS & KuK vor Schulbeginn
b) täglich Masken für alle
c) Abstand einzuhalten
d) ein rollierender Mix aus Präsenz und Digitalangeboten um Gruppen klein zu halten
Alles andere ist russisches Roulette und in meiner Welt unverantwortlich.
a) Gibt es in BW als Angebot für alle Lehrkräfte jeweils einmalig, kostenfrei im August und September.
b) In BW:Maskenpflicht im kommenden Schuljahr im gesamten Schulgebäude (eigene Masken), im Klassenraum dürfen diese abgenommen werden. "Dürfen" bedeutet auch, dass sowohl Lehrkräfte, als auch SuS sich auch dafür entscheiden können MSN oder FFP2-Maske durchgehend zu tragen. Nachdem wir alle die Masken auch im Privatleben benötigen ist klar, dass die SuS diese privat finanzieren. Bei den Lehrkräften würde ich mir natürlich wünschen, mein Dienstherr würde sich an den tatsächlichen Kosten beteiligen, letztlich verdiene ich aber genug, dass mein Selbstschutz mit FFP2-Maske nicht daran scheitern wird.
c) Ist sinnvoll, ja, andererseits aber sehr schwer durchzusetzen im schulischen Kontext, wie jedem hier klar ist. Ich persönlich werde das so handhaben, dass ich bei Methoden mit hohem Gesprächsanteil (gerade das Kugellager setze ich sehr gerne ein in meinen Fächern) gezielt noch einmal darauf hinweisen werde, dass ein MSN dabei getragen werden kann, muss selbst darauf achten im Herbst bei hohem SuS-Gesprächsanteil meine FFP2-Maske zu tragen (wobei ich in der Fremdsprache eben auch den SuS mein Mundbild zeigen, bzw. deren Mundbild sehen können muss bzw. sicherstellen muss, dass neues Vokabular mit korrekter Aussprache gefestigt wird, das geht also schlichtweg nicht durchgehend mit FFP2-Maske).
d) Das wird sowieso an allen Schulen stattfinden müssen: Manche SuS werden auch im Herbst nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, manche Lehrkräfte diesen nicht leisten, dazu müssen alle sich einstellen auf eine möglicherweise erneut eintretende komplette Fernlernphase, die man dieses Mal sinnigerweise gezielt vorbereitet während der Präsenzphasen, damit allen Beteiligten klar ist, wie die jeweilige schulische Lernplattform (Cloud, LMS, Konferenztool) funktionieren. Rollierende Gruppen braucht es hoffentlich im Herbst nicht direkt wieder, damit man das möglichst effizient aufbauen und trainieren kann, ehe es womöglich doch wieder zu rollierenden Gruppen oder gar kompletter Fernlehre kommen wird.
Ich bin auch absolut dafür weiterhin vorsichtig zu bleiben, würde auch nicht in die Präsenz gehen, wenn es keine FFP2- Masken geben würde. Dennoch finde ich, muss man Schule auch einfach realistisch sehen: Komplett Abstand halten zu wollen bzw. dies bei hunderten SuS durchsetzen zu wollen ist einfach nicht möglich, wenn man Schulen wieder komplett öffnen möchte. Und man muss mit Schulschließungen auch einfach maßvoll umgehen angesichts der Folgen für die Schülerinnen und Schüler im Bereich des sozialen Lernens (das klappt digital halt nicht so gut), wie auch den entstehenden Lernrückständen. Mama und Papa Akademiker können einige Wochen Homeschooling auffangen (unter Umständen sogar ohne, dass dabei nennenswerte Lücken entstehen würden), viele Eltern, die wenig oder kein Deutsch sprechen oder aber kein abgeschlossenes Studium vorzuweisen haben oder denen als Alleinerziehende schlichtweg die erforderliche Zeit zum Unterstützen fehlt, können das kaum oder gar nicht leisten, so dass die SuS, die sowieso schon mehr zu kämpfen haben in der Schule, im worst case komplett abgehängt werden und "verloren" gehen. Vor diesem Hintergrund empfinde ich es als durchaus verantwortungsbewusst, dass die KMK von potentiell größeren Langzeitschäden als Folge einer "allzu großzügig ausgelegten Protektionsabsicht" spricht. Klar kann man das auch rein zynisch auslegen und verstehen. Ich verstehe das so, dass man sehr verantwortungsbewusst mit einem so scharfen Mittel wie Schulschließungen umgehen muss, weil die Verantwortung für Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal nicht nur den physischen Gesundheitsschutz umfasst, sondern auch den psychischen Gesundheitsschutz (dem Schulschließungen durchaus deutlich entgegensteht und der es erfordert genau abzuwägen), sowie legitime Bildungsanliegen von Kindern und Jugendlichen mit umfasst, die in rein digitalem Unterricht zumindest teilweise nicht erfüllt können bzw. bestimmte Gruppen mindestens stark benachteiligen, wenn nicht gar komplett ausschließen.
Die Leihgeräte, die BW jetzt für das kommende Schuljahr massenhaft anschafft, werden- wenn die Lieferfristen eingehalten werden können (braucht ja grad keiner weltweit mehr PCs als sonst, nur wir hier in BW, gell)- wohl Ende September zur Verfügung stehen. Meine neue Schule wird da rund 100 Leihgeräte erhalten, bei rund 300 SuS, die diese benötigen. An manchen Schulen im Umkreis sind es bis zu 50% der Schülerschaft, die Leihgeräte benötigen würden. Kriterien nach denen diese vergeben werden sind noch völlig unklar (muss der Schulträger noch festlegen). Am Ende bleiben überall- zumindest mal jenseits der Gymnasien, die klassischerweise mehrheitlich eine andere Klientel bedienen- hunderte SuS übrig, für die keine Leihgeräte zur Verfügung stehen und die durch weitere Fernlernphasen noch weiter abgehängt werden. Das ist in meiner Welt unverantwortlich.
Wie willst du denen gerecht werden ab Herbst Bayestheorem ?
Werbung