Beiträge von Lehrerin2007

    Ich kenne eine Mutter, die wegen Rückenschmerzen ein BV bekommen hat, eine, die wegen Schwangerschaftsvergiftung eins bekommen hat und eine, die es kräfte-/nervenmäßig nicht geschafft hat und ein BV hatte. Was ist dann da anders?

    Ich war vielleicht arbeitsunfähig während der Wehen (ca. 1 Nacht); wurden medikamentös gestoppt. Anschließend musste ich liegen (4 Wochen zu Hause), damit das nicht wieder passiert. Mir wurde vom Arzt "verboten", die Arbeit wieder aufzunehmen.

    Genau so ist es. Überall liest man immer nur von den dummen Lehrern, die nicht einmal eine Email schreiben können oder Computer buchstabieren können. Alles, wo es bei mir im Homeschooling (technisch) gehakt hat, lag an den Schülern bzw. deren schlechter Verbindung oder schlechter Endgeräte.

    Im Lehramt muss hierfür ganz klar eine entsprechend große Vertretungsreserve her.

    Ich habe den Eindruck, bei uns funktioniert das grad ganz gut (letztes Jahr vier Schwangere im Kollegium), da haben wir immer Ersatz bekommen, weil viele Gym-Lehrer auf eine Stelle warten und dann so einen befristeten Vertrag bekommen (und danach leider einen befristeten nach dem anderen...). Wenn das aber nicht so ist (wie derzeit an der GS in BY), ist das wahrscheinlich schwierig.

    Meine Seminarleiterin erwartet zudem derzeit sehr viel und ich habe Sorge, Ihren Erwartungen nicht zu genügen.

    Also, auch wenn ich nicht an der Grundschule war/bin, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man es den Seminarlehrern sowieso nie 100%ig recht machen kann. Vor unserer ersten Lehrprobe (ist das das, was bei euch BUV ist? Oder sind das Unterrichtsbesuche?) hieß es, es bekommt sowieso keiner besser als Note 3, da wir ja noch Anfänger sind und gar nicht besser sein können. (Sehr motivierend...).

    Für mich waren diese Unterrichtsbesuche und Lehrproben solche Augen-zu-und-durch-Situationen, denn auch, wenn es richtig gut lief, gab es dennoch was zu beanstanden. Immer.

    Vielleicht solltest du dich auch von dem Anspruch verabschieden, der Seminarleiterin genügen zu wollen (zumindest nicht 100%). Wenn ihr nur Kleinigkeiten einfallen, die sie zu beanstanden hat, hast du deinen Job super gemacht. Wenn sie natürlich das ganze Stundenkonzept zerreißt, ist das was anderes...

    Das habe sogar ich - als "Nicht-Mama" - von meinen Kolleginnen, die in den letzten Jahren Mutter geworden sind, mittlerweile mitbekommen.

    Mir hat das leider keiner gesagt. Ich musste in der Schwangerschaft ein paar Wochen liegen (leichte Wehen und Kind zu weit unten) und wurde - krank geschrieben, denn im Liegen kann man so schlecht unterrichten. Ich war noch in der Probezeit, ganz ungünstig! Ich musste dann nochmal zum Amtsarzt nach der Eltern- und Probezeit, war aber alles ok. Geärgert hat es mich trotzdem.

    sich bei vollen Bezügen krank schreiben zu lassen

    Man lässt sich nicht einfach "bei vollen Bezügen krank schreiben". Bei einer derart langen Krankschreibung (die nichts mit der Schwangerschaft zu tun hat), könnte auch der Amtsarzt eingeschaltet werden.

    Der Frauenarzt müsste schon ein Beschäftigungsverbot ausstellen bzw. in vielen (allen?) Bundesländern bekommen Schwangere automatisch ein Beschäftigungsverbot, bei uns sogar während der Grippewelle.

    In BY gibt es ein Beschäftigungsverbot (in Präsenz) an den Schulen, zu Distanzunterricht kannst du natürlich weiterhin herangezogen werden. Wenn du noch nicht geimpft bist, solltest du dir überlegen, ob du wirklich in die Schule willst.

    Auch, wenn die SL es nicht an die große Glocke hängt, wird es nötig sein, in der Schule umzuplanen - wer übernimmt die Klassen, die im Präsenzunterricht sind, nimmt mögliche Prüfungen ab etc.? Bei uns ist eine Lehrerin, die auch in der Oberstufe unterrichtet hat, schwanger geworden, was natürlich einiges an Unruhe nach sich zog, da der Kurs dringend "versorgt" werden musste und Prüfungen nachgeholt werden mussten. Da war den meisten halt klar, was los ist mit der Kollegin...

    Woher willst du so genau wissen, ob sie lügen? Das ist eine Unterstellung. Ich sage nicht, dass es sowas nicht gibt, aber da könnte man glaube ich an vielen Stellen bei Männern wie Frauen Situationen finden, wo zum eigenen Vorteil gelogen wird. Nicht umsonst müssen Frauen nicht von ihrer Schwangerschaft berichten, gerade weil sie deshalb oft diskriminiert werden. Stellt sich also die Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei... Kann man sich wahrscheinlich halb tot diskutieren darüber, aber einfach behaupten, sie lügen (wenn sie das Recht haben, es nicht zu sagen), ist unfair.

    (Und ja, tatsächlich gibt es auch ungeplante Schwangerschaften... passiert).

    Ja, danke, ich habe es auch grad nochmal nachgelesen, ich gehe mal auch davon aus, dass das für die Notbetreuung gilt!

    Jetzt müssen wir "nur noch" auf die Inzidenzen am Freitag warten, v. a. bei den LKs, wo es an der Grenze (knapp unter 100 aufgrund der Feiertage) liegt... :|

    Ich wollte Vollzeit gehen, und beim Einstellungsgespräch gucken die beiden Schulleiter (männlich, jenseits der 60) auf meinen Lebenslauf und fragen mich, wie ich das denn machen wolle.

    Das wäre an meiner Schule heute noch so. Da würden die Teilzeit-Kolleginnen aufkreischen (auch die, deren Kinder längst erwachsen oder aus dem Haus sind), wie ich DAS denn schaffen wolle.

    Ja, hier genauso 😉

    Ich mache mir auch schon Gedanken wegen nächster Woche. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gilt die Entscheidung nach der Inzidenz von Freitag dann für die ganze kommende Woche? D.h. wenn dann die ganzen Nachmeldungen kommen und man sieht, was los war, stehen wir in der Schule... (und die eigenen Kinder auch). Dann würden die Schulen (sollte die 100 als Grenze bleiben) also erst ab 19.04. in den DU gehen?

Werbung