Beiträge von Palim

    Miss Jones

    Meinst du das ernst?

    Oder ist das ein soziales oder bildungspolitisches Projekt, wie wir auf die Inhalte oder Konfrontation reagieren?

    Ist es wirklich so, dass viele Menschen sich derart extrem eingeschränkt fühlen, dass sie Menschen verletzen würden, um ihre Meinung äußern zu können?

    Mit welchem Recht geschieht das?

    Ein „Ich-will-mein-Leben-zurück“-Gefühl kann ich durchaus nachvollziehen, das stellt sich sicherlich in der Pandemie bei manchen Menschen ein, wie bei anderen nach einem schweren Unfall oder anderen persönlichen nachteiligen Begebenheiten.

    Das würde aber Geld kosten, fällt also leider raus. Obwohl (oder scheinbar weil) Bildung soooooo wichtig ist.

    Der Test und das anschließende Lamentieren darüber kosten auch Geld,

    aber vermutlich kann man frühere Briefe und Pressemitteilungen nutzen oder es gibt Vordrucke, in denen man nur wenige Wörter austauschen muss:

    ... alle Lehrkräfte verpflichtet, unterrichtsimmanent auf ______ zu achten und dies durchgängig in allen Fächern zu berücksichtigen und weiterer Benachteiligung entgegenzuwirken. Dazu bestimmt die Schule eineN ______- Beauftragten. DiesEr erstellt in Absprache ein schuleigenes _______-Konzept, in dem die innerschulischen Maßnahmen erörtert werden und außerschulische Stellen aufgeführt werden. Die Elternvertretung ist zu beteiligen. Das Konzept ist nach 3 Jahren zu evaluieren.

    Wir wissen doch alle, dass es hier darum geht irgendwie die Masterarbeit rumzukriegen, nicht um ein ernsthaft anwendbares Konzept.

    Wir wissen aber nicht, wie der Prof aufgestellt ist und ob er sich letztlich auf die Ergebnisse einer Masterarbeit verlässt, um seine Idee in Schulen unterzubringen.

    Am Ende gibt es entsprechende Zeitungsartikel, wie wichtig das sei und die üblich „Schule müsste...“-Forderung und eine Aufgabe mehr, die Schule übernehmen soll.

    Warum sonst gibt der Prof das Thema „Implementation“ als Masterthesis?

    Wenn es das Programm in den USA schon gibt, hätte man doch aber von den dortigen Bedingungen ausgehen und überlegen können, was davon in D in Schulen möglich ist oder was gerade nicht, sodass es andere Wege der Umsetzung geben müsste.

    Ich kann es mir realistisch in Schulen gar nicht vorstellen, z.B. für Flüchtlinge. Es gibt nicht mal durchgängig Stunden für Sprachunterricht oder zusätzliche Stunden für benachteiligte SuS, wo soll dann eine Stunde für Traumabewältigung herkommen?

    Da müsste man Schulpsychologen einbinden, aber auch dazu gibt es Statistiken, wie gut die einzelnen Bundesländer aufgestellt sind ... oder auch mal nicht. Entsprechend häufig kann man diese einbeziehen oder nie einen Termin bekommen.

    Vielleicht kommt auch raus, dass der Lernstand ganz normal ist?

    Dann bräuchte man aber vergleichende Werte, die zuvor erhoben wurden, oder was ist „normal“?

    Für meine Lerngruppen kann ich sagen, dass sehr viele Kinder „normal“ sind, dazu brauche ich keinen externen Test.

    Einige haben vom Distanzlernen profitiert, weil sich zu Hause jemand intensiv um sie gekümmert hat und sie mehr geschafft haben als in der Schule.

    Bei einzelnen ist es so, dass sie im Distanzlernen abgetaucht sind und ihre Aufgaben nicht zuverlässig erbringen, das gilt auch für die Wechseltage zu Hause, aber auch für andere Hausaufgaben, den sonstigen Schulbesuch oder Fehltage.

    Aber was sollte bei diesen Kindern eine erneute Testung bewirken?

    Und wofür braucht man neu entwickelte Tests? Nehmen wir ILeA aus BB oder die HSP, da gibt es genug Vergleichsdaten.

    Lieber wäre mir, die Schule hätte eine Möglichkeit, die Kinder länger nach dem Unterricht zu begleiten (Ha-Hilfe, Tagesaufenthalt), Sozialarbeiter oder Familienhelfer, pädagogisches Personal am Vormittag.

    Besonders lieb wäre mir, wenn wir tatsächlich mal ein ganzes Jahr die beantragten und bewilligten Stunden für den sozialen Brennpunkt und für FAZ behalten würden und sie einsetzen könnten, statt sie seit Jahren in jedem längeren Vertretungsfall gegengerechnet zu bekommen. In mindestens den letzten 10 Jahren konnten die Stunden nicht durchgängig erteilt und eingesetzt werden.

    Jetzt zu testen und die Nachhilfe-Wirtschaft zu bedienen finde ich scheinheilig.

    Auch wenn das sicher nicht meins ist: in manchen Gegenden ist das so ziemlich die einzig bezahlbare Option, wenn man im eigenen Haus leben möchte. Das gilt gerade für den urbanen Bereich. Wir hatten die Option Reihenhaus in der Stadt oder Einfamilienhaus im Speckgürtel und sind eher bei Letzterem, aber ich kann jeden gut verstehen, der lieber in der Stadt sein möchte und dann das Reihenhaus als Alternative zur Miete oder ETW zieht.

    In Bullerbü ist es stattdessen so, dass es kaum Mietwohnungen gibt, erst seit ein paar Jahren haben die marktbeherrschenden Auktionatoren diese Marktlücke entdeckt und bauen nun vermehrt solche Häuser, deren Wohnungen allerdings - im regionalen Vergleich - recht teuer sind. Da kann man kostengünstiger im vermieteten Haus wohnen.

    Auch die Kommune hält Einfamilienhäuser als Sozialwohnungen vor.

    Den Unterricht halten würden dann Vertretungslehrer, die von den umliegenden Universitäten abgerufen werden würden. Es gibt viele Studenten, die derzeit ihre Jobs nicht ausüben können, das würde klappen.

    Klar, und die Studierenden hängen ihr online weiterlaufendes Studium an den Nagel oder studieren nachts, weil die Dozierenden gerne bereit sind, ihre Videokonferenzen auf die Zeit nach Unterrichtsschluss in der Regelschule zu verlegen.

    Deshalb haben wir auch überhaupt kein Problem, pädagogische Mitarbeitende zu finden, die eine leichte pädagogische Vorbildung haben müssen, um SchülerInnen zu beaufsichtigen.

    Das ist alles absoluter Käse. Wenn es so wichtig wäre, qualifizierte Menschen in die Schulen zu holen, würde man Stellen dafür schaffen und längerfristige Verträge anbieten.

    Was die Kinder angeht: Das ist schwierig, gebe ich zu, denn viele sind ja ohne Integrationshelfer aufgeschmissen - und das geht mit Abstand kaum. Es bräuchte einen Extraraum und der Integrationshelfer müsste dauernd getestet werden -

    Vielleicht beschäftigst du dich in deinem nächsten Semester auch mal mit der Umsetzung der Inklusion, mit Förderschwerpunkten und mit Regelungen, wann wo welche Integrationshelferin die Kinder unterstützt.

    Es sind ja schon einige Maßnahmen genannt,

    ich würde einerseits sehr deutlich sagen, was ich erwarte (welche Aufgabe bis wann fertig zu sein hat, mit welcher Konsequenz, wenn dem nicht so ist (z.B. Nacharbeiten in der Pause/ in einer angehängten Stunde/ zu Hause - jeweils mit Absprache zu Hause),

    andererseits Inhalte entweder reduzieren oder ersetzen, wobei es bei beiden auch sein kann, dass die Inhalte zu leicht sind - da kann man dann ja mal Testballons starten, was möglich ist.

    Dazu finde ich unterstützend, dem Kind die Geräusche zu reduzieren (Kopfhörer, anderer Tisch), die Blickrichtung zu begrenzen - ohne auszugrenzen (schon schwieriger), manchen Kindern helfen auch Sandsäcke oder sowas, um ruhiger und konzentrierter zu arbeiten.

    Die andere Möglichkeit sind immer auch Verstärkerpläne, ich habe derzeit eine Art Stundenplan, in den für jede Stunde (und ggf. Pause) per Smiley eine Rückmeldung für dieses eine Kind gegeben wird. Der Plan läuft täglich mit nach Hause und wird dort abgezeichnet. In Absprache mit den Eltern können diese die Verstärkungen (Belohnungen) vereinbaren und sind zudem direkt darüber informiert, wie es in der Schule läuft. Es gibt Kinder, die ihr Verhalten von jetzt auf gleich umstellen können, sobald so ein Plan auf dem Tisch ist, es gibt andere, da hilft das gar nichts.

    Von Lehrern, die selbst mal davon abhängig waren, dass sie empirische Daten für ihre Abschlussarbeiten aufnehmen durften, erwarte ich da durchaus eine gewisse Kooperationsbereitschaft.

    Es gab Zeiten, da musste man für seine Abschlussarbeiten keine Umfragen machen und ich bin weiterhin der Meinung, dass sehr viele dieser Umfragen Augenwischerei sind, völlig überzogen und fachlich unsauber.

    Ansonsten kann man derzeit zwar einiges erwarten, aber jeder, der etliche Wochen Distanz- oder Wechselunterricht oder beides hinter sich hat, ist dermaßen erschöpft, dass solche Extras einfach nicht mehr bewältigt werden können.

    Was mich noch stört: Du sprichst deinem Kollegen, der als Förderpädagoge an deiner GS arbeitet, ab, dass er "richtig arbeitet". Das ist einfach nur unfair, Förderpädagogen machen einen verdammt wichtigen Job und helfen auch den regulären Lehrkräften, wenn diese nicht mehr weiterwissen.

    Ebenso könnte man argumentieren, dass die PädagogInnen an den Grundschulen täglich die Inklusion umsetzen und den Kindern helfen, auch dann, wenn die FörderpädagogInnen gar nicht da sein dürfen und für den inklusiven Unterricht keine weiteren Möglichkeiten entwickeln. Ebenso schreiben die Lehrkräfte der Grundschulen in manchen Bundesländern einen Großteil der Förderpläne und Gutachten, z.T. mehr, z.T. gleichberechtigt gemeinschaftlich und übernehmen die Kommunikation mit den Eltern.

    Warum sollte das weniger entlohnt werden?

    Ich frage mich, ob es um deine Vorstellung von Texten in GS-Büchern geht oder um Texte in aktuellen Auflagen.

    Das oben gezeigte Buch haben wir auch, die Neuauflage sieht anders aus, die nächste wieder.

    Der Textumfang ist m.E. in den letzten Jahren verkürzt worden - nicht ohne Grund.

    Gleichzeitig werden andere Darstellungsformen eingebunden.

    Darüber hatte ich auch schon nachgedacht: Welcher Textbegriff liegt der Aufgabe denn zu Grunde?

    Ich hatte auch eine Zopfgummi-Haken-Lösung, neue Masken haben elastischere Gummibänder, leider keine Haken, aber es lag noch genügend Basteldraht herum für Haken und auch für einen zusätzlichen Bügelaußen über die Nase, wenn die Maske nach oben durchlässig ist und ich mir selbst ins Auge puste.

    Die Bastelpackung für die Grund- und Förderschulen? Na, danke.

    So, wie im Video aus HH: zuerst muss man eine Halterung aus Pappe oder Knete bauen!

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    Plant das der SL?

    Was hast du zu verlieren, wenn du jetzt schon darauf hinweist ... und wie sehr ärgert es dich, wenn du nichts sagst, es so kommt und jemand anderes dann meint, du hättest doch etwas sagen können?

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