Beiträge von Meer

    Unsere SuS am beruflichen Gymnasium kommen vorrangig von der Realschule. Alle kommen mit guten und sehr guten Noten in den Hauptfächern. Wir können nur die Besten nehmen, da wir nicht genug Plätze für alle haben. Und trotzdem ist es jedes Jahr eine sehr unangenehme Sache, denn nicht selten rutschen die SuS von einer 1 oder 2 in Deutsch, Mathe, Englisch auf eine 3 oder 4 ab, manche sogar auf eine 5. Das Unverständnis und die Frustration bei den SuS und auch den Eltern ist groß: "Wie kann es sein, dass ich in Englisch jetzt eine 4 habe? Ich hatte vorher eine 2."

    Aktuell haben wir große Probleme mit unserer J1. Fast die Hälfte will aufhören, da die Noten nicht zufriedenstellend sind. In meinem Kollegium wird dann natürlich darüber diskutiert, wie es sein kann, dass jemand, der kaum einen geraden Satz schreiben kann, die mittlere Reife mit einer 2 abschließt. Ich möchte jetzt auch gar nicht die KuK der Sek1 angreifen. Aber irgendwas läuft offenbar nicht so, wie es sollte.

    Solche Fälle haben wir bei uns leider auch, wobei die SuS bei uns häufig auch nicht mit eins oder zwei aus der Zubringerschule kommen. Dadurch, dass man für eine Fachhochschulreife bei uns keinen Q-Vermerk (also die Voraussetzung für die gymnasiale Oberstufe) benötigt.

    Zu mir hat schon ein Kollege gemeint, vielleicht müssten wir unseren Anspruch senken. Wo ich mich manchmal frage, wie weit denn noch? Wir attestieren denen ja immerhin auch eine Zugangsberechtigung zu einem (Fach-)Hochschulstudium.

    Im Vergleich zur allgemeinen Hochschulreife ist das Verfahren hier ja eh viel lascher. Wir erstellen die Prüfungen, die werden zwar von der Bezirksregierung geprüft, aber die Qualität der Prüfung ist durchaus sehr unterschiedlich. Wir haben auch schon anschließend selbst noch Fehler in unseren Prüfungen und/oder Erwartungshorizonten gefunden. Eine Zweitkorrektur gibt es hier auch nur, wenn jemand eine fünf oder schlechter als Ergebnis der Erstkorrektur hat. Da haben wir immer welche, aber bis dato blieb es dann auch immer bei der Note.

    Es ist allerdings auch ein Unterschied, ob jemand seinen kompletten Arbeitstag an einem solchen Bildschirmarbeitsplatz verbringt oder mal eine Freistunde von 45-90 min und anschließend wieder in einem Klassenraum arbeitet, in dem man sich ja auch bewegt und steht etc.

    Sie kann nachfragen, ob da noch was geht, aber der andere Jahrgang ist schon ins Prüfverfahren eingetreten. Und die Frage ist ja auch noch, wie viele UBs sie noch offen hat.

    Ich weiß nicht mehr, was es für eine Frist gab für Anträge auf Verkürzung. Bei mir war das eine Diskussion innerhalb der ersten zwei Wochen meines OBAS (wegen meiner vorherigen Tätigkeit).

    Wenn Sie im kommenden März Prüfung hat, wird sie allerdings jetzt auch nicht mehr verkürzen können.

    Hatte jemandem im Seminar, da lief es ähnlich, er ist dann, da es machbar war, nach Niedersachen gegangen und wurde dort verbeamtet. War für die Schule ziemlich doof. Informatiklehrkräfte am BK sind leider sehr selten auf der Suche nach einer Stelle.

    Das bedeutet also, dass wenn meine Kollegin ihre UPP im März besteht, 1-2 Tage später 42 Jahre alt wird und die OBAS erst zum 30.4. endet, wird die keine Chance haben, verbeamtet zu werden…da die Verbeamtung erst zum 1.5. erfolgen kann? Dann ist die wohl zu alt.

    Ja, wie SwinginPhone von sich berichtet hat, ist dies meist der Grund für die Verkürzung.

    Mir hatte man die damals angeboten, aber ich hatte keine Lust auf die gleiche Anzahl von UBs in kürzerer Zeit, erlassen wollte man mir nämlich keinen. Mir war es dann nicht so wichtig ein halbes Jahr früher A13 zu haben.

    Die OBAS Ausbildung endet offiziell erst mit dem Tag der Zeugnisverleihung. Das ist beim Prüfung im Herbst immer der letzte Werktag vor dem 1.11.

    Somit keine eine Verbeamtung erst zum 1.11. erfolgen.

    Man hat auch nach der UPP noch einzelne Veranstaltungen im ZfsL.

    OBAS bedeutet ja eigentlich, dass man eine Planstelle zugewiesen bekommt, die nicht durch eine bereits ausgebildete Lehrkraft besetzt werden konnte. Dies ist höchstens an Ersatzschulen anders.

    Dann macht man Homeoffice an dem Tag ;) Oder nimmt sich überstundenfrei.

    Das gab es zu der Zeit nicht, also Homeoffice in dem Job und Überstundenfrei auch nicht.

    Aber egal, wer gerne die Meinung vertreten möchte, man arbeitet in einem ganz schlimmen und unflexiblen Job (im Vergleich zu allen anderen) kann das für sich weiter tun.

    Vermutlich hat man sich anders organisiert, wenn man mal einen Bürojob hatte, wo man täglich mind. 9 Stunden (inkl. Pausen) im Büro war + Anfahrt.

    Friseur mache ich z.B. fast immer Samstags, muss man dann halt mit etwas Vorlauf den Termin ausmachen.

    Wir haben ja ein anderes Konzept mit Präsenz und Büro etc.

    Dennoch kann man bei uns wichtige Termine wie z.B. Physio oder einen Arzttermin wahrnehmen. Man informiert entsprechend vorher, dass man in dieser Zeit nicht für Vertretung zur Verfügung steht. Bis jetzt konnten da immer Lösungen gefunden werden. Nicht medizinische Termine lege ich immer außerhalb der Unterrichtszeit.

    Warum sollte eine Bereitschaftsstunde auf das Deputat angerechnet werden? Man kann ja in der Zeit Unterrichtsvorbereitung etc. machen. Auch wenn mir klar ist, dass es in einem Lehrerzimmer schwieriger ist, als wenn ich mit weniger KuK ein Büro habe.

    Oder wenn man sich einfach nur als Klassenlehrkraft für seine Klasse einsetzt, in dem man möchte, dass die Klasse und eine Lehrkraft gemeinsam eine gute Lösung finden, sich ganz sachlich verhält und am Ende dennoch das Gefühl vermittelt bekommt man ist der Arsch der Nation...

    Das verstehe ich nicht. Was meinst du damit?

    Wir sind private Ersatzschule mit Schülerinnen und Schülern aus dem ganzen Bundesgebiet. Daher streben wir nach Möglichkeit ganze Unterrichtswochen an.

    Führt dann dazu, dass wir halt mal zwei Tage länger machen oder an anderer Stelle später oder früher anfangen, wenn Ferien mitten in der Woche beginnen oder enden. Brückentage sind dafür in der Regel immer frei.

    Das Problem kenne ich auch. Fachdidaktikstellen, die genutzt werden um Fachwissenschaftler zu "parken". Das ist aber nochmal ein anderes Problem und hat was mit der Anerkennung innerhalb der Unis, der Bedeutung von Drittmitteln, Publikationen und Impactfaktoren zu tun. Leider ist die Qualitätsmetrik der Unis maximal nachteilig für alle echten Fachdidaktiklehrstühle. Entsprechend gering ist deren Uni interne Macht, weshalb sie leicht Ziel von Ressourcenwilderei werden.

    Gar nicht mal um sie zu "parken". Bei uns gab es durchaus Drittmittelprojekte, wo es manchmal auch schwer war jemanden mit der fachlichen Expertise im Bereich Lehramt zu finden, weil einfach sehr viel Fachwissen gefordert war. Auf der anderen Seite haben sich auch wenig Menschen mit Lehramtsabschluss beworben. Gab und gibt es in diesem Fachbereich auch nunmal eh wenige. Publizieren auch auf renommierten Konferenzen und entsprechenden Zeitschriften konnte man auch in meinem Fachdidaktikbereich sehr gut.

    Oft landet man eben direkt nach dem Studium auf einer Promotionsstelle, selten erst nach dem Ref oder einer längeren Zeit an der Schule.

    Ich denke es gibt viele Gründe.

    Wie gesagt ich selbst habe ja auch kein Lehramt studiert und scheine es dennoch alles ganz gut zu machen, so die Rückmeldungen an Uni, im Ref und auch jetzt. Aber ich denke man braucht auch eine gewisse Affinität dazu. Und ich hätte mir gewünscht irgendwie in die Praxis Schule schnuppern zu dürfen, als ich noch an der Uni war.

    Ich denke es braucht einfach mehr Zusammenarbeit zwischen den Playern Schule, Seminar und Universität. Aber das kostet eben Geld/Personal...

    Hier in BW gibt es diese Verzahnung von Fachdidaktik und Schulpraxis regelmäßig an den Pädagogischen Hochschulen, tatsächlich ist das dort der sogar Normalfall. Sämtliche Dozierende für Fachdidaktik die ich hatte waren zumindest einige Jahre auch an der Schule tätig oder lediglich als Teilabordnung an der PH im Einsatz.

    Das ist hier anders. Es gibt einige Professuren im Bereich Fachdidaktik in Deutschland, da weiß ich, dass die Personen teilweise auch kein Lehramt studiert haben, teilweise zwar Lehramt studiert, aber kein Ref gemacht haben etc. Einige Bundesländer haben dafür Regelungen, dass man dann parallel erstmal ein bisschen in der Schule unterrichten muss, ist aber nicht überall so.

    Und ich selbst habe ja auch Lehrveranstaltungen gegeben, ohne jemals Lehramt studiert zu haben oder ein Ref gemacht zu haben (habe ich ja erst danach gemacht). Aus heutiger Sicht kann ich zwar relativ sicher sagen, ich habe keinen Blödsinn erzählt und würde das, was ich gemacht habe, lediglich durch mehr Praxiserfahrung anreichern, gut ist so etwas allerdings nicht. Und ich hatte damals oft ein komisches Gefühl dabei.

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