Beiträge von Palim

    Im vergangenen Jahr gab es leider pandemiebedingt auch Verzögerungen bei den Prüfungen zum 2.Stex, was wir bei Einstellungen auch zu spüren bekommen haben. Inzwischen scheinen sich die Seminare darauf eingestellt zu haben.

    In diesem Jahr laufen Prüfungen und Bewerbungsverfahren für angehende Grundschullehrkräfte wieder zeitgleich, nämlich jetzt gerade.

    Den Vorteil der „fertig ausgebildeten“ Lehrkraft kann ich nicht sehen, wenn es um wenige Tage oder Wochen geht und wenn nur Lehrkräfte vorab fertig sein können, die beim letzten Mal alle Stellen ausgeschlagen haben und/oder zwischenzeitlich anderweitig tätig waren, z.B. Uni/Ausland.

    Für das Lehramt an Grundschulen sind neben den schulscharfen Stellen explizit auch Bezirksstellen ausgeschrieben, bei denen die Auswahlentscheidung und Zuweisung durch die LSchB direkt erfolgt.

    Gab es die letzten Jahre so gut wie gar nicht (in NDS), nahezu alle Stellen sind schulscharf, auch wenn theoretisch die Möglichkeit besteht, sie als Bezirksstellen auszuschreiben. Derzeit sind die offenen Stellen gar nicht einzusehen, weil man sich mitten zwischen der 1. und 2. Runde befindet.

    Auch zwischendurch eine Stelle zu schaffen ist für die BBS bekannt, für Grundschulen eher ungewöhnlich, wenn auch nicht unmöglich, SOFERN es irgendwo unbesetzt gebliebene Stellen gab, die nach der 2. Einstellungsrunde noch umgewidmet werden können. „Eigenständigkeit der Schule“ bedeutet nicht immer Gleiches.

    Deswegen dürfen wir in Mangelfächern gar nicht erst spezifische Kombinationen ausschreiben.

    Auch da gibt es verschiedene Vorgaben der DezernentInnen, was die einen ausschließen, lassen die anderen zu, wie man dann an den veröffentlichten Stellen sehen kann.

    Wechselunterricht seit Mitte Januar,

    die Präsenzpflicht war zwischendurch für 2 Wochen eingesetzt, ist nun wieder ausgesetzt,

    aber es sind nahezu alle SchülerInnen da.

    Die ganze Zeit über finde ich, dass viele Eltern doch recht umsichtig sind und Bescheid geben, wenn in den Familien Fälle oder nur ein Verdacht ist, sodass die (Geschwister-)Kinder dann zu Hause bleiben.

    Wie viele Besetzungen hast du in den letzten 10 Jahren eng begleitet? Wie viele waren im letzten oder vorletzen Sommer? Wie war die BewerberInnenlage?

    Ein weiterer Punkt dabei:

    Die BewerberInnen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung noch im Ref sind, werden mit 7,0 gelistet.

    Das ist der überwiegende Teil, der Lehrkräftemangel ist so groß, dass eher Stellen offen blieben als BewerberInnen übrig.

    Also ist zu diesem Zeitpunkt eher die Note des 1. Examens aussagekräftig und alle BewerberInnen sind sonst recht gleichrangig.

    Während des Bewerbungsverfahrens haben nun alle nach und nach ihre Prüfung, erhalten eine Note, die dann auch bei der Landesschulbehörde gelistet wird.

    Dann haben die Bewerberinnen plötzlich eine andere Note, die um Längen besser ist als 7,0.

    Andere BewerberInnen, die ein paar Tage oder Wochen später ihre Prüfung absolvieren, haben das Nachsehen.

    Daran konnte ich mich aus den anderen Jahren nicht erinnern, da waren die Prüfungen bereits abgeschlossen, als die Bewerbungen liefen.

    Hat sich der Zeitpunkt verschoben, um mit dem Besetzungsverfahren früher zu sein und anschließend Abordnungen eher regeln zu können?

    Ich habe es vor Jahren schon so erlebt, wie du es schreibst,

    aber in den letzten 2 Jahren war es wirklich anders und ich weiß durchaus von Schulen, bei denen es dann viel Unmut gab - nach der vielen Arbeit und trotz einer abgegebenen Randliste, die dann keine Beachtung fand.

    Die ReferendarInnen vor Ort erkundigen sich meistens, ob die Bewerberinnen an ihren Ref-Schulen bleiben wollen und viele wissen auch untereinander, wer sich wo bewirbt.

    Was besser ist, weiß ich nicht so wirklich.

    Es ist schon gut, wenn die Schule passend zum Team wählen kann. Dann lohnt sich die viele Arbeit, die im Bewerbungsverfahren steckt.

    Andererseits ist es unfair, wenn alles verkungelt scheint und Noten gar nicht zählen.

    Vielleicht ändert die Landesschulbehörde die Ausschreibungen oder das Verfahren auch, weil über Jahre bestimmte Schulen gar keine BewerberInnen bekommen oder für sich gewinnen konnten, weil die Schule am Rande liegt - quasi noch weit hinter Bullerbü.

    Der Vorteil im Lehrkräftemangel, dass BewerberInnen sich die Schulen auswählen können, ist der Nachteil für die Schulen mit einem nachteiligen Standort.

    Wer eine Wunschschule hat, muss vielleicht verzichten, wer flexibel ist, findet in jedem Fall eine Stelle.

    In NRW steht die Rückkehr nach G9 noch bevor - zeitgleich mit SH, da werden in den nächsten 3 Jahren auch eine Menge Lehrkräfte am Gym gesucht.

    Nicht NRW, aber auch in NDS werden die Stellen IMMER offiziell ausgeschrieben.

    Dabei gibt es Referendare, die sich längst vorher an den Schulen vorstellen,

    und SL, die sich mehr oder weniger vorab festlegen - sofern das möglich ist.

    Tatsächlich erfolgt die Einstellung dann nämlich über die Landesschulbehörde

    und die haben ganz eigene Kriterien,

    die von denen, die die Schule hat und anlegt und schriftlich niederlegt und begründet und wegschickt,

    durchaus abweichen (allein die Note zählt).

    Da fragt man sich dann, wofür man sich die ganze Arbeit mit den Auswahlgesprächen und Begründungen macht.

    Wenn man so viele Freiheiten gewähren will, gebe ich Herrn Blome recht,

    aber manchmal bleibt es doch sinnvoll, als Gesellschaft die zu schützen, die sich sonst in den Freiheiten der anderen nicht wiederfinden.

    Man kann diese positive Pro-Impf-Stimmung nicht ewig aufrecht erhalten.

    Warum nicht?

    Es gibt doch immer mehr Menschen, die auf sich achten, denen eine gute Work-Life-Balance wichtig ist, die sich, ihr Leben, ihre Gesundheit optimieren. Gehören Impfungen nicht dazu?

    Vielleicht haben im letzten Jahr viele Menschen dazu gelernt und wissen nun (wieder), warum Impfungen gut sind und man sich vor oder nach bestimmten Aktionen die Hände wäscht.

    Ist doch toll, dass man mit solchen Maßnahmen die Freiheit haben kann, die Gesundheit vieler zu fördern.

    Ich dachte immer, das sei gerade dir so wichtig.

    Ich glaube mal nicht, dass Hildburghausen, Tirschenreuth oder der Saale-Orla-Kreis klassische Tourismusgebiete sind

    Wenn aber die Bewohner von Hildburghausen, Tischenreuth und dem Saale-Orla-Kreis sich alle im Restaurant in Bullerbü treffen und das Virus mit nach Hause bringen?

    Wie war das noch gleich mit Ischgl, Karneval in Gangelt, Jodelfest in der Schweiz?

    Unterwegs ist das Einschränken zum Teil schwieriger, gerade weil man auf Gastronomie angewiesen ist,

    zum andere Teil die soziale Kontrolle geringer

    und das erwünschte Urlaubsgefühl sicher ein Beschleuniger des Vergessens.

    Und nein, das trifft nicht auf alle zu, aber diejenigen, die vorsichtig sind, bleiben zu Hause oder gehen in ein Ferienhaus und treten so gut wie gar nicht öffentlich in Erscheinung.

    Das alles ist nicht der einzige Grund, die Bewohner von Cloppenburg und Vechta sind auch keine Dauer-Urlauber.

    Aber ebenso, wie es bei der Prävention das Käseschreiben-Modell gibt,

    ebenso gibt es einen Käseloch-Bohrer der begünstigenden Verhaltensweisen:

    Je mehr Kontakt, desto mehr Löcher in den Käsescheiben.

    Da hilft die Prävention dann irgendwann nicht mehr, wenn vom Emmentaler nur noch die Löcher übrig sind.

    wie ich selbst in den Landkreisen Friesland, Wittmund, Aurich, Wesermarsch und Cuxhaven zwischen letztem Juni und Oktober bei einigen Restaurantbesuchen und im Vorbeigehen bzw. -fahren an diversen Restaurants, Cafés und Landgaststätten festgestellt habe.

    Ich denke eher, dass sich diejenigen, die das Restaurant und die Bedingungen dort kennen, sich nicht so schnell in einen kleinen Gastraum mit winzigen Fenstern und niedriger Decke setzen werden.

    Als Tourist weiß man davon nichts und ist eher dazu geneigt, Gastronomie zu nutzen - ein Grund mehr, warum Tourismus die Zahlen im negativen Sinn beeinflussen könnte.

    Allerdings war der Ausbruch im Landkreis Leer vor einem Jahr, man wusste noch nicht so viel über das Virus und auch die Schutzmaßnahmen und Vorgaben sind inzwischen andere.

    Ich würde meinen, dass es z. T. doch an der geringen Bevölkerungsdichte liegt. Wer weiß, vielleicht spielt tatsächlich der Küstenwind eine Rolle (wobei z. B. der Landkreis Wittmund - wenn ich das richtig erinnere - trotz teilweiser Küstenlage zwischendurch mal hohe Fallzahlen hatte, genauso wie der LK Wesermarsch, der zwischenzeitlich einer der Hotspots in NDS war). Und ansonsten gilt weiterhin: "Wir Norddeutschen hoffen ja, dass die Regel mit dem 1,5 m Abstand bald endet, damit wir wieder zu unserem Komfortabstand von 5 m zurück können."

    Die Zahlen gingen hier rauf und runter.

    Restaurantbesuche sind durch, seit im Landkreis Leer vor etwa 1 Jahr ein größerer Ausbruch nach Restaurant-Besuch war.

    Danach waren die Zahlen immer mal höher, weil es Fälle ini den fleischverarbeitenden Betrieben gab, zu denen viele ArbeitnehmerInnen pendeln

    oder weil die britische Mutante schnell um sich griff - davor waren wir mit den Zahlen recht weit unten.

    Niedersachsen hat die Grundschulen schon im Januar wieder geöffnet und die meisten Landkreise starteten schon von einem Plateau über der Inzidenz von 50 in die 3. Welle.

    Andererseits würde ich denken, dass die Notbetreuungen auf dem Land nicht so voll sind, gerade weil es noch immer keine flächendeckenden Ganztagsschulen gibt und die Familien sich anders organisieren.

    Es stellt sich mir halt auch schon seit langem die Frage, warum in einigen nds. Landkreisen wie Cloppenburg und Vechta die Corona-Fallzahlen sehr hoch sind/waren, in anderen aber sehr niedrig.

    Gerade dort gibt es so viele Ställe und fleischverarbeitende Betriebe, dass jeder jemanden kennt, der dort arbeitet, der dann wieder PartnerInnen oder FreundInnen hat, die im Altenheim arbeiten oder deren Kinder Schulen besuchen.

    Dass es in den fleischverarbeitenden Betrieben Infektionsketten gab, war ja über die Betriebe in NRW in den Medien.

    Die Landkreise sind auch recht "kinderreich" (katholische Gegend, evangelikale Pfingstler (in CLP 20% der Bevölkerung laut taz von 2016), Menschen mit Migrationshintergrund), Zahlen findet man vom BiB - CLP, VEC und EMS sind auf den ersten Plätzen der höchsten Anteile kinderreicher Frauen.

    Seine Einstellung zu bestimmten Themen (z.B. Impfen, kann aber jedes andere Thema sein) ist mir nicht wichtig, solange es nicht die Absicht hegt, mir seine Meinung aufzuzwingen.

    Solange das herzkranke Baby in der Familie einer deiner Schülerinnne oder anderer Mitmenschen dir nicht den Willen der Impfung aufzwingt, weil es selbst gefährdet ist,

    ist es dir also egal, was das Baby denkt, was die Angehörigen denken und ob sie weiterhin leben werden?

    Und wir wollen alle nicht bis zum Sanktnimmerleinstag mit Maske herumlaufen und 20x überlegen, ob der Abstand jetzt ausreichend groß ist.

    Wenn das Tragen einer Maske und das Halten eines 2m Abstandes zu anderen Leben rettet, kann ich das sehr lange durchhalten - weit über den Sankt-Irgendwas-Tag hinaus.

    Es gibt Leute, die sich nur wegen der Rückkehr zum Alltag impfen lassen, nicht wegen der gesundheitlichen Gründe. Für diese Leute wäre es ein Schlag ins Gesicht, wenn die versprochenen Öffnungen nicht möglich wären, weil die Inzidenz trotz hoher Impfquote hoch wäre.

    In der Regel ist es so, dass die Politik abwägen muss, wonach sie sich richten kann, muss oder möchte.

    Da gehen die Wünsche derjenigen, die vor allem an sich selbst denken, nicht immer vor. Und das ist gut so.

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