Beiträge von Palim

    Wir arbeiten weitestgehend ohne Sonderpädagogen, weil es kaum Stunden dafür gibt, und ohne Fachkräfte der Schule, gelegentlich gibt es Kinder, die es tatsächlich schon vor der Einschulung schaffen, zu Beginn von Klasse 1 eine Schulbegleitung zu bekommen, aber auch da ist die Beantragung in den vergangenen Jahren sehr viel schwieriger und die Bewilligung sehr viel seltener geworden.

    Man lässt zuerst das Kind in den Brunnen fallen und erwartet dann, dass die Schule es allein ohne weitere Mittel auffängt.

    Derzeit wird uns verbrieft, dass wir durch den Lehrkräftemangel keine ausreichenden Möglichkeiten hatten, Kinder angemessen zu fördern, weshalb sie keinen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf erhalten, schließlich braucht es dazu ja vorab angemessene Förderung.

    Unterricht, der auf Lehrwerken beruht, ist ja nicht ausschließlich gelenkt, auch da ist es möglich, offenere Phasen einzubinden.

    @samu hat es gut erläutert:

    was ich sagen will, Öffnung von Unterricht bedeutet nicht nur, Kinder arbeiten schneller oder mehr. Unterricht kann auch Methoden und Aufgaben beinhalten, die in sich Differenzierung enthalten. So wie bei Aufgaben zum freien Schreiben gibt's noch weitere Methoden, bei denen Kinder auf ihrem Lernstand arbeiten können.

    Das entspricht meinem Denken und Vorgehen: Wir starten gemeinsam, eine Differenzierung wird sehr schnell angebahnt und angeboten. Dabei geht es allerdings nicht um ein allgemein offenes Konzept, sondern um viele Möglichkeiten in einem Rahmen, der täglich neu gesteckt werden kann.

    Mir geht es ähnlich, ich fände sehr offenes Lernen reizvoll und habe es dennoch bisher nicht als Gesamtkonzept gewagt.

    Stattdessen gibt es gemeinsame Aufgaben und für die (wenigen) fitteren sind genügend Herausforderungen in den Materialien oder im Unterricht, bei denen sie sich austoben können.

    Neben den Kindern, die pepe beschreibt, sind in unserer Schülerschaft nur wenig wirklich kognitiv fitte Kinder, die dann aber andere Päckchen tragen, chronische Krankheiten oder unterschiedliche Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich, zwischen Überbehütung und Dauerkontrolle und "Ich-lasse-meine-Kinder-laufen-wir-sind-schließlich-in-Bullerbü".

    Je mehr Kinder nicht allein und selbstständig arbeiten können, weil Grundsätzliches fehlt, desto schwieriger ist die Öffnung, da man nicht davon ausgehen kann, dass Kinder (und Eltern) sich entsprechend kümmern.

    Auch der Gedanke, dass Kinder im Alter von 6 Jahren lernen und sich anstrengen wollen, zeigt sich in der Realität anders, wenn Kinder 6 Jahre lang nicht gelernt haben, sich für irgendetwas selbst anzustrengen (überbehütet) oder Anreize zu erhalten und belohnt und gelobt zu werden (verwahrlost).

    Schreckliche "neumodische" Angewohnheit.

    Hier werden gezielt einzelne Sachen an die Straße/Grundstücksgrenze gestellt - mit Zettel, dass sie mitgenommen werden dürfen.

    Häufig sind die Sachen dann nach kurzer Zeit verschwunden, manchmal klingelt jemand und fragt noch mal nach, ob das wirklich stimmt und ob man dafür Geld haben möchte.

    Und ja, da kann man auch sowas wie Betonplatten hinstellen und wird sie los.

    Früher hat sich manches dadurch ergeben oder weitergegeben, dass es im Jahr allgemeingültige Sperrmüll-Termine gab. Da fuhren Sammler den ganzen Abend umher und suchten alles, was noch brauchbar oder reparierbar war, zusammen, bevor es in der Schrottpresse landen konnte.

    Edit: Palim , du hast Beitrag 6666 verfasst! Congrats! Ein Grund, heute den leckeren Wein aufzumachen.

    Wein? Ich? Heute? Wozu?

    Aber wenn du in Zukunft einen Grund brauchst, um eine Flasche leckeren Weins zu öffnen, frag mich - es gibt Millionen gute Gründe! (Du darfst dazu auch gerne ein Spieleforum eröffnen und darin sammeln lassen.)

    Gestern hast du noch vehement behauptet,…

    … und heute ist es allein der Terminwunsch, der nicht in die eigene Zeitplanung passt, weil alle Welt sich natürlich allein an den persönlichen Urlaubsplan halten muss.

    Wenn es eine lebenswichtige OP wäre oder ein anderer Weltuntergang, geschenkt, aber es muss der richtige Impfstoff zur richtigen Zeit im exakt zur Verfügung stehenden Zeitfenster sein…

    Genau deshalb ist die Priorisierung so wichtig, damit jemand mit Verstand dafür Sorge trägt, dass die besondere Bedürftigen in einer Ellenbogen-Gesellschaft nicht vollends untergehen.

    Und nein, da geht es nicht um einen Urlaub in Irgendwo, sondern darum, das Menschen, die im gleichen Haushalt leben und denen man nicht aus dem Weg gehen kann, geschützt werden, weil sie sich womöglich selbst nicht hinreichend schützen können.

    Und man kann das auch nicht in die Eigenverantwortung von Menschen geben, die allein selbstbezogen sind und denken, jeder könne eventuelle Risiken allein mit sich ausmachen. Das kann man auf einer einsamen Insel, in einer Gesellschaft kann man das nicht und schon gar nicht, wenn man darin nicht wie ein Einsiedler leben möchte, sondern Annehmlichkeiten für sich in Anspruch nehmen will.

    Und beim 3. Punkt würde ich ja sagen, dass sollte aktuell sogar fast jeder Schüler im Präsenzunterricht sein, da ja Abstand und Maskenpflicht inzwischen fast überall (so kommt es mir jedenfalls vor) ausgesetzt ist.

    Aus einer Empfehlung zur Einschränkung leitest du ein Recht auf Impfung für jeden ab und wunderst dich, wenn Ärzte, die die genannten Gruppen priorisieren, das Impfen von Jeder_Kind ablehnen?

    Ich will nicht sagen "Pech gehabt!"

    Das sagst du aber, in dem, was du äußerst.

    Du verweist auf eine verschwindend geringe Zahl - die absoluten Zahlen der bereits gestorbenen finde ich nicht "gering" - und äußerst mehrfach deutlich, dass diejenigen, die nicht geimpft werden können, weil sie unter 12 Jahren sind und/ oder Vorerkrankungen oder andere wesentliche Gründe haben, warum eine Impfung (derzeit) nicht in Frage kommt, dann damit auskommen müssen, weil man auf sie keine Rücksicht nehmen bräuchte.

    Und wieder einmal denke ich: Würdest du genauso argumentieren, wenn es deine kleine Schwester, deine Mutter, deine Nachbarin oder dein guter Freund wäre?

    Die Buchungen in den verschiedenen Bundesländern laufen doch aber ganz unterschiedlich.

    In NDS bekommt man gar keine Termine angezeigt, es geht alles über die Wartelisten und man muss den Termin nehmen, den man per Mail genannt bekommt.

    Das hat auch nichts mit vermehrtem Klicken zu tun.

    Für die Hotline benötigt man sehr viel Geduld, bis man überhaupt durchkommt UND dann auch in der Leitung bleibt und danach dann starke Nerven u d auch da kann man lediglich stornieren und sich neu auf die Warteliste setzen lassen.

    Andererseits wurden für etliche Berufsgruppen sehr aktiv Sammel-Termine pro Einrichtung/ Organisation vereinbart, während man sich in anderen BL selbst darum kümmern musste. Dadurch hatten die beruflich vorgezogenen auch wirklich eine Möglichkeit eher geimpft zu werden.

    Nach über einem Jahr Pandemie kann jetzt einfach mal jeder selbst das Hirn einschalten und sich überlegen wie schlau es ist, sich ungeimpft und/oder maskenlos in ein blödes Fussballstadion zu stellen.

    Hoffentlich schalten diejenigen dann auch wirklich das Hirn ein und spazieren nicht verschnupft durch die Lande, treffen sich hier und dort, sitzen im Bus und schicken ihre Kinder weiter munter zur Schule.

    Schule kann doch Bestimmungen für die Bekleidung setzen: Nur helle Sohlen in der Turnhalle, zusammengebundene lange Haare,

    Ebenso könnte die Schule vorgeben, welche Schwimmbekleidung angemessen ist.

    Zur Schwimmbekleidung in öffentlichen Bädern hat eines in Koblenz vorgegeben, Burkinis seien nicht statthaft, die Regelung wurde von einem Gericht kassiert.

    So bekloppt möchte ich mal sein, dass ich meine Sportkleidung danach aussuche, was andere Leute tragen und nicht nach rein pragmatischen Erwägungen. Ob ich mich in etwas gut bewegen kann, hängt doch nicht davon ab, was andere tragen.

    Aber um mich geht’s ja nicht.

    Die ist aber schon bewusst, dass viele Menschen nicht so selbstständig sind und eigene Ideen entwickeln, sondern sich stark an Mode und Prominenten orientieren?

    Das zeigt sich auch dann, wenn alle die gleichen Hosen, Taschen, Farben, Fingernägeltatoos oder Frisuren tragen.

    Wie viel davon ist Norm und wie viel Abweichung ist möglich - ganz unabhängig von Religion?

    Warum sind das Äußerlichkeiten? Die Beichte ist ein Sakrament, die Heilige Messe "Quelle und Höhepunkt des gesamten christlichen Lebens" (Lumen Gentium) und das Gebet die tägliche Kommunikation und der regelmäßige Kontakt zu Gott.

    Was das Christentum von einem philosophisch-abstrakten Deismus unterscheidet, ist doch gerade die persönliche Beziehung, die ich mit Gott habe, richtig? Und diese Beziehung manifestiert sich in den Sakramenten, in denen der auferstandene Christus ganz persönlich an uns handelt und uns das Heil schenkt: im Bußsakrament, in der Eucharistie usw. Und im Alltag wird die Beziehung zu Gott durch das regelmäßige Gebet gelebt.

    Das darfst du für dich gerne in Anspruch nehmen, ich für meinen Teil definiere mein Christ-sein tatsächlich völlig anders und würde dennoch von einer persönlichen Beziehung sprechen, kann selbst auf die von der katholischen Kirche eingesetzten Sakramente vollständig verzichten, verstehe aber, dass es anderen einen wichtigen Rahmen gibt.

    Mir gefallen vor allem die Absolutheitsansprüche nicht, sei es von einigen Katholiken oder von Evangelikalen. Da kippt es bei mir sehr schnell. Christen sollten Menschen mit offenen Armen empfangen, statt sie auszugrenzen über Regeln oder Rituale oder das bestimmen darüber, wer gottesfürchtig genug lebt oder den Heiligen Geist empfangen habe. Warum erheben sich Menschen über andere um das zu entscheiden?

    Was an einer Stelle Halt und Identifikation gibt, ist an anderer Stelle Grund, dass man unter sich bleibt, weil Fremde den unausgesprochenen Vereinbarungen nicht folgen können.

    An der Stelle decken sich dann auch Religion und Kultur, weil es ähnliche Strukturen gibt und ähnliche Ängste, sich selbst zu verlieren in einer Beliebigkeit, wenn man Öffnungen und Pluralität zulässt.

    Die hier angeführten Beispiele, welche Erwachsene sich in welcher Sportbekleidung wie wohl fühlt helfen dabei halt nicht.

    Auch ich habe schon gleich zu Anfang an die Turnerinnen gedacht, die sich jetzt gerade für andere, längere Outfits entschieden haben, was offenbar auch als Affront hätte gewertet werden können und vorab unter der Decke gehalten wurde. Etliche andere SportlerInnen haben dann Anerkennung ausgedrückt und bei den nächsten größeren Wettkämpfen wird man sehen, ob sich die Konventionen verändern.

    Das übrigens wird auch auf die Sportbekleidung der Hobby-SportlerInnen Auswirkungen haben, vielleicht tragen dann mehr Leute lange Badebekleidung statt möglichst knappe Bikinis, im besseren Fall, weil sie es für sich gut finden. Aber dafür braucht es Vorbilder und die Möglichkeit, selbst wählen und entscheiden zu können.

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