Beiträge von Palim

    Ich wohne nicht dort.

    Gerade nicht,

    aber ein Bundesland-Wechsel ist möglich und für dich vielleicht nicht ausgeschlossen.

    Dann ist es gut, vor einer Unterbrechung oder einem Abbruch zu wissen, dass es überall Bedingungen gibt, um wieder zugelassen zu werden... oder eben nicht erneut ins Ref gehen zu können.

    Das musst du auch für dein jetziges BL klären, da es ja nur 12 Monate Ref sind, in NDS reichen 9 von 18, um ausgeschlossen zu werden.

    Warum?

    Weil klar sein muss, dass auch ohne Prüfungstag das Ref als absolviert gelten kann,

    weil es Bestimmungen gab (gibt?), dass das Absolvieren des ersten gemeinsamen Besuchs als Eintritt in die Prüfungsphase gewertet werden kann oder dass dies ab dem x. Monat so gesehen wird,

    weil wir nicht wissen, was hier alles nicht steht,

    weil auch andere diesen Thread lesen und „ich höre auf und fange neu an“ eben nicht immer möglich ist,

    weil man durch den Fehlversuch ggf. die Möglichkeit verwirkt, eine Vertretungsstelle zu nutzen, um zu überbrücken.

    Abbruch des Refs (Erkundige dich über die Bedingungen)

    Das sollte die letzte Wahl sein und man muss sich vorab erkundigen, wie es mit einer 2. Chance in diesem/ einem anderen BL aussieht. Da gibt es unterschiedliche Bestimmungen je nach Bundesland, die auch häufiger wechseln können.

    Gilt das Ref als absolviert und nicht bestanden, was auch ohne Prüfungstag so genannt werden kann, werden in einigen BL auch Vertretungsverträge verwehrt.

    Was sagt denn das Seminar? Wenn du schon weißt, dass du verlängern musst/willst, wärest dich notwendig, dort ins Gespräch zu gehen, um die Sachlage zu erörtern und die Optionen zu erfahren.

    Auch dazu wäre ein Tagebuch sinnvoll, um die von dir als Benachteiligung empfundene Begleitung nachvollziehbar darlegen zu können.

    Mit der Aussicht auf eine Verlängerung könnte man jetzt den Druck rausnehmen, weil du bis zum Prüfungszeitraum im Juni nicht mehr die Leistungen nachholen musst und die Mentor:innen vielleicht nicht den Eindruck haben, die in der Kürze der Zeit noch alles Notwendige mitgeben zu wollen.

    Gleichzeitig musst du dich dann aber auf eine längere Betreuungssituation dein Kind einstellen und dich entsprechend umhören und einlassen.

    Schreib doch mal deine Optionen auf einzelne Karten und sortiere sie dann nach Dringlichkeit. Notier dir auf die Rückseite deine offenen Fragen und arbeite sie dann ab.

    Ich hab ein bisschen im Internet gelesen, um Ahnung von System in BB zu bekommen.

    Das Ref dauert nur ein Jahr.

    Es gibt eine Handreichung vom Land. Darin steht, dass du begleitet wirst und auch im selbstständig erteilten Unterricht Hospitationen der Mentor:innen sowie Rückmeldung vorgesehen sind.

    Du musst im Zeitraum die Unterrichtsbesuche absolvieren. Die musst du schaffen, auch wenn du zwischenzeitlich krank warst.

    Es mag übergriffig sein, dass die Kolleg:innen dir schreiben, aber man kann es auch so deuten, dass sie den (deinen) Unterricht in der Schule fortsetzen, während du nicht da sein kannst. Dadurch wird die Vertretung geregelt und deine Planung bleibt bestehen, sodass du dann in der Einheit weiterarbeiten kannst. Das kann gut oder schlecht sein.

    Es scheint auch für Referendar:innen möglich zu sein, ein BEM zu bekommen, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es dabei um Kinder-Krankentage geht. Zudem werden die genannten Anforderungen weiter bestehen (Unterrichtsbesuche, Themen des Seminars, sie auch prüfungsrelevant sind).
    Die Alternative der Verlängerung oder der Teilzeit (meist auch Verlängerung) wurde schon vorgeschlagen.

    Wenn du wirklich nur 1 Jahr Ref hat, wäre in naher Zukunft schon dein Prüfungstag (Ferienbeginn 9.7.).

    Wenn da noch zu schaffen ist (bei uns gibt es vorher Gespräche zum Ausbildungsstand), musst du nur eine kurze Zeit überbrücken (3 Monate). Du könntest bei einer Freiwilligenagentur oder beim Jugendamt nachfragen.

    So, wie du es schreibst, bekommt der Bauer Bier ins Feld gestellt. :)

    Man fährt mit dem mit Alkohol unterschiedlichster Sorten (Korn, roter, grüner, Krüden, Bier) gefüllten Bollerwagen los, manchmal gibt es auch etwas zu Essen, z.B. Mettenden,

    ich kenne es so, dass man boßelt, oft gibt es eine Hin- und Rückstrecke, seltener einen Rundweg,

    das Wetter wird genommen, wie es ist, oft ist es kalt, manchmal fies mit Wind und Regen von der Seite, auf dem Rückweg ist es dann die andere Seite, so ist man rundum kalt und nass,

    am Ende kehrt man irgendwo ein, wo es dann schön warm ist und ein deftiges Grünkohlessen gibt, mit noch mehr Alkohol dazu.

    Ach Leute, ganz ehrlich: Wir können gerne auch weiter so tun, als sei der Aufruf zur "Dienst nach Vorschrift" lediglich der korrekte Hinweis, die eigene durchschnittliche Arbeitszeit nicht zu überschreiten und als sei dieser Begriff genau für diese Szenarien bestimmt. Damit lügen wir uns zwar selbst in die Tasche, aber nun gut.

    Meine Wahrnehmung ist eine andere,

    wenn in den örtlichen Grundschulen alle ihre Arbeitszeit auf das arbeitsrechtliche Maß setzen, ist die derzeitige Beschulung und Betreuung und alles drum und dran nicht mehr zu halten, es ist ja so schon jeden Tag schwierig, die Betreuung überhaupt zu stemmen.
    Und ja, es wäre gut, wenn das viel öffentlicher wäre, damit sich in der Versorgung etwas ändert, auch hinsichtlich der Anerkennung außerunterrichtlicher Aufgaben.

    Wir alle wissen, dass der Begriff "Dienst nach Vorschrift" gerade nicht meint, dass jemand seine Arbeitszeit sinnvoll ausnutzt und dabei vlt. nur unterdurchschnittliche Ergebnisse schafft, sondern dass es beim dem häufig hier im Forum geäußerten "Grmml, dann halt nur noch Dienst nach Vorschrift" schon kontextbezogen um eine bewusste Reduktion der Leistung geht.

    Das ist mir zu einseitig.

    Jemand, der seine Arbeitszeit misst und reguliert und sich als Hochleister bezeichnet, weil er oder sie auch zusätzliche Aufgaben in der gesetzten Arbeitszeit unterbringt und anderes delegiert, müsste dann in die Normal- oder Minderleistung gehen.

    Jemand, der die Arbeitszeit erhebt und generell weit drüber ist, weil die vielen zusätzlichen Aufgaben nicht angemessen reduziert werden können, was die Arbeitszeitstudien für viele Lehrkräfte belegen, wird bei „Dienst nach Vorschrift“ auf die reguläre Arbeitszeit gehen und nach dem Unterricht die vielen außerunterrichtlichen Aufgaben erheblich reduzieren, sodass sie wegfallen und dies sichtbar ist.
    Ich erinnere an die ausgesetzten Klassenfahrten am Gym, nachdem das Deputat in NDS für das Gym raufgesetzt wurde. Am Ende ist dies gerichtlich geklärt worden, aber die Reduktion der außerunterrichtlichen Aufgaben kam in der Breite an.

    Der Unterricht in NDS war bisher entweder ein getrennter oder ein Ko-Ko-Ru, so wie Zauberwald ihn auch beschrieben hat, allerdings denke ich nicht, dass es zu gleichmäßigen Wechseln kam.

    Erst ab 12 Schüler:innen kann ein konfessioneller (z.B. katholischer) Unterricht an Schulen angeboten werden, dazu kommt es an vielen Schulen nicht, weil es nicht so viele Kinder dieser Konfession gibt, noch weniger, die Wert auf einen eigenen, dann jahrgangsübergreifenden RU legen. Zum Teil haben die katholische Kirchen dies am Nachmittag aufgegriffen und Religionsunterricht angeboten, der auch benotet wurde und im Zeugnis aufgegriffen werden konnte.

    Nun wird der Unterricht in NDS auf Christlichen RU umgestellt.

    Ein Kritikpunkt kann sein, dass dies allein dem Lehrkräftemangel geschuldet ist - man spart sich 2 konfessionelle RU. Allerdings ist die Realität an vielen Orten, dass es ohnehin nur einen RU gab, andere Schüler:innen konnten teilnehmen.

    Ein Kritikpunkt kann sein, dass der Bezug zur Konfession verloren geht. Allerdings sind auch zuvor schon viele Themen im Plan, in denen die konfessionelle Prägung kaum eine Rolle spielt, gerade in der Grundschule geht es oft um Grundsätzliches. Zudem hat man im RU nicht allein durch die Familie konfessionell geprägte Schüler:innen, sondern auch andere, die abgesehen von der Taufe kaum Berührungspunkte haben, dennoch im RU sind und sich auch dem Glauben zugehörig sehen. Die Schwierigkeit ist eher, das der Bezug zu Religion als solcher verloren geht. Unproblematisch finde ich, dass man im RU die verschiedenen konfessionellen Standpunkte aufgreift.

    Ein ganz anderer Kritikpunkt ist, dass das Curriculum, das es bisher nur als Anhörfassung gab, extrem weit gefasst und extrem schwammig ist. Das eröffnet sehr viele Möglichkeiten, die man als Chance verstehen kann, allerdings auch sehr viele Fragen.

    Es bietet auch die Möglichkeit, den Religionsunterricht an die schulischen Gegebenheiten anzupassen, sich örtlich zu vernetzen und regionales einzubeziehen. So sind z.B. viele Bezüge zu unterschiedlichen anderen Religionen aufgeführt und man kann Bezug auf Feste der Mitschüler:innen nehmen (konnte man zuvor auch, ist jetzt aber besser im Curriculum abgebildet).

    Über Chancen und Möglichkeiten kann man sich austauschen, wenn die CuVo veröffentlicht werden, da man nicht weiß, ob bzw. was daran noch geändert wird. Es soll dann ab Klasse 1 aufsteigend gelten, da kann man dann also klein anfangen. Ich denke, dass klassische Inhalte des bisherigen RU weiter Bestand haben, gerade bei den Inhalten der 1. Klasse.

    Das ist das Problem: Ein ökumenischer Religionsunterricht auf der Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners ist im Wesentlichen ein protestantischer Religionsunterricht, weil der Protestantismus ein im Vergleich zu Katholizismus oder Orthodoxie - ohne Wertung! - schlichtweg reduziertes Christentum ist.

    Wir wissen alle, dass du die römisch-katholische Fahne hochhältst und es dir überaus wichtig ist, dass eine konservative Ausrichtung von allen eingehalten wird, so weit, dass du äußerst, nur diese Ausrichtung sei richtig und gültig.

    Genau da ist dann eben doch deine Wertung, auch wenn du deine Äußerung von deinem Standpunkt her neutral empfindest.

    Besonders interessant ist, dass du in deinen Beiträgen eine besondere Richtung verbreitest. Wo bleiben Ansätze innerhalb der römisch-katholischen Kirche wie der Synodale Weg und Maria 2.0? Wo bleiben konfessionelle Unterschiede innerhalb der katholischen Kirche? Wo bleibt der Auftrag zur Ökumene?

    Du schreibst selbst von einer Reduzierung, ja, sehe ich, in deinen eigenen Beiträgen. Es mag dein Glaube sein, allein die römisch-katholische Kirche als (einzige) wahre Kirche aufzufassen und darin allein eine konservative Lehrmeinung zu vertreten. Wenn du das äußerst, solltest du das entsprechend kenntlich machen.

    Ich vermisse bei dir stets das Zugeständnis der Religionsfreiheit innerhalb und außerhalb deiner Konfession.

    Keine der Aufgaben ist fest an die Beförderung gebunden.

    Du argumentierst jedes Mal so,

    aber einerseits gibt es genug Schulen, in denen viele Kolleg:innen viele dieser Aufgaben übernehmen und sehr belastungsfähig sind, aber nie befördert werden

    und andererseits brauchen die Leistungsfähigen ja keine Beförderung, denn nach deiner Argumentation hat ja jede und jeder von uns außerunterrichtliche Aufgaben zu erledigen, das können die Belastungsfähigen ja auch tun und diese besondere Eigenschaft ihrem Dienstherren zur Verfügung stellen.

    So, wie du argumentierst, kann man die Beförderungen auch einkassieren.
    Und wenn es dumm läuft, macht das Land NRW gerade genau das.

Werbung