Beiträge von Palim

    Unabhängig vom Studium ist auch zu bedenken, dass Schulen die ungewöhnlichen Fächerkombinationen vermutlich seltener ausschreiben, weil es diese ja offiziell nicht gibt.

    Man kann sich dann auf Stellen mit Fach-beliebig bewerben oder initiativ an Schulen, sodass es zu so einer Ausschreibung kommen könnte, wenn die DezernentInnen das nicht kassieren.

    In NDS müssen sich die Vorgaben in den letzten Jahren mehrfach geändert haben. Das führt dann dazu, dass man in den Grundschulen Lehrkräfte hat, die weder D noch Ma studiert haben, aber an den kleinen Schulen in jedem Fall wenigstens eines der Fächer abdecken müssen.

    Wenn es stimmt, dass die Impfung zu 65% gegen Ansteckung schützt, können sich 35% der Geimpften doch anstecken und damit die Infektion auch weitertragen.

    Das ist wohl nicht so, das ist zu einfach gedacht. Zur Wahrscheinlichkeit nach einer Impfung zu erkranken, hatte die SZ mal einen tolles Video, mal schauen, ob ich es finde.

    Ja, zu stark verkürzt oder zu einfach gedacht, im Video von Lehrerin2007 wird es noch einmal dargestellt.

    Es bleibt aber dabei, dass man sich anstecken kann und dass nicht so ganz klar ist, wie viele der Geimpften bei welcher Variante es treffen könnte.

    Sich mit dem Hinweis „bin 2x geimpft“ ins Getümmel zu stürzen erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, Geimpfte nicht zu testen erhöht die Wahrscheinlichkeit, diese Infektionen zu übersehen.

    Jeder Erwachsene (teilweise sogar jeder Ü12) kann sich impfen lassen, warum sollen dann auch vollständig Geimpfte im Herbst/Winter wieder im Lockdown sein?

    Wenn es stimmt, dass die Impfung zu 65% gegen Ansteckung schützt, können sich 35% der Geimpften doch anstecken und damit die Infektion auch weitertragen.

    Mit dem Wissen sollte man von allen die Testungen in Schulen, Betrieben und vor Veranstaltungen verlangen, auch von den Geimpften, um mögliche Infektionen schneller aufzudecken und die Weiterverbreitung einzudämmen. Und auch dafür, darüber Zahlen oder Anhaltspunkte zu bekommen, wie häufig Geimpfte betroffen sind. Und auch dafür, dass man darüber berichten kann und die Impfung allein nur ein scheinbarer Freifahrtschein ist.

    Für Quarantäne müssten dann ähnliche Regelungen gelten, bis man über Testungen sicher sein kann, dass Geimpfte sich schwerer/ nicht infizieren oder die Infektion nicht weitergeben.

    Mein Arbeitszimmer scheint erheblich größer zu sein, die Sammlung umfangreich, es gibt Regale nach Fächern.

    Nach weit mehr Jahren sehe ich jetzt, wovon ich mich trennen kann, da sich eine Entwicklung im Unterrichtsgeschehen abzeichnet.

    Die jüngeren KollegInnen erstellen erheblich mehr digital, die Möglichkeiten sind aber auch ganz andere als früher, weshalb alles schön bunt aufbereitet wird. Eine Farbkopie war zu meiner Ref-Zeit nicht leicht zu bekommen und kostete 10€. Und es gab weit weniger Plattformen im Internet, auf denen Material getauscht werden konnte.

    Von den alten Zeitschriften habe ich mich inzwischen getrennt, einige Schulbuchexemplare können raus, in andere schaue ich immer wieder und, ja, mein Unterricht braucht das, weil ich zur Differenzierung ständig noch mal etwas zum Thema benötige, das leichter oder schwieriger oder ganz anders ist. Mit zieldifferent beschulten Kindern (LE und GE) und Flüchtlingskindern braucht man auch ständig den Zugriff auf gesonderte Materialien, Zahlenaufbau Alphabetisierung..

    Das Digitalisieren der Ordner ist mir noch zu aufwändig, aber sicher sinnvoll, es jetzt zu machen, da die neueren Sachen in der Regel digital sein dürften.

    Platz brauche ich auch für Materialkisten, die sind nicht zu digitalisieren.

    Wenn SuS zuhause einen Teil eines Vortrags o. ä. vorbereiten und einen Teil in der Schule und die Präsentation in der Schule stattfindet, darf das nicht bewertet werden?

    Wenn die Schüler das Referat als Hausaufgabe vorbereiten, bewertet man die Hausaufgabe.

    In Grundschulen führt das dazu, dass Mami die Mappe sortiert, die Bilder ausmalt, die Zeitungsartikel, die sie findet, aufklebt und das Inhaltsverzeichnis tippt oder zumindest vorschreibt. Dafür bekommt das Kind dann eine gute Note.

    Bei Referaten sucht Mami die Informationen und die Bilder, schreibt die Texte, druckt die Bilder, backt die landesspezifische Spezialität für die gesamte Klasse, organisiert und beschriftet die Demonstrationsobjekte. Dafür bekommt das Kind dann die gute Note.

    Und wenn ich will, dass die Kinder alle Sachtexte erlesen und Stichwörter notieren können, sollte man dazu in der Schule Zeit finden und sich nicht auf die Eltern verlassen.

    Das würde ich in den BBS auch anders einschätzen, aber das, was man mit nach Hause gibt, muss keine Eigenleistung sein. Merkbar ist es auch an etlichen Aufgaben aus dem Distanzlernen und daran, dass die Kinder es im Unterricht nicht selbstständig abbilden können. („Zuhause kann er/sie es immer.“)

    Oder hat die Gruppe, die an dem Tag im Präsenzunterricht war, dann dieselben Aufgaben für den folgenden Distanztag bekommen, die dann auch bewertet wurden?

    Ja, genau so, aber andere haben es auch anders gemacht.

    Mein Wechselunterricht war in bestimmten Fächern täglich versetzt. Mir erschien das sinnvoller, weil ich so in der Schule etwas einführen oder erläutern konnte. Übungen waren dann zu Hause zu erledigen. Zu Beginn habe ich auch viele Schreibaufgaben ins Distanzlernen gesetzt, nach einer Weile wollte ich dann in der Schule sehen, was die Kinder selbstständig erbringen können, sodass ich auch in Präsenz solche Aufgaben gestellt habe - je Gruppe, also mit versetzten Tagen.

    Wenn man Referate, Buchvorstellungen, Vorträge o.Ä erarbeiten lässt, fließt damit auch Arbeit hinein, die zu Hause erledigt wurde. Dürft ihr das dann in NDS nicht bewerten?

    Nein, darf man nicht, aber das sieht nicht jede Schule so eng.

    An genau so einer Stelle ergibt sich ein Teil der Abhängigkeit vom Elternhaus. Will ich es bewerten, bleiben die Sachen in der Schule und werden dort erarbeitet, was viel Unterrichtszeit benötigt. Aber in Klasse 2/3/4 kann man auch nicht erwarten, dass die Kinder das eigenständig schaffen, was ja für eine Hausaufgabe gegeben sein sollte.

    Ob das jetzt noch relevant ist, ist aber auch fraglich ;) .

    Ja, ist mit klar, aber es würde mich trotzdem interessieren, wie es in anderen BL gehandhabt wurde, zumal ich denke, dass das auch Einfluss auf die Arbeitsweise und auch auf die Ergebnisse in den verschiedenen Szenarien hat.

    Wir haben nur Arbeitsergebnisse bewertet, die die SuS während der Schulschließungen erledigt haben (wo natürlich alle dieselben Aufträge hatten), oder aber Arbeitsaufträge, die sowohl von den SuS, die in ihrer Wechselwoche zuhause waren, als auch von denjenigen, die in Präsenz in der Schule waren, zu erledigen waren.

    Für mich sind „Hausaufgabe“ diejenigen, die nach einem Präsenztag gestellt werden, in der Grundschule häufig von einem Tag auf den nächsten. Für den Distanztag dazwischen gab es andere Aufgaben, die in NDS auch bewertet werden durften - mit allen Vor- und Nachteilen.

    Bei längeren Aufgaben, z.B. einem Arbeitsplan oder einem Lesetagebuch, ist das nicht immer zu trennen, man hat dann die Möglichkeit, alles zu bewerten oder einzelne Aufgaben zu bewerten, die am Distanztag gestellt oder in Präsenz erbracht wurden.

    Wie oben festgestellt, handelte es sich um Hausaufgaben, und die dürfen - zumindest hier in NDS, was Djino schon erwähnt hatte - nicht benotet werden. Das schrieb auch die TE. Damit ist also "Note 6" für diese Aufgabe nicht möglich.

    Hast natürlich Recht, die beiden waren an dem Tag aber zuhause (Bayern - vor den Filmferien Wechselunterricht) und sollten die Aufgabe nur einreichen.

    Wäre noch zu fragen, ob in BY Hausaufgaben oder Aufgaben von Distanzlerntagen benotet werden dürfen. Letzteres war in NDS nämlich möglich, sodass unerledigte, im häuslichen Bereich anzufertigenden Aufgaben … oder Plagiate… entsprechend bewertet werden durften.

    Das verstehe ich gerade nicht. Ich kenne auch Personen, die schon im letzten Jahr Corona-positiv waren und mittlerweile geimpft sind. Die haben sich also doch schon "vorher" angesteckt.

    Wie groß ist denn die Gruppe derer, die genesen und geimpft sind?

    Ich meinte, dass diejenigen, die noch immer keine Impfung hatten, womöglich noch vorsichtig sind, und sich deshalb nicht so schnell infizieren, während andere geimpft sind und sich in Sicherheit wiegen, aber infiziert werden könnten.

    Letzten Sommer waren die Zahlen viel geringer, für nichtgeimpfte ist das Risiko also jetzt ungleich höher.

    Die Zahlen waren länger geringer, würde ich sagen, etwa 2 Wochen später als in diesem Jahr fingen sie auch wieder an zu steigen.

    Das hat sicher unterschiedlichen Ursachen, eine kann sein, das die Variante ansteckender ist,

    eine andere, dass viele unvorsichtiger sind, weil sie sich mit Impfung geschützt fühlen oder weil sie die Lockerungen nutzen, um aufzuholen, was in den letzten Monaten nicht möglich war,

    vielleicht auch, weil mehr getestet wird - zumindest in Schulen und Betrieben, wodurch sich vielleicht doch eine Art Screening oder Querschnitt ergibt.

    Ich habe im Referendariat noch eine Prüfung ablegen müssen, wie man Filmspulen (16 mm) einlegt. Dazu mussten wir vorher einen Kurs besuchen.

    Den Schein habe ich auch, ohne ihn konnte man keine Filme ausleihen.

    Das Grammophon steht im Schrank, wenn jemand Nadeln oder Membranen beim Aufräumen findet, nehme ich die gerne als Ersatz 😊

    Wir haben seit ca. 10 Jahren extremen Mangel, es gab Vertretung um Vertretung, das reichte irgendwann nicht mehr, dann hatten wir Abordnungen vom Gymnasium, jetzt Junglehrerinnen und ich kann mir nicht vorstellen, woher die vielen Lehrkräfte kommen sollen, um

    a) den Mangel endlich auszugleichen, sodass Entlastungen möglich sind,

    b) die ausscheidenden Lehrkräfte zu ersetzen,

    c) eine Reserve zu bilden, die man brauchen wird, da viele junge Lehrkräfte in Elternzeit gehen werden,

    d) den steigenden Bedarf an Lehrkräften im verbindlichen Ganztagsbereich abzudecken, selbst wenn vorerst ohne Lehrkräfte geplant wird,

    e) weitere Lehrkräfte zu bieten, die bei steigenden Geburtenzahlen (derzeit) die steigenden Schülerzahlen in 5-6 Jahren in den Grundschulen abdecken sollen.

    Wenn du zudem räumlich flexibel bist, wüsste ich nicht, was einer Anstellung entgegenstehen sollte.

    Kann mir nicht vorstellen, dass es in 4 Jahren groß anders sein soll.

    Sehe ich genauso.

    Eher wird es noch weniger Menschen geben, die Lehramt GHR/GS studieren

    und es wird noch mehr Jahre schwierig sein, mit einer kleinen Stammbelegschaft und vielen zusätzlich irgendwie Helfenden den Betreib aufrecht zu erhalten.

    Durchaus Themen der 1. Klasse.

    Das ist recht unterschiedlich, je nach Bundesland, Schule, Region, Einzugsgebiet würde ich sagen und je nach Ausrichtung der speziellen Didaktik dieser Lehrperson.

    Es gibt Lehrkräfte, die es bereits in Klasse 1 aufgreifen, andere eher erst in Klasse 2.

    Der Zeitpunkt, wann Kinder die Strategien selbstständig umsetzen können, hängt stark mit dem Lesen zusammen. Kinder, die sehr schwach im Lesen sind, können die Strategien häufig gar nicht anwenden, weil es sehr mühsam ist, Wörter überhaupt zu erlesen oder aufs Papier zu bringen. Es braucht mehr Routine, um den Blick so weit zu bringen, und auch hinreichend Fehlersensibilität, dass sie die eigene Schreibung kritisch reflektieren und eigene Texte prüfen. Das können viele Kinder in Klasse 2 gerade bei selbst verfassten Texten noch nicht, in gezielten Übungen eher.

    Zudem haben etliche der SuS unserer 1. und 2. Klassen wirklich das Nachsehen hinsichtlich der Schulschließungen. Nicht in jedem Haus wurden die gestellten Aufgaben bearbeitet und es ist nicht einfach, das aufzuholen, schon gar nicht in Klasse 1. Wenn man weiß, dass die Rechtschreibübungen alle noch einmal in Klasse 2-4 aufgegriffen werden, konnte man jetzt auch erst einmal den Fokus auf das Sichern der Buchstaben, aufs Erstlesen und auf die Rechenoperationen setzen.

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