Beiträge von Palim

    Wahrscheinlich führt das Ganze dazu, dass der ein oder andere Lehrer(in) gar nicht mehr auf Klassenfahrt geht.

    Der Aufwand ist ja auch immens,

    wenn man dann selbst noch außerunterrichtlich durch die Republik reist, um vorab die Wandersteige zu sichten, was man noch einmal zeitlich direkt davor machen müsste, wird es nicht besser.

    Schwieriges Terrain gibt es auch im Flachland, in der Stadt, auf dem Land, am Meer, auf der Insel.

    Ich würde inzwischen manches nicht mehr machen,

    meine SuS waren neulich schon nach 15 min von einer Wald-Wanderung überfordert - im Flachland... und die Südländer unter euch würden das baumbewachsene Stück nicht einmal "Wald" nennen, hier beginnt ein Wald bei Ansammlungen von mehr als 3 Bäumen.

    Ihr habt ja eine putzige Vorstellung vom Landleben.

    Die Landkreise können gar nicht einfach so und ohne Ende Neubaugebiete ausweisen, weil man dafür dann Ausgleichsflächen haben muss - die nicht jede Kommune hat.

    Also gibt es auch häufig Lückenbebauung oder auf dem Grundstück eines alten Hauses entstehen viele neue Wohnungen in kleinen Häusern oder Mehrparteien-Objekten.

    Es erwartet niemand, dass auch an der allerletzen Milchkanne ein Halteschild steht, das sehe ich auch so, aber man kann in Flächengemeinden, in denen ebenso viele Menschen wie in kleinen Städten wohnen, erwarten, dass alle Stunde oder alle 30 min ein Bus fährt, sodass man von den Haltestellen aus in die nächsten Städte mit entsprechender Versorgung (Ärzte, Fachärzte, Therapeuten, Beratungsstellen, Fachgeschäfte) kommt. Das muss auch denen möglich sein, die keinen Führerschein haben, die kein Auto haben oder es nicht mehr fahren können, wollen oder dürfen.

    Ähnliche Erwartungen einer Grundversorgung habe ich z.B. hinsichtlich ärztlicher Versorgung und Internet.

    Wie viel Zeit wäre denn überhaupt noch?

    Wann soll die Prüfung sein und wie lange bleibt dir, an deinen Planungen zu arbeiten?

    Ende Oktober soll der nächste Versuch sein.

    Ich soll mehrere UBs in jedem Fach zeigen. In meinem schwachen Fach sind jetzt zwei UBs schlecht ausgefallen und die Fachleiterin ist der Ansicht, dass die Zeit sehr knapp ist, um noch die Kurve zu kriegen.

    Wie viele Besuche sind nach den Sommerferien angesetzt?

    Welche anderen Möglichkeiten bleiben dir?

    Wenn man der Meinung ist, dass die Schule die Elternabende nutzt, um Eltern zu belehren und vorzuführen, weil einen Themen wie Gesunde Ernährung, Medien, Verkehrserziehung und vieles mehr nichts angehen oder man sich in seiner Erziehung davon eingeschränkt fühlt, kam ja hier zur Sprache, dass man sich nicht gegen ein Thema wehren könne, wenn es auf einem regulären Elternabend - oder gar dem ersten - gesetzt wird und nicht vorab als Themenabend angekündigt wird.

    Ist es ein Abend mit Thema, muss man nicht eher nach Hause, sondern geht gleich gar nicht erst hin.

    Da gibt es Eltern, die sich nichts sagen lassen wollen, weil sie schon alles wissen, und andere die sich gar nicht kümmern wollen.

    Am Ende wird erwartet, dass die Schule zwar alles Mögliche übernehmen soll, eine Partnerschaft oder gemeinsames Handeln kommt aber nicht vor, wenn Eltern sich dem entziehen.

    Ob Schulen sich wirklich entziehen können, ist eine andere Frage.

    Ich bleibe dabei, dass das Thema Medienkonsum auf einem ersten Elternabend als umfangreiches Thema zu viel ist. Ansprechen kann man vielleicht, was man erwartet oder was förderlich ist.

    Aber ich sehe es durchaus als Aufgabe der Schule, Themen aufzugreifen, die Eltern anregen oder die die Schule setzen möchte, weil es der Erziehung oder dem Lernen förderlich wäre.

    Nachtrag: Ich bin entsetzt, wie einige Eltern Elternabende auffassen und hier darstellen, noch einmal mehr, wenn sie selbst Lehrkräfte sind und Elternabende veranstalten.

    Immerhin gibt es bei euch überhaupt die Möglichkeit, bei uns kann eigentlich nur noch über die Hausärzte geimpft werden.

    Ich habe mich gefragt, wie aktuell das ist.

    Es steht auch etwas über die Impfstoffknappheit. Das hat mich verwundert und ich kann mir nicht vorstellen, dass wirklich 2 Teams seit Monaten immer noch an den Orten über den ganzen Nachmittag Impfungen anbieten.

    Andererseits gibt es viele Menschen über 70 Jahre, die das in Anspruch nehmen könnten.

    Nein, es wurde gefragt, was wir davon halten, ein Thema nicht gesondert auf einem thematischen, sondern auf dem ersten Elternabend anzusprechen, weil sich da niemand wehren kann.

    Und das wurde kritisch gesehen. Dass man nicht erzieherisch tätig werden darf als Lehrkraft, oder nicht mit Eltern über problematisches Verhalten reden darf hat niemand gesagt.

    Wie meinst du das? Ich schrieb, dass mir die Idee kam, dass ich Eltern vorab fragen könnte, was sie thematisieren wollen. Habe ich bislang nicht gemacht und es auch noch nie als Elternteil erlebt. Du machst das vielleicht schon lange, dann weiß ich nicht, warum du dich angegriffen fühlst.

    Einerseits möchtet ihr - als Eltern- gefragt werden, andererseits möchtet ihr bzw. eure Partner:innen früh nach Hause.

    Offenbar ist euch daran gelegen, die Themen vorzugeben, vor allem die, über die nicht gesprochen werden muss, weil ihr euch persönlich nicht betroffen seht und ihr auch zur Gemeinschaft nichts beitragen möchtet, indem ihr z.B. Tipps und Möglichkeiten oder auch Grenzen oder Mühen in einem Gespräch darlegt.

    Wenn man Eltern fragt, bekommt man sehr unterschiedliche Rückmeldungen, in etwa so bunt wie die Schülerschaft, und nicht alle Eltern sind allzeit informiert, haben das siebte eigene Kind in der Schule und selbst Einblick in den Laden.

    Dazu kommt, dass ihr z.T. als Eltern den Lehrkräften an der Grundschule die Aufgabe erklärt.

    Da kann man nur hoffen, dass ihr selbst ganz reflektiert mit den Notwendigkeiten, Anforderungen, aber auch Aufforderungen und der Erwartungshaltung der Eltern an euren Schulformen umgeht, auch wenn sie euch mal mitteilen, was sie gerne hätten und wie ihr euren Beruf ausüben möchtet.

    Wenn es dann noch so dargestellt wird, dass man sich nicht gegen ein Thema auf dem Elternabend wehren könne, dann frage ich mich, wie und als was ihr Elternabende wahrnehmt … und durchführt.

    Probleme, die man ohne ÖPNV oder ohne 9€-Ticket-mögliche Zugverbindungen gar nicht hat.

    Manchmal erstaunt mich schon sehr, welche Möglichkeiten man andernorts hat und wie selbstverständlich daraus ein Anspruch oder eine Anspruchshaltung entsteht.

    Was ist "normal"?

    Die Frage ist, was du dir vorgestellt hast und wie an vielen Orten die Realität aussieht.

    Die nächste Frage ist, ob du bereit bist, trotzdem oder gerade dafür Lehrkraft zu werden.

    Hier gibt es an den Grundschulen eher keine Intensivklassen, aber durchaus Kinder ohne Deutschkenntnisse.

    Es gibt keine FöS LE und eher Kinder mit Unterstützungsbedarfen in den Klassen.

    Das wird je nach Einzugsgebiet oder Schule verschieden sein, aber selbst hier in Bullerbü hat die letzte Schule inzwischen solche Schüler:innen.

    Zusätzliche Stunden sind rar oder gestrichen.

    Es mag andere Schulen geben.

    Von meiner weiß ich, dass sie als Schule mit sozialem Brennpunkt eingestuft ist, dennoch sehe ich durchaus Unterschiede zu dem, was pepe oder Conni schreiben.

    Ich kann auch unterscheiden, wie die derzeitige Klasse ist und wie die anderen sind, kann sie mit mehreren anderen Jahrgängen vergleichen, aber auch mit der Situation an anderen Schulen.

    Dazu kommt bei dir: Du möchstest einen Quereinstieg machen. Dieser wird in der Regel dort gewährt, wo es keine Bewerbenden über das übliche Verfahren gegeben hat. Somit wirst du zumindest in der Ausbildung immer dort landen, wo andere weggegangen sind oder abgesagt haben.

    Aber auch danach hat man keine Garantie und kann sich die Stelle und Schule nicht immer aussichen - je nach Bedarf, eigener Flexibilität, Vitamin B und Wünschen.

    Noch etwas dazu:

    In Nds erhalten Kinder, die gerade zuwandern, 2 Jahre keine Noten, damit sie die Sprache ohne Notendruck erlernen können.

    Man darf aber Fächer bewerten, sobald es möglich ist.

    Meine Erfahurng ist, dass Kinder, die in der Erstsprache lesen und schreiben können, dies in 2 Jahren schaffen.

    Kinder, die nicht in der Schule waren und/oder nicht lesen und schreiben können, sondern eine Alphabetisierung in der Zweitsprache benötigen, brauchen ein Jahr länger - also eigentlich 3 Jahre zum Aufholen.

    Davon ausgenommen sind Kinder mit Beeinträchtigungen, auch diese sind unter zugewanderten Kindern.

    das bringt meiner Meinung nach keine Punkte

    Ich bin gar nicht Lehrerin geworden, um Punkte zu sammeln.:weissnicht:

    um möglichst schnell fertig zu werden.

    Ich bin auch nicht auf dem Elternabend, um schnell fertig zu werden. Dann kann ich das auch gleich sein lassen.

    Verpflichtend ist EIN Elternabend zur Darlegung der Leistungsbewertung und zur Wahl (alle 2 Jahre), der Rest kann dann wegfallen, wenn man es so verstehen will. Will ich aber nicht.

    Wäre aber vielleicht mal eine Idee, vorher abzufragen, was nach Wünschen der Eltern besprochen werden soll. Da könnte ja durchaus die Anfrage kommen, die Probleme im Klassenchat zu thematisieren und Eltern könnten sich ggf. vorbereiten und mitreden.

    Ach. Dazu verteilt man vorab Einladungen, gibt Themen bekannt, lässt auf einem Rückläufer ankreuzen oder bittet vorab um Fragestellungen. Und wenn man Eltern auffordert, dann stellen sie Fragen, die man besprechen kann - ja, da geht es auch um Handynutzung, Gruppen/Chats und anderes.

    Aber als Lehrkraft kann auch ich Themen setzen, die ich sinnvoll finde für den Unterricht und im Hinblick auf die Erziehungspartnerschaft von Lehrkräften und Eltern. Dazu gehört auch, dass man vorab Eltern Hilfen an die Hand gibt, damit sie wissen, was sinnvoll und hilfreich ist oder was erwartet wird.

    Persönliche Gespräche führe ich persönlich. Nicht alle Eltern möchten ihren Tag auf dem Elternabend darlegen und es gibt noch eine Menge weiterer Themen, die ich nicht auf dem Elternabend mit allen besprechen möchte.

    Wo gibt es solche Schulen?

    Dachte zumindest in Sachen Deutsch werden die Kinder nur mit Sprachtest eingeschult

    Solche Schulen wird es in allen Bundesländern geben.

    Mit dem Sprachtest ist es so:

    Es gibt im Alter von 4 oder 5 Jahren in den meisten Bundesländern ein Screening, bei dem Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen auffallen sollen.

    Sie sollten dann Förderung erhalten, aber...

    ... Niedersachsen hat das Screening, das die Schulen durchgeführt haben, abgeschafft, die KiTa sollen es nun richten.

    ... Stunden dafür wurden auch abgeschafft, für Kinder, die nicht in der KiTa sind, müssen sie gesondert beantragt werden, nachdem die Schule dann doch ein Screening durchgeführt und das Kind für förderbedürftig eingestuft hat.

    ... Stunden sind stets zu wenige und die vorhandenen gehen in die Pflichtstundentafel. Kinder im Kindergarten sind beaufsichtigt, Klassen sonst nicht, also wird alles außerhalb des Pflichtunterrichts bei Lehrkräftemangel gestrichen. Und gerade die Schulen im Brennpunkt haben häufig Lehrkräftemangel.

    ... eine sinnvolle Förderung bedingt eine Regelmäßigkeit von Angebot und Teilnahme. Die Teilnahme wurde nach Jahren zumindest in meinem BL als Schulpflicht festgeschrieben, aber auch das bewirkt noch keine regelmäßige Teilnahme.

    ... Kinder, die wenig Deutsch können, lernen die Sprache sicher nicht vollständig in einem Jahr.

    ... Kinder, die gerade zugezogen sind, sind z.T. in bestimmten Einrichtungen untergebracht, die wiederum bestimmten Einzugsgebieten gehören. Also haben diese Schulen besonders viele Kinder, die erst vor kurzer Zeit aus dem Ausland zugezogen sind und kein Deutsch können.

    Es stimmt also, dass es Sprachtests gibt,

    es stimmt aber nicht, dass diese über die Einschulung bestimmen oder besonders gute Förderung bewirken können.

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