Fragend-entwickelnder Unterricht (Frontalunterricht): Sehr anspruchsvolles Format als Lehrer, da man ständig gefordert ist; bedarf einer gut bis sehr gut entwickelten Gesprächstechnik (liegt nicht jedem); sehr starke Steuerung durch die Lehrperson, dadurch auch stärkere Möglichkeit der Kontrolle/Steuerung des Geschehens bei Störungen/Unruhe und intensive Form der Beziehungsarbeit, da man als Lehrer konstant mit den SuS arbeitet, diese fordert, Arbeitsleistung einfordert, Rückmeldung gibt, etc.; leistungsschwache SuS profitieren am stärksten von besonders stark gesteuerten Lernformen wie dieser.
Größter Nachteil: Sprechanteil der SuS sinkt unter Umständen stark ab --> Abwendung von reinen Ping-Pong-Gesprächen beispielsweise durch Meldeketten möglich
Offene Unterrichtsformen: erlauben es insbesondere leistungsstarke SuS besonders intensiv in ihrem Lernprozess zu begleiten und zu unterstützen; viel Raum für kindliche Neugier und Interesse, was intrinisische Motivation unterstützen oder auch generieren kann.
Größter Nachteil: Wenngleich es auch für leistungsschwächer SuS wichtig ist Lernprozesse selbstorganisieren zu lernen, profitieren diese am wenigstens von offenen Unterrichtsformen; in Klassen die sehr starkes Engagement in der Beziehungsarbeit benötigen können zu große Anteile offenen Unterrichts kontraproduktiv sein. + Besonders vorbereitungsintensiv im Hinblick auf Materialien.
Handlungsorientierter Unterricht: Zentraler Bestandteil vieler Fächer in denen simulatives, anwendungsorientiertes Lernen im Sinne der Kompetenzorientierung im Mittelpunkt steht. Erlaubt es meiner Erfahrung nach beispielsweise in Wirtschaft auch leistungsschwächeren SuS komplexe theoretische Zusammenhänge aus ihrem konkreten Handeln abzuleiten und zu verstehen. Sehr motivierend für viele SuS (die meisten meiner Klassen fragen gezielt nach solchen Ansätzen, da diese ihnen große Freude bereiten und sie nicht immer das Gefühl haben gerade etwas zu lernen, was gerade deshalb viel leichter möglich ist). Alle SuS sind involviert und müssen aktiv mitdenken und mitarbeiten. Selbst die größten Faulbärchen und "Denkverweigerer" lernen hierbei etwas. Dank der Anwendung/des eigenen Handelns ist das Wissen deutlich tiefer verankert als bei anderen Erarbeitungsformen und auch in Klassenarbeiten besser abrufbar mit einer gewissen Chance, dass SuS tatsächlich an der einen oder anderen Stelle etwas lebenslang lernen, da sich sich in realen, analogen Situationen daran erinnern.
Größter Nachteil: Vorbereitungsaufwand um motivierende, aktuelle, fachspezifische, angemessene Szenarien zu kreieren (da sind Schulbücher zumindest in manchen meiner Fächer nur begrenzt hilfreich).
Literatur: Da gibt es viel für die Fächer und manches Allgemeine. Worauf sollen Literaturhinweise sich denn beziehen (Schulart/Fächer und Umsetzungsmöglichkeiten im jeweiligen Fach/fachübergreifende Mehtoden/...)? Hab für jedes meiner Fächer diverse Bücher im Schrank oder auch Fachzeitschriften, die dir je nachdem, was genau du wissen willst aber nicht weiterhelfen werden, da sie ggf.zu fachspezifisch sind.