Gleichermaßen kann doch das Individuum selbst entscheiden und ist nicht dem Einfluss des bösen Mathebuchs hilflos ausgeliefert.
Kann es das?
Wenn es von Geburt an in rosa gekleidet wird, Puppen geschenkt bekommt und artig am Tisch malen darf?
Wenn in jeder Übung und jedem Lesetext die Mädchen und Frauen hübsch und lieblich sind und die Jungen aktiv und handwerklich begabt.
Wenn es rosa Mädchen-Playmobil und Ü-Eier gibt?
Wenn der Experimentierkasten für Jungs ist?
Es ist doch für uns schon schwierig, derartige Typisierungen zu erkennen, siehe Einsterns Schwester, oder zu durchbrechen, siehe Mädchen können kein Mathe.
Tatsächlich gucke ich mir Schulbücher daraufhin an und finde auch die hier schon geposteten Bilder der alten Mathebücher (von @alpha ?) interessant in dem Hinblick.
Obwohl es mir bewusst ist, habe ich bei Einsterns Schwester nicht darüber nachgedacht, ich finde den Namen umständlich, die Figur im Buch aber tough oder kernig und das Lehrwerk selbst überzeugend. Es war auch bei uns in der engeren Auswahl.
Zauberwald kann ja die Diskussion vielleicht weitergeben und demnächst haben die Figuren dann beide einen eigenständigen Namen, Lola und Tom Einstern oder...