Beiträge von Palim

    Wenn ein Kind eine Schulbegleitung hat, hat es bereits einen festgestellten Bedarf an Unterstützung und wenn dieser durch Schule/Schulträger nicht gedeckt wird, kannst du oft nicht (mehr) darauf mit Ordnungsmaßnahmen reagieren. Du kannst auch nicht ein Kind im Rollstuhl nach Hause schicken, weil es keine Treppe steigen kann. Ein ES-Kind hat letztlich auch eine Behinderung und reagiert deswegen auf eine bestimmte Art und Weise. Ordnungsmaßnahmen kommen nur in Frage, wenn es sich anders verhalten könnte, es aber nicht tut. Beispielsweise hat es eine Schulbegleitung, akzeptiert diese aber nicht. Aber wenn die Lehrkraft überlastet ist, weil Personal fehlt, und das Kind nicht die notwendige Unterstützung erhält. Da würde ich als Elternteil direkt auf die fehlende Begleitung verweisen. Das wird sowohl die LSchB als auch die Gerichte genauso sehen.

    Woher nimmst du diese Annahmen?

    Die Feststellung eines Unterstützungsbedarfes erfolgt über die Landesschulbehörde. Schulbegleitung dürfen im Verfahren nicht benannt werden und sind davon unabhängig.

    Die Beantragung der Schulbegleitung erfolgt über die Eltern und wird vom Jugendamt/Sozialamt beschieden, hier wirkt inzwischen auch das Gesundheitsamt mit.

    Die Feststellung des Unterstützungsbedarfes wird gerne angefragt, hat damit aber nichts zu tun.

    Das Land (NDS) hat inzwischen verfügt, dass man bei einigen Bedarfen erst nach 3 Schuljahren überprüfen darf, wäre daran die Schulbegleitung gekoppelt, könnte man diese erst im 4.Schuljahr erwirken. Sie soll aber auch eingesetzt werden, wenn ein Kind von Behinderung oder mangelnder Teilhabe bedroht ist, also eigentlich unterstützend und bevor es zu spät ist.

    Es gibt durchaus SuS, die eine Schulbegleitung unabhängig von einem Unterstützungsbedarf haben.

    Wenn ein im Verhalten auffälliger Schüler - mit oder ohne Gutachten - sich oder andere gefährdet oder den Ablauf in der Schule massiv beeinträchtigt, kann eine Ordnungsmaßnahmen greifen. Ich wüsste nicht, wo niedergelegt ist, dass SuS mit ESE-Bedarf davon ausgenommen seien. Das wäre ein Freifahrtschein, der jegliche Regel unwirksam machen würde.

    Und ich glaube auch nicht, dass ESE-Schulen von diesen Regelungen ausgenommen sind.

    Hinzu kommt, dass die Schulbegleitung unterstützt, aber nicht jegliches Verhalten unterbinden kann. Trotz Begleitung kann es zu entsprechenden Maßnahmen kommen.

    Sollte man sich als Schule nicht sicher sein, kann man sich vor der Konferenz Hilfe vom Dezernenten oder der Rechtsabteilung der Landesschulbehörde holen, die dann die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen einschätzen und einen Spielraum oder eine konkrete Maßnahme benennen.

    Das Rolli-Kind, das mit der Begleitung zur Toilette geht und nur mit Hilfe der Begleitung den Klassenraum erreicht, könnte ohne Begleitung womöglich nicht teilhaben.

    Wenn man Inklusion will, muss man sie mit Ressourcen ausstatten und nicht nur eine Plakette am Haus anbringen.

    Bei den "Kleinen" (Sek1) würde ich definitiv auch eine etwas geringere Besoldung in Kauf nehmen für deutlich kleinere Klassengrößen.

    Die Aufgabe ist anstrengend und herausfordernd und deshalb möchtest du auf Geld verzichten, kennst aber den Unterschied und weißt, dass du es dir in der SekII gut eingerichtet hast?

    Würdest du, da du bessere Bedingungen hast, auf Geld verzichten, damit es die KollegInnen in der SekI besser haben könnten?

    Da es um Wünsche geht: wissend, dass leider auch so ein System anfällig ist, würde ich mir wünschen, dass es eine Art soziale Messgröße gibt, in der die Schwierigkeiten, die es an diesem Schulstandort gibt, berücksichtigt würden. Das müsste schon in der KiTa beginnen und unterschiedliche Faktoren enthalten, die die Benachteiligung der Schülerschaft wie auch die vorhandenen Ressourcen im System (Unterrichtsversorgung durch Lehrkräfte, zusätzliches Personal) berücksichtigen, einschließlich des IST-Standes im vorangegangenen Schuljahr. Dann würde die Versorgung insgesamt besser sein und ein Ausfall oder unvorhergesehene Schwierigkeiten im aktuellen Schuljahr würden Entlastung im nachfolgenden Jahr bringen und Maßnahmen zur Verbesserung ermöglichen.

    Das ist aber vergleichbar mit Arbeitszeitmodellen, wie z.B. dem Hamburger Modell, in dem die Belastung berücksichtigt werden sollte, es letztlich dann aber doch nur um Einsparungen ging.

    Die (früheren) FöS-LE Klassen haben hier max. 16 SuS, dann aber individuellen Förderbedarf, weil sie nicht lesen/schreiben/ rechnen können und viel Unterstützung benötigen.

    Im Wechselunterricht hatte ich sehr kleine Gruppen, in denen dann krankheitsbedingt auch noch Schüler:innen fehlten, unsere eine FöS-Lehrkraft fand das wohl gut, ich fand es schrecklich. Unterricht in einer Gruppe von 3-5 Kindern ist ganz anders.

    Mein Empfinden war bisher: „Ab 20 zählt jedes Kind doppelt.“, das war vor der Inklusion und gemeint ist, dass der Überblick verloren geht und man nicht mehr jedem Kind gerecht wird.

    Mit Inklusion und DaZ-Schülern auf ganz anderen Lernniveaus oder mit besonderen Ansprüchen und ohne die offiziell zugestandenen Fördermöglichkeiten finde ich, dass es je nach Klasse sehr unterschiedlich ist.

    Bei uns fällt DaZ etc. fast immer aus, seit mindestens 10 Jahren laufen die Stunden, die überhaupt zur Verfügung stehen, etwa bis zu den Herbstferien, danach müssen sie anders verteilt werden, weil KollegInnen ausfallen und nicht ersetzt werden können. Man bekommt erst nach etlichen Wochen die Freigabe für eine Vertretungsstelle, für die man aber niemanden mehr findet.

    Ist denn die Schulbegleitung schulischerseits gestellt, also vom Land?

    Unsere sind kommunal finanziert, auch die Kommune prüft lang und feilscht um jede Stunde. Wenn der Anbieter keine Lösung vorgibt und es länger dauert, würde ich bei der Kommune nachfragen oder anmerken, dass der Zustand nicht haltbar ist.

    Außerdem muss man leider die Register der Ordnungsmaßnahmen ziehen. Auch da haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich erst etwas bewegt, wenn das Kind wirklich schon Maßnahmen hatte. Es reicht also nicht, wenn man die Schwierigkeiten sieht, sondern das Amt erwartet, dass es eskaliert, bevor es Handlungsbedarf sieht.

    Die Arbeit bleibt bei der Lehrkraft: Verhalten dokumentieren, Fehlzeiten der Schulbegleitung dokumentieren, SL informieren,

    In NDS werden in den Studienseminaren Zusatzqualifikationen angeboten.

    Das ist nicht vergleichbar mit der Erweiterung e8nes Faches, wie es die Gym-Kolleg:innen anderer Länder hier schreiben.

    Es sind zusätzliche Kurse zu unterschiedlichen Themenbereichen, von denen man sich etwas aussuchen kann, aber nicht muss.

    Bei der Stellenbesetzung kann eine Zusatzqualifikation ausschlaggebend sein, wenn man zwischen zwei sonst gleichrangigen Bewerbenden entscheiden muss oder möchte.

    Ob das im Bereich der BBS ausschlaggebend ist, weiß ich nicht, in der Grundschule kann es ein Grund oder eine Möglichkeit sein.

    Vielleicht kann Humblebee etwas Näheres zu BBS, Niedersachsen, Fächer und Bewerbungen sagen.

    Mal die Methode bei Seite geschoben…

    Die Themen hängen doch zusammen,

    man könnte auch mit dem einen das andere erklären oder erarbeiten.

    Wenn es ums Ablesen geht, kommt das Deuten der Umstände hinzu.

    Das Ablesen verschiedener Temperaturen zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten oder zu unterschiedlichen Zeiten am gleichen Ort führt zu der Frage, was die Temperatur oder auch was die Messung beeinflusst.

    Entweder kann man es über Messungen und das Zusammentragen der Ergebnisse (vorab) generieren oder man muss es als Information geben.

    Ein Anknüpfungspunkt kann auch die Debatte hinsichtlich eines Spitzenwertes sein (Lingen, Sommer 2019, wurde später annulliert) oder die Angabe „gefühlter Temperatur“, die der reellen nicht entspricht.

    Um die Inhalte darzustellen, kann ich mir unterschiedliche Medien vorstellen, eine Art Kartenspiel (Spielkarten mit Information zu Ort, Messzeit, Messwert, weiteren Faktoren, sodass Unterschiede ausgewertet werden können) oder Wetterkarten, die man auf Faktoren hin auswertet, Informationstexte zu Messfehlern oder Erwärmung der Luft.

    Für mich ergibt sich daraus ein Schwerpunkt.

    Das Errechnen des Durchschnitts wird jeweils ähnlich sein, spannender ist die Frage, wofür es wichtig ist, den Durchschnitt zu kennen.

    Das wäre für mich ein anderer Schwerpunkt in der Einheit.

    Sicher geht ein Stationslernen, allerdings finde ich gerade im Hinblick auf die Zusammenhänge schade, wenn es zum Einsammeln der Informationen in Einzelarbeit kommt, wo das Thema viele andere Möglichkeiten bietet.

    Wenn man ans Erzählen denkt, darf man auch nicht das Kamishibai - Theater vergessen.

    Ja, stimmt.

    Aber ich würde nicht alles nacheinander in eine Reihe setzen, sondern mir gut überlegen, welche Schwerpunkte ich setzen will.

    Möglich wäre allerdings, die bekannte Methode mit den Leitwörtern für das Erzählen zu Geschichten im Kamishibai einzusetzen - vorausgesetzt man hat welche.

    Für gelungene Erzählungen kann man sich Beiträge bei den Radiofüchsen heraussuchen

    https://www.radiofuechse.de/reinhoeren/

    Wir haben uns da auch schon ein Stück angehört und daraus Ideen und Tipps abgeleitet.

    Rainer Rudloff liest aktuell zu Lindgren, ansonsten andere Klassiker

    https://www.vividvoices.de/lesungen/online-lesungen/

    (und auch da ist auf der Seite vermerkt, dass Videos der Lesungen nicht online stehen dürfen. Entsprechend schwierig wird es sein, etwas zu Lindgren-Texten als Lesung im Internet zu finden)

    auch die Texte dürfen immer nur im Original verwendet werden vermutlich?

    Es ist ja geregelt, wie viel Prozent eines Werkes man im Unterricht einsetzen darf, dadurch kann man aus Büchern Auszüge einsetzen.

    Eine Veröffentlichung im Internet ist aber etwas anderes - und da sind Padlets oder Homepages nicht ausgenommen.

    Und auch für Aufnahmen sollte man sich vorab erkundigen und absichern.

    Etwas anderes ist es, wenn du selbst oder ein Bekannter dir eine Erzählung einspricht und du sie im Unterricht nutzt - da gehe ich davon aus, dass der Bekannte weiß, worum es geht, und einwilligt.

    Von Aufnahmen auf privaten Geräten würde ich dringend Abstand nehmen, auch im UB,

    davon Aufnahmen von Lindgren öffentlich ins Netz zu stellen (padlet) auch, gerade der Oettinger-Vlg wird nicht einfach zugucken. Auf den Texten ist Urheberrecht, man darf auch die Figuren von Lindgren nicht (selbst nachgemalt) ins Netz stellen.

    Ich hatte auch überlegt, ob zum Erzählen natürlich nicht auch so etwas wie Intonation, Mimik, Sprechtempo etc. gehört, allerdings würde das vermutlich wieder zu viel werden, auf was die Kinder zu achten hätten und was am Ende reflektiert werden müsste. Natürlich gehört es irgendwie zum Erzählen dazu, aber ich denke, ich muss mich da begrenzen oder nicht?

    Bau deine Reihe auf und überlege, in welcher Reihenfolge du die Sachen, die du vermitteln willst, setzen willst. Wenn du das Finden der Leitwörter an den Anfang setzt, ist es dann besprochen und geübt und du kannst in den nachfolgenden Stunden darauf aufbauen, es kurz wiederholen lassen und üben, aber auch neue Impulse setzen.

    Nimm dir für die Stunden 1-2 Schwerpunkte, die Kinder lernen es ja neu und sollen sich dann mit dem Neuen beschäftigen. Die anderen Schwerpunkte stehen dann zwar in der Reihenplanung, sind aber nicht im Fokus der Stunde.

    Mit den Kriterien für die Reflexion würde ich es ebenso machen. Die Kriterien erweitern sich im Laufe der Einheit. Wenn die Kinder etwas dazu gelernt haben, kann man die neuen Kriterien anfügen. Vielleicht kann man es sogar am Ende der Stunden gemeinsam formulieren, aber das muss man vorab mit anderen Inhalten üben, bevor man es im UB zeigt.

    Da gibt es - wie immer - verschiedene Möglichkeiten.

    Du hast ja schon einiges umrissen, was wichtig ist:

    - Der Schwerpunkt soll das Erzählen sein,

    entsprechend würde ich in der Stunde auch das Erzählen nutzen.

    - In der Sicherung sollen, so schreibst du, die SuS etwas kommentieren.

    Unklar ist, was denn der Kern der Stunde sein soll: Was soll in der Stunde neu vermittelt werden?

    Was könntest du vorab schon in anderen Stunden aufgegriffen haben, sodass es bekannt ist und in dieser Stunde genutzt werden kann?

    Vorstellen kann ich mir

    a) Die Kinder lesen vorab eine Erzählung, die also schon bekannt ist zu Beginn der Stunde. In der Stunde selbst hören sie zu Beginn einen Beitrag, in dem genau diese Geschichte von jemandem schlecht erzählt wird. Die Kinder entwickeln anhand des Beitrags Tipps oder Kriterien für gelungenes Erzählen, sodass sie ihre eigenen Erzählungen daran orientieren und reflektieren können.

    b) Die Kinder lesen vorab eine Erzählung, die also schon bekannt ist zu Beginn der Stunde. Es gibt Karten für den roten Faden, die aber durcheinander geraten sind ... sind es verschiedene Geschichten, könnte dir ja auch einfach der Kasten heruntergefallen sein :) . Die Leitwörter für eine Geschichte wären dann jeweils auf farbigem Karton einer Farbe. Dann bekommen die Gruppen ihre Leitwörter und müssten sie sortieren und an dem Faden befestigen.

    Die Kinder ordnen in einer Gruppenarbeit die Karten, dabei müssen sie sich viel austauschen, kommunizieren und erzählen. Später präsentieren sie ihre Ergebnisse und reflektieren die Methode/ die Ergebnisse.

    Alternativ könnte auch die Schnur gerissen sein, sodass der Mittelteil oder das Ende fehlt.

    Fehlt der Mittelteil, könnten die Kinder auf den Lesetext der vorangegangenen Stunde zurückgreifen und nachlesen, um die Karten für den Mittelteil zu erstellen und dann erzählend ihre Ergebnisse zu präsentieren.

    c) Die Kinder hören eine Erzählung mit offenem Ende oder Rauschen oder plötzlichem Abbruch. Die Erzählung ist nicht beendet und soll fortgesetzt werden. In dieser Stunde müsste man auch die Ergebnisse präsentieren - also erzählen lassen. Auch hier würden die Kinder am Ende anhand bekannter Kriterien reflektieren. Dann ist es aber weniger problemorientiert und eher eine Übungsstunde.

    d) Du könntest in der Stunde auf bisher bereits erarbeitete Kriterien des gelungenen Erzählens zurückgreifen (Erzählanfang ...) und über einen Impuls eine weitere Anforderung einführen, die dann geübt wird. Einigen Kindern fällt ja schwer, die Leitworte zu wählen, genügend zu notieren (bloß nicht schreiben, ich kann mir alles so merken) oder viel zu viele zu notieren.

    Als Impuls kann man einen roten Faden in einer Schachtel haben und den Anfang einer vorab bekannten Geschichte erzählen lassen. Wenn man dann am FAden zieht, kommt ein sehr langer mit sehr sehr vielen Wörtern zum Vorschein... (und/ oder einer mit nur 2 Leitwörtern)

    Welche Wörter sind wichtig als Leitwörter? Worauf kann man verzichten? Dafür kann man Kriterien erstellen, um dann in Gruppen die Wörter, die zu viel sind, auszusortieren (wahlweise Leitwörter zu ergänzen).

    Diese Sparmaßnahmen habe ich schon wegen Klimakrise getroffen. In diesem Kalenderjahr liefen meine Heizkörper noch gar nicht dank mildem Winter und Lage der Wohnung und ich hatte nie unter 18 Grad.

    Dann heizen Untermieter mehr? Mir ist das zu kalt, brrrrr, hier ist es dafür auch oft zu nass, aber in der Schule verglüht man an nicht gelüfteten Orten.

    Ich finde einiges, dass jetzt in ist und als neuer Tipp kommt, ziemlich alt, aber vielleicht muss es einfach mal wieder für die nächste und übernächste Generation ausgegraben werden.

    Vieles passt zum Klimaschutz, stimmt, da fällt es gleich auf fruchtbaren Boden.

    Man muss dann noch ein Bewusstsein schaffen, dass Avocado nicht heimisch wächst.

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