Beiträge von CDL

    Ich bin auch unsicher. Ich selbst bin kein Risikopatient. Dafür aber meine Frau. Bei dem Formblatt fühlt man sich etwas unter Druck gesetzt, doch arbeiten zu gehen was ich eigentlich auch gerne machen würde.

    Allerdings hat der Arzt meiner Frau doch darauf hingewiesen, dass es besser wäre wenn ich zu Hause bleiben würde!?!

    Keine Ahnung was ich jetzt mache. Nacht drüber schlafen, da es eine sehr schwierige Entscheidung ist...

    Ich verstehe persönlich gut, dass du arbeiten wollen würdest. Nachdem es aber um ein Familienmitglied geht, würde ich an dieser Stelle zuhause bleiben. Das Leben eines anderen Menschen zu schützen wiegt höher, als etwas berufliche Frustration (die ich ehrlich nachempfinden kann). Lass dir da keinen Druck von außen machen.

    Wenn ihr eine Bescheinigung mit "Risikopatient" habt: seid ihr komplett raus oder nur nicht im Schulgebäude? Geltet ihr als krankgemeldet (für die Statistik interessant oder für Angestellten lebenswichtig)?

    In BW ist man nur aus den Präsenzangeboten raus, kann aber neben digitalem Unterricht auch für Zweitkorrekturen verstärkt eingesetzt werden, ist also nicht krankgemeldet. In BW dürfen übrigens Lehrkräfte mit einschlägigen Vorerkrankungen nicht in Präsenzangeboten eingesetzt werden, Lehrkräfte über 60 ohne relevante Vorerkrankung können selbst gewählt im Präsenzbereich eingesetzt werden, Lehrkräfte ohne eigene einschlägige Vorerkrankungen, aber mit Angehörigen einer Risikogruppe im eigenen Haushalt können sich ebenfalls von Präsenzangeboten freistellen lassen (da gilt für die Lehrkräfte natürlich Gleiches, wie für die SuS). Die Vorschrift zu den Risikogruppen empfinde ich persönlich als Belastung. Ich hätte gerne ebenfalls die Wahl gehabt, um in Absprache mit meinen Ärzten prüfen zu können, ob es ein Präsenzangebot gibt, dass ich ohne erhöhtes Risiko leisten könnte. Ich verstehe aber die dahinterstehenden rechtlichen Überlegungen in Verbindung mit dem Gesundheitsschutz, die aktuell eben keine Wahl zulassen. Ich hoffe nur, nicht am Ende über Monate hinweg nur noch von zuhause aus arbeiten zu dürfen. Mir fehlt der direkte Umgang und die direkte Arbeit mit SuS bereits jetzt ungemein.

    Was spricht bei überschaubaren drei „Karteileichen“ dagegen, diese einfach einmal direkt anzurufen, nachfragen, was los ist? Vielleicht gibt es gute Gründe, die diese vom Mitarbeiten abhalten wie fehlende technische Voraussetzungen oder auch zu viele Menschen, die sich zu wenig Endgeräte teilen müssen, vielleicht gibt es gesundheitliche Gründe, die dir bislang nicht bekannt sind oder gar ein verstorbenes Familienmitglied (soll es ja sogar unabhängig von Corona geben). Aufregen bringt angesichts der rechtlichen Lage in keinem Fall etwas, eine direktere Ansprache via Telefon unter Umständen aber durchaus, wenn es nicht an anderen Problemen als fehlender Motivation liegt.

    Das kommt ganz bestimmt aufs Bundesland an. Hier im Ländle muss für einen Assistenzhund einerseits die medizinische Notwendigkeit nachgewiesen werden (Schwerbehindertenausweis, ärztliche Atteste zum Erfordernis einen Assistenzhund mitzuführen), dann, dass der Hund über die erforderliche Ausbildung verfügt, sprich tatsächlich leisten kann, was er angeblich leisten soll. Weiterhin sind Haftpflichtversicherung und Impfstatus nachzuweisen. Der Antrag wird dann unter Einbeziehung der Schwerbehindertenvertretung juristisch geprüft und beschieden. Bei Schulhunden fällt die medizinische Notwendigkeit weg, dafür ist eine Stellungnahme der SL erforderlich, dass der Hund auch tatsächlich an Schule X eingesetzt werden kann, soll und darf und sinnvoll benötigt wird. Dafür sind Schulhunde anders als Assistenzhunde aber auch beihilfefähig (kein Witz, hat mir die Schwerbehindertenvertretung aus dem RP erzählt), der Halter erhält also einen Anteil an Tierarztkosten, da der Hund ja auch eine schulische Aufgabe hat und wahrnimmt. Die Zertifizierung für Frau Hund, also der Nachweis, dass sie die Assistenzleistungen bringt, die benötigt werden und ganz nebenbei auch noch exzellent erzogen ist hat übrigens rund 160€ gekostet, da das kein Standardverfahren mit Prüfung X am Ende ist, sondern mehrere Einzeltermine mit einer externen Trainerin, die uns als Team dann begutachtet hat an bekannten und an fremden Orten in verschiedensten relevanten Situationen.

    Und obwohl sie dafür bislang weder eingesetzt war, noch ausgebildet wurde, hat Frau Arbeitshund mich gestern zwei Mal nach Spaziergängen auf der Treppe gestoppt, als meine Atmung einmal sehr schwer wurde und ich beim zweiten Mal „zu pfeifen“ begann. Einfach umgedreht, zurück gekommen, eine Treppenstufe vor mir quer gestellt und mich blockiert, bis die Atmung wieder besser war. Auch wenn wir das noch schärfen und richtig ausbilden müssen, ist es phantastisch, dass sie direkt mitarbeitet in dem Bereich, der mir mit am Wichtigsten ist und etwas anbietet. Ihr bisheriger Mensch hatte sie anderweitig eingesetzt, da lernt sie gerade, was ich zu ihrer Überraschung nicht brauche (wie sich beim Spaziergang vor mich stellen obwohl sie selbst beunruhigt ist, weil wir an zwei Männern vorbeilaufen- nein, beunruhigter Hund heißt natürlich, dass ich „exponiert“ gehe und führe, nicht umgekehrt) und was sie aber für mich machen kann, darf und soll. Offenbar war sie bei der Vorbesitzerin trotz ihres jungen Alters konstant „Rudelführerin“, das ist insofern gerade ein Lernprozess, dass sie bei mir erstmal einfach ein Junghund in weiterer Ausbildung sein und sich anlehnen darf, während wir zum Team werden langsam (was bedeuten wird, dass sie z.B. im akuten Asthmaanfall führt und Medis bringt, im Regelfall aber natürlich ich führe-sehr anspruchsvoll für einen Hund dieser Wechsel btw, das machen nicht alle Hunde mit). Die gemeinsame Arbeit - erste Trainingseinheit für heute ist schon durch- tut auf jeden Fall sehr gut trotz aller Erinnerungen an Frau Hund, die damit natürlich einhergehen. Bis ich wieder anfangen kann einem Hund einfach nur lustigen Quatsch beizubringen dauert es noch, aber Frau Arbeitshundkasper ist auch dafür prädestiniert.

    Wenn ihr mögt, schreibe ich hier ab und an etwas über unser weiteres Training und den Fortschritt ihrer Ausbildung bis zur Zertifizierung.

    Frau Hund war mein Erstlingswerk, dabei wurde ich von den Trainern eng angeleitet und ausgebildet und musste selbst Frau Hund ausbilden, da bestimmte Hilfestellungen an Geruch gekoppelt sind und nur „an mir“ ausgebildet werden können. Frau Arbeitshund bringt einen exzellenten Grundgehorsam mit, so dass ich nur noch vertiefen und die „Spezialisierung“ ausbilden und zertifizieren lassen muss. Da ich jetzt weiß, wie ich vorgehen muss, wird das ohne Trainer in der Ausbildung gehen, wobei ich gerne, wenn das wieder möglich ist, auch Gruppentraining mit ihr machen werde, das ist dennoch bereichernd und hilft dabei, das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren. Im Herbst könnte ich sie dann schon zertifizieren lassen und die Bewilligung für den schulischen Einsatz beantragen.

    Lass es mich so formulieren: Ein Herz aus Gold ist nicht das einzig´ Goldige an ihr. :) Ein Dual-Purpose-Hund, also einer gezielten Mischung aus Showlinien und Arbeitshundlinien entstammend, um den hohen Arbeitswillen für den Menschen mitzubringen. Dazu viel „will to please“ und die übergroße Liebe zu Menschen im Allgemeinen und Kindern im Besonderen. Ein sehr leichtführiger Hund, der die gemeinsame Arbeit zu einem großen Vergnügen machen wird. Gerade plane ich, wie wir weiter trainieren, was ich vertiefen muss und wie, während sie zu meinen Füßen ausruht.

    Danke für eure zahlreichen Antworten und eure Anteilnahme. Ich weine noch immer viel, habe aber auch neue Kraft geschöpft. Völlig überraschend wurde ich darüber informiert, dass ein knapp einjähriger Assistenzhund aus einer Notabgabe einen neuen Wirkungskreis sucht (oder auch eine neue Aufgabe, einen Menschen, ein Herz und ein stabiles Zuhause). Frau Arbeitshund und ich hatten heute ein Vorstellungsgesprächsdate und Arbeitstreffen (oder so). Bereits bei der ersten Begegnung hat sie entschieden mit mir arbeiten und weiter lernen zu wollen und war unglaublich aufmerksam, aber auch dankbar für meine Hinweise, die sie sofort aufgenommen hat. Sie ist genau genommen jetzt ein exzellent erzogener Hund, der das Potential zum Assistenzhund mit sich bringt, den ich in den kommenden Monaten anhand meiner Bedürfnisse ausbilden kann. Das Leben ist manchmal sehr eigentümlich: Tiefstes Leid und große Freude gehen manchmal fast Hand in Hand. Frau Arbeitshund muss genau wie ich einen unerwarteten Verlust verkraften. Die gemeinsame Arbeit wird uns helfen und als Team zusammenwachsen lassen. Frau Hund wird immer in meinem Herzen sein. In meiner Vorstellung ist sie jetzt bei unseren anderen Hunden und Katzen und wacht an der Seite meiner Mutter auch weiter über mich.

    Vorrangig, da PNs nicht möglich sind geht die Frage an @Fraggles , vielleicht gibt es aber noch weitere hilfreiche Hinweise, das wäre toll. @Fraggles du hast geschrieben, dass ihr an deiner Schule für alle Lehrkräfte Visiere als Spuckschutz herstellt. Ich kenne die Anleitung die das KM propagiert, die mit 3D- Druck arbeitet. Habt ihr vielleicht noch eine andere Bauweise, die ohne 3D-Druck auskommt? Falls ja wäre es unglaublich hilfreich, wenn du diese teilen könntest. Ist vielleicht ja auch noch für andere Schulen interessant momentan, in jedem Fall aber eine Bitte meines Vaters im Hinblick auf seine Schule, die ich stellvertretend weiterleite. Ganz herzlichen Dank im Voraus für hilfreiche Hinweise aller Art.

    (...)

    Weiss man eigentlich warum das so ist? Ich habe versucht ein bisschen zu recherchieren aber nichts Konkretes gefunden. Wir haben ja nun auch relativ viele Tote aber wenn man genau hinschaut ist die Hälfte davon älter als die durchschnittliche Lebenserwartung in der Schweiz. Es ist auch niemand gestorben weil er nicht versorgt werden konnte.

    Einem Artikel der Tagesschau (kann gerade nicht verlinken) zufolge zählt Belgien auch Verdachtsfälle als Corona-Tote ohne Testnachweis. Wenn also in einem Seniorenheim Corona-Fälle nachgewiesen werden, werden wohl andere Todesfälle dort als Corona-Tote gewertet. Dadurch wird fast jeder Todesfall in Seniorenheimen aktuell Corona zugeordnet. Die Zählweise soll wohl jetzt etwas verändert werden.

    Frau Hund ist tot, vor drei Stunden gestorben, Wiederbelebung (Herzdruckmassage) hat nichts gebracht. Ich bin erstmal raus hier, muss das irgendwie verarbeiten, einen Weg finden men Leben ohne sie zu sortieren. Alles war auf uns als Team eingerichtet in meinem Leben, beruflich, wie privat, sie war immer dabei und hat mir geholfen meinen Weg zu gehen, für mich gesorgt bei Bedarf, sich angelehnt, wenn sie Freizeit hatte und war immer am Glücklichsten an meiner Seite. Ich weiß nicht, wie es ohne sie weitergehen soll. Hole sie morgen beim Tierarzt ab und beerdige sie im Familiengarten, den sie geliebt hat. Habe ein paar Kuscheltiere gerichtet, zwei werde ich mit ihr beerdigen, die sie besonders geliebt hat, muss noch entscheiden welche. Ich wünsche euch alles Gute. Danke für eure Anteilnahme. Bleibt gesund.

    Danke für eure Anteilnahme und die eurer Haustiere selbstredend auch. Krault sie mal eine Runde zum Dank von mir. :)

    Frau Hund hat die OP zumindest gut überstanden. Allerdings ist es wohl eine besonders schwere Gebärmuttervereiterung gewesen, weshalb ihr Zustand auch weiterhin kritisch ist. Wenn sie die Nacht übersteht, wird man morgen vielleicht schon etwas positiver in die Zukunft blicken können, wobei es momentan eben noch nicht absehbar ist. Über Nacht ist sie natürlich in der Tierklinik und wird beobachtet und versorgt. Solange die Klinik sich nicht meldet ist alles gut. Ich habe Frau Hund vorhin noch ein Halstuch von mir (getragen versteht sich) vorbei gebracht für ihre Box, damit sie etwas hat, was nach mir riecht. Ich weiß, das wird ihr Kraft geben. Ich hoffe sie schafft das (und bin gerade so froh, dass ich mir die letzten zwei Wochen so unglaublich viel Zeit für sie genommen habe, ihr sinnlosen, aber lustigen Quatsch beigebracht habe, sie noch mehr als sonst gekrault habe, besonders schöne Spaziergänge mit ihr gemacht habe, sie futtermäßig verwöhnt habe. Zumindest waren die letzten Tage wirklich wirklich schön für sie, das gibt ihr hoffentlich auch etwas Kraft jetzt weiterzukämpfen.).

    Übrigens ist das wirklich beeindruckend, was für Bärenkräfte man plötzlich hat, wenn es drauf ankommt: Normalerweise kann ich jetzt in der Allergiesaison Frau Hund mit ihren über 30kg nicht mehr groß rumtragen, das gibt meine Lunge einfach in dieser Jahreszeit nicht her, dass mir dazu die Luft reichen würde. Heute habe ich sie erst zu unserem Vet reingetragen, auf den Tisch, runter vom Tisch, zurück ins Auto, in die Tierklinik- alles ohne auch nur nennenswert aus der Puste zu kommen, denn Frau Hund hat mich nun einmal gebraucht.

    Ich melde mich morgen mit einem hoffentlich schon etwas positiveren Zwischenstand und kümmere mich jetzt erst einmal weiter um das ganze Blut hier. Fleckenentfernung kann überraschend beruhigend sein...

    Danke für eure Anteilnahme. frau Hund ist jetzt im OP. Die Tierklinik hat vor 10min angerufen, dass sie jetzt beginnen werden. Das ist zumindest ein ganz kleiner Lichtblick, denn es bedeutet, dass die Blutwerte noch nicht zu schlecht waren (Sepsis) für eine OP und der Kreislauf ausreichend stabilisiert werden konnte. Wenn es möglich ist Gebärmutter und Eierstöcke zu entfernen, ohne dass sie platzen (Bauch war, nachdem sie gestern noch sehr schmal war heute früh erkennbar aufgebläht), ist ihre Heilungsprognose nach der OP viel viel besser. Heute nachmittag halb vier weiß ich mehr und hoffe jetzt einfach von ganzem Herzen, dass die OP gut verläuft.

    Gute Besserung für Herrn Hund chilipaprika . Pfotenverletzungen hatten wir auch schon ein paar Mal (Scherben, Kopfsteinpflaster und Stadt...), die heilen zum Glück gut, sind aber oft sehr langwierig und anstrengend für Hund und Mensch, um alles sauber zu halten.

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