Beiträge von CDL

    Das Pareto-Prinzip ist auch als 80-20-Regel bekannt: 80% der Ergebnisse werden mit 20% des Gesamtaufwands erreicht, für die restlichen 20% werden 80% des Gesamtaufwands benötigt. Bedeutet letztlich, dich nicht selbst zu einem wie auch immer gearteten Perfektionismus (=100%) zu treiben, sondern gute Arbeit zu leisten (=80%) als deutlich gesünderes Arbeitsziel anzustreben. Ich stehe jetzt selbst noch am Anfang meiner Dienstlaufbahn im Schuldienst, finde es aber hilfreich, dass ich wenigstens einen Mentor hatte, der mir so etwas auch tatsächlich im Ref beigebracht hat, damit es eben möglich ist gute Arbeit gesund zu leisten. Insofern finde ich Seph´s Hinweise auch wirklich gut, auch wenn ich viele der Argumente von dir Fraggles oder Palim nachvollziehen kann.

    Gerne würde ich nicht sagen, aber wenn ich sehe, dass meine Hasen Fortschritte gemacht haben, Lerntipps anwenden, bessere Noten erzielen kommt durchaus Freude und Begeisterung auf, so dass die Arbeit flotter von der Hand geht.


    Welche fachunabhängige App kannst du jedem für den Unterricht empfehlen?

    Zum Glück kann ich mir aber Gesichter und Namen gut merken.

    Geht mir genauso, lerne insofern Namen auch gar nicht mit Bildern. Schwierig wird es nur in Klassen, in denen die Klassenlehrer alle 2 Wochen die Sitzordnung so umfassend ändern, dass meine inneren Namenskombinationen, wer neben wem sitzt nicht mehr passen, da komme ich in einstündigen Fächern etwas durcheinander. In solchen Gruppen behelfe ich mir als Zwischenschritt mit kleinen Namenskärtchen. In jeder Stunde kommt jede Namenskarte wenigstens einmal zum Einsatz. Dadurch weiß ich einerseits, dass ich alle dran hatte, auch wenn mal wieder alle anders sitzen, als noch beim letzten Mal und lerne andererseits die Namen schneller.

    Bei uns an der Schule gibt es ein laaaaaaaaanges Formular, auf dem die Eltern ankreuzen können, welche Art medialer Aufnahmen ihres Kindes (Hörspiel/Foto/Video) gestattet sind und zu welchem Zweck diese verwendet werden dürfen (ausschließlichlich klassenintern/bei Schulveranstaltungen im Schuljahresverlauf/auf der Homepage für das laufende Schuljahr...). Das müssen alle Eltern ausfüllen und ist die Basis. Nachdem wir einen Dozenten für Schulrecht an der Schule haben der das Formular mit erstellt hat, bin ich recht zuversichtlich, dass dieses den aktuellen Stand der Rechtslage in BW abbilden dürfte, müsste mich aber tatsächlich noch einmal explizit schlau machen, ob das auch tatsächlich so ist.

    Herzlich willkommen. Direkt eine Frage von mir: Was ist eine "Bündelschule"? Ist das ein Schulverbund aus in dem Fall verschiedenen berufsbildenden Schulen?

    Bisschen nervös, weil ich im Moment auf die Rückmeldungen warte, loggte ich mich heute im online-System BEO und bemerkte mein angegebenes Zweitfach ist verschwunden. Weiß jemand ob man mir nun dieses aberkannt hat oder dies überhaupt etwas bedeutet?

    Ruf Montag die für die Anerkennung zuständige Stelle an und frag nach.


    Zitat von BlauerTango

    Wie werden die Chancen mit der Kombination Chemie/Bio im Moment in berlin gewertet? Natürlich würde ich gern ans Gymnasium, aber wäre auch in anderen Bereichen offen, wann und wie wird das entscheiden im Prozess?

    Ich tue mich etwas schwer damit richtige Einstellungsprognosen nach Fächern für Berlin zu finden, habe aber auf der Seite der GEW Folgendes gefunden:



    Die "Einstellungsgarantien" haben erhalten:
    - alle im Grundschullehramt
    - alle mit sonderpädagogischen Fachrichtungen
    - im Lehramt ISS/Gym mit den Fächern Mathematik, Physik, Chemie,
    Biologie, Informatik, Musik, Sport, WAT sowie Deutsch und Englisch.

    Daraus folgere ich, dass die genannten Fächer im Sek.II-Bereich Mangelfächer sind. Insofern solltest du rein von der Fächerkombi her ganz gute Karten haben.


    Auf der Seite der GEW Berlin sind einige Informationen für Seiteneinsteiger zu finden, Vielleicht hilft dir das schon etwas weiter. Ansonsten werden dort auch Ansprechpartner benannt für weitere Fragen z.B. zum Auswahlverfahren.

    Hallo CDL,

    ich habe den Threadersteller eher so verstanden, dass es um SuS geht, die gezielt andere SuS drangsalieren, wenn kein Lehrer zugegen ist: in den Pausen.

    Das würde dann demzufolge in Richtung problematisches Sozialverhalten gehen. Bewegungsmöglichkeiten sind sicherlich immer gut, aber hier vermutlich nicht des Pudels Kern.

    der Buntflieger

    Stimmt. Ich habe da auf den Disksussionsverlauf reagiert, ohne den Ausgangspost zu beachten. Danke für den Hinweis.

    4 Jahre sind wirklich noch eine Weile hin. Der Bedarf im Bereich der Sonderpädagigik soll aber ebenso wie im GS-Bereich noch länger bestehen hier im Ländle, als beispielsweise in der Sek.I.

    Ich kenne solche Regelungen aus der Wirtschaft. Über Betriebsvereinbarungen kann geregelt werden, dass für Krankheit an Frei- und Montagen ab dem ersten Tag einen Krankmeldung erforderlich ist. Dies kann sicher auch innerhalb der Schule festgelegt werden.

    Innerhalb der Schule gelten aber zunächst mal die beamtenrechtlichen Vorgaben des Landes. Engere Regelungen würde ich verbuchen wollen unter "Umgang mit Verdachtsfällen", bei denen eine aufgrund vergangener Vorfälle auf einem ärztlichen Attest bestehen möchte. Oder sehen das die KuK ( @Seph @Bolzbold ) mit entsprechend mehr Erfahrung und Rechtskenntnissen anders?

    Ich könnte mir vorstellen, dass sich das geändert hat @Frapper . Zumindest hier aus BW weiß ich, dass es politisch nicht gewünscht ist übermäßig mit Quer- und Seiteneinsteigerprogrammen zu arbeiten, weshalb beispielsweise auch schon Veränderungen im Ausbildungsbereich in der Sek.I (und vermutlich analog im Primarbereich, Sonderschulbereich und bestimmten Bereichen der beruflichen Schulen) vorgenommen wurden, um schnell möglichst viele Lehrkräfte im eigenständigen Unterricht zu haben (Verlängerungen müssen deutlich umfassender als bislang gerechtfertigt und begrübdet werden und sind selbst in Fällen, wo dies sinnvoll wäre im ersten Ausbildungsabschnitt aktuell kaum noch durchsetzbar offenbar). Ich würde vor diesem Hintergrund davon ausgehen, dass gerade angehende Lehrkräfte in einem dieser extremen Mangelbereiche- zu denen die Sonderpädagogik nunmal gehört- sehr gute Chancen haben werden um direkt zum ref unproblematisch hier nach BW wechseln zu können. Ob ich mit dieser Vermutung recht habe (die Politik ist ja nicht immer ganz so konsequent, wie man das vermuten würde), wird die TE uns ja vielleicht mitteilen, wenn sie Antwort vom RP hat.

    Das lässt sich nicht ändern. Es sei denn, wir verlängern den Schultag bis 17 oder 18 Uhr.

    Klar, die Pausenzeiten lassen sich nicht "mal eben" beeinflussen, Unterrichtsplanung aber ja schon. Es gibt für jedes Fach- auch jenseits des Sportunterrichts- Methoden, die mit Bewegung arbeiten wie Sprechmühle, Laufdiktat... Die könnenw ir als Lehrkräfte gezielt einplanen in Klassen mit entsprechendem Bewungsdrang (oder auch in Klassen, die dazu neigen am Platz wegzudämmern und deshalb entsprechend aktiviert werden müssen), ebenso, wie man auch mal zwischendrin 5min eine kurze Bewegungsübung einbauen kann. Wir haben an unserer Schule ein Doppelstundenprinzip. Das ist gerade in der Unterstufe enorm anstrengend für die SuS, so dass es sehr wichtig ist, ganz bewusst solche Bewegungselemente einzubauen bzw. entsprechende Methoden zu verwenden, weil es eben nicht mal eben eine offizielle 5-Minuten-Pause zwischendrin gibt für die Klasse.

    Vielen lieben Dank. Das beruhigt mich schonmal sehr. Im Moment ist es auch das Richtige in Köln zu studieren. Dann hoffe und denke ich mal, dass es kein Problem sein sollte.

    Schau einfach, was du auf deine Email erfährst, ob du ggf. irgendetwas im Studium noch beachten solltest sinnvollerweise und ansonsten studier dort in Ruhe fertig, wo du dich wohl fühlst. IN BW sind in den letzten Jahren konstant 100% der Sonderpädagogen die ihren Abschluss geschafft haben direkt vom Fleck weg vom Land eingestellt worden, bei immer noch leichtem Stellenüberhang, weil es eben weniger Junglehrer gab und gibt, als offene Stellen im Sonderpäd-Bereich. Deine Chancen stehen also wirklich ganz hervorragend.

    Damit meine ich explizit keine 1:1 Anrechnung auf Deputatsstunden, sondern erweiterte Erholungszeiten in zeitlicher Nähe zur Fahrt.

    Herrliches Juristendeutsch, das zu definieren wäre: Sind 4 Wochen bis zu den nächsten Ferien noch eine ausreichende zeitliche Nähe oder dürften Klassenfahrten demnach nur maximal 2 Wochen vor Ferien stattfinden? Sind einwöchige Ferien ausreichend angesichts von Korrekturen und Unterrichtsvorbereitungen, die in dieser Zeit meist zu leisten sind oder könnten Klassenfahrten damit nur vor wenigstens 14tägigen Ferien stattfinden? Wie sieht es mit der Entlastung aus, wenn man inklusiv beschulte SuS mit auf der Klassenfahrt hat mit unter Umständen erhöhtem Arbeitsaufwand für die Lehrkräfte, die die Fahrt begleiten (und alle Zeiten absichern müssen, während der Inklusionshelfer aller Art frei haben)? Aus der Perspektive des Dienstherren ist das eine sehr entspannte Vorgabe, zumindest, solange niemand auf dem Klageweg versucht Klarstellung zu erzwingen in entsprechend gelagerten Fällen.

    Für das Ref ist der Wechsel noch vergleichsweise leicht zu bewerkstelligen vorausgesetzt die Fächerkombi ist auch im Zielbundesland zulässig. Erst nach dem Ref bzw. wenn ab Beginn der Verbeamtung auf Probe fängt es an kniffeliger zu werden mit dem Bundeslandwechsel. Dies geschrieben sind aktuell Sonderpädagogen, Grundschullehrkräfte und natürlich Lehrkräfte der beruflichen Schulen in den Bereichen Metall oder Elektrotechnik quasi bundesweit kleine goldene Trüffelschweinchen, die alle händeringend suchen. Ich rate mal, dass dir BW einen goldenen Teppich ausrollen wird, damt du fürs Ref kommst (und danach bleibst). :)

    Ergänzend zu den bisherigen Hinweisen: Denk daran gute Rollenkarten zur Vorentlastung bereitzustellen, sowie Tippkarten mit Hinweisen zu Argumenten und Argumentationsstrategien (Scafoldingsätze für schwächere SuS als Bausteine anbieten.). Nur ein Rollenspiel im Besuch zu zeigen klingt zwar zeitlich nach einer gefüllten Stunde, inhaltlich aber zu dürftig für so einen Besuch, da erwarten Lehrbeauftragte mehr, um eine "runde Stunde" zu sehen. Also arbeite für den Besuch, wenn du dafür nur 45min hast lieber mit einer klar phasierten Stunde, klaren Zielen und Differenzierung und das Rollenspiel dann als Anwendung/Vertiefung mit sehr guten Rollenkarten und Vorarbeit in der Erarbeitungsphase entsprechend vorentlastet, damit auch das Rollenspiel an sich nicht zu viel Zeit frisst bei der Vorbereitung. Der Rest der Klasse bekommt dann während eine Gruppe vorspielt einen (mehrere) klare Beobachtungsaufträge zu spielerischer Umsetzung, Inhalt, Argumenten, Überzeugungskraft, alternativen Argumentationssträngen, um sich ggf.dennoch durchzusetzen etc.

    Egal. Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um die Einrichtung der "Flachsland Zukunftsschulen" in Hamburg Ohlsdorf. Die haben eine Internetpräsenz, die man ansehen kann.

    Ich bin jetzt aus Neugier auf deren Seite gegangen und frage mich gerade, nach welchem Bildungsplan dort wohl gearbeitet wird. Wahrscheinlich überlese ich nur einen Hinwes, dass nach dem im HH gültigen Curriculum gearbeitet wird, wobei ich auch nicht sehen kann, welche Schulabschlüsse erworben werden können, was gegen eine Anerkennung spricht und es umso ominöser macht, wie inhaltlich in welchen Fächern gearbeitet wird. Hast du dazu etwas gefunden Nele?

    In Niedersachsen gibt es die Förderschule Lernen für die Grundschule nicht mehr, Schulen für ESE-SuS gab es noch nie flächendeckend und staatlich. Diese Kinder sind in jedem Fall in den Klassen, immer häufiger auch Kinder mit anderen Förderbedarfen, z.B. GE.

    Da geht es dann nicht unbedingt um pflegerische Tätigkeiten, wohl aber darum, dass man diese SuS 24/7 im Blick haben muss, weil sie orientierungslos sind oder absichtlich weglaufen.

    Manche dieser Kinder haben in der Schule eine Einzelfallhilfe für 10 Std oder mehr.
    Das ist für den Schulalltag schon zum Teil ausgesprochen schwierig, manchmal läuft es problemlos, manchmal nur mit sehr viel Aufwand und Ärger.

    Für eine Klassenfahrt braucht es vorab Anträge und Bewilligung vom Jugend- oder Sozialamt.
    Die oder EINE Begleitung muss bereit sein, auf die Fahrt mitzukommen und das Kind zu begleiten.

    Wenn man soweit kommt, dann übernimmt die Begleitung die bewilligten Stunden im Rahmen der üblichen Arbeitszeitbestimmungen. Abends ist also irgendwann Feierabend und dann die Lehrkraft zuständig.
    Es gibt Unterkünfte mit Klingelanlage, sobald eine Außentür oder ein Fenster geöffnet wird, geht ein Alarm los. Mehrer Unterkünfte waren so, dass man die Aktivitäten auf den sehr kleinen Fluren in jedem Fall im Raum einer Lehrkraft hören konnte.
    Das ist sicher eine Einzelfall-Entscheidung, es gibt, wie im Alltag auch, Kinder, mit denen alles recht leicht zu lösen ist, und andere, und gerade diese haben ja die Einzelfallhelfenden, bei denen es viel Zuwendung und Zeit braucht.

    Danke für die usführliche Antwort Palim. Zumindest aus meiner Erfahrung von Freizeiten der Lebenshilfe her klingt das sehr anstrengend als Lehrkraft. Tatsächlich bin ich eben wegen dieser enorm kräftezehrenden Nachtwachen (und wir hatten maximal 2 TN pro Betreuer, so dass man, wenn man Nachtwache hatte, am Vormittag ein paar Stunden nachschlafen konnte als Ausgleich) bevorzugt mit den Erwachsenen weg gefahren, bei denen nicht mehr generell Nachtwachen erforderlich sind, sondern nur ausnahmsweise und in Einzelfällen. Ich weiß, dass ich als Lehrkraft unter Bedingungen wie von dir beschrieben bei einer Klassenfahrt mehr als nur an Grenzen stoßen würde. Ich habe Respekt vor Lehrkräften, die das zu leisten vermögen und damit ihren SuS eine Teilnahme ermöglichen, emfpinde solche Bedingungen aber auch als jenseits erwartbarer dienstlicher Verpflichtungen, bei denen man davon ausgehen dürfte, dass Lehrkräfte das in jedem Fall zu leisten bereit sein müssten.

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