Beiträge von Palim

    Herausgabe einer dienstlichen E-Mail-Adresse

    Von dem einen Kind hatte die Lehrerin schon vorher eine private Mail-Adresse extra für die Eltern eingerichtet, die vom anderen Kind hat es dann nach Ostern gemacht, weil Kritik kam, dass sie nicht erreichbar ist.

    Und genau solche Sachen werden dann anschließend vom Landes-Datenschutzbeauftragten kritisiert? Siehe Thüringen?

    Wir haben seit mehr als 5 Jahren die Nutzung einer Kommunikationsplattform seitens des Schulträgers in Aussicht gestellt bekommen. Bei jährlichen Sitzungen wurde dies immer wieder angekündigt und benannt, Inhalte nie konkretisiert.

    Die landeseigene Plattform wird gerade erst in Betrieb genommen, es gibt erste Schulen, die den Zugang dazu erhalten haben.

    Lehrkräfte bekommen von allen Seiten Forderungen und "die Schulen" sollen es richten.

    Die einen möchten, dass sich ihre Kinder bitte nicht anstrengen müssen, den anderen ist alles zu wenig,

    die einen möchten mit digitalen Möglichkeiten nicht behelligt werden und alles analog bekommen, die anderen fragen nach Unterricht per Videokonferenz.

    Alles natürlich ganz unabhängig von den tatsächlichen örtlichen Gegebenheiten, wobei Eltern gerne die eigenen Bedingungen sehen und auch beachtet haben möchten, dies aber dann bei Lehrkräften und in Schulen nicht berücksichtigen.

    Bis die neuen Wege gefunden und Trampelpfade angelegt sind, wird es eine Weile dauern. Es geht schneller, wenn alle den gleichen Pfad wählen, aber im Moment ist das noch nicht so. Eher laufen eine Menge Kundschafter-Ameisen durch die Wiese und überlegen noch, wie es am besten gehen könnte. Dabei entdecken sie vielleicht auch Irrwege oder später einen besseren Weg, sodass die ersten wieder verlassen werden.

    Am wichtigsten für den Großteil meiner Mittelschul-Eltern: Homeschooling soll bitteschön ohne jegliche Einbeziehung der Eltern mit größtmöglichem Lernerfolg beim Sprössling laufen, ohne dass sich dieser anstrengen oder viel Zeit aufwenden muss.

    DAs erwarte ich generell in Grundschule und Gymnasium so. Aber zusätzlich eben bei relativ freier Zeiteinteilung und der Berücksichtigung, dass nicht alle Zeiten für alle für Videokonferenzen gehen.

    Aber weder die Überlegung, noch die freie Zeiteinteilung, noch die Rückmeldung, noch die Überlegung, dass die Kinder das ohne Eltern erklärt bekommen müssen, ist berücksichtigt worden und das geht auf Dauer gar nicht.

    Beispiel bei meiner Tochter: Gezeiten stehen plötzlich im Arbeitsblatt, Kinder haben noch nie was von gehört. Ja aber im Unterricht wussten die Kinder dann doch auch immer, dass damit Ebbe und Flut (was im Text erwähnt war, in der Tabelle hieß es dann aber Gezeiten) gemeint waren. Im Unterricht erwähnt man es dann kurz, im Homeschooling muss das also auch vermerkt werden, wurde aber nicht.

    Du erwartest ganz schön viel.

    Kannst du das für deine Fächer immer und ständig leisten?

    Dass Begriffe in Texten nicht immer verständlich sind, passiert im Regelunterricht auch, zumal häufig einfachste Wörter nicht verstanden werden. Lass doch mal unterstreichen, welche Wörter alle unbekannt sind, mit der gleichzeitigen Ansage, dass alle nicht unterstrichenen Wörter von den SuS später erklärt werden können. Dann fällt auf, wie viele eben unbekannt sind.

    Selbst wenn man sich um Verständnis und Erläuterung bemüht, klappt das nicht in allen Klassenstufen gleich gut und nicht mit allen Aufgaben immer einfach.

    Ich weiß gar nicht, ob es bei mir Eltern oder Kinder gibt, die diese oder ähnliche Probleme hatten. Es gab viele Möglichkeiten, mich zu erreichen, aber so gut wie niemand hat davon Gebrauch gemacht.

    Trotzdem waren in mehreren Familien wenig oder keine Aufgaben bearbeitet. Da liegt es ja dann sicher nicht am mangelnden Verständnis einer Abschreib-Aufgabe. Wenn es gemacht wäre und Fehler zu finden wären oder man erkennen würde, dass die Aufgabe falsch verstanden wurde, dann wäre ich damit dennoch zufrieden und würde mich drum kümmern.

    Selbst ehrenamtlich organisierte Hilfe wurde nicht angenommen.

    Tatsächlich darf man Eltern wie Kindern auch ruhig sagen, dass die gestellten Aufgaben Pflicht sind und sie mit der Erledigung der Schulpflicht nachkommen.

    Da habe ich wenig Verständnis, warum man Aufgaben, die auf den Richtwert bemessen sind, bejammert, wenn das Kind sonst die gleiche Zeit im Unterricht sitzt UND Hausaufgaben macht.

    Tatsächlich habe ich auch wenig Verständnis, warum man nicht täglich mit seinem Kind 10-15 min lesen üben kann, vor allem, wenn es große Probleme im Lesen hat. Das sind für mich ganz normale Hausaufgaben, die ein Kind mit Schwächen auch sonst nicht allein bewältigen kann.

    Und noch weniger Verständnis habe ich, wenn Eltern eine komplette Woche gar nicht in den Ranzen schauen und die Aufgaben nicht einmal ausgepackt werden... obwohl es klar ist, dass es diese Aufgaben gibt.

    Zu den Schülergeräten: Bei uns werden sie SuS, die die Schulbücher gestellt kriegen, zuerst bedient. Schon für diese werden nicht genügend Geräte vorhanden sein.

    Dass man dann pro Familie erst einmal ein Gerät herausgibt, haben wir auch angedacht, um so mehr Familien mit einem Gerät ausstatten zu können.

    Aber dann kann man eben auch nicht sagen, dass sie zu bestimmten Zeiten etwas machen müssen, wenn man sich nciht komplett abspricht, weil es sonst eben auch nicht reicht.

    Nein.

    Aber man bekommt auch nicht plötzlich für alle Schüler ein Gerät.

    Man bekommt einzelne und soll sie als Schule verteilen.

    Dabei werden Kinder bevorzugt, die bei der Lehrmittelausgabe bereits nachgewiesen haben, dass sie Leistungen beziehen. Diese Familien müssen bei uns die Buchausleihe dann nicht bezahlen, weil das Amt die Kosten übernimmt.

    Nun kann ich überlegen, ob von diesen Familien

    - alle Familien ein Gerät bekommen und damit alle Kinder dieser Familie damit arbeiten können

    - die Kinder, die am ältesten sind, ein Gerät bekommen

    Entsprechend viele Familien oder Kinder gehen leer aus, zumal die Anzahl nicht ausreichen wird,

    weitere Familien, bei denen man den Einsatz oder diese Unterstützung sinnvoll fände, sind noch gar nicht bedacht.

    Empfohlen hatte das Ministerium 4-5h an 5 Tagen inklusive Sport

    Hier gibt es ja auch schon Unterschiede in den Bundesländern.

    Bisher hatte Niedersachsen je Altersstufe einen Richtwert angegeben, für die 1.+2. Klasse 90 min, für die 3.+4.Klasse 120 min.

    Man sollte vor allem Basisfähigkeiten berücksichtigen.

    Also hat man nicht alle Fächer bedient, sondern D und Ma, wir haben in manchen Klassen auch SU untergebracht, das kann man oft mit D verknüpfen.

    Für anderes habe ich Angebote gegeben, das haben njr wenige angenommen und als Rückmeldung kam, dass es vielen zu viel war.

    Über die Rückmeldung wurden dann deutlich:

    - Eltern verstehen das Wort „Richtwert“ nicht und erwarten, dass das Kind max. 90 min arbeitet, ohne Berücksichtigung von Ablenkung, Konzentration, Lese- und Rechenfähigkeit

    - Absprachen, die auch sonst für Hausaufgaben gelten, waren sofort vergessen

    - das, was in der Schule an Differenzierung möglich ist, z. B. Aufgaben zur Auswahl, was schon in Klasse 1 geübt und in der Regel sofort klappt, funktioniert zu Hause nicht, weil Eltern eine andere Vorstellung oder Auffassung haben (mein Kind muss alles machen/ am Ende des Schuljahres muss das Heft gefüllt sein) Unsere Arbeitshefte sind differenziert aufgebaut, wer alles füllen will, muss an jedem Schultag 3 Seiten schaffen. Solche Sachen waren schon am Elternabend besprochen, brauchen aber ständige Auffrischung

    Dass dann über die längere Zeit die Motivation sinkt, kann ich verstehen, dass aber diverse Eltern nicht nachgucken, ob die gestellten Aufgaben begonnen wurden, verstehe ich schon bei HA nicht.

    Im übrigen haben mich mehrere Familien, bei denen ich dachte, dass es Schwierigkeiten geben wird, angenehm überrascht, weil sie sich besonders engagiert um ihre Kinder gekümmert haben.

    Wünschen würde ich mir, dass die digitalen Möglichkeiten besser angenommen werden, sodass man auf diesem Weg Kontakt halten kann. In meiner Klasse schafft es mehr als die Hälfte der Eltern nicht, sich auf der Lernplattform anzumelden und E-Mails abzurufen.

    Niedersachsen soll für das Distanzlernen noch neue Vorgaben bekommen. Eines wird wohl sein, dass man diejenigen, die zu Hause nicht arbeiten, in die Schule bitten kann, was dem Hygienekonzept dann entgegensteht. Mal sehen, wie es dann wirklich sein wird.

    Mir erschließt sich der Zweck nicht,

    aber vermutlich würde ich eher in Foren stöbern, was Lehrkräfte fragen und antworten, welche Probleme und Lösungen es gibt, was empfohlen oder auch, was aus dem Schulalltag dort berichtet wird.

    Ja, darüber kann man nachdenken.

    Wenn man dann aber bedenkt, dass das Land auch gerade die Poolstunden zusammengestrichen hat, entgegen der Empfehlung, mehr Entlastung durch Kürzung des Deputats UND Erhöhung der Entlastungsstunden zu gewähren,

    und wenn man die unzähligen zusätzlichen außerunterrichtlichen Aufgaben kennt, die bewältigt werden sollen, die stets ohne Ausgleich erhöht werden,

    finde ich eine generelle Kürzung der Deputate unterstützenswert.

    Was so eine Petition sicher nicht braucht, ist eine Diskussion unter verschiedenen Lehrämtern, das freut eher den Finanzminister und den Kultusminister, weil sie das dann aussitzen können.

    Es gibt doch auch Leute, die würden in Ostfriesland, im Ruhrpott, im Westfälischen, im tiefsten Bayern, im Schwarzwald oder im Harz nicht tot über'm Zaun hängen wollen.

    Ich möchte da auch nicht "tot über´m Zaun hängen", aber lebendig ist es doch in der Einöde manchmal ganz schön.:top:

    Und da gibt es soooo viele freie Lehrkräfte-Stellen!

    Für Niedesachsen einzusehen unter https://www.eis-online.niedersachsen.de/

    Ich finde gut, dass es DaZ inzwischen an vielen Unis gibt.

    Wenn du das machst, sollte die klar sein, dass es da um Migranten geht und du in der Regel an Schulen mit entsprechenden Klientel eingesetzt wirst und ggf. auch Auffangklassen o.a. bekommst.

    Wir hatten in diesem Durchgang eine Bewerberin mit dieser Quali, der an unserer Grundschule zu viele sozial-schwache oder ausländische Schüler waren. Ich habe dann überlegt, was sie wohl dachte, mit DaZ machen zu wollen.

    Wenn du nicht ans Bundesland gebunden bist, kannst du sicher auch ohne Wartezeit ins Ref gehen und später auch eine Stelle finden.

    Bis 2024 müssen NRW und SH auf G9 aufstocken, da wird es viel Bedarf geben, der ohnehin schon bundesweit zu verzeichnen ist.

    Neue Themen führe ich gemeinsam ein, dann machen wir den Übungsteil anfangs noch gemeinsam, dann entlasse ich sie in ihr Tempo. So kann ich individuell helfen, habe meistens Differenzierung nach oben.

    Ja, genauso mache ich das auch. Einführung gemeinsam, meistens gibt es dann eine Aufgabe, an der man direkt kontrollieren kann, ob es verstanden wurde,

    danach gibt es dann den Übungsteil mit vielfältiger Differenzierung.

    Damit die SuS eine Struktur haben und du auch den Überblick nicht verlierst, würde ich mit Wochenplänen anfangen. Diese beinhalten Pflichtaufgaben und Wahlaufgaben, eine Einschätzung durch den SuS für jede Aufgabe "schwierig, mittel, leicht"

    Inzwischen habe ich ein System, bei dem immer die Einführung für neue Sachen mti einem Stoppschild im Plan vermerkt ist.

    Die SuS können bis dahin arbeiten. Wer schneller fertig ist, kann dann aus der Auswahl etwas nutzen (da habe ich ein Haltestellen-Schild als Symbol und eine wartende Person).

    So gibt es immer wieder abwechselnd gemeinsame Phasen und differenzierte Übungsphasen.

    und eine Spalte für dich, wo du abhaken kannst, wenn du die Aufgabe kontrolliert hast.

    Das hat sich bei mir nicht bewährt, weil man dann ja bei jeder Kontrolle auch immer den Wochenplan des Kindes daneben legen muss. Dann müsste man ohne AH und nur mit AB arbeiten, die mit dem Plan in einer Mappe sind.

    Ich schreibe mir Übersichtslisten für die Klasse als TAbellen, in denen ich auch gleich die Differenzierung eintragen kann und in denen ich beim Korrigieren abhake, was erledigt ist.

    Und ja, das muss man kontrollieren, sonst fehlt ganz schnell ganz viel.

    Mir fehlt Erfahrung mit dem freien Arbeiten

    DANN finde ich es SEHR ambitioniert und den Hinweis auf das Arbeiten per Wochenplan besonders wichtig.

    Außerdem kann man vermutlich noch immer nicht davon ausgehen, dass alle Kinder mit Wochenplänen arbeiten können - nach dem Lernen zu Hause ggf. etwas mehr,

    oder dass SuS mit den ganz offenen Phasen umgehen können.

    Kommen sie aus einer Klasse, in der das gar nicht praktiziert wurde, muss man sie erst daran gewöhnen. Da könnte man dann zunächst mit den Wochenplänen arbeiten und wenn es in dieser Gruppe vom Arbeitsverhalten geht, kann man dann mal für ein Thema öffnen und schauen, wie das klappt.

    Wenn du krankgeschrieben bist, kannst du ja deinen Urlaub nicht nehmen, du bist ja krank.

    Manchmal entstehen daraus Ansprüche.

    Aber das ist nicht so wichtig gerade.

    Wenn du krank bist, ist das so. Wenn dein Arzt dich länger krankschreibt, kann die SL besser planen und vielleicht jetzt noch eine Lehrkraft finden, die nach den Ferien gleich einsteigt.

    Wenn du anderweitig krank wärest, wäre das ja auch so.

    Ansonsten muss sie hinsichtlich der Schwangerschaft eine Gefährdungsbeurteilung erstellen und die SL kann dann HomeOffice verordnen, wenn du die Schule besser nicht betreten solltest (z.B. nicht mögliche oder fehlende Immunisierung gegen Krankheiten, die dir oder deinem Kind ernsthaft schaden könnten). Dann bist du aber nicht krankgeschrieben und dann kann die SL dir Aufgaben geben, die du zu Hause erledigen darfst.

    @Frosch

    Es ist eine Gratwanderung, die man recht gut absprechen muss ... und man kann alles mögliche erleben (womit ich nicht dieses Forum sprengen möchte). Aber hier ging es ja um kleine Pausen.

    Derzeit ist es bei mir so: Wenn ich NICHT anwesend bin und die Lernbegleiterin schon, kann sie etwas sagen, was sie auch tun wird, bevor es aus dem Ruder läuft.

    Und weil die Kinder wissen, dass da noch eine erwachsene Person anwesend ist, begrenzt es gerade vor dem Unterricht und in den kleinen Pausen das Toben und sicher auch Auseinandersetzungen und Quälereien.

    Ich ziehe durch und mache Doppelstunden, die Pause findet eigentlich nicht statt, das ist unabhängig von Corona.

    Stattdessen gehe ich - auch ohne Corona - mit der 1. Klasse dann mal vor die Tür, damit sie sich ein bisschen austoben können, eher in der 3.+4. Std., am Anfang auch in der 1.+2. STd.

    Außerdem plant man gerade zu Beginn sehr häufige Phasenwechsel, Bewegung, Musik uvm. ein und bringt die Klasse allmählich dazu, länger und leiser zu arbeiten. Das dauert.

    Da derzeit kooperative Lernformen und Bewegung und Musik böse sind, ist es nicht gerade einfach etwas zu finden.

    Eingeplant ist ein Lehrerwechsel oder Lüften und man könnte die Kinder kurz vor die Tür jagen.

    Üblich sind bei uns auch Renn-Pausen (eine bestimmte Schulhof-Strecke, die sie dann 1x oder 2x absolvieren und wieder herein kommen. Da geht bei den größeren nicht immer eine Lehrkraft mit, bei den kleineren SuS schon, die finden sonst den Weg zurück nicht und bleiben gleich im Sandkasten.

    Das ist nun schwieriger, aber die Kinder haben einen Weg gefunden, diese Pausen zu füllen (andere Streckenführung, Gänsemarsch, Verstecken - ist ja ohnehin mit Abstand, Corona-Tick (sie sagen "Tick, du bist" ... und dann ist ein anderer dran). Dabei ist dann aber eben die Lehrkraft mit draußen ... und sonst niemand.

    Die Vorstellung des Ministeriums ist ja auch, dass man gleichzeitig mit der Lerngruppe draußen ist, während man den Zugang zu den Toiletten kontrolliert oder reglementiert und an den komplett geöffneten Fenstern Sorge trägt, dass niemand herausfällt.

    Nur die Anleitung zum Klonen, die haben sie leider nicht mitgeschickt.

    In der Hinsicht können übrigens Lernbegleitungen ein Segen sein. Zwar sind sie eigentlich nur für 1 Kind zuständig, trotzdem sind sie erwachsen und haben die Kinder im Blick, sodass diese sich beaufsichtigt fühlen. Das geht nicht mit jeder Begleitung, aber manchmal schon ...

    Okay, vielleicht würde es helfen, hier konkretes Material zu sammeln?

    Vermutlich muss man da noch ein wenig warten und erst einmal ergründen, was das Kind denn nun kann, was bisher möglich war und worauf man aufbauen kann.

    Dann kann man immernoch speziell zu den Themen Fragen und um Hilfe bitten

    Persen z.B. verkauft auch inklusives Material mit 3 Niveaustufen, wobei sich das m. E. mindestens auf dem Niveau eines Erstklässlers bewegt, wenn das Kind geistig behindert ist, kann man es auch damit nicht alleine hinsetzen.

    Persen hat ganz schöne Inklusiv-Hefte, die wir recht neu angeschafft haben, in denen es auch sehr viel bildgestütztes Material gibt. Damit kann man sicher arbeiten.

    Von Heften in Deutsch und Mathe bin ich bisher noch nie überzeugt gewesen, da die Kinder immer so unterschiedlich sind und in vielen Bereichen weit mehr Übung benötigen, als einzelne Hefte anbieten.

    Dann würde ich schauen, ob es fit genug ist, um Material mit Selbstkontrolle z. B. LÜK zu bearbeiten

    Ja, das würde ich auch probieren. Das ist dann auch mal etwas anderes.

    Außerdem kann es sinnvoll sein, dies zu ritualisieren oder auch andere Methoden für Deutsch und Mathe einzusetzen, sodass man immer wieder die gleiche Methode einsetzen kann, dabei dann aber das Buchstaben/Wortmaterial oder den Zahlenumfang ändert.

    Beispiel: Buchstaben/ Wörter abschreiben auf eine bestimmte Art oder Zahlenkarten ziehen und dann die Anzahl mit Materialien legen lassen oder 5 Karten ziehen und der Größe nach ordnen. Sowas geht im ZR 10, 20 und dann auch aufsteigend.

    Oder Paare finden, was offen oder verdeckt geht und zu gleichen Buchstaben, Anlaut-Bild, Wort-Bild, Satz-Bild, Zahl-Zahl, Zahl-Anzahl ... je nach Fähigkeiten.

    Dann bleibt die Konzentration beim Inhalt und fordert nicht immer neues Eindenken in andere Formate.

    Auch kann man, wenn man mit Wochenplänen arbeitet, dafür ein Symbol suchen und immer wieder einsetzen, sodass das Kind dann weiß, welche Materialkiste dazu gehört und wie die Aufgabe funktioniert.

    Und zu guter Letzt muss es ja auch nicht ständig mitmachen was alle machen. Wenn die Eltern sich beschweren,

    ... vermutlich geht es darum und da muss man dann zunächst zuhören, was sie sich vorstellen, dann selbst Position beziehen oder Kompromisse finden und das auch gut argumentieren.

    Ich halte beim Lesen, Schreiben und Rechnen mehr davon, ein eigenes aufbauendes Programm zu haben, sodass Fortschitte möglich sind und man aufbauend beschult, statt mal hier und mal da ein bisschen was zu machen.

    Bei anderen Themen, z.B. Würfelgebäude, Muster, Wahrscheinlichkeit, vielleicht Aufsatz (als Erzählung) oder im SU kann man auf taktile Materialien und/oder Bilder ausweichen, sodass das Kind im gleichen Themenfeld arbeitet und man die Leistung dann entsprechend einbinden und auch würdigen kann. Ich fand schon erstaunlich, was eines unser GE-Kinder mit massiver Sprachstörung vor der Klasse vorgetragen hat, passend zum Thema hatten sie zu Bildern Sätze überlegt und haben die dann vorgetragen, wo andere mit Schlüsselwortmethode einen Text erarbeiten und daraus einen Vortrag zusammenstellen mussten. (Klasse 3)

    Aber bevor man an der Stelle weiter überlegt, muss man wirklich im Gespräch mit den Eltern die Möglichkeiten offenlegen und daraus dann einen generellen Rahmen abstecken.

    Nun bin ich mal wieder gezwungen, mich selbst fortzubilden.

    Japp. Und dafür gibt es dann wieder keine Fortbildungspunkte, die ihr doch sammeln müsst, oder?

    Und ich habe ja immernoch den Wunsch, dass es genau dafür eine zentrale Beratungsstelle gibt, bei der man Informationen abgreifen oder auch unbürokratisch und ohne Umweg über Schulleitung und Dezernentin als Lehrkraft Anfragen stellen kann, die zeitnah beantwortet werden, um wenigstens die grundlegenden Informationen zu erhalten und nicht alles selbst sammeln zu müssen.

    Tatsächlich habe ich in den letzten Tagen genau das für MEIN Bundesland hinsichtlich einer anderern Beeinträchtigung gefunden und war ganz überrascht. Vielleicht sind meine Wünsche erhört worden... man darf ja Träume haben :thumbup:

    ... ich habe nachgeschaut, für andere Beeinträchtigungen scheint es das noch nicht zu geben.


    Und Palim hat mehr Erfahrung mit Inklusion als wir alle zusammen...

    Danke, aber vielleicht ist das zu viel der Ehre.

    Tatsächlich ist es so, dass Nds. vor ein paar Jahren die FöS Lernen für die Grundschule geschlossen hat. Somit sind diese Kinder IMMER mit im Unterricht und man muss auch gar nicht überlegen, ob das Kind nicht besser irgendwo anders beschult werden könnte. Es gibt diese Möglichkeit nicht. Gleiches gilt seit Jahrzehnten für den Schwerpunkt Emotional-Soziale Entwicklung, weil fast alle Schulen in privater Trägerschaft sind und die SuS sehr gezielt auswählen oder auch ablehnen.

    Durch diese Umsetzung sehen auch immer mehr andere Eltern die Möglichkeit, Inklusion an den Grundschulen zu nutzen, sodass man SuS aus allen Förderschwerpunkten in den Klassen haben kann, häufig ohne große Unterstützung seitens der Schulbehörde.

    Außerdem ist das immer an ein Verfahren gebunden, was schon immer aufwändig war, in den letzten Jahren aber noch weitaus schwieriger geworden ist. Ohne Bescheid keine weitere Unterstützung.

    Gleiches gilt zwischenzeitlich auch für den EInsatz von Schulbegleitungen, wobei sie für mich bisher immer ein Segen waren! (ok, eine Ausnahme)

    Für manche Schwerpunkte gibt es Mobile Dienste (also ein Beratungsgespräch, ggf. eine Hospitation oder eine Testung von Teilbereichen), für andere nicht. Da muss man selbst sehen, was man macht, oder die Kollegin der Grundversorgung bitten, die aber ja auch nicht sämtliche Schwerpunkte hat ... und sich entsprechend wenig auskennt oder sich nicht zuständig fühlt.

    Um so schöner sind diese Foren und trotz unterschiedlicher Bestimmungen in den BL habe ich inzwischen sehr viele Tipps und Hilfen auf den Bildungsservern anderer Bundesländer gefunden.

    Ja, das ist bei uns anders.

    Zu normalen Zeiten sind 5-10 KollegInnen gemeinsam im Lehrerzimmer, einschließlich Schulleiter, man sieht sich in jeder Pause, die Abordnungen tageweise.

    In jeder Pause sind 1-2 Kolleginnen auf dem Pausenhof mit ALLEN Kindern.

    Jetzt ist niemand im Lehrerzimmer, stattdessen sind alle im Unterricht, die Pausen - wie alles andere - um 15 min gestaffelt und immer nur 1 Gruppe mit genau 1 Lehrkraft draußen.

    Werden mehr Schülergruppen da sein, wird man den Schulhof vermutlich aufteilen. Da kommt es darauf an, wie man teilt und ich bin nicht sicher, ob man dann 1 Lehrkraft für 2 Gruppen die Aufsicht führen lässt.

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