Beiträge von Humblebee

    Na ja, Aviator hat aber ja nur wenige Jahre an einem WBK unterrichtet. Vorher war er - wenn ich mich nicht verlesen habe - mehrere Jahre an einem BK, davor an einer BBS und im Ref. wohl am allgemeinbildenden Gymnasium. Da sollten ihm größere Klassen doch nicht allzu fremd sein.

    1. Wie sieht aktuell der Bedarf an Berufsschulen für D, G, DAZ in HH aus?

    Gibt es denn in Hamburg überhaupt das Fach Geschichte an den beruflichen Schulen? In NDS ist das Berufliche Gymnasium meines Wissens der einzige Bildungsgang an BBSn, wo dieses Fach unterrichtet wird.

    2. Welche spezifischen Anforderungen bringt diese Schulform mit sich (Schülerschaft, Kontakt zu Betrieben, Klausuren, SuS-Förderung, Stundendeputat, Aufgaben als KL, Elternarbeit, etc) im Vergleich zur Regelschule?

    Das finde ich für mich persönlich schwierig zu beantworten (mal ganz abgesehen davon, dass ich mich mit den beruflichen Schulen in HH nicht auskenne), allein schon weil mir der Vergleich zur allgemeinbildenden Schule fehlt.

    Ansonsten weiß deine Gewerkschaft dir sicherlich Rat. Diese kann dir auf jeden Fall etwas zu aktuellen Bedarfszahlen sagen, solltest du das nicht online finden können für HH.

    Vielleicht auch einfach mal bei verschiedenen beruflichen Schulen anrufen und einfach mal nachfragen.

    Ich habe in dem Zusammenhang gerade nochmal in das Protokoll unserer Abteilungsdienstbesprechung vom Anfang dieses Schuljahres geschaut: Wir hatten - Stand Ende August (es gibt aber ja gerade zu Beginn des Schuljahres immer noch Zu- und Abgänge) - genau zwei SuS weniger in unserer Abteilung; in den Vollzeitklassen ein Plus von 6 SuS, in den Teilzeitklassen ein Minus von 8 SuS im Vergleich zum Beginn des Schuljahres 2021/22.

    BKs scheinen ja in NRW das zu umfassen, was bei uns in RLP als vollzeitschulisches Angebot an BBSen existiert.

    Nein, die BKs in NRW sind das, was bspw. in RLP und in NDS die BBSn sind. Sie umfassen also ebenfalls sowohl den Vollzeit- als auch den Teilzeitbereich (sprich: die Berufsschule).

    aber dass Englisch/Geschichte auch nicht DIE Fächerkombi, mit der man von einem BK angebettelt wird, sollte auch bekannt sein...

    Stimmt. Englisch wird zwar in sehr vielen Bildungsgängen im beruflichen Bereich unterrichtet, Geschichte nur in wenigen.

    Englisch ist durchaus gesucht. Geschichte taucht selten auf, dann halt Politik.

    Bzgl. Englisch gebe ich dir recht. Geschichte wird meines Wissens in NDS ausschließlich am Beruflichen Gymnasium unterrichtet (und evtl. an den BOS; das weiß ich nicht, weil wir diese Schulform nicht führen). Aber der Politik-Unterricht wird an den mir bekannten BBSn von Lehrkräften abgedeckt, die genau dieses Fach als Unterrichtsfach für das Lehramt BBS studiert haben (und das sind nicht wenige!). Insgesamt ist die Zahl der Lehrkräfte, die als studierte Gymnasiallehrkräfte an nds. BBSn unterrichten, m. E. nicht sonderlich hoch.

    aahhhh so sicher ist die Kiste hier auch nicht. Alle beruflichen Schule, mit denen ich Kontakt habe, haben große Probleme die Klasse voll zu bekommen. Also viele Klassen haben keine Zuweisung.

    Sieht hier ähnlich aus. Das Problem der Berufskollegs in NRW ist der derzeitige Fachkräftemangel in der Industrie und im Handwerk. Entsprechend finden sehr viele junge Leute, die früher von den Betrieben abgelehnt worden wären, einen Ausbildungsbetrieb und machen eine Lehre. Als Azubi sind sie aber nur 1,5 Tage/Woche in der Schule, wo sie sonst als Vollzeitschüler, um ihre Schulpflicht zu erfüllen, 5 Tage/Woche da wären.

    Ich glaube, ich schrieb es schon mal: Hier gibt es zwar in einigen Bereichen (an meiner Schule z. B. im Bereich "Hauswirtschaft") Probleme mit SuS-Mangel, aber so extrem, wie ihr es schildert, ist es weder an meiner BBS noch an anderen im Umkreis. Dass es an irgendeiner BBS hier in der Gegend zu Abordnungen kam, wüsste ich nicht. Im Gegenteil werden noch neue Lehrkräfte eingestellt (an meiner Schule allein jetzt zum 01.02. drei neue KuK und zudem werden beide Referendarinnen, die jetzt in meiner Abteilung ihr Ref. zum 30.04. beenden, übernommen).

    Was bedeutet PKB

    "Personalkostenbudgetierung", wie Susannea ja bereits schrieb, bedeutet, dass die Schulen ein bestimmtes Budget zur Verfügung haben, aus dem heraus sie Vertretungslehrkräfte mit befristeten Verträgen bezahlen können, die sie dann auch selbstständig einstellen können.

    Ich habe das Gefühl, dass jedes Bundesland seine eigenen Regelungen trifft. Man kann mich korrigieren, sollte ich mich irren.

    Das wurde dir doch hier bereits beantwortet! Siehe Beitrag Nr. 5 von Montag:

    Jedes Bundesland hat da so seine eigenen Regeln (und die können sich ändern). Deshalb wurde nach dem Bundesland gefragt. Die Frage hast du ignoriert.

    Ja und nein. Also in Klausuren darfst du natürlich Punkten zusammen rechnen und daraus eine Note bilden. Bei der Notengebung für Zeugnis darf nicht gerechnet werden. Das macht auch keinen Sinn, denn es handelt sich ja um Klassierung für Menschen.

    Dass ich die Zeugnisnoten nicht berechnen darf, ist mir natürlich klar (wäre für mich als "alte Häsin" auch übel, wenn dem nicht so wäre)! Ich hatte aber doch explizit in meinem Beitrag von Klassenarbeiten bzw. Klausuren gesprochen. Und ich war auch davon ausgegangen, dass die Frage des/der TE auf schriftliche Leistungen abzielte, weil er/sie ja von Prozentzahlen schrieb. Aber da mag ich mich natürlich irren.

    Zumindest an unserer Schule in NRW heißt es immer: Besser eine 5 oder gar 6 auf dem Zeugnis statt „nicht beurteilbar“, weil Letzteres wohl dazu führt, daß Leistungen nicht nachgeholt bzw. der Durchschnitt berechnet werden darf.

    —> https://schulverwaltungsinfos.nrw.de/svws/forum/vie…4ea7d1c1d#p3537

    Das scheint dann wohl in NDS oder zumindest an meiner Schule anders gehandhabt zu werden. Natürlich ist es immer besser - auch für die SuS -, wenn eine Note erteilt wird, aber wenn dies nicht möglich ist (was bei uns gerade aufgrund hoher entschuldigter Fehlzeiten von SuS gar nicht mal so selten vorkommt), gibt es halt ein "Kann nicht beurteilt werden". Ein Durchschnitt darf trotzdem berechnet werden; da hat sich meine SL schon mal mit der RLSB in Verbindung gesetzt und dies geklärt.

    Das wäre nett von dir. Ich habe wirklich noch nie davon gehört, obwohl ich einige Kolleg*innen habe (gerade Bildungsgangleiter*innen, die ja auch für die Berufsschule zuständig sind, sowie die Mitglieder unserer erweiterten SL), die im Schulrecht sehr firm sind.

    Wo kein Kläger, da kein Richter.

    Wohl wahr. Ich bleibe aber dabei, dass ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass dieses Urteil noch maßgeblich ist (nicht umsonst ist ja scheinbar nirgends im WWW mehr auffindbar) und die vielen beruflichen Schulen, die in den Berufsschulklassen den IHK-Schlüssel anwenden, sich wissentlich so weit aus dem Fenster lehnen würden. Das wäre doch sicherlich im Laufe der Jahre (das Urteil stammt ja schließlich schon aus dem Jahr 1979!) irgendwo irgendjemandem aufgefallen.

    Nein, natürlich haben die Kammern mit den Schulen so gesehen nichts zu tun. Aber ich kenne viele BBSn, wo nach dem IHK-Schlüssel in den allermeisten Bildungsgängen bewertet wird. Auch deswegen kommt es mir reichlich seltsam vor, dass das (EDIT: im Berufsschulbereich) nicht zulässig sein soll. Diese Schulen würden sich ja dann alle nicht gesetzeskonform verhalten.

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, problematisch bei Abitur (es wird dann verschoben, dumm für das Studium)

    Deshalb werden die Noten bei uns zentral gesammelt (früher analog, jetzt digital).

    Da hast du recht. Beim Abi könnte es wirklich problematisch werden. Da hatte unsere Abteilungsleiterin des Beruflichen Gymnasiums vor einger Zeit mal erwähnt, dass zumindest in den Klassen 12 und 13 ein "Kann nicht beurteilt werden" Schwierigkeiten hervorrufen könnte. Es ging um eine Schülerin, die beim Sportunterricht in 13.1 so oft krankheitsbedingt gefehlt hatte, dass der Sportlehrer sich nicht in der Lage sah, sie zu beurteilen, d. h. ihr eine Note bzw. Punkte zu geben. Leider weiß ich nicht, wie dieser Fall ausgegangen ist.

    Allerdings hat fachinformatiker nicht erwähnt, dass es bei dem von ihm geschilderten Fall ums Abitur ging.

    Ich weiß, dass zu meiner Schulzeit Berufsschullehrer auch Gymnasialen Unterricht machten.

    Das war auf nem Beruflichen Gymnasium in Hessen.

    Ja, das ist u. a. in NDS auch der Regelfall, weil die Beruflichen Gymnasien meistens ein Teil der BBSn sind. An meiner Schule sind viele Lehrkräfte in mehreren Bildungsgängen - von der Berufsschule über Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachoberschul- und Berufseinstiegsklassen eben bis hin zum Beruflichen Gymnasium - eingesetzt.

    Nichtsdestotrotz dürfen meines Wissens aber Lehrkräfte, die das "Lehramt an berufsbildenden Schulen" studiert haben, nicht an einem allgemeinbildenden Gymnasium unterrichten (umgekehrt ist das allerdings möglich).

    Hier in NDS werden die Grundsätze der Leistungsbewertung (und damit ja auch der Klassenarbeiten/Klausuren) gemäß Schulgesetz von der Gesamtkonferenz festgelegt. An den BBS konkretisieren die Bildungsgang- und Fachteams diese. An meiner Schule werden mit Ausnahme des Beruflichen Gymnasiums und der Berufseinstiegsschule (dort wird laut Verordnungen anders - etwas "milder" - bewertet) alle Klassenarbeiten/Klausuren nach dem IHK-Schlüssel bewertet. Somit steht also genau fest, wieviel Prozent welche Note ergibt.

    Aber berechnen darf man Noten ja eh nicht.

    Natürlich darf man Noten für Klausuren/Klassenarbeiten berechnen. Oder wie kommst du drauf, welche Note ein/e Schüler/in hat, der bspw. in einer Klausur 69 von 100 möglichen Punkten erreicht hast?

    Könnte ich mich dann nur für die angestrebte Schulform bewerben oder wäre ich damit auch offen für die Grundschule oder die Sek II?

    Welche Schulform ist denn deine angestrebte? Ich bin gerade etwas irritiert, dass du nach der Sek. II fragst, obwohl du die als Schulform in deinem Profil angegeben hast.

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