Wir arbeiten weitestgehend ohne Sonderpädagogen, weil es kaum Stunden dafür gibt, und ohne Fachkräfte der Schule, gelegentlich gibt es Kinder, die es tatsächlich schon vor der Einschulung schaffen, zu Beginn von Klasse 1 eine Schulbegleitung zu bekommen, aber auch da ist die Beantragung in den vergangenen Jahren sehr viel schwieriger und die Bewilligung sehr viel seltener geworden.
Man lässt zuerst das Kind in den Brunnen fallen und erwartet dann, dass die Schule es allein ohne weitere Mittel auffängt.
Derzeit wird uns verbrieft, dass wir durch den Lehrkräftemangel keine ausreichenden Möglichkeiten hatten, Kinder angemessen zu fördern, weshalb sie keinen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf erhalten, schließlich braucht es dazu ja vorab angemessene Förderung.
Unterricht, der auf Lehrwerken beruht, ist ja nicht ausschließlich gelenkt, auch da ist es möglich, offenere Phasen einzubinden.
@samu hat es gut erläutert:
was ich sagen will, Öffnung von Unterricht bedeutet nicht nur, Kinder arbeiten schneller oder mehr. Unterricht kann auch Methoden und Aufgaben beinhalten, die in sich Differenzierung enthalten. So wie bei Aufgaben zum freien Schreiben gibt's noch weitere Methoden, bei denen Kinder auf ihrem Lernstand arbeiten können.
Das entspricht meinem Denken und Vorgehen: Wir starten gemeinsam, eine Differenzierung wird sehr schnell angebahnt und angeboten. Dabei geht es allerdings nicht um ein allgemein offenes Konzept, sondern um viele Möglichkeiten in einem Rahmen, der täglich neu gesteckt werden kann.