Beiträge von Palim

    Es gibt SL, die in einer verhängten Ordnungsmaßnahmen eine persönliche Kränkung erfahren, weil damit bestätigt wird, dass an ihrer Schule etwas nicht gut gelaufen ist, was auf die SL zurückfallen könnte.

    Außerdem macht man sich mit Ordnungsmaßnahmen angreifbar, weil Eltern Widerspruch einlegen könnten.

    Der Weg des geringsten Widerstandes führt zumeist an den Ordnungsmaßnahmen vorbei.

    Ich habe bisher erst ein Exemplar erlebt: die Seminarleiterin des Seminars zum Schriftspracherwerb in meinem Studium.

    Seminarleiter:innen, die einem bestimmten Ansatz anhängen und es den Referendar:innen vorschreiben und als einzige Wahrheit verpacken, kenne ich auch, in mehreren Fächern. Ich finde das unprofessionell, unfair oder unverschämt ist es, wenn es dabei dann noch um Veröffentlichungen geht, weil die Leute noch irgendetwas erreichen wollen.

    Schreibübungen, Schreibaufgaben nach Vorlage/Abschreiben und freies Schreiben sind für mich verschiedene Sachen, die ich nebeneinander stelle. Alles hat seine Berechtigung, bietet verschiedene Zugangsweisen, Ziele und auch Diagnostik.

    Beim freien Schreiben sieht man sehr schnell, wo die Probleme auf der Lautebene sind. Das ist mir wichtig, weil man dann nachhaken und gerade das üben muss.

    Für einige Kinder ist das Mitteilen beim freien Schreiben ein Zugang zu Schrift und Sprache, der kreativ und herausfordernd ist, mehr oder anders als Schriftübungen. Da schreiben sie plötzlich von ganz allein die Seite voll, während sonst eine Zeile schon zu viel erscheint.

    Ich bin da eher für Mischkultur.

    Ich hatte gehofft erfahrene Grundschullehrer hier würden offen ihre Meinung dazu sagen, ob man als Eltern was tun kann/ sollte/ muss, wenn es keine Schreibschrift in der Schule gibt.

    Haben sie ja.

    WIR schreiben seit vielen Jahren Grundschrift an der Schule.

    MIR gefällt es besser, als zuerst Druckschrift und danach eine komplett neue Schrift lehren zu müssen, an der etliche Kinder in Klasse 2 schon scheitern, weil sie sie nicht lesen können/ nicht schreiben lernen und deshalb von anderem (Texte produzieren, Gruppenarbeiten etc.) ausgeschlossen sind.

    ICH wende trotzdem viel Zeit für das Schreiben auf und habe trotzdem in Klasse 2 einen Schwerpunkt auf "Schrift" gelegt (ja, wegen Corona dieses Mal schwieriger und im Homeschooling) und nochmal in 3 und nochmal in 4 in der Schule (wie für anderes auch)... und weil Grundlegendes für viele so viel Zeit braucht, habe ich leider manch anderes nicht mehr gemacht - wie so oft.

    Dabei bin auch ich in Bullerbü, aber unsere Kinder habe nicht alle als Erstsprache Deutsch - und einige zur Einschulung gar keine Kenntnisse - und könne sehr vieles, was genannt wurde nicht: nicht zur Einschulung und nicht im 4. Schuljahr, z.B. die Kordel einer Sporthose zu einer Schleife binden. Das ist für mich unvorstellbar und trotzdem Realität. Ich fand die Hinweise von icke gut.

    Wenn es irgendwann in 4 bis 8 Jahren soweit ist, kannst du sehen, wie gut es bei deinem Kind klappt und was du zusätzlich zu Hause machen möchtest. Vielleicht lernt ihr zum 30. Mal das 1x1 auswendig und du gibst dich mit der Schrift zufrieden, vielleicht möchte es einen Handlettering-Kurs besuchen und wünscht sich Kalligraphie-Sets.

    Sollten sich vorab in der Feinmotorik oder Visuomotorik Auffälligkeiten zeigen, werden dich die Erzieher:innen in den Entwicklungsgesprächen sicherlich darauf hinweisen und Hilfen anbieten, ansonsten dann in Klasse 1.

    Hier kann man einiges zu den unterschiedlichen Ausgangsschriften und der Entwicklung lesen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgangsschrift

    Ich habe mich halt schon so oft über die mangelhafte Handschrift der Schüler geärgert (und ich meine explizit nicht die fehlende Lesbarkeit) und wusste nie, wie es dazu kommt.

    Man kann ja einfach mal fragen, woran es liegen könnte.

    Auffallend ist aber, dass es diese Klagen aus allen Bundesländern gibt, obwohl in den Ländern ganz verschiedene Vorgaben zu den Schriften herrschen.

    Wenn es jetzt auch noch stimmt, dass das kleine 1x1 nicht mehr auswendig gelernt werden muss, glaube ich doch noch an den Untergang des Abendlandes.

    Ich glaube, auch, dass das Abendland untergeht, wenn selbst studierte Eltern allem Glauben schenken, was sie so hören.

    Wie das wohl ist, wenn man über das eigene Berufsfeld und die tägliche Aufgabe irgendwelche hanebüchenen Gerüchte hört? Zuckt man mit den Schultern oder ist man daran interessiert, den täglichen Alltag darzustellen, die Hintergründe zu beleuchten und die professionellen Ansätze hinter den Handlungen zu erläutern?

    Man kann eine schlechte Rechtschreibung damit begründen, dass "alle" Schreiben nach Gehör machen (was es gar nicht gibt), bis man feststellt, dass die meisten Kinder weiterhin mit Fibeln u.a. Arbeitsheften und strukturierten Lehrgängen lernen, es aber dennoch Kinder mit Schwierigkeiten gibt,

    man kann eine schlechte Handschrift mit der Wahl einer bestimmten Erst/Zweischrift begründen, die aber nur in einigen Schulen/ Ländern genutzt wird,

    man kann mangelnde Rechenfähigkeit mit "man lernt das 1x1 nicht mehr" begründen ...

    Eigentlich gehen wir alle gar nicht zur Schule. Wir erzählen einfach immer nur davon, damit das alle glauben, trinken den gesamten Tag über Kaffee und gucken den Kindern beim Toben zu.

    So fängt sich auch der Lehrkräftemangel ganz einfach auf, die Kinder sind beaufsichtigt und niemand wird je erfahren, dass an den Schulen gar kein Unterricht stattfindet.

    Das muss am Gym auch so sein, schließlich beklagen ja die Uni-Profs seit Jahren, dass die Studierfähigkeit so schlecht sei.

    Machen wir nicht mehr, weil viele Kinder motorisch dazu nicht in der Lage sind und es zu viel Zeit kostet.

    … der Satz geht noch weiter:

    - und viele SuS ohnehin ab der 4./5. Klasse wieder zur Druckschrift übergehen, so wie auch viele Erwachsene drucken oder mischen,

    - und eine Ausgangsschrift so heißt, weil man von ihr ausgeht, um eine eigene Handschrift zu entwickeln, sodass die Ausgangsschriften nur ein Zwischenschritt sind,

    - und man angesichts vieler schwach lesender Kinder die Schreibschrift als Erstschrift abgelöst hat durch die Druckschrift, damit diese Kinder 26x2 Buchstaben gleicher Form lesen und schreiben, statt beim Schreiben andere Zeichen zu nutzen,

    - und auch die Ausgangsschriften und was daraus später wurde durchaus umstritten waren,

    - und die Klassen gemischt und inklusiv sind und auch die LE und GE-Kinder mitarbeiten,

    - und man andere Schwerpunkte in der Schreiberziehung setzt, setzen soll, vorgesetzt bekam und den D-Unterricht mit vielen neuen Inhalten angereichert hat,

    - und die Schönschreibstunde nicht mehr existent ist.

    Der Anteil an Schriftstücken und geschrieben Seiten ist allerdings rückläufig, in NDS sind auch die Vorgaben derzeit so, dass z.B. Aufsatzerziehung zu Gunsten anderer Inhalte zusammengestrichen werden muss. Ganz unabhängig von Corona sind die Texte kürzer und seltener, entsprechend weniger Übung haben die Kinder hierin, während sie anderes besser können, was früher nicht geübt wurde.

    Welche Möglichkeiten hat die Kollegin, die vorsichtig ist und sich schützen möchte, denn?

    Sie wird ja vermutlich mit dem Bus mitfahren müssen. Oder kann sie die Mitfahrt ablehnen?

    Sie kann selbst Maske tragen, mehr ist ihr nicht möglich.

    Man respektiert die Meinung, möchte aber andere Personen nicht schützen?

    Ich verstehe es nicht.

    In der FoBi (2012 - auch schon 10 Jahre her) wurden diese vorgestellt:

    • Fit und stark fürs Leben
    • Friedensstiftertraining
    • Lubo aus dem All (Hillenbrand - Prof, der auch zum KLasse-Kinder-Spiel( Good-Behavior-Game veröffentlicht hat)
    • Faustlos
    • Klasse 2000 (hatten wir auch schon für einzelne Klassen, ist aber wirklich teuer)
    • Ferdi - das ist aus dem Arbeitsheft "Auf Schatzsuche" passend zum Buch "Verhaltenstraining für Schulanfänger" von Petermann/Natzke/Gerken/Walter ... es gibt auch noch einen Band für Klasse 3/4

    Welches würdest du empfehlen?

    Wir hatten in „der“ FoBi zur Inklusion vom Land NDS die Aufgabe, uns zu Programmen auszutauschen und weitere, die mitgebracht wurden, zu sichten.

    Ich hatte den Eindruck, dass sie alle sehr ähnlich in den Inhalten waren und gleiche Übungen hatten.

    Wir nutzen seit vielen Jahren das gleiche Programm, dass ggf. abgelöst wird, weil andere es angestaubt oder nicht erfolgreich genug finden. Ich selbst hatte auch dazu eine FoBi, finde den Ansatz gut (Fokus auf eigene Handlungsoptionen auch aus Sicht der Benachteiligten) und kann damit gut arbeiten, habe das Material aber auch durch eigene Ideen erweitert. Hintergrund ist sicher auch, dass neuere Programme mehr auf Achtsamkeit, Selbstfürsorge, Bewegung und Yoga setzen, mir ist der Umgang untereinander wichtiger, in der Selbstzentrierung sind die meisten Mitmenschen schon sehr gut.

    Vielleicht ist wichtiger, dass es gemacht wird oder dass man als Schule gemeinsam diese Ziele verfolgt.

    Liebe, die alles entschuldigt, aber nicht.

    Vielleicht hat es eher etwas mit Wertschätzung zu tun, damit, dass man kleine Erfolge anerkennt und herausstellt, dass man Verhalten erklärt, viel moderiert.

    Mit dem Loben ist es ähnlich: es geht nicht um das Loben um des Lob willen für etwas, das keine Anstrengung brauchte, sondern um die Anerkennung der Anstrengung oder die Bestärkung des positiven Verhaltens.

    Wir hatten, trotz Bullerbü, einen Fortbildner da, der vor Jahren mit uns eine Art Katalog zusammengestellt hat: Schüler:Innenverhalten - Konsequenz.

    In Bullerbü kommt man häufig ohne aus, aber es gibt diesen Katalog, den man nutzt, wenn es enger wird - lange vor dem, was du schilderst.

    Dazu gehört auch, dass wir selbst bei den Kleinen nicht lange Fackeln, sondern notieren und wenn nötig Konferenzen ansetzen und Ordnungsmaßnahmen verhängen.

    Bei den Älteren sollte man bedenken, was strafrechtlich verfolgt werden kann.

    Wenn es keine Konsequenzen gibt, ist es für einige SuS ein Freifahrtschein und es spricht sich rum, dass an der Schule viel passiert und alle (scheinbar) weggucken.

    Tolle Sachen findest du im Garten.

    Ich ergänze mal mit einem Star, der wie wild schmettert und Austernfischer imitiert, aber auch Auto-Warnanlagen- und App-Töne einbindet.

    Ich war schon auf dem Sprung, aber es war kein Auto. :_o_D

    Ich hatte einen Beitrag angefangen, den habe ich wieder gelöscht.

    Ich bin nicht sicher, ob Vorschläge aus Bullerbü nicht absolut ins Leere laufen und man den Anschein erweckt, die Lehrkräfte müssten nur einfach mal… So ist es ja nicht.

    Ist das an anderen Schulen ähnlich in der Region?

    Was haben andere probiert?

    Ansprechpartner:innen wird es trotzdem geben: Schulpsychologie, Polizei, vorgesetzte Behörde…

    Meine Kollegin schwört auch Schullandheim oä, nichts stärke den Zusammenhalt mehr als das.

    In der ersten Klassen vielleicht schwierig, aber evtl gibt es was Ähnliches wie Schulhausübernachtung mit gemeinsamem Kochen davor oä.

    Ich finde, dass schafft hohe Erwartungen, die kaum zu Erfüllen sind und nicht honoriert bzw. entlastet werden.

    An der Klassengemeinschaft kann man arbeiten, die Anforderungen und Regeln kann man stellen, vieles mit Aktionen fördern.

    Bestimmt haben Fahrten positive Seiten, aber das Signal zu setzen, dass es eine Klassenfahrt bräuchte, damit die Klasse zusammenfindet, halte ich in der 1.+2. Klasse für absolut überzogen. Es schafft Begehrlichkeiten, die viel Arbeit für die Lehrkraft bedeuten.

    Ich muss nicht fahren (Fahrten sind hier freiwillig), ich möchte nicht fahren, derzeit, schon gar nicht mit Klassen, denen man als Lehrkraft die Sterne vom Himmel holen soll, dafür, dass sich sonst niemand bewegen möchte und anschließend die Zacken nicht gut genug poliert sind.

    Da muss man vielleicht auch erst einmal abwarten, wie das Einzugsgebiet und die Klasse ist.

    Ach ja, weil ich auch gerade danach gucke: wenn die Kinder aus verschiedenen KiGa kommen, bedingen die verschiedenen Sitzplätze und Konstellationen, dass nicht immer die Kinder, die sich ohnehin schon kennen, zusammen sind.

    Das kann man vor allem am Anfang noch recht gut steuern.

    Die Tipps von FrauZipp sind super, vieles mache ich auch oder ähnlich.

    Ein Großteil bewirken sehr klare Regeln der Klassenleitung bzw. Schule. Es gibt sehr klare Regeln, die man vorgibt, und sehr deutliche Konsequenzen, die möglichst schnell folgen, je jünger die Kinder sind.

    Jedes Mal, wenn man etwas duldet, gibt man das Signal, dass das Verhalten in Ordnung ist.

    Dazu gehört auch, dass man erläutert, was man erwartet. Sie wissen es nicht, weil Schule neu ist, und das, was uns selbstverständlich ist, ist ihnen unbekannt.

    Für die Schule insgesamt ist es gut, wenn man sich einig ist oder sogar Absprachen trifft.

    Die wechselnden Sitzplätze gibt es bei mir auch, nach 2-4 Wochen etwa zum ersten Mal. In Klasse 1 kann man gut erklären, dass alle alle kennenlernen sollen. Ich kenne Lehrkräfte die die Plätze auslosen, und andere, die Bedingungen setzen, z.B. jemand, den du noch nichts kennst oder 2 Jungen-2 Mädchen oder Junge-Mädchen oder Kinder auf Seiten der Klasse und dann jemand von der anderen Seite oder oder, sodass sie sich immer mal abwechseln, dazu Partnerarbeiten nach Zufall oder Einteilung.

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