Ich kenne beide Seiten, manche, die mit den sog. "Lockdowns" bzw. mit der ganzen Pandemie und ihren erforderlichen Einschränkungen nicht gut zurecht kommen und solche, die (wie ich) dem auch Positives abgewinnen können. Natürlich hätte ich die Pandemie 1000x lieber nicht gehabt (!!), aber ich bin gleichzeitig um ein paar unangenehme Dinge "herumgekommen" (z.B. anstrengende Familientreffen, um die ich vor Corona schon am liebsten einen Bogen gemacht hätte; nervige Schulveranstaltungen, die ausgefallen sind, das hat sich dann quasi einfach erledigt), ich habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht und meine Kinder sind als Geschwister sehr zusammengewachsen; zu den Leuten, zu denen ich vorher schon guten Kontakt und enge Freundschaften hatte, habe ich nach wie vor regelmäßig (aber mehr digital) Kontakt, zu denen, wo es vorher schon schwierig war, eben nicht mehr, das hat auch etwas Reinigendes.
Auch bin ich ein Mensch, der gern zu Hause ist. Mir persönlich macht es nichts aus, auch mal einen Tag komplett zu Hause zu bleiben. Für Menschen, die immer raus wollen, gern viel unterwegs sind, ist das natürlich schwieriger. Auch muss ich nicht jede Ferien irgendwo hinreisen. Ich vermisse das Meer, aber nicht den Reisestress.
Aber natürlich sehne ich dennoch die Normalität herbei.