Beiträge von Lehrerin2007

    Das "Problem" sehe ich im Moment ganz gelassen.

    Ja, kannst du ja. Ich darf doch aber meine Gedanken hier teilen? Warum wird man immer gleich von jemandem so angemacht, wenn man eine andere Meinung hat? Das Oberthema des Threads ist "Corona Homeschooling" und nicht "Wieviele Corona-Tote gibt es schon" und dazu passt mein Post.

    Das ist super von dir, dass du das machst, mit 3 Kindern - Respekt. Aber nicht jeder bekommt es gleich gut "gewuppt".

    Ich für meinen Teil bekomme es nicht hin und habe auch keinen Anspruch auf Notbetreuung, mitnehmen dürfte ich die Kinder auch nicht. Wenn es deshalb jetzt "böses Blut" im Kollegium gäbe, fände ich das auch unfair. Daher bin ich froh, dass die Betreuung durch spontan Freiwillige abgedeckt ist. Dafür habe ich aber andere Aufgaben, die gerade auch sehr wichtig sind, die ich aber von zu Hause erledigen kann. Man kann also auch zu Hause bleibenden Eltern solche Aufgaben erledigen lassen, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt.

    Ich käme nie auf die Idee, die Zeit, in der ich mich um meine Kinder kümmere, zu meiner Arbeitszeit zu zählen!

    Ich sagte ja, schätzungsweise. Ich weiß schon am Ende des Tages, wie lange ich am Schreibtisch saß... entweder an meinem oder mit an dem der Kinder... Es ging doch auch hier nicht um eine Arbeitszeiterhebung, sondern wir tauschen uns aus, wie die Arbeitsbelastung jetzt ist (oder auch nicht). Ich hab doch nicht behauptet, dass ich das irgendwo anrechne...? Weiß nicht, was die Berückung soll.

    Es gibt auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit, auch ein Grundrecht. In der momentanen Krise beißt sich dieses Recht mit dem Recht auf Versammlung und auf Freiheit (auch, wenn wir ja nicht in dem Sinne gefangen sind). Daher muss man möglicherweise letztere einschränken, um ersteres zu gewährleisten...?

    Ja klar, das stimmt schon. Vielleicht ist meine Denke da zu perfektionistisch oder dieser Kontroll-Verlust macht mir zu schaffen (nicht wie in der Schule, wo ich ja sehen bzw. hören kann, ob sie die HA gemacht haben...). Ich befürchte nur, dass, sollten die Schließungen länger als bisher geplant andauern und das Schuljahr dadurch deutlich verkürzt werden und nicht mehr alle Leistungserhebungen stattfinden können, einige schlechte SuS einfach durchs Schuljahr durchgewunken werden, obwohl sie es wahrscheinlich nicht geschafft hätten (ich denke da aktuell gerade vor allem an die Zulassung zur Oberstufe, da ich eine - ziemlich faule - 10. Klasse habe...), wo ich mir nicht sicher bin, ob man denen (und uns) damit was Gutes täte... :(

    Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tage. Dazu kommt, dass der Deutsche an sich sich im Moment noch störrisch widersetzt - ich las in meinem Facebook-Feed gerade von einem vollbesetzten Park in Neuperlach. Also nein, mit Ende nächster Woche bist Du leider zu optimistisch.

    Ok, also in Neuperlach war ich jetzt nicht, aber in meiner Wohngegend ist es sehr still. Ich war laufen, ein paar Leute spazieren, aber mehr auch nicht. Zumindest für BY heißt es ja, die Regelungen werden gut eingehalten. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass bald ein Effekt eintritt, wenn auch eben erst nach 3 oder 4 Wochen....

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich diesem ganzen Tamtam mit online-Kursen, digitalem Unterricht usw. nicht besonders viel abgewinnen kann. Viele meiner KuK haben sich die Mühe gemacht, Mebis-online-Kurse zu erstellen. Dabei war die Plattform die ersten Tage völlig überlastet und sie mussten doch die gute alte E-mail für Arbeitsaufträge nutzen. Nun habe ich auch die Rückmeldung von KuK, dass die Klassen z.T. nur zur Hälfte diese Kurse abrufen. Auch ich habe gesehen, dass nicht alle Eltern meine Arbeitsaufträge (fast alles ganz "altmodisch" per pdf mit Selbstkontrollebögen und ein paar Links zu online-Übungen oder Filmchen) abgerufen werden. Da frag ich mich schon, warum man sich die Mühe macht, wenn es einfach nicht gemacht wird?

    Ich für meinen Teil werde weiter meine analogen Aufträge zum Ausdrucken machen, nochmal betonen, dass die Pflicht sind und bei Schulstart erwartet wird, dass der Stoff bearbeitet wurde und entsprechend auch an dem Punkt weitermachen. Wer sich nicht gekümmert hat (wie sonst auch) ist selbst Schuld.

    Bei uns hieß es bisher, die drei noch fehlenden Proben sollen nach Ostern noch geschrieben werden. Ich glaube aber nicht wirklich dran... Die Lehrerin müsste erstmal überprüfen, ob der Stoff halbwegs sitzt (gerade bei Grundschülern, die sich beim Lernen / Üben noch nicht so gut selbst organisieren können) und dann recht zackig hintereinanderweg die Proben schreiben. Zudem braucht sie häufig Wochen, um diese zu korrigieren /rauszugeben (Gibt es an der Grundschule eigentlich auch Korrekturfristen?). Die Zeit wird echt knapp und 22 Proben sind ohnehin sehr viel, dass ich auch denke, bei den meisten würde sich nicht mehr viel ändern (also bei meinem Kind sicher nicht) mit 3 Proben mehr - zumal (wie Caro sagte) die Anzahl eh verringert werden soll.

    Aber bei Kindern, die auf der Kippe stehen, kann ich mir schon vorstellen, dass die Eltern Stress machen. Aber nur die noch eine Probe schreiben lassen, die auf der Kippe stehen? Gibt wahrscheinlich auch wieder Ärger...

    Ja, ich hab das jetzt mal dazugerechnet, weil ich es ja nur in dieser Situation mache, normalerweise nicht. Oder nicht in dem Ausmaß. Ansonsten käme ich nicht auf meine normale Arbeitszeit, weil ich zwar die Vorbereitung der Wochenpläne habe, aber nicht wie sonst den Unterricht durchführe und auch einige Termine wegfallen, die sonst bei uns stattgefunden hätten.

    Also ich komme momentan schätzungsweise auf meine "umgerechnet" knapp 30 Stunden (TZ), weil ich an Arbeitsaufträgen, Lösungsblättern und Korrekturen meiner Klasse sitze, aber auch weil ich die Grundschullehrerin für meine Kinder nebenher mache... Da soll ich nämlich auch alles nachsehen und korrigieren, weil die Lehrerin der Grundschule das nach der Schließung nicht schafft, von allen Kindern durchzuschauen.

    Insofern - gleich viel Arbeit, aber andere Verteilung... :)

    Also wenn man wegen 3 Wochen das Schuljahr verlängern würde, fände ich das etwas übertrieben. Dann könnte man mal damit anfangen, diesen (zumindest bei uns) wahnsinnigen Terminkalender mit Extra-Veranstaltungen, Lesungen, Fahrten usw. zu kürzen. Der führt nämlich dazu, dass man manchmal fast nicht mehr den Lehrplan einhalten kann, wenn man es sich tatsächlich erlaubt, auch mal eine Woche im Jahr krank zu sein...

    Auch bei 4 oder 5 Wochen würde ich das noch so sehen. Darüber hinaus fänd ich es schon eine Überlegung wert, aber nur, wenn man dann während der Schließung tatsächlich auch vorgezogene Ferien hat und nicht zu irgendwelchen mehr oder weniger sinnigen Dienstpflichten herangezogen werden kann.

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