Beiträge von Palim

    Man hört den Satz öfter, in der 1. Klasse zumindest, dann lernen die Kinder allmählich, dass der Satz ins Leere läuft und unterlassen es, Behauptungen aufzustellen, warum dieses oder jenes ganz anders zu sein hätte.

    Vermutlich hört man den Satz ähnlich oft, wie Eltern den Satz "Frau XY hat aber gesagt..." hören.

    Das ist in der Regel auch ein Thema auf einem Elternabend in Klasse 1 oder an Elternsprechtagen.

    Für Super-Lion wäre interessant,

    - ob die Lehrkraft informieren wollte,

    - ob die Lehrkraft selbst den Wunsch hatte, dass die Eltern mit dem Kind an der Schrift arbeiten,

    - ob die Lehrkraft selbst Empfehlungen gehabt hätte,

    - ob die Lehrkraft den Eindruck hat, dass es sich mit der Zeit geben wird, oder ob sie dringenden Handlungsbedarf sieht.

    Da gibt es ja durchaus Abstufungen in der Bewertung von Handschiften und ihrer Leserlichkeit und den Erwartungen, die man nach wenigen Wochen in der 1. Klasse hegt.

    Und es gibt unterschiedliche Ursachen, auf die man die Förderung abstimmen sollte, das ist auch bei der Handschrift nicht anders als sonst.

    In der Schule gibt es auch Tränen von manchen Kindern, das ist nicht immer Wut/ Trauer/ Enttäuschung, es ist auch mal ein erlerntes Verhaltensmuster, das Erfolg bringt und man darüber lernt, es auf diese Weise erneut zu versuchen (nennt man auch Krokodilstränen),

    es gibt auch Kinder, die sich verweigern, die ganz langsam machen, die gar nicht arbeiten möchten, denen ein Schulvormittag zu lang ist, sodass sie lieber gehen möchten, die darauf warten, dass jemand kommt und ihnen die Aufgabe abnimmt ...

    Und wie oft hört man den Satz "Meine Mama hat gesagt ...", obwohl die Mutter genau das dann gar nicht gesagt hat?

    Das eine schließt das andere doch nicht aus,

    aber mir sind einige Kinder bekannt, die alles locker leisten konnten, bei Wiederholungen oder Übungen zum Automatisieren aber nahezu oder völlig verweigerten: sie wissen, dass sie es können, das reicht ihnen aus. Schönheit der Schrift ist quasi die B-Note, die nicht wichtig erscheint.

    Und gerade weil ihnen sonst alles zufliegt, haben sie keine Erfahrung darin, sich anstrengen oder mal durchringen zu müssen, also mit Anstrengung zu üben, bis etwas wirklich gut wird.

    Da helfen Übungen zu Motorik dann gar nicht, weil das Problem ein anderes ist.

    Allen Werbungen von Stifte-Konzernen zum Trotz:

    Bei einigen Kindern ist es wirklich die Motorik, die geübt werden muss,

    gerade bei kognitiv sehr gut aufgestellten SuS hapert es auch mal daran, dass sie wenig Einsicht haben, wozu sie die stumpfen Wiederholungen machen sollen.

    Solche Schüler verweigern bei diesen Aufgaben, indem sie kaum von der Stelle kommen, sind aber bei anspruchsvollen Aufgaben vorne mit dabei.

    Ich habe leider noch keinen Kniff gefunden, wie man ihnen die Schreibaufgaben zur Motorik besser verkaufen kann.

    In NDS hatte man von 2006 bis 2019 (?) die Sprachförderung an den Schulen und wir Lehrkräfte sind in den KiGa gegangen und haben dort die Förderung erteilt.

    Auch die Sprachstandserhebung wurde durch die Schulen vorgenommen.

    NDS hat Lehrkräftemangel und die Förderung inzwischen an die Kommunen gegeben, die nun andere Kräfte ausbilden sollten, bei uns fällt es also weg.

    Wegen der Kontakte im KiGa wüsste ich gerne, wie andere Schulen es derzeit handhaben. Geht etwas im KiGa um, ist die Schule gleich mit betroffen, ist sie über Geschwisterkinder allerdings auch oft.

    Wie bei euch der Ei Satz mit den Zusatzkräften geregelt ist, weißlich nicht, in NDS konnte man auch z.B. Studierende einstellen. Die Inhalte der Förderung erfolgen in Absprache, auch da bin ich es gewohnt, Förderung hinzulegen oder mitzugeben oder zu organisieren, allerdings hatte ich die Stunden schon selbst und habe einen Fundus, aus dem ich schöpfen kann.

    Das ist bestimmt 2 Tage vor den Herbstferien - samt Feiertag am 1.11. - und der Hinweis im Text, dass man ja Distanzunterricht mache und die Schule nicht geschlossen sei, passt doch dazu, dass die Politik stets meinte "die Schule bleibt offen" auch wenn es Wechsel- oder Distanzunterricht gab.

    Die Daz-Lernsituationen sind grundlegend sehr unterschiedlich.

    Wenn man es "nebenbei" oder "inklusiv" abdeckt, dann überlegt man sich einmal mehr, ob man ein zusätzliches Lehrwerk einsetzt.

    Das kann sinnvoll sein, wenn man SchülerInnen grundlegend alphabetisiert oder sie in der Klasse noch nicht mitarbeiten können.

    Andernfalls ergänzt man die vorhandenen Materialien. Auch meine Erfahrung ist, dass DaZ- und Nicht-DaZ-SuS zum Teil gleiche Übungen benötigen und von der Differenzierung profitieren.

    Wenn man durchgängig DaZ-Unterricht haben kann, kann man ein Lehrwerk nutzen.

    Hat man ständig wechselnde Gruppen oder gestrichene Stunden, ist das nichts.

    Außerdem sind Lehrwerke gerade bei FöS-Kindern so eine Sache, für vieles brauchen sie doch viel mehr Übung und jedes Kind bei einem anderen Schwerpunkt.

    Einstieg ins Präteritum … mache ich jetzt zum 2. Mal, da habe ich eine Kartei und viele Legespiele. Im Lehrwerk sind 2 Seiten im 3. SJ und 2 Seiten im 4. SJ … so wird das nichts.

    Hast du ein Board mit Kamera/ Handy? Dann kann man das Bild vergrößeren, wenn die Gruppe größer ist.

    Ich nutze zwischendurch auch diese Geschichten-Würfel, die es teuer und günstiger gibt und habe mehrere Serien.

    Wir würfen mit ganz vielen Würfeln.

    Dann dürfen sich die SuS einen Würfel nehmen und müssen dazu einen Satz bilden.

    In der zweiten Runde nehmen sie einen weiteren Würfel und müssen dann zu beiden Bildern einen Satz oder gleich eine kurze Geschichte bilden.

    Wenn möglich gibt es noch eine dritte Runde.

    Wir haben auch schon mal versucht, möglichst alle Würfel in einer Geschichte unterzubringen - gemeinsam.

    Ich habe noch ein Spiel mit Buchstabenwürfeln,

    man erwürfelt Buchstaben und soll dann damit möglichst viele Wörter finden.

    Das ist ein nettes Schreibspiel für zwischendurch, ich spiele mit und muss das Doppelte schaffen.

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