Beiträge von Palim

    Siehe oben, Plattenspieler , BY hat mehr Ferientage und da haben wir noch nicht von Feiertagen gesprochen.

    Dir sind die katholischen Feiertage wichtig, hier spielen sie nur bei wenigen eine Rolle, aber wenn Gründonnerstag - Dienstag nach Ostern in den Ferien liegen, hat man eine relativ gute Möglichkeit, den Traditionen nachzukommen.

    Habt ihr dann drei Wochen Osterferien?!

    Steht da doch: 4.4. bis 20.4.,

    wir fangen mittwochs wieder an, also 2 1/2 Wochen, 10 Ferientage.

    Zur Übersicht:

    Bayern vergibt an alle Schüler im Jahre 2022 insgesamt 6 Schulferien. Zusammengerechnet ergeben die Schulferien 2022 insgesamt 70 Tage in der Woche, was in etwa 14 Wochen bedeutet.

    Niedersachsen vergibt an alle Schüler im Jahre 2022 insgesamt 6 Schulferien. Zusammengefasst umfassen die Ferien 2022 insgesamt 66 Wochentage, was rund 13.2 Wochen bedeutet.“

    https://urlaubstage-planen.de/ferien-deutschland/2022.htm

    Humblebee

    Das Argument ist doch vorgeschoben.

    Die ganze Zeit tragen alle Maske und 2 Wochen vor den Osterferien ist dann die Sprachbildung plötzlich wichtig?

    Es war die gesamte Zeit möglich, zur Sprachbildung die Maske abzusetzen, wenn man gewollt hätte.

    Dass es sich auf die Leistungen im Schreiblernprozess auswirkt, halte ich für ein Gerücht und betrifft die meisten SchülerInnen nicht.

    Es mag einen Anteil bei denen mit Wahrnehmungsstörung haben, aber da wären auch ohne Corona ganz andere Fördermaßnahmen zwingend notwendig, die man lieber spart.

    Unsere beginnen am 4.4.

    Wir sind seit dem 10.1. in der Schule, hatten keine Winterferienwoche, von 2 Tagen zum Halbjahreswechsel Ende Januar abgesehen,

    nach Ostern geht es am 20. 4. weiter …

    dann gibt es noch 2 Brückentage zu Himmelfahrt und Pfingsten, ansonsten geht es durch bis zu den Sommerferien, die irgendwann zwischen Mitte Juni und Ende Juli beginnen. Da wird nicht unterschieden und auch keine zusätzliche Pause eingelegt, man muss sich die unterschiedlichen Schuljahre dann einteilen, je nachdem wie sie fallen.

    In den Grundschulen bedeutet es aber, dass ab Montag am Sitzplatz abgenommen werden dürften.

    Leider sind die Berichte in den Medien oft undifferenziert, Maskenpflicht bleibt bestehen, sobald man aufsteht…

    … und auch, wenn sich die Klasse in der ABIT-Testung befindet, es einen Fall in der Klasse gab. Da muss die Schule dann wieder kommunizieren und überzeugen oder durchsetzen.

    Generell hätte man auch in NDS die bisherigen Maßnahmen in den 2 Wochen bis zu den Osterferien bestehen lassen können, das Wechseln hilft nicht und die Masken gerade 2 Wochen vor den Ferien abzusetzen, hilft nur dahingehend, dass mehr Menschen über die Ferien erkrankt sein werden.

    Ich kann verstehen, wenn jetzt gewünscht wird, dass die Schüler erst mal ihren Schulabschluss nach ukrainischem Bildungsplan online fertig machen.

    Ja, das würde ich auch verstehen und unterstützen.

    Dann bräuchte es aber die übliche Anerkennung des Abschlusses.

    Was dauert länger?

    Deutsch zu lernen und einen regulären deutschen Abschluss zu erreichen oder den Abschluss ukrainisch zu absolvieren und dann eine Anerkennung zu erreichen … und Deutsch zu lernen?

    Bei welchem Vorgehen haben sie SuS zumindest theoretisch mehr Anspruch auf Hilfe? Wo ist es praktisch gegeben?

    Rechtlich gesehen ist es wohl so, dass man erst nach 3 Monaten, nachdem man hier ist, in den Unterricht muss.

    Das ist je nach Bundesland geregelt, in NDS unterliegen sie der Schulpflicht, sobald sie aus der Erstaufnahmeeinrichtung heraus sind und in einer Kommune eine Unterkunft erhalten haben.

    Das sind oft nur ein paar Tage oder Wochen.

    Nachzulesen unter https://www.fluechtlinge.niedersachsen.de/startseite/flu…ung-138709.html

    Die dort beschriebenen Möglichkeiten sind die, die theoretisch nach Erlasslage bestehen (sollten), aber nicht vorhanden sind, weil schon seit Jahren die Lehrkräfte dafür fehlen. Die DaZ-Stunden fallen unter „Zusatzbedarfe“, tauchen in der Statistik nicht auf und werden ersatzlos gestrichen, wenn der Pflichtunterricht sonst nicht besetzt werden kann - also bei jeder Langzeiterkrankung und jeder schwangeren Lehrkraft als kurzfristige Maßnahme, die zur dauerhaften wird, weil auch keine Vertretungskräfte zu finden sind.

    Das mag subjektiv sein, ist aber mein Erleben seit mindestens 10 Jahren.

    Ein weiteres Problem ist übrigens, dass es hier keine freien KiGa-Plätze gibt und die Anmeldung immer nur bis zu einem Stichtag (im Februar?) gilt, das ist schon bei sonstigen Umzügen immer schwierig.

    Wir haben Rekordzahlen aber statt 5 mal testen sich unsere Kinder jetzt nur 3 mal. Wir haben Rekordzahlen und lockern die Maskenpflicht in der Schule. Wir haben Rekordzahlen und starten wieder mit Klassenfahrten ...

    Gibt es einen Fall in der Klasse, gilt ABIT, also doch 5mal Testen ( wir haben diese Woche allerdings wieder diese Schrott-Tests)

    und auch die Masken müssen dann wieder/weiter getragen werden.

    Zur Alphabetisierung habe ich bei 4teachers eine Anlauttabelle deutsch-ukrainisch neu eingestellt

    https://www.4teachers.de/?action=downlo…=show&id=673145

    und eine doppelseitige Liste mit Wörter, die in beiden Sprachen gleich oder nahezu gleich sind,

    https://www.4teachers.de/?action=downlo…=show&id=673145

    sodass man damit die unterschiedlichen Buchstaben erlernen kann oder mit Hilfe dieser Liste herausfinden kann, ob Kinder in ihrer Sprache alphabetisiert sind oder in der lateinischen Sprache alphabetisiert sind.


    Speziell für ukrainische Kinder und Jugendliche

    gleicht die Hamsterkiste ihre Materialien an

    https://www.hamsterkiste.de/ukrainisch

    gibt es ein zweisprachiges Heft der Flüchtlingshilfe München

    http://fluechtlingshilfe-muenchen.de/?p=550

    Und es gibt auch Vorlagen für zweisprachige Elternbriefe durch ein Projekt von 2015

    Elternbrief deutsch - ukrainisch

    in dem wichtige Hinweise zur Schule und zum Schulsystem enthalten sind.


    Andere Materialien findet ihr unter DaZ-Alphabetisierung

    https://www.4teachers.de/?action=show&id=668180

    Andere Leute fliehen vor Krieg und Tod, und hier wird geklagt, dass man vielleicht ein paar Flüchtlingskinder an die Schule bekommt. Ja, dann stell ich eben einen Stuhl dazu, provisorisch. Das wird sich schon alles irgendwie machen lassen. Ich warte erstmal ab und sehe dann weiter.

    Ich beschwere mich nicht darüber, ich stelle den Stuhl dazu, schleppe den Tisch in den Klassenraum, bereite die Kinder der Klasse vor und begleite alle miteinander,

    ich bin relativ gut aufgestellt für DaZ und Alphabetisierung - nebenbei wohlgemerkt - und habe meine Fühler ausgestreckt, dieses Mal nach Materialien auf Ukrainisch, nach Übersetzer:innen, nach HIlfen...

    ... und dennoch beschwere ich mich laut und deutlich darüber,

    - dass das Land Reden schwingt, sich aber dann nicht wirklich um die Schulen kümmert - nicht einmal der Pflichtunterricht kann mit Lehrkräften besetzt werden.

    - dass es falsch ist, dass DaZ-Stunden, die wir mühsam beantragen und auch bewilligt bekommen, seit mehr als 10 Jahren immer in der Vertretung laden und nie ersetzt werden.

    - dass die Schüler:innen den Unterricht in Kleingruppen, der ihnen zustünde, nicht erhalten können.

    - dass die Alphabetisierung immer wieder nebenher erfolgen muss.

    Und nein, ich setze die Kinder nicht in den Flur und sage nicht, dass ich nicht zuständig sei,

    obwohl es vielleicht ein deutlicheres Zeichen wäre und sich dann endlich mal etwas bewegen würde - vielleicht, aber das würde ja Geld kosten, das man nicht ausgeben will.

    Wenn man sich die Arbeitszeitstudie genau ansieht, kann man erkennen, dass ein nicht unerheblicher Teil von Lehrkräften in unterschiedlichen Schulformen erheblich mehr arbeiten, als die 40 h/Woche angeben würde

    und dass sehr viele Lehrkräfte zu der Aussage kommen, dass die in Schule gegebenen Aufgaben nicht machbar sind, sodass man erhebliche Abstriche machen muss.

    Wo man sie macht, bleibt oft der Lehrkraft selbst überlassen,

    neben individuellen Unterschieden kommen Unterschiede der Fächer, Schulformen, kleiner/großer Systeme, des jährlichen Ablaufs etc. hinzu.

    Entsprechend unterschiedlich fällt das persönliche Urteil aus.

    Mich wundert immer wieder, dass KollegInnen hier davon schreiben, dass es Zeiten mit mehr und Zeiten mit weniger Arbeit gibt … und ich frage mich, wann die Zeiten sein sollen, wenn weniger zu tun ist.

    Aber solche schulformbezogenen Unterschiede hat die Arbeitszeitstudie auch herausgefunden.

    Lehrer werden nicht eingestellt. Unsere Referendare mit 1,x erhalten keine Stelle (und ich las es gestern hier auch für NRW).

    Schick sie nach Niedersachsen, hier ist es schön!

    Man kann sofort eine feste Stelle bekommen, der Bewerbungszeitraum läuft jetzt, aber auch immer zwischendurch.

    Zudem werden wir im nächsten Schuljahr wieder eine "Sprachlernklasse" einrichten, hat unsere SL gestern beschlossen.

    Dann könnt ihr froh sein, wenn ihr eine Lehrkraft findet. Der Dezernent hat letzte Woche wiederholt deutlich gesagt, dass nicht davon auszugehen ist, dass im Sommer genug Lehrkräfte für die Grundversorgung vorhanden sind. Damit ist die Pflichtstundentafel gemeint - ohne DaZ, ohne Förder, ohne AG, ohne alles, was nicht Pflicht ist.

    Und sollte es irgendwann bekannt werden, das bestimmte Bezirke besser stehen als andere, wird es womöglich Abordnungen geben, davon hatte ich ohnehin schon gehört ...also dass die Stadt in die Peripherie und die Peripherie ans Ende der Botanik abordnen muss.

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