Beiträge von CDL

    Wenn ein Kind unkontrollierten Zugang zu Medien hat und am PC oder auf dem Smartphone jeden Tag mit sexuellen Inhalten kontrontiert wird, wundert es mich auch nicht, wenn es mit 12 Jahren schon unbedingt Sex haben will. Man kann da die Neugier und das Interesse auch triggern. Für solche Kinder finde ich Aufklärungsarbeit auch wichtig, weil die Eltern sich gerade bei solchen Kindern oft um nichts kümmern und die Kinder sich selbst überlassen werden. Da kommt es dann natürlich schnell zu Schwangerschaften, wenn 12-jährige Pornos nachspielen wollen.
    Es gibt aber eben auch Kinder, die einfch noch natürlich Kind sind, weil die Eltern sie von solchen Einflüssen weitgehend fernhalten. Dass solche Eltern dann aber auch die Sorge haben, ihr unbedarftes Kind könnte durch zu frühe oder zu offene Konfrontation mit Sexualität in schändliche Bahnen geleitet werden, kann ich absolut verstehen. Ich finde das ist ein sensibles Thema, wo solche Aspekte wie Alter, persönliche Reife und häusliche Erziehung eine grosse Rolle spielen.

    Aufklärung nützt allen Kindern- egal, wie sie aufwachsen und erzogen werden. Verantwortungsbewussten Medienkonsum müssen ebenfalls alle Kinder lernen- egal, wie sie aufwachsen und erzogen werden. Beide Themenbereiche werden im Idealfall vom Elternhaus bereits früh sinnvoll angelegt, altersangemessen weitergeführt und dann von Kindergarten und Schule weitergeführt und ergänzt bzw. aus einer anderen Perspektive betrachtet als lediglich mit der Brille der Eltern. Das Stichwort, das beide Bereiche verbindet @Farbenfroh ist Mündigkeit. Sollte dir als Politikwissenschaftler_in und damit GK-Lehrer_in eigentlich ein Begriff sein und auch ein hoher Wert, den du privat, wie beruflich mit Leben füllst. Sollte..

    Muahahahaha es motzkugelt fröhlich vor sich hin, exzellent (bis auf Anja aus Hamburg- Ferien in Sicht, ein Lächeln auf den Lippen ungeachtet des ausbleibenden Hitzefries: Das kannst du doch besser!!!!). Und da Herr Frosch als SL selbsterklärt noch nicht einmal hitzefrei benötigt, hat er ausreichend Zeit seine Ode an die Motzigkeit zu vollenden während die Froschschenkelchen vor sich hin grillen.


    35 Grad drinnen? Pfff so keine Lust auf die motzigen Schüler.

    Die hatten wir heute auch bei -trotz geöffneter Türen- stehender Luft. Frau Hund hatte mehr Glück: In ihrem Räumchen habe ich heute früh die Rollos runtergelassen, die auch niemand geöffnet hat ausnahmsweise, so dass es bei ihr recht angenehm war, während ich von Sauna zu Sauna gewandert bin. :sabber: Puuuuh, wo ist mein Unterrichtsvorbereitungsroboter, der mir die Arbeit abnimmt, damit ich den restlichen Tag ins Freibad oder an den See kann (ohne dafür am Abend noch an den Schreibtisch zu müssen)?!? Ich will-ich will-ich will-ich will *auf den Boden werf und mit den Fäustchen darauf einschlag* :motz: Frechheit: Von wegen Digitalisierung, Medienbildung und so ein Quatsch, wenn noch nichtmal diese selbstverständliche Grundausstattung zur Verfügung gestellt wird. Und wo bitte ist mein kleines fahrbares Tablet, dass mein Gesicht in die Klasse übertragt, um den aufgezeichneten Unterricht zu halten, während ich für streifenarme Bräune sorge?!? :rauchen: Wiiiii-derrrrr-lich! :neenee:

    Aus prinzipiellem Protest freue ich mich kein Bisschen, dass ein Schüler mich heute gefragt hat, wie man Bundeskanzler werde, weil die aktuelle Regierung gar nichts gegen den Klimawandel und für den Umweltschutz mache und wo man sich entsprechend engagieren könne, damit sich politisch etwas ändert im Land. Nein, das ist doof, denn so "musste" ich 10min länger in der Schule bleiben als geplant, um die Frage ausführlich zu beantworten und den Schüler zu ermutigen sich einzubringen bei der Partei seines Herzens (welche das dann auch sein mag) und am Ende grasslicherweise noch in strahlende Schüleraugen sehen. Pfui bäh- wer will das schon!!! :pfui:

    Ach herrlich, wenn einem so kurz nach der Sanierung auffällt, dass diese eine Einsturzgefährdung zur Folge hat. Ist es nicht schön zu wissen, was wir im Ländle so alles zu können meinen?!?

    Und ich beginne direkt den Reigen, denn bei uns sind es noch füüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüünf laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange Wochen bis zu den Sommerferien bei rund 40 Grad Celsius, die uns am Mittwoch erwarten :explodier: ("hitzefrei" ab 13 Uhr- bringt exakt keiner Klasse und noch weniger Lehrkräften Entlastung, klingt aber wahnsinnig gut auf dem Vertretungsplan). Da es die füüüüüüüüüüüüüüüüüüünf laaaaaaaaaaaaaaangen Wochen zu füllen gilt, werden noch eben zusätzliche Projekte für die letzen Schultage beschlossen, damit man neben dem Korrekturwahnsinn bis zur Zielgeraden keine Langeweile zu bekommen droht. :schimpf: :motz: :neenee:


    Ich beantrage einmal Brandenburg-bis-Baden-Württemberg-Sommer bitte und mittendrin, in einem Viertelstündchen mal die noch ausstehenden 5 Schuljahreswochen, um meinen Stoff abzuschließen, Zeit für einen schönen Schuljahresabschluss mit meinen Klassen zu haben und diese gaaaaaaaaaaaaanz gechillt die sich magisch selbst korrigierenden letzten Klassenarbeiten schreiben zu lassen, für die alle perfekt gelernt haben, so dass ich in der pädagogischen Gesamtbewertung nur viiiiiiiel bessere Zeugnisnoten festhalten kann, als ein Teil der Hasen sich leider ehrlich verschnarcht hat.

    Wie versprochen und kurz nachdem das erste BL bereits in den Sommerferienmodus wechselte der versprochene Thread für angehende und fortgeschrittenere Motzisten. Meike versprach meine ich, die von Conny zu erstellende Evolutionsgeschichte zu korrigieren, welche hymnisch untermalt wird von diesem Gassenhauer:


    Ergänzend möchte das Fröschlein unsere wundervollsten Motzigkeiten gerne singend nachempfinden. Freiwillige würden noch benötigt für die passende "eurythmische" Darbietung ("ich tanze meinen Lieblingsmotzmotz"). Bitte sehr gerne beim Pälzer Pu melden, der für den Entwurf der Choreopgrapgie namensbedingt prädestiniert ist.

    Mögen die Motzigkeiten beginnen! Wer wider Erwarten (also nicht in BW oder BY lebend) bereits die Sommerferien in akuter Sicht hat darf selbstredend mitmotzen über zu heißes und zu kaltes Wetter, zu erfrischende Schwimmbäder, Eisbecher und Wellen und- latürnich- die immer nur zu kurzen Ferien. Brandenburg hat sich tragischerweise als noch keine-Sommerferien-Mitmotzland selbst am 20.06 disqualifiziert- motzt darüber!

    Wenn ich nicht in der Lage bin, didaktisch zu reduzieren, dann wird wohl ein Schulformwechsel auch nichts ändern.

    Um didaktisch reduzieren zu können braucht es aber halt ausreichend Ausgangswissen, das man reduzieren lernen kann, insofern würde ich dir auch nicht zustimmen wollen bei diesem Teil deines Posts Lehramtsstudent, denn wenn es "am Fachlichen" liegen würde, bedeutet das normalerweise, dass eben diese Fachlichkeit nicht ausreichend vorhanden ist, um überhaupt sinnvolle didaktische Reduktionen vornehmen zu können. Wer schon nur zu stark reduziertes Fachwissen vorzuweisen hat, kann das nur begrenzt sinnvoll gestalten lernen und zwar ganz gleich, um welche Schulform es erstmal geht und was die jeweiligen SuS an Lernstoff zu bewältigen haben.

    Didaktische Reduktion ist wichtig, aber der Grad der didaktischen Reduktion entscheidet sich ja nach der Schulform. Bevor arabi konkreter wird, kann ich nur Vermutungen anstellen, aber ich kann mir vorstellen, dass es auch Lehrer geben mag, die Probleme damit haben, komplexere Themen, wie sie in der gymnasialen Oberstufe mitunter vorkommen, adressatengerecht zu vermitteln (Stichworte Unterforderung/Überforderung), aber denen es bei grundlegenden Themen einfacher fällt, weil sie den Stoff besser überblicken können, statt, im schlechtesten Fall, inhaltlich nur die klassischen 2 Seiten im Buch weiter wie die Schüler zu sein. Genauso wie es sicher Leute gibt, denen die pädagogische Arbeit in Grund-/Förderschule weniger liegt und die aber an weniger pädagogisch geprägten Schulformen besser zurechtkommen.

    "Seinen Stoff zu überblicken" ist keine Frage der Schulform..


    "Die Umstände waren schwierig" kann natürlich nur eine Variante für "alle anderen waren böse, gemein und unfair, ich oder XYZ aber soooooo sensationell-wunder-glitzer-barbietastisch" sein. Vielleicht aber auch der eine tragische Einzelfall, wo es eben doch stimmt- weiß man´s von außen? Frau nicht.

    Oh bitte, als ob Kinder und Jugendliche erst Aufklärungsunterricht benötigen würden für "Doktorspiele"! Kein Aufklärungsunterricht führt nachweislich zu vermehrten Teenagerschwangerschaften. Von Aufklärungsunterricht habe ich persönlich das noch nie gehört und würde vermuten, dass das höchstens die absolute Ausnahme sein dürfte, in der das von fabulierte Konstrukt einmal auftreten könnte. Absolute Ausnahmen rechtfertigen aber auch jenseits von Bildungsplanvorgaben (die es aus gutem Grund bei derartigen Themen gibt) kein regelhaftes Nichterfolgen von Aufklärung und Mündigmachung, so sehr Menschen wie du ihren Nachwuchs auch entmündigt halten möchten, wenn es um den eigenen Körper und Geist geht.

    Ansonsten: Einige meiner Kollegen sind mit ehemaligen Schülerinnen zusammen. Soll vorkommen.

    Gibt es einen Grund, warum solche Geschichten fast immer (zieht man Frau Macron mal ab) nur über Kollegen erzählt werden abgesehen von gesellschaftlichen Geschlechtsstereotypen? Machen Kolleginnen das noch seltener oder sind die wenn, dann einfach nur diskreter?

    Sei´s drum, mir schüttelt sich innerlich was, wenn ich so etwas lese. Empfinde ich als unangemessen und grenzüberschreitend. Liegt vielleicht aber auch daran, dass, als ich in der 12.Klasse war, ein Referendar es angemessen fand eine Beziehung mit einer Schülerin aus meinem Jahrgang exakt ab ihrem 18.Geburtstag (der offenbar von beiden sehnsüchtig erwartet worden war sicherheitshalber) zu beginnen. Der hatte sich brav direkt davor noch von seiner Frau getrennt für die halb so junge Schülerin. Muss schließlich alles seine Ordnung haben..

    Genau, weil Medien ja auf gaaar keinen Fall finanzielle Interessen haben :D

    Klar haben sie die mehrheitlich und vordergründig. Hat seinen Grund, warum wir dankbar sein können hierzulande für das vergleichsweise entspannte finanzielle Polster, dass die öffentlich-rechlichen Medien genießen und auf dessen Basis sich eine andere Form der Berichterstattung leisten lässt.

    Selbst wenn es aber allesamt, ausnahmslos beherrschen würde, würde das nicht dieses pauschale Urteil rechtfertigen:

    Der Iran ist ein großartiges Land mit einer wunderbaren Bevölkerung, das in der hiesigen Hetzpresse oft genug in propagandistischer Weise als Feindbild aufgebaut wird.

    Da ist der Sprung zum Lieblingsfeindbild "Lügenpresse" nur noch ein verbaler und etwa so differenziert artikulierst du dich im Weiteren:

    Zitat von CuiBono?!


    Wichtig ist, dass sich die Europäer jetzt selbstbewusst und emanzipiert verhalten und nicht wie das Bückstück der USA, wie so oft in der jüngeren Geschichte. Das heißt, das Atomankommen zu retten und mit dem Iran Handel zu betreiben - denn unter den Sanktionen leidet in erster
    Linie die einfache Bevölkerung.
    Und ganz wichtig: Seeeehr vorsichtig lesen, was in den gängigen deutschen Medien steht. Die haben ihre finanziellen Partikularinteressen
    und sind in diesen Fragen ganz sicher nicht neutral und unparteiisch und gehören allesamt zu wenigen, einflussreichen Medienkonzernen - hat
    man schön während der Irakkriege gesehen.

    BTW: Absolut neutral und unparteiisch ist nichts Menschengemachtes- jedenfalls nicht, wenn es um Journalismus geht. Unter Einhaltung gewisser journalistischer Grundsätze behindert das eine seriöse Berichterstattung aber keineswegs und als gebildete Menschen sind wir voraussichtlich allesamt im Stande enthaltene persönliche Wertungen oder auch Interessen, die sich in der Auswahl von Themen und Argumenten natürlich zeigen, zu erkennen. Oder brauchst du jemand, der dir das "Werbekunde hat´s finanziert"-Schild hochhält wenn du dir die RTL II-News anschaust, um Fakten von Werbung trennen zu können? Falls ja: Sender- oder Medienwechsel könnten helfen, um seriösere, faktenbasierte Berichterstattung jenseits anekdotischer ""Evidenz"" à la "mir hat die Brustschwellcreme eine gaaaaanze Körbchengröße mehr gebracht" zu erhalten.

    Das sind wahrscheinlich diejenigen, die Angst haben, ihre Kinder könnten homosexuell werden, wenn man mit ihnen über Homosexualität spricht, oder?

    Och, bei mir waren die Eltern allesamt sehr brav, als ich mit einem gesamten Jahrgang ein Projekt zu Homosexualität&Co. gemacht habe. Trotz (oder wegen?) eines ausführlichen Elternbriefs, der deutlich gemacht hat, worum es geht (aber eben auch, dass das Teil des Pflichtunterrichts ist und in jedem Fall behandelt wird- alternativ halt im Rahmen des Regelunterrichts), waren alle SuS anwesend und nicht ein noch so religiöses Elternteil verspürte das Bedürfnis sich mit weiteren Fragen an mich zu wenden. Vielleicht sind meine Schülereltern- so katholisch und homophob manche von ihnen auch faktisch sein müssen angesichts der Äußerungen/Überzeugungen/Haltungen mancher meiner SuS- aber halt auch einfach nicht "farbenfroh" genug, um sich passend absurde Einwände einfallen zu lassen, die einem Akademiker so in den Sinn kommen, um mündigmachende Aufklärung zu diskreditieren? :gruebel:

    Für BW wäre der Schulformwechsel in die Sek.I nur nach Nachstudium und erneuter 1.Staatsprüfung im neuen Fach, bzw., da dieses abgeschafft wurde, Lehramtsmaster im fraglichen Bereich hoffend, dass zumindest die Bachelorprüfung nicht auch noch wiederholt werden muss (was durchaus sein könnte). Im Anschluss dann erst das passende Ref.

    Kann in Hessen analog geregelt sein oder eben auch ganz anders. Das ausbildende Seminar deiner Freundin sollte ihr passende Ansprechpartner nennen können im LLPA.

    Und vorher hatte ich Sex! Elf Jahre lang! So!

    Beneidenswerte Kondition... ;)

    Das kann ja sein, aber für diese Personen ist Sex vor der Ehe eben falsch und schlecht. Darum ist es aus deren Sicht verständlich, dass sie ihre Kinder vor Einflüssen schützen möchten, die sie zu einer verfrühten sexuellen Aktivität verleiten könnten.

    Nachdem es kontextuell um Aufklärungsunterricht geht: Gehst du ernsthaft davon aus, dass Aufklärungsunterricht die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass junge Menschen vorehelich sexuell aktiv werden, sprich im Umkehrschluss keinen Aufklärungsunterricht zu erteilen und es beim Gebot "kein Sex vor der Ehe" zu belassen, diesen ernsthaft verhindern würde? Und wenn das Gebot nicht ausreichend ist und die braven kleinen Christenkinder (oder welchem Glauben die züchtigen kleinen Gläubigen auch entstammen mögen) blöderweise dabei mit 12/13/14 (etc.) schwanger werden- findest du das dann auch noch verständlich, wenn dann eine Abtreibung folgt oder endet die Empathie konsequent vor den betroffenen Jugendlichen?

    Zu prüfen wäre, was das Land Hessen für die Wiederaufnahme des Vorbereitungsdienstes nach Abbruch/Unterbrechung vorgesehen hat (ist ggf.online einsehbar) Wichtig könnte außerdem sein, zu welchem Zeitpunkt und wie der erste Anlauf beendet wurde, da ggf. argumentiert werden kann, dass der Ausbildungsanspruch bereits erfüllt wurde. Einfach mal die entsprechenden Stellen in Hessen anrufen, Situation schildern, ggf. ergänzend Gerwerkschaftsinfos einholen, dann wisst ihr mehr.

    Stichwort "Verfallsdatum des Uni-Abschlusses": Bei einer langen Pause zwischen Abschluss und Ref/einschlägiger beruflicher Tätigkeit wie in diesem Fall ist meines Wissens in BW eine Nachprüfung (Kolloquium) vorgesehen, um sicherzustellen, dass Anwärter sich noch auf dem aktuellen Stand befinden, der zu Beginn des Refs fachlich vorausgesetzt wird. (In gewisser Weise also doch so eine Art "Verfallsdatum" für den Uni-Abschluss- zumindest in BW).

    Können: Problemlos. Wollen: Nö, mach dich selbst schlau.

    Wer sich so nonchalant anmaßt nicht einfach nur eine Aussage inhaltlich zu hinterfragen, sondern auch mal eben die fachliche Eignung eines Gegenübers ohne besseres Wissen in Abrede zu stellen muss nicht noch servicemäßig bedient werden. Ich habe diesbezüglich keinen Beweis- oder Rechtfertigungszwang, dafür lässt sich das Ganze zu simpel mithilfe von Google verifizieren. Mehr als Worthülsen hast du diesbezüglich aber nicht anzubieten, da du entweder bereits dank Tante Google eines Besseren belehrt wurdest oder aber es -wie so oft- nur ums Prinzip des Rechthabenwollens-um-jeden-Preis geht bei dir.

    Offtopic: Stell dir vor, es wäre das nächste Schuljahr und wir beide landen im selben Kollegium auf einer Planstelle..

    Das würde aber die Erziehungsideale der Eltern konterkarieren.

    Und? Nennt sich öffentliche Schule mit entsprechenden Lehrplänen. Wer lieber in seiner wie auch immer gearteten ideologischen Blase verbleiben möchte und auch seinen Kindern bloss keine mündigen Entscheidungen gestatten will, wird auf dem großen Markt der staatlich anerkannten oder auch nicht anerkannten privaten Schulen fündig.


    BTW: Von jemandem mit den Fächern Geschichte&/Politik als kritischen Einwand zu lesen, dass Erziehungsideale von Eltern konterkariert würden lässt mich hoffen, du bist an einer privaten Schule tätig. Ich kann nachvollziehen (wenn auch nicht verstehen), warum Eltern das als Argument für eine entsprechende Schuleintscheidung anführen, von jemand mit diesen Fachstudien als Background erwarte ich eine differenziertere Betrachtungsweise.

    Dies ist keine Trollfrage.
    Folgende Situationen sind passiert, die meiner Erachtens etwas komisch waren/sind.
    Situation 1: Einige meiner Schüler kamen nach der Stunde zu mir, um ihre Note zu erfahren. Nachdem ich allen Schüern ihre Note genannt habe, habe ich erst gesehen, dass der betroffende Schüler auch mit vorne stand. Darauf haben wir uns erstmal sekundenlang schweigend angeschaut, bis er das peinliche Schweigen beenden musste.

    ??? "Der betroffene Schüler" war wovon betroffen, von einer schlechten Note? Oder hat er/sie nur erwartet ebenfalls noch eine Note genannt zu bekommen? War das Schweigen peinlich, weil du nicht auf die Idee gekommen bist die Gesprächssituation aktiv und souverän zu gestalten, so dass dein Schüler das machen musste oder hast du bewusst schweigend gewartet, weil es eine begründete Entscheidung deinerseits war? Was waren deine Gründe? Und was war dann peinlich?


    Zitat von drachenzwerg

    Situation 2: Der Schüler schaut mir im Unterricht in die Augen und ich erwidere einfach nur seine Blicke. Dabei schweigen wir uns einfach an, bis er wieder das peinliche Schweigen beenden musste.

    Hattest du dem Schüler vorher eine Frage zum Unterricht gestellt oder stehst du unvermittelt im Raum und startest ein Augenduell mit einem Schüler während du im Unterricht innehältst? Wenn es vorher eine Unterrichtsfrage gab: War dein Schweigen als Reflektionszeit gedacht? Wenn es keine Unterrichtsfrage gab: Hat der Schüler gestört und du hast ihn schweigend und mittels Blicken eingenordet? Wenn es keine Störung gab: Warum zum Henker muss der Schüler ein unangenehmes, nicht begründetes Lehrerverhalten auflösen, warum machst du das nicht?


    Zitat von drachenzwerg

    Situation 3: Ich habe einmal eine Aussage getätigt, darauf hat er mich wieder reflexartig angeschaut und ich habe wieder seinen Blick erwidert. Dabei haben wir uns wieder angeschwiegen. Ich habe solange zu ihm geschaut, bis er weggeguckt hat.

    Gab es einen Grund für dieses von dir gestartete Blickduell? (Unterrichtsfrage/Störung/Unsicherheit, warum der SuS so reagiert hat/...)


    Zitat von drachenzwerg

    Situation 4: Immer, wenn er gar nicht darauf achtet, wie er auf andere wirkt bzw. die Umgebung um sich herum ausblendet, muss ich reflexartig zu ihm schauen und ihn beobachten.So was erlebe ich mit keinem anderen Schüler.

    Dir ist aber klar, dass wenn du jemanden anstarrst er/sie darauf reagieren wird und dass von dir als Lehrkraft (und ich habe die größten Zweifel daran, dass du eine solche bist) erwartet wird souverän eine Gesprächssituation zu steuern, nicht Schüler mit Blicken "zu verfolgen" und solange schweigend anzustarren, bis diese aus Verlegenheit etwas sagen?

    Du hast das Theoriefass eröffnet und dich als Fachmann/Frau produziert. Ich bezweifle - da du es nicht untermauern konntest/wolltest -, dass deine Darlegungen wissenschaftlicher Konsens der Vorurteilsforschung sind und nehme an, dass es sich vielmehr um private Ideen handelte.

    Der fragliche Beitrag von mir, um den es originär geht war dieser. Die wenig weltbewegende Aussage darin war, dass es zwei Arten von Vorurteilen gibt, wie auch diesem Beitrag von keckks implizit zu entnehmen ist, die statt von "verfestigten Vorurteilen" von "wirksamen Vorurteilen" schreibt (anderer Begriff, vergleichbarer Inhalt) und dass deine Replik auf einen anderen Beitrag diese Trennung nicht vornimmt. Um dem inhaltlich zustimmen zu können muss man sich weder mit der Vorurteilsforschung befasst haben und einschlägige fachwissenschaftliche Literatur kennen (auch wenn diese erhellend sein kann), noch müsste ich dafür irgendetwas belegen oder "beweisen".

    Wissenschaftlicher Konsens ist in den Geisteswissenschaften- wie dir bekannt sein sollte- eher die Ausnahme. Begrifflichkeiten für diese Grundaussage gibt es insofern verschiedene mit oft nur geringfügig von einander abweichenden, damit einhergehenden konzeptuellen Vorstellungen. Das es einen Unterschied gibt zwischen verfestigten/wirksamen/... Vorurteilen und spontanen Alltagseinordnungen in Form von weiter zu differenzierenden Erstzuordnungen ist nicht nur Konsens, sondern banal genug, um es sich auch so erschließen zu können. Der Umstand, dass nicht einer oder eine der außerordentlich aktiven Politik- und Sozialwissenschaftler hier im Forum das Bedürfnis hatte, meinen Beitrag als "private Ideen" oder "Behauptungen" abzutun, der fragliche Beitrag mindestens mit keckks auch von einer außerordentlich firmen Vertreterin dieser Fraktion (bei den anderen habe ich die Fächer nicht im Kopf) geliked wurde könnte als Hinweis dienen, dass es eben gerade keine absurden "privaten Ideen" und wilde "Behauptungen" sind. Glaub mir (oder lass es): Politikwissenschaftler streiten sich gerne miteinander; meine Kollegen hätten sich eine derart saftige Steilvorlage wie du sie mir unterstellst keineswegs entgehen lassen (wäre es nur Käse und Mist auch völlig zurecht).


    Zitat von Buntflieger

    Und nein: Ich bin nicht moralisch dazu verpflichtet, die Behauptungen anderer zu verifizieren. Dein Auftreten wirkt auf mich sehr überheblich.

    Umgekehrt wird wohl eher ein Schuh daraus: Du unterstellst mir konstant (und ohne Nachweise), ich würde eine private Meinung wissenschaftlich verbrämen, lässt dich am Ende eines absurden Austausches, in dem du nicht gesagt haben willst, was du schriebst (oder zumindest nicht meintest) scheinbar großzügig dazu herab Beweise dafür zu akzeptieren, dass es zwei Arten von Vorurteilen gibt (aber gefälligst mit Quellenangabe und/oder Links zu einschlägigen PDFs und wehe, das ist dann nicht wörtlich, was ich geschrieben habe...), nur um die gekränkte Diva zu geben, wenn ich mich weigere mich von dir zum Lakaien machen zu lassen. 2min Google-Suche bescheren dir ein paar wirklich aussagekräftige PDFs, aus denen klar wird, an welchen Stellen inhaltlicher Konsens besteht, wo es -bei Begrifflichkeiten, wie auch inhaltlich- Unterschiede gibt. Das darf ich von einem Berufskollegen erwarten an Eigenleistung, ehe dieser mir (fachfremd) mangelnde Fachlichkeit unterstellen zu können meint. Ich habe lange bevor ich Politik auf Lehramt für die Sek.I abgeschlossen habe ein Universitätsstudium der Politikwissenschaft abgeschlossen. Mag sein, dass du nicht weißt (oder aus meinen Beiträgen zu erkennen vermagst), was ich in meinem Fachbereich kann und weiß- du bist aber nicht der Maßstab für mich.

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