Seine Frage zielt darauf ab, wie er die SuS am besten in der "Ausrichtungsphase" und der Phase "Vorwissen aktivieren" einbinden kann, wenn er nicht sämtliche Theorieimpulse der Vorstunden wiederholen lassen möchte...
In der "Ausrichtungsphase" kann er ja als Lehrer das Lernziel der Stunde transparent darlegen etc.
Aber welche Möglichkeiten beinhaltet die Phase "Vorwissen aktivieren" genau mitsamt dem Schüler, hat jemand Erfahrung dazu?
In welche Phase würdet Ihr ein "gelenktes UG" oder "entdecken-lassendes UG" einbinden?
Das sind zig Fragen auf einmal, die hier rein theoretisch zur Debatte stehen, ohne Kenntnis der Klasse, des Faches, der Schülerschaft etc.
Natürlich kann man das beantworten, mit gut überlegter Planung hat es darum aber noch gar nichts zu tun, weil man die Schüler, die Reihung, das Ziel im Blick behalten muss.
Ausrichten - Lehrer legt das Lernziel der Stunde transparent dar (... oder lässt es die SuS formulieren, das ist hier gearde angesagt)
Vorwissen aktivieren - SuS sollen die Theorieimpulse der Vorstunde wiederholen (... was ja auch vorbereitet in irgendeiner Form vorliegen könnte oder durch einen Impuls unterschiedlicher Art erfolgen könnte)
Informieren - ? (darüber ist gar nichts bekannt)
Verarbeiten - ? (darüber ist gar nichts bekannt)
Auswerten - ? (darüber ist gar nichts bekannt)
Zusätzlich soll in den Unterricht ein Gespräch gebracht werden (warum?), aber es ist gar nicht klar, was in der Stunde erfolgt. Meiner Meinung nach lässt sich ein UG nicht sinnvoll in jeder beliebigen Stunde unterbringen. Wenn die Seminarleiter ein UG sehen wollen, müsst eman ein entsprechendes Thema wählen, in dem dies sinnvoll eingebunen werden kann.
Zum AVIRA+-Schema und der Frage nach UG, gibt es mehrere Möglichkeiten:
a) Wurde vorab das Vorwissen gesetzt, das zunächst begleitend abgefragt und erneuert werden müsste, weil die Lerngruppe dies benötigt, könnte das Gespräch auch beim Vorwissen angesiedelt sein.
b) Es ist sicherlich auch möglich, über ein fragend-entwickelndes UG zu "informieren", wobei man die Information heute wohl eher in eine schüleraktive, selbsttätige Phase oder einen Vortrag setzt.
c) Würden neue Inhalte beim "Informieren" von den SuS selbstständig erarbeitet, könnte die Lehrkraft beim "Verarbeiten" mit Fragen zu den Inhalten oder weiterführenden Fragen das Verständnis überprüfen und anhand neuer Impulse vertiefen,
sofern dies nicht selbstständig erfolgt und in einer Auswertung wie d) mündet.
d) Sind die Inhalte an sich erarbeitet und werden zu Beginn der Stunde kurz aufgegriffen, um anschließend mit Hilfe dieser Kenntnisse problemorientiert Lösungsmöglichkeiten zu finden, bietet sich in der Auswertung ein Gespräch an, in dem Lösungen vorgestellt und Lösungswege bzw. Vorgehensweisen reflektiert werden.
Im übrigen wird genau solches in dem o.a. Link zu Münchner Methoden dargelegt und die dort aufgezeigten Möglichkeiten sind nur Beispiele, die natürlich keine vollständige Liste bieten.