Die Siedler von Catan.
Spielst du Ü18-PC-Games?
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@CDL
Da ich mich nicht aufgeregt habe, muss ich auch nicht tief durchatmen. Deine Aussage wirkte auf mich so, nicht mehr und nicht weniger habe ich geschrieben. Auch habe ich dich nicht persönlich angegriffen, sodass eine ellenlange Rechtfertigung deinersits nicht nötig gewesen wäre. Tief durchatmen musst also eher du!
Wenn dir in deiner erst kurzen Erfahrungszeit als Lehrkraft derartige Kollegen nicht untergekommen sind - schön für dich. Aber glaube mir - leider gibt es sie. Und leider gibt es durchaus Klassen, bei denen die beste Klassenführung regelmäßige massive Unterrichtsstörungen nicht verhindern kann.
Habe ich nie in Abrede gestellt, darum ging es auch nicht.
Was meine "kurze Erfahrungszeit als Lehrkraft" anbelangt, mag ich im Schuldienst zwar neu sein, habe aber insgesamt schon fast 15 Jährchen im pädagogischen Bereich an Berufserfahrung auf dem Buckel, kenne durchaus auch andere KuK, als die mit denen ich aktuell arbeite. Lass uns davon ausgehen, dass wir uns ungeachtet konkreter Berufserfahrung im Schuldienst (wobei ich auch da ein paar Jährchen mehr vorzuweisen habe durch Vetretungstätigkeit als lediglich ein Ref) auf Augenhöhe unterhalten wenn es um die simple Frage geht wie kollegial der Umgang sein kann oder auch nicht ist statt hier ein faktisches "Schnauze halten, hast eh keinen noch Plan" rhetorisch hübsch zu verpacken. Wenn du dir aber in der Rolle der erfahrenen Kämpin die der grünohrigen Junglehrerin mal sagt wo´s langgeht gefällst, dann mach mal.
Ich finde auch, dass gerade bei den leistungsschwachen Schülern Kompetenzorientierung problematisch ist
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Kompetenzorientierung gibt keine Methodik der Vermittlung vor, eben diese ist aber erwiesenermaßen äußerst relevant, wenn es darum geht leistungsschwächere oder leistungsstärkere SuS besonders lerneffizient zu unterrichten.
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@Zuruck_auf_Anfang : Simple Past ist ja nun keine allzu komplexe Zeitform. Wenn weder die regelmäßigen -ed-Formen erkannt noch die überschaubare Liste unregelmäßiger Verben gelernt wurde, spricht das zunächst mal für ein gerüttelt Maß an Vergesslichkeit (schwerer Fall von Pubertäts- und Feriendemenz) bis Faulheit/Bequemlichkeit der Klasse. Da würde ich die Liste der unregelmäßigen Formen einfach als Hausaufgabe zum Nachlernen aufgeben und zu Datum x in maximal zwei Wochen gibt es dann einen Wiederholungstest wo genau diese Verbformen abgeprüft werden. Dazu eine kurze Wiederholungsstunde mit Übungen zum simple past (Stationenlernen zur Differenzierung) die natürlich auch Inhalt des Tests wird. Wenn es nicht am grundständig fehlenden Verständnis des Konzeptes der Vergangenheit geht, sondern wirklich nur ums simple past, ist das einfach mal ein gepflegter kleiner Popotritt den deine Klassen brauchen, um sich auch wieder erinnern zu wollen was sie schon wissen und gelernt haben. Die merken möglicherweise auch, dass sie dich mit ihrem angeblichen Unwissen gerade nach der langen Pause aus dem Konzept bringen und nutzen das gerade weidlich aus.
gibt es eine art sonderpädagogischen mobilen dienst? die sollten doch sowas wissen.
schade, dass die eltern der kinder diesen eine geeignete beschulung v.a. im lebenspraktischen bereich verwehren.
Hatte ich überlesen gehabt und erst heute früh entdeckt. Gibt es direkt an der Schule und in der Klasse, allerdings reichen deren Stunden nicht für alle Unterrichtsstunden, so dass sie bedingt durch zusätzliche Verpflichtungen am SBBZ in meinem Unterricht bislang noch gar nicht dabei war (und wohl im Regelfall auch nicht dabei sein wird). Meine Fächer kennt sie so gar nicht (die gibt es in der Form einerseits am SBBZ nicht, andererseits war sie in dem entsprechenden Fachbereich auch noch nie eingesetzt), insofern hole ich mir bei ihr Tipps und Hinweise, wie ich Material erstellen muss bzw.mit welchen Aufgabenstellungen ich die verschiedenen Förder-SuS erreiche und fördere, wie ich die Leistungsmessung funktionieren kann, wieweit ich didaktisch reduzieren muss, damit die armen Hasen nicht erstmal 3 Wochen lang abgehängt werden, bis ich herausbekommen habe, wo deren Zielniveau liegt etc., wie ich das dann fachlich übersetze unter Berücksichtugung aller Bildungspläne ist mein Job. Wir tauschen uns aber mehrmals wöchentlich zu den Kindern aus und arbeiten so eng zusammen wie möglich.
Ja, zumindest mal bei den GE-Kindern ist es- bei aller Freude die es mir bereitet mit ihnen zu arbeiten- schade, dass ihnen die Fördermöglichkeiten die ein SBBZ bietet (Erfahrung, ausgebildetet Lehrkräfte, ihr Tempo, ihre Themen, Material das genau auf diese Arbeit ausgerichtet ist...) nicht zur Verfügung stehen. Fachlich könnten sie deutlich besser gefördert werden an einem SBBZ, auch wenn sie im sozialen Miteinander genau wie die restliche Klasse nach Aussage der Sonderpäd sehr von der Inklusion profitieren.
Diese Aussage empfinde ich als extrem anmaßend und unverschämt! Woher nimmst du das Recht, eine dir unbekannte Person sowie seine Klassenführung derart zu beurteilen?
OK, mal tief durchatmen, ehe du dich weiter aufregst und vielleicht nochmal einen Blick auf den Beitrag werfen, auf den ich mich beziehe
Eigentlich genau so wie du! Vor allem die Bürokratie nervt mich. Und dass mit "Unterrichtsstörungen", die die besten und schönsten Unterrichtsstunden konterkarieren, oft so lasch umgegangen wird/werden muss.
Fett hervorgehoben ist der Teil, auf den ich mich bezogen habe. Und jetzt mal Hand aufs Herz @Sommertraum: Wer ist, ganz jenseits von Unterstellungen, Anmaßungen oder angeblichen oder tatsächlichen Entwertungen der eigenen Leistung als Lehrkraft originär dafür zuständig, ob mit Unterrichtsstörungen im eigenen Unterricht zu lasch umgegangen wird? In meinem Unterricht trage ich dafür die Verantwortung und da geht es erstmal überhaupt nicht um Grenzen die Schulgesetz, SL oder andere Rahmenbedingungen setzen nur um die Grundfrage, ob ich mich in meinem Unterricht auch für meine Art der Klassenführung verantwortlich halte oder lieber zuerst mal mit dem Finger zeige und ins Außen gehe, wie die Aussage von Kippelfritze nahelegt. Seine konkrete Art der Klassenführung kann ich nicht beurteilen, maße ich mir auch nicht an. Was ich beurteilen kann und beurteile ist seine Aussage in Schriftform. Nur diese beurteile ich und das ist nicht anmaßend sondern die Art und Weise, wie ein Forum funktioniert.
Gleichzeitig erinnert mich diese Aussage an eine weitere nervige Sache an unserem Beruf: Kollegen, bei denen immer alles super läuft, die über alle(s) erhaben sind und Probleme bei ihren Kollegen grundsätzlich in deren Unterrichtsstil und / oder Lehrerpersönlichkeit sehen (damit meine ich jetzt aber nicht dich, CDL, da ich dich ja nicht persönlich kenne).
Ja nee, ist klar, der Zusammenhang ist nur zufällig versteht sich. Woher genau weißt du denn, bei welchen KuK tatsächlich, jenseits der Oberfläche "immer alles super läuft"; woher nimmst du die Gewissheit Menschen hielten sich tatsächlich "über alle und alles erhaben" (was ja eine entsetzliche Arroganz unterstellt) ohne in deren Kopf zu sehen und sicherzustellen, dass, wenn es diese Arroganz tatsächlich geben sollte und sie nicht nur von dir vermutet wird, diese nicht wie so oft einfach nur Ausdruck tiefster Verunsicherung ist und dem Bedürfnis in einem möglicherweise kollegial nicht ganz so optimal zusammenarbeitenden Kollegium nicht als schwach oder unfähig zu gelten? Konstruktive Fehlerkultur betrifft ja nicht nur unseren Umgang mit unseren SuS, sondern auch den mit unseren Peers.
Bei mir läuft vieles gut, aber mit Sicherheit nicht immer alles super (habe ich auch nie behautet), erhaben bin ich keinesfalls über meine Mitmenschen (widerspricht meinem Menschenbild und gewissen demokratischen Grundprinzipien und Werthaltungen denen ich mich außerordentlich verbunden fühle), sondern tatsächlich fühle ich mich (noch) sehr oft sehr unsicher im Kontakt mit meinen Mitmenschen außerhalb des professionellen Kontextes (wobei das Ref da schon geholfen hat mich wieder tougher werden zu lassen im Alltag). Ich habe im Ref von vielen KuK Einblick in deren Unterricht erhalten, vieles gesehen was auch nicht so rund lief (oder auch größere fachliche Fehler wie dem Halten des fremdsprachigen Unterrichts beinahe komplett auf Deutsch), wo die KuK sich regelrecht geschämt haben vor mir, dennoch aber der Ausbildung verpflichtet gefühlt haben (was für ein beeindruckender Mut und Engagement!). Mir war es immer ein Anliegen, meinen KuK deutlich zu machen, dass ich den größten Respekt vor ihrer Arbeit habe, denn ganz gleich, was jede und jeder von uns mal im konkreten Unterricht nicht perfekt oder auch einfach nur gut zu lösen vermag, habe ich bis zum Beweis des Gegenteils keinen Zweifel daran, dass wir alle unser Bestes geben. Mehr geht nunmal nicht. Meine realen KuK messe ich dabei ganz simpel an ihrem Engagement einerseits und dem Output soweit ich diesen wahrnehme und mitbekomme andererseits. Da gibt es Unterschiede, aber jede und jeder meiner realen KuK gibt sein Bestes. Im Internet kann ich nur die Inhalte von Beiträgen beurteilen und anmerken, wo diese kritisch klingen. Ob das reale Handeln ähnlich kritisch ist ist eine völlig andere Frage, unter Umständen zeigt sich in so einem versprachlichten Moment aber eine problematische Grundhaltung, manchmal einfach nur rhetorische Unsicherheiten und mangelndes Bewusstsein für Sprache.
Ich kenne in meinem Kollegium keinen einzigen Kollegen, beim dem oder der tatsächlich immer alles super laufen würde oder der/die sich zumindest derart selbst darstellen würde. Ist bei uns aber auch nicht nötig, da ein enorm hohes Maß an Kollegialität herrscht, wie insbesondere neu zu uns versetzten KuK auch zu Beginn dieses Schuljahrs wieder positiv aufgefallen.
Auch Studenten können unter sehr engen Vss. ALG II beziehen. Ist kniffelig das durchzusetzen, es gibt aber entsprechende (einschlägige) sozialrechtliche Urteile. U.a. darf es kein Vollzeitstudium sein, berufliche Tätigkeit in einem gewissen Umfang muss vorliegen etc. Habe nicht mehr alle Bedingungen genau im Kopf; da es mich selbst vor einigen Jahren einmal nach einer Reha betroffen hat, weiß ich aber gesichert, dass das möglich ist.
Danke für die Belehrung. Die Auszeiten kann ich mir durchaus selbstaktiv nehmen (und habe ich mir schon genommen bei Bedarf).
Das Lehrerdasein besteht halt doch aus mehr Aufgaben, als dem reinen Unterrichten. Erziehung ist beispielsweise so ein ganz zentraler Baustein. In dem Fall vielleicht die Selbsterziehung zu konsequenterer Klassenführung, dann müsstest du dich nicht daran stoßen, dass mit Unterrichtsstörungen so oft so lasch umgegangen wird Kippelfritze. ![]()
Na ja, dass du dir selbständig eine Krankenversicherung suchen musst sollte einen erwachsenen Menschen nicht ganz so überraschend treffen, dafür braucht es kein Seminar, nur gesunden Menschenverstand.
(Ggf.bietet deine Gewerkschaft eine Infoveranstaltung zu Versicherungen im Schuldienst an, abgesehen davon an einen unabhängigen Versicherungsmakler wenden und deine Optionen prüfen lassen.)
Wenn du verbeamtet wirst unterschreibst du keinen Arbeitsvertrag (den haben Angestellte, bei Beamten gibt es das nicht). Du wirst vereidigt und erhältst eine Ernennungsurkunde, dein Land alimentiert dich fortan (auf Probe zunächst) wofür du dich im Gegenzug mit deiner ganzen Kraft und Hingabe der Erfüllung deiner dienstlichen Verpflichtungen widmest (sagt das Beamtenrecht, ich gebe das nur wieder). Der Rest ist NRW-spezifisch, den kann ich dir nicht beantworten.
So eine App habe ich letztes Schuljahr eingesetzt, fanden die SuS weniger interessant als vermutet, aber Spaß hat es ihnen durchaus gemacht, v.a., weil sie ihre Handys dadurch auch mal im WBS-Unterricht einsetzen durften (für die GE-Schüler ist das zwar nichts, aber alle anderen können damiit arbeiten). Das mit den Werbeanzeigen mache ich tatsächlich in ca.3 Wochen (ist ja nur ein einstündiges Fach) mit denen. Die Idee mit der selbst erstellten Werbung hatte ich allerdings noch nicht geplant. Klasse Idee, dankeschön. Und ich will unbedingt Flauschi. die Streichelmaschine für mich selbst haben (und weiß schon jetzt, dass meine GE-Kinder den Vorschlag lieben werden, dass passt haargenau
). Absurde Werbeslogans bekomme ich auf jeden Fall hin, die tanze ich der Klasse vor, wenn es hilft.
(Ist es nicht herrlich, einen Beruf zu haben, in dem man sich hochoffiziell zum Affen machen darf und damit nur seinen Job engagiert verrichtet!?
Ich gehe echt voll auf, wenn ich meinen Franzosen Gedichte zum Auswendiglernen als Lernhilfe mit völlig exaltierte Gestik, Mimik und Betonung vortrage- hat geholfen, gab Bestnoten in der Klasse für die Aussprache, weil die sich so gut eingeprägt hatte und imitiert wurde-, wenn ich Erziehungstile vorspiele wenn SuS die Beschreibungen nicht verstehen, indem ich die autoritäre Säckin oder die Schluffiwuffi-Laisser faire-Mami gebe oder auch einfach nur eine Geschichte zur "Wahl im Tierreich" vorlese und zeitgleich vorspiele und mittels Bildfolien illustriere (mein Gott, können die Äuglein auch noch in Klasse 7 strahlen vor Glück, dass ihnen jemand etwas Schönes vorliest!!!). Hatte mich lange Zeit eher für den Typ ab Klassenstufe 9 aufwärts als Wohlfühloase gehalten und stelle zunehmend fest, dass Klassenstufe 7 sensationell ist.)
(und vielleicht sollte das Forum einmal pro Woche ein paar Stunden ausfallen...)
(Ich weiß, was du meinst, ich bin erschreckend effektiv gewesen.
)
Danke für die kurze Aufklärung und viel Erfolg bei der Fehlersuche.
Die Serverprobleme haben mir ganz nebenbei vor Augen geführt, WIE regelmäßig ich die Forenseite anklicke im Tagesverlauf (kurz mal nach dem Aufstehen, mal 5min in einer Freistunde, wenn es nichts anderes zu tun gibt, wenn ich aus der Schule komme zu einem Espresso oder Teepott zum Abschalten ehe ich vorbereite, am Abend mal...). Das Suchtpotential ist erschreckend hoch, dass ihr Lieben hier ausstrahlt und mit euch bringt. ![]()
Ihr seid solche Schätze, dankeschön!
Danke für eure Antworten, mit vielen hilfreichen Anregugen, aber auch an vielen Stellen der Bestärkung für mich, dass meine Überlegungen ganz gut passen könnten zur Umsetzung des einen oder anderen Aspektes.
"Grundschule" ist ein weites Feld. Auf welchem Niveau würdest du die SuS sehen: 1. Klasse? 4. Klasse? Können sie lesen? (Falls nicht, kann man auch gut mit Fotos arbeiten / die SuS mal mit Kamera "losschicken" und Fotos zu einem Thema machen lassen...)
Vielleicht hilft ein gemeinsames "Oberthema", von dem ausgehend ein doch etwas eigenes Thema bearbeitet wird. Evtl. mit entsprechendem Plakat für den gemeinsamen Klassenraum. Und durchaus auch fächerübergreifend/-verbindend gedacht. (...)
Stimm, GS-Niveau sagt gar nichts. Grob würde ich sie im Bereich Ende KLasse 2- Anfang Klasse 3 einordnen (je nach Bereich), lesen und schreiben können sie, wenngleich sehr langsam und nur in Druckschrift.
Soweit möglich versuche ich tatsächlich über "Oberthemen" eine Verbindung zwischen den Bildungsplänen der verschiedenen Förderschwerpunkte und dem für die Realschule zu schaffen. Ich sehe noch nicht überall die Vebrindungen bzw. wie ich das dann auch mit der Gesamtgruppe mit Leben füllen kann, ohne konstant einen Teil zu über- oder unterfordern, aber ein Schritt nach dem anderen. Heute hat das alles in allem ziemlich gut geklappt mit verschiedenen Zielen/Aufgaben/Zeitvorgaben zum selben Thema, so dass alle am Ende den Unterricht gemeinsam vorran bringen konnten. ( @Conni : Die Geschichte kam unglaublich gut an bei allen in der Klasse. Danke nochmal für den tollen Buchtipp!
)
Danke für den Tipp mit dem Persenverlag. Den schaue ich mir an. Bei den Bedürfnissen bin ich tatsächlich bei der gesamten Klasse mit einem Brainstorming gestartet und dann dem Erstellen einer eigenen Rangliste (ehe es weiterging zur Bedürfnispyramide), das konnten alle sehr gut leisten. Deine Ideen für die Themenbereiche Familie/Freunde sind super, dankeschön. Das hilft mir, weiter zu denken.
Im letzten Schuljahr hatten wir in der Hauptschule mehrere Probebücher/ -arbeitshefte aus der Serie "Stark in..." für Förderschulen aus dem Schroedelverlag. Das gibt es auch für Nebenfächer.
Ich meine mich zu erinnern, dass es das auch für Wirtschaft / Arbeitslehre gab. Musst du mal schauen ...
Danke für den Tipp mit den Schroedelheften, die schaue ich mir auch an.
In Klasse 6 (Wirtschaft) habe ich die GB-Kinder zum Thema Bedürfnisse erstmal malen lassen, was ihnen wichtig ist und sie darüber versucht mitzunehmen. Spätestens bei lebenswichtigen und nicht lebenswichtigen Dingen war aber kognitiv bei allen Schluss. Dass das heiß geliebte Kätzchen zwar das Leben bereichert aber seine Existenz für das Kind/die Familie nicht überlebenswichtig ist, übersteigt schon die Vorstellungskraft der meisten GB-Kinder.
Später habe ich sie mit Spielgeld erstmal lernen lassen, wie die Geldstücke und Geldscheine heißen (hat ewig gedauert und wurde immer wieder vergessen) und sie dann in lebenspraktischen Übungen rausfinden lassen, was sie davon kaufen können (z.B. brauchen sie 1,20 Euro um eine Tafel Schokolade kaufen zu können u.s.w.). Spielgeld bekommst du oft bei Sparkassen/Banken kostenlos. Einkaufen üben geht zur Not auch am Schulkiosk, wenn eine Supermarkterkundung organisatorisch nicht möglich ist (ohne die beiden I-Helferinnen hätte ich das niemals hin bekommen).
Haushaltsplan und Einkommen kannst du auf Taschengeld runter brechen - Kind bekommt 10 Euro Taschengeld und will ins Kino gehen...
Ja, heute haben sie tatsächlich ihre Bedürfnisrangliste gemalt. Das Kätzchen war nicht dabei, dafür aber ein Hund.
Spielgeld habe ich einen großen Packen schon letztes Schuljahr besorgt (bekommt man kostenfrei bei der Bundesbank online) für ein Rollenspiel (Französisch); ich hatte auch schon überlegt damit im Bereich Haushaltsplan/Einkommen in Form eines Rollenspiels mit diesen SuS zu arbeiten. (Supermarkterkundung ist nicht möglich, da es im Hinblick auf die Aufsichtspflichtnicht gestattet ist die SuS mit dem I-Helfer vom Schulgelände gehen zu lassen, das geht nur in Begleitung einer Lehrkraft. War meine 1.Idee gewesen: SuS kaufen im Supermarkt ein mit festem Budget, Zutaten werden dann direkt auch in der Schule verkocht - ist auch Teil des Bildungsplans GE- erstellen vorher mithilfe eines Rezepts einen Einkaufszettel... Leider nicht umsetzbar.)
Danke für deine Ideen.
Liebe Mit-Foristen,
in diesem Schuljahr bin ich in einer Inklusionsklasse eingesetzt. Unter anderem habe ich Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (neben weiteren Förderschwerpunkten). Insbesondere im Hinblick auf diese wäre ich euch dankbar für Hinweise zu Materialien z.B. aus dem Primarbereich oder von erfahrenen Inklusionskollegen oder von Sonderschullehrkräften, um Themen aus dem Bereich Gemeinschaftskunde runterbrechen zu können. Viele Themen sind gar nicht Teil des Bildungsplans dieser Kinder, müssen aber eben in der inklusiven Beschulung ein Stück weit mit bearbeitet werden, die Kinder sitzen ja mit im Unterricht und wollen auch etwas lernen.
Dank Conni habe ich ein großartiges Buch samt Materialien zum Themenbereich "Mitwirkung in der Schule" gefunden (damit werde ich morgen das erste Mal arbeiten in der Klasse, mal schauen, wie das auch bei den Nicht-Inklusionsschülern als Ausgangsgeschichte ankommt.)
Weitere Themenfelder dieses Schuljahrs betreffen das Zusammenleben in sozialen Gruppen (Freunde, Schulklasse, Familie,Verein), Familie und Gesellschaft (Familienformen, Erziehungsstile, Förderung von Familien und Jugendliche in der Medienwelt (Funktionen von Medien, Einflüsse medialer Inhalte, Chancen und Risikoen im WWW, Recht am eigenen Bild).
In Wirtschaft beginnen wir mit Bedürfnissen, Knappheit, Minimal-/Maximalprinzip, Werbung, Einkommen, Haushaltsplan. Zum einen oder anderen Thema habe ich bereits Ansätze, um diese mit dem Bildungsplan geistige Entwicklung zu verknüpfen, bzw. zugänglich zu machen, freue ich aber absolut über Hinweise zu z.B. guten Materialien für den Primarbereich die passen könnten zum einen oder anderen Aspekt, denn Aufgabenblätter auf GS-Niveau erstelle ich sonst bislang zumindest nicht.
LG, CDL
Simple Gockel-Suche nach Unterrichtsmaterialien (gezielte Stichwortsuche nach Themen) und du wirst fündig werden en masse. Gerade im Bereich Wirtschaft gibt es viel Material, dem Kontroversität ein Fremdwort ist. Mein Prachtfund war mal ein Material eines großen Mineralölkonzerns zu Klimawandel und fossilen Brennstoffen. Man kann sich wohl vorstellen, was da der Tenor war... (wobei Texte aus dem streng religiösen Spektrum zu Homosexualität auch immer vom Allerfeinsten sind.)
Such dir irgendein Thema aus, das hochkontrovers diskutiert wird - Klimawandel, Umgang mit Homosexualität, ALG II, Werbeverbot für Alkohol/Zigaretten...- und begib dich auf die Suche. Je kontroverser das Thema gesamtgesellschaftlich ist, desto einseitigere Angebote privater Anbieter/Lobbygruppen lassen sich finden. Auch wenn ich da einiges in der Sammlung habe, gehört das im Studium zur Eigenleistung dazu selbständig Material/Quellen zu suchen und zu finden. Später profitierst du von dem, was du dir ganz nebenbei damit an Recherchefähigkeit erarbeitest gerade in Fächern wie Politik/Wirtschaft enorm, wo man konstant aktuelle Materialien suchen, bewerten, verwerfen oder an die Lerngruppe anpassen muss.
ich habe nur so eine Angst, dass er schlecht von mir denkt oder denkt, ich sei nicht geeignet und sich über mich beschwert. Oder dass er mich als Opfer oder zu schwach ansieht. Mir schwirren tausend Gedanken durch den Kopf.(...)
Du bist ein Opfer gewesen und das bedeutet nicht, dass du schwach wärst, sondern dass du etwas überlebt hast -seelisch, ggf. auch physisch. Du machst jetzt, mit gerade mal 18 Jahren schon eine Traumatherapie. Wer sowas nicht durchgemacht hat, kann sich nicht vorstellen, wieviel Mut und Kraft es braucht, um so eine Traumatherapie anzufangen und durchzuhalten. Das macht dich zu einer Kämpferin und du solltest verdammt stolz auf dich selbst sein. Ob der Kollege das nun alles weiß oder versteht am Ende ist völlig nachrangig, was er aber problemlos verstehen wird können, ist dass ein Mensch mit gerade einmal 18 Jahren und zu Beginn des Studiums nicht mal eben mit Mittelstufenschülern zu einem so hochsensiblen Thema wie Vergewaltigung arbeiten kann. Schön, dass er dir das zutraut, steck das als Kompliment ein und gut, aber einen Strick daraus drehen, dass dich das emotional (noch) überfordert kann er dir keineswegs, selbst wenn du ihm keinerlei Hintergründe angibst. Du bist kaum älter als deine SuS, dem Kollegen sollte also sowohl vom Alter, als auch vom Thema her bewusst sein, dass das im Regelfall noch eine völlige Überforderung eines Praktikanten darstellt dazu mit einer Klasse zu arbeiten.
Müsste man sehen, ob es erlaubt ist, auf WhatsApp mit Schülern Kontakt zu haben. Das ist in Bayern zum Beispiel untersagt.
Da der TE in BW ist: Nein, ist nicht erlaubt. Allerdings geht es um die Zula, nicht um die Seminararbeit. Erstere wird am Ende des Studiums verfasst und muss v.a. Unistandards genügen, letztere wird im Rahmen des 2.Staatsexamens erstellt und da müsste der TE das natürlich sinnvollerweise beachten.
Ja, aber dann müsste ich ihm die Wahrheit sagen und das ist mir peinlich.
Würde er denn dafür überhaupt Verständnis haben?
Die Wahrheit muss dir an dieser Stelle nicht peinlich sein, auch wenn ich das Gefühl kenne und verstehe. Du hast nichts falsch gemacht, du sorgst für dich durch die Therapie, aber auch indem du dir deiner Grenze bei diesem Thema bewusst bist wie auch der Verantwortung den SuS gegenüber und nimmst beides wahr, indem du mit dem Kollegen darüber sprichst. Das kostet dich großen Mut verständlicherweise, was ihm auch klar sein sollte.
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