Beiträge von Palim

    Soweit ich weiß, werde ich als Politiklehrerin nicht von einer Partei entsendet und es steht keine Partei auf dem Namen meines Faches!!

    Die Religionslehrkraft hat aber allein für den Reli-Unterricht gesagt, dass sie diesen Unterricht im Sinne der Konfession (ev/kath) unterrichten wird. Es wird weder erwartet, dass man eine bestimmte Richtung innerhalb dieser Konfessionen vertritt, noch dass man eine religiöse Position in allen Fächern einnimmt.

    Hinzu kommt, dass das Curriculum ja eine kritische Auseinandersetzung mit den Positionen einfordert und nicht eine alleinige Lehrmeinung vertritt. Zudem wird nicht die Glaubenszugehörigkeit bewertet, sondern es gibt, wie in jedem Fach, Kriterien und Kompetenzen, die zur Bewertung herangezogen werden.

    Das Ersatzfach für Religionsunterricht ist aber für die Schüler, die eine Unterrichtung in Religion ablehnen. Diesen dann durch Lehrkräfte zu erteilen, die als Fakultas Religion haben und denen man daher unterstellt, auch das Ersatzfach unterrichten zu können, untergräbt den Schutzanspruch, den der Ersatzunterricht haben sollte.

    Muss dann auch jede Politik-Lehrkraft die Parteizugehörigkeit aufgeben, weil man ihr sonst unterstellt, sie würde die Schüler:innen indoktrinieren?

    Die Frage kam tatsächlich in der FoBi die Woche,

    und es wurde klargestellt, dass Ethik (hier Werte und Normen) ein Schulfach ist, zu dem jede und jeder verpflichtet werden kann.

    Eine Ausnahme besteht: im gleichen Jahrgang darf man als Reli-Lehrkraft nicht auch Ethik unterrichten.

    Ich erwarte, dass sich Ethik-Lehrkräfte mit Religionen beschäftigt haben. Die Annahme, dass Ethik-Unterricht ohne einen Blick auf Religionen auskäme, ist falsch... war aber in meinem Kollegium schon verbreitet.

    Kann man das nur für den Religionsunterricht an und ausschalten?

    Wie neutral sind denn Lehrkräfte im Unterricht zu sexueller Bildung, beim Interpretieren von Deutschtexten, in Geschichte, Politik, Musik, Kunst, Sport?

    Müssen alle Lehrkräfte etwas an- und ausschalten, wenn sie vor eine Klasse treten?

    Wo nimmst du "mehr Neutralität" her? Wonach bemisst die sich? Du lässt halt dann den lieben Gott irgendwie weg, wenn du über das Lebensende sprichst?

    Ich habe überlegt, wie ich es ausdrücken soll, war aber auf dem Sprung. In beiden Unterrichtsfächer werden weitestgehend die gleiche Themen aufgegriffen. Da der RU konfessionsgebunden erteilt werden soll, werden da Schwerpunkte anders gesetzt. In der Praxis sage ich in dem einen Unterricht „in der ev. Kirche kann es so und so sein, und bei mir ist es so“, im anderen Unterricht sage ich „in der evangelische Kirche gibt es diese und diese Position“ … danach oder davor geht es in beiden Fächern in die Auseinandersetzung mit dem Thema und verschiedenen Ansichten, Vorgehensweisen, Ritualen, Meinungen, Positionen.

    Ich bin nicht sicher, ob es hier zu einer ehrliche Auseinandersetzung zu dem Inhalt kommen kann, da ja sämtliche Threads, in denen das Wort „Religion“ vorkommt, gerne von Areligiösen und Atheist:innen gekapert werden, um ihre Ablehnung darzulegen.

    Deine Unterstellung und Verknüpfung, Quittengelee , man würde sich in Reli auf den lieben Gott beziehen und in Ethik nicht, geht in genau diese Richtung der Unterstellung.

    Ich würde mich darüber austauschen, aber ich mache es nicht, wenn doch nur wieder Unterstellungen und Vorwürfe kommen.

    Ein Punkt für die, die wollen, dass Religion aus aller Leben verschwindet und Religion in der Gesellschaft nicht sichtbar sein soll.
    Mit Religionsfreiheit hat das nichts zu tun, eher mit Diskriminierung um der Religion Willen.

    Mir wäre viel mehr wichtig und wert, dass man mehr Verständnis für andere aufbringt, auch im Hinblick auf Religionen. Dazu muss ich die Religion oder die Ablehnung des anderen nicht annehmen oder beeinflussen. Ich kann einfach fragen und es mir erklären lassen.

    Ich verstehe übrigens nicht, warum es ein BEM-ähnliches Gespräch bei 25 oder 30 Tagen geben soll, wenn Kolleg:innen mit 30 Tagen ein Anrecht auf ein BEM haben.

    Ein fürsorgliches Gespräche, das zusätzlich gegeben sein soll, müsste doch dann schon bei 15 Tagen erfolgen. Das wäre dann aber auch nötig, wenn jemand mit Grippe/Corona länger ausfällt und würde häufiger angeboten werden müssen.

    Ethikunterricht ist kein abgespeckter Religionsunterricht

    Sagt auch keiner, aber Religionsunterricht hat eine Menge Ethik-Inhalte

    und die Ethik/ Werte-und-Normen-Curricula haben auch Anteile, sich mit Weltreligionen und religiösen Sichtweisen zu beschäftigen:

    Aus der Anhörfassung 2018 SekI Werte und Normen (NDS):

    "Die Schülerinnen und Schüler entdecken Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Weltreligio-nen und unterscheiden Deutungen von Religion. Zudem analysieren sie Zusammenhänge zwischen Re-ligion und angewandter Ethik und erörtern religionskritische Positionen."

    Aufgeführt sind dann auch der Vergleich von Weltreligionen und das Erläutern unterschiedlicher Orientierungsangebote von Religionen und Weltanschauungen.

    Die Schnittmenge der Fächer ist groß, deshalb kann man für Ethik/WuN zumindest in den Reli-Themen suchen, welche Materialien nutzbar sind (Weltreligionen, Konflikte, Lebenslauf/Lebensende...)

    Als Reli-Lehrkraft hat man also schon eine Menge Einsicht in die Themen und eine Ahnung von der Vermittlung, auch wenn sie im Ethik-Unterricht dann mit anderem Schwerpunkt/ mehr Neutralität erfolgt.

    Und welche Kirchen beteiligen sich daran? Hat Niedersachsen überhaupt nicht-katholischen bzw. nicht-evangelischen Religionsunterricht?

    Ich ärgere mich nicht über den RU an sich, auch die Änderungen gefallen mir inhaltlich tatsächlich UND ich mag tatsächlich auch Curricula nach dem Motto "Entdecke die Möglichkeiten",

    ABER die Arbeit ist unendlich und ich habe keinen Schimmer, wie man das schaffen soll, "nebenbei", dazu dann neue Curricula in D und Ma - da hängt man ja ohnehin auch mit dran und drin.

    In den Kommissionen sitzen dann Expert:innen, die sich nur darum kümmern, für die das Arbeitszeit oder Entlastung ist. In den Kollegien ist es schlicht anders, man muss alles in Personalunion und sofort.

    Ich könnte mir die gesamte Woche mit Arbeitsgruppen zupflastern.

    Die Länder könnten aber, wenn sie späte Ferien haben, durchaus mal andere Ferien vom Herbst in das Frühjahr verschieben. Es ist ja ebenso unsinnig im September zu starten und im Oktober 2 Wochen Herbstferien zu haben.

    Gerade daher rührt ja der Wunsch, dass man statt 14 Wochen am Stück zwischendurch eine Unterbrechung benötigt, um auflaufende Aufgaben, wie Korrekturen, aber auch Verbalzeugnisse, Förderpläne etc. bewältigen zu können.

    Hilfreich wäre noch viel eher, wenn die Aufgaben nicht so überlastend wären und man die notwendigen Aufgaben locker schaffen kann, dann würde man auch nicht so am Stock gehen - unabhängig, ob es die Korrekturen in der SekII/SekI sind oder die vielfältigen anderen Aufgaben in den anderen Schulformen, die durchgängig zehren.

    Nein, Pfingsten ist bundesweit.

    Die Ferien legt jedes Land fest.

    NDS hat auch "Pfingstferien" - sie bestehen aus einem Tag, dem Dienstag nach Pfingsten.

    Gemeinsam werden die Sommerferien in der KMK vereinbart.

    Kein Land hat ein Abo auf 2-3 Wochen Ferien um Pfingsten und kein anderes Land muss sich nach dem kleineren Ferien der anderen richten.

    Es ist nicht so, dass die Pfingstferien der Südländer die Ferienverteilung für ganz Deutschland bedingen. Wenn die Südländer mit rotieren müssten, müssten sie überlegen, ob sie dennoch an den Pfingstferien festhalten möchte.

    Ich nutze Maliope, das Material steht bei 4teachers, kostenlos.

    Das Material funktioniert wie ein Kurs zum Erstlesen/Erstschreiben, baut aufeinander auf, ist aber mit Bildern gekoppelt und nimmt Schwierigkeiten für DaZ-Lernende auf.

    Es ist inzwischen als Serie gesetzt und gepackt, Arbeitspläne für jede Serie sind angefügt. Die AB 7nd Serien haben einen immer gleichen Aufbau, sodass man nur am Anfang erklären muss, wie die Aufgaben gemeint sind.

    Wenn die Kinder lesen können, kann man das Programm mit den DaZ-Heften von Jandorf und Mildenberger verknüpfen, auch das ist in den Arbeitsplänen vermerkt (ab Nr. 14 oder 15).

    Wir haben es sozusagen als Baukasten-System, jedes Kind kann im eigenen Tempo arbeiten während der Unterrichtsstunden. DaZ-Stunden sind dennoch nötig, wenn man sie denn hat.

    Für LE/GE-Kinder habe ich noch einfachere Sachen gesucht, die stehen aber nicht bei 4teachers.

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