Beiträge von Palim

    Wenn ich erst angefangen habe, geht es ein bisschen besser.

    Ich habe die Projektkisten verstaut und noch immer Platz im Schrank (toll) und werfe als nächstes Musiksachen raus ... Bücher und Noten wegzuwerfen tut wirklich weh.

    Wenn das fertig ist, gibt es ein Belohnungs-Eis.

    Mein SL weiß, dass ich das ganz schlimm fände.

    Aber man hat an sich immer auch eine Klassenleitung und darum mehr Unterricht in einer Klasse, man hat genug Fächer, die mehr als 1 Stunde im Plan haben und die Schule ist klein genug, dass man bei einstündigen Fächern noch genug Stunden übrig hätte, um andere Fächer zu erteilen - spätestens dann ja in den gleichen Klassen.

    plattyplus Liegt das an deinen Fächern oder wäre auch ein anderer Einsatz denkbar?

    Schlechte Nachricht: der Schulleiter war sehr unzufrieden damit, in der AV fast nur Abgangszeugnisse unterschreiben zu dürfen. Die paar Abschlüsse, die erteilt wurden, waren zu wenig, nächstes Jahr muss das anders aussehen. Also darf ich wohl nächstes Jahr gute Noten verschenken...

    Wenn du nicht mehr alle Klassen mit vielen Stunden hast, seid ihr ja mit mehreren Lehrkräften betroffen und könntet euch abstimmen.

    Vielleicht hat die SL ja auch noch ein Wort zur Beratung hinsichtlich der Leistungsbewertung am konkreten Beispiel?

    Ich habe so einiges durch und verschiedene Systeme, was es nicht leichter macht.

    Für einige Fächer/Themen eignen sich Kartons besser, weil man das Anschauungsmaterial (gleich dazu) hineinlegen kann.

    Anderes habe ich digital, weil ich es selbst erstellt und geteilt oder woanders heruntergeladen habe. Das ist gut sortiert und ich finde wieder, was ich brauche.

    Ich habe auch im Kopf, was ich digital habe.

    Anderes ist nicht digital, weil es unzählige Differenzierungs-AB sind, die ich aber benötige auf immer wieder andere Weise und gerade die Sachen aus Klasse 1+2 (vor allem Mathe) auch quer durch alle Jahre für die Starken, die Schwachen, die zieldifferent Lernenden.

    Die Menge liegt an vielen Fächern, aber auch daran, dass ich sehr vieles habe, das unabhängig vom Schulbuch laufen kann/soll/muss.

    Ich bin eigentlich sehr dankbar, dass ich so viel Zeugs habe, dass ich von jetzt auf gleich in alle möglichen Fächer und Klassen springen kann.

    Gerade die Sachen, die ich nicht so oft brauche, sind noch nicht digital... aber einiges kann auch weg, die Papiertonne ist gerade geleert worden :S

    Das motiviert mich alles so gar nicht!

    Ich habe meinen Basteltisch aufgeräumt, um direkt etwas werkeln zu können, was ich sofort benötigt habe.

    Und ich habe FREIE Regalmeter entdeckt ... und überlege, was dort hinein gepackt werden könnte.

    Bei den Stapeln bin ich noch am Anfang.

    Es ist schwierig, die alten Sachen anders abzulegen, alles zu digitalisieren wäre eine Mammut-Aufgabe.

    Ich gucke mal, wie weit ich wirklich komme, 2 Stunden gebe ich mir noch ...

    ... und dann gibt es ein Belohnungs-Eis!

    aber hier ging es um 12-Jährige, die massive Leseprobleme haben. Da geht es ja vor allem darum, dass sie überhaupt irgendwas lesen, um noch möglichst viel an Sicherheit zu gewinnen, bevor sie ins Erwachsenenleben entlassen werden.

    Dann bleibt ja aber die Frage, ob man eine Schrift wählt, die das Erfassen von Wörtern oder das Erlesen von Buchstaben erleichtert … oder ob man auf im Schriftverkehr übliche Schriften zurückgreifen will.

    Bei den Inhalten ist es ähnlich: will man Leichte Sprache nutzen, um das Verständnis überhaupt zu ermöglichen, wenn die Lesenden noch mit dem Erlesen Schwierigkeiten haben, oder will man an Standardsprache heranführen?

    Bei uns gibt es schulscharfe Bewerbungen. Da kann man sich direkt bei den Schulen auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Die Fristen fürs neue Schuljahr sind aber längst vorbei.

    So sind bei uns fast alle Stellen.
    Es sind noch genug über, aber dafür müsste die TE vermutlich umziehen

    UND die Bewerbungen an den BBS laufen anders, eines Wissens aber auch schulscharf

    Manche, andere nicht.

    Und die Kinder nehmen so ziemlich alles mit. War das früher auch so oder fällt es jetzt besonders auf? Bei mir geht es quasi der Reihe nach, jedes Mal, ein Kind fängt an und nahezu alle anderen folgen.

    Auch ich hatte wieder mehr und langwierigere Infekte, hatte ich länger nicht.

    Heute habe ich in jeder Klasse eine Hand voll mit deutlich über 20 Fehltagen pro Jahr ohne besondere Grunderkrankung.

    Das sind aber Schüler:innen, dann muss in dem Bereich nachgesteuert werden.

    Schüler:innen erhalten keine Lohnfortzahlung, für die in deiner Schulform muss vermutlich niemand Krankentage nehmen. Mir scheint, es geht dir doch um die Disziplinierung.

    Und jetzt der unpopuläre Teil:

    Ich wäre persönlich für eine Regelung nach schwedischem Vorbild, also überhaupt keine Pflicht zur Krankschreibung, aber vom ersten Tag an eingeschränkte Lohnfortzahlung von 80%. Auch ich finde es zunehmend problematisch, dass es Menschen gibt, die unser System offenkundig ausnutzen. Und ja, das fände ich dann auch für Beamte in Ordnung, die 2-10 Tage im Jahr, die ein normaler Beschäftigter durch normale Krankheiten ausfällt, kann man finanziell problemlos verkraften und gegen längere Ausfälle muss man sich dann ggf. privat absichern.

    Ich kenne eine Menge Menschen, die chronisch krank sind, die immer mal ausfallen oder sich dennoch zur Schule bewegen. Diesen soll man dann sagen, dass sie zusätzlich zur Krankheit noch die Versicherung und die Querelen mit ihr auf sich nehmen sollen? Es folgen Vertrauensarzt der Krankenkasse, Hinauszögern oder Verweigerung der Leistungen. Das freut die Versicherungsbranche, gesünder wird man davon nicht.

    Menschen, die es ausnutzen, ohne krank zu sein, kenne ich nicht, allerdings eine Person, die vehement um die eigenen Rechte streitet. Abwarten, was da am Ende herauskommt.

    Die Erhöhung der Krankentage wird auf die bessere Erfassung zurückgeführt und die älteren Beschäftigten. Die genannten Maßnahmen helfen da nicht, ich denke, eher werden die Krankentage noch höher. Wer es bisher darauf angelegt haben sollte, kann sich auch ein Attest erschleichen.

    Gehe ich nicht zum Arzt, bin ich nach WE und 2 Tagen fast immer wieder in der Schule.

    Viel Erfahrungen mit Krankschreibungen habe ich nicht, aber warum sollte mich der Arzt 2 Tage krank schreiben? Brauche ich den 3. Tag doch, müsste ich ja noch einmal eine Krankschreibung holen.

    Dann gehen wir im Winter sicher in die Notbetreuung.

    und man sollte schwächere schüler nicht vor alltäglichen schriften bewahren.

    Da muss man vielleicht definieren, was „schwächere Schüler:innen“ bedeutet.

    Ich habe über 4 Jahre Schüler:innen, die am Anfang des Leselehrganges stehen, weil sie gerade erst nach Deutschland gekommen sind und/oder weil sie im Lernen beeinträchtigt sind.
    Sie schaffen es am Ende der 4. Klasse, die silbenmarkierten Texte der inklusiven Ausgabe der Fibel zu erlesen (… und ich freue mich, dass sie so weit gekommen sind, das habe ich zwischenzeitlich bezweifelt, dann ging es doch weiter).

    Ich habe den TE so verstanden, dass er für solche Schüler:innen Texte sucht oder erstellen will, die inhaltlich mehr sind als die Fibel-Texte, aber dennoch leicht zu lesen.

    Für gute Leser:innen kann man Angebote oder herausfordernde Aufgaben stellen, aber gerade Ende 1 oder am Ende des üblichen Leselehrgangs, der mit Mühe erreicht wird, würde ich Kinder damit nicht überfordern wollen, sondern Erfolge ermöglichen und feiern, auch wenn sie nur sehr klein sind.

    Nachtrag:

    Für den DaZ-Bereich wird man häufiger die Texte zunächst in der Herkunftssprache anbieten und dann auf Deutsch das flüssige Lesen üben.

    Das ist eine Gratwanderung, was Schüler:innen erwarten, aber wer in der Herkunftssprache sicher liest, hat mehrere Vorteile: Es stärkt die Herkunftssprache, die Lesefähigkeiten der Sinnentnahme, die kommunikative Kompetenz und hilft, inhaltlich mitzuarbeiten.

    Es setzt aber voraus, dass die DaZ.Schüler:innen in der Herkunftssprache alphabetisiert sind und die Bereitschaft, Deutsch zu lernen und nicht generell auf Übersetzung zu bestehen.

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