Ihr seid in NRW in der 5. Schulwoche.
Die Eltern haben die Schule vorab über die Diagnosen informiert, demnach wissen die Lehrkräfte also um die Beeinträchtigung und konnten sich vorab informieren.
Es gibt eine bewilligte I-Hilfe, die das Kind am Vormittag unterstützen kann.
Das Kind zeigt sich in der Schule angepasst.
Vielleicht sind die Lehrkräfte sogar über mögliche Ausprägungen informiert, aber ihre Vorstellungen oder Erwartungen oder Beobachtungen sind andere.
Wie würdest du als Lehrkraft reagieren? Du übernimmst eine Klasse mit 29 sehr individuellen Kindern, die du dann beobachten und als Klasse zusammenbringen musst. Einige Kinder zeigen sich sofort auffällig, andere wenig, andere schüchtern, wieder andere zeigen nach 4 Wochen bereits auffallend große Schwächen hinsichtlich der basalen Kompetenzen. Für ein Kind, das gar nicht auffällig wirkt, gibt es eine I-Hilfe, mit der alles abgesprochen werden kann, was aber nicht notwendig zu sein scheint, da das Kind sich, obwohl es nicht im KiGa war und eine größere Gruppe nicht gewohnt ist, in der Schule recht angemessen verhält.
So sehr ich die Not der Eltern verstehe, sofern man das überhaupt kann, wenn man selbst kein Kind mit solchen Diagnosen hat, die Schule könnte schlicht ein anderes Bild von diesem Kind haben und daraufhin das Drängen der Eltern absolut überzogen empfinden, da es am Vormittag gut läuft und ganz andere Kinder gerade weit mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung (und Gespräche) benötigen.