@samu
Das kann man so pauschal nicht beantworten.
Förderkinder sind ja nicht alle gleich fit,
wir haben derzeit ein übermotiviertes DaZ-Kind, das bald alle anderen in die Tasche stecken wird, und ein anderes, wo keinerlei Schulbildung, DaZ und womöglich ein GE-Unterstützungsbedarf aufeinander treffen.
Beide Kinder sind erst ein paar Wochen in Deutschland, aber es ist schon jetzt ein riesiger Unterschied.
Nachdem ich mit den Artikel weiter oben angeschaut habe, bin ich da auf eine Aussage von Maas gestoßen, die mir auch schon im Studium begegnet war und ich weiß, dass ich es damals schon merkwürdig fand: Der Kern des Satzes ist groß zu schreiben. Aber was ist denn der Kern? Wie erläutert man das? Mir war das als Studentin nicht klar und ich hätte nicht gewusst, wie ich es Kindern erklären sollte.
Der Gedanke, mit Satzumstellungen zu arbeiten, besticht, ABER auch das ist für manche Kinder schwierig - ich denke an die mit Fö Sprache, die auch interner Klasse sitzen. Da ist die Frage, ob das gerade diesen Kindern nutzt oder ob sie schon am Satzbau und der Umstellung scheitern (sehe ich bis Ostern) und ihnen deshalb der semantische Ansatz eher hilft.
Auch sind mir Analysen, die allein nach der Fehleranzahl schauen, zu ungenau. Wichtiger wäre es doch für dieses Thema, zu sehen, ob die semantische Zuordnung verstanden ist oder ob die Kinder jedes 3. Wort beliebig großschreiben oder gar alles klein und ohne Abstände.
Gerade bei den Förderkindern denke ich zunehmend, dass es individuelle Ansätze braucht, was aber auch daran liegen könnte, dass ich keine Klasse mit FöS-Kindern habe, sondern hier eines und da eines und jedes woanders steht oder einen anderen Schwerpunkt hat. Selbst Kinder mit FöS Lernen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen.