Beiträge von Humblebee

    Hm, kann es sein, dass du noch nie am BK warst?

    Nein, wie auch? Ich wohne und arbeite in Niedersachsen und bin dort an einer BBS tätig. 8)

    Dass Auszubildende für Prüfungen defintiv freizustellen sind (und auch an dem Tag direkt vor der schriftlichen Abschlussprüfung), kannst du hier im §15 des BBiG nachlesen: https://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__15.html

    Das gilt also auch für NRW. Es sei denn, du verstehst unter "Teilzeitschüler*innen" etwas anderes als ich... Du meinst doch Berufsschüler*innen bzw. Auszubildende damit, oder?

    Und nochmal: wenn ein/e Auszubildende/r zufällig während ihres/seines Urlaubs eine Prüfung hat, hat sie/er den Prüfungstermin wahrzunehmen. Pech gehabt! Dasselbe gilt m. E., wenn jemand direkt nach der letzten Prüfung auf Montage muss. Das lässt sich halt nun mal nicht ändern (und ich kenne Fälle, wo das auch in der Vergangenheit schon passiert ist; hat also nichts mit Corona oder der Verschiebung von Prüfungsterminen zu tun, sondern mit den Planungen im Unternehmen).

    Wer trägt denn bei euch das Klassenbuch zum nächsten Fachraum?

    Das hatte ich ja bereits geschrieben: dies übernehmen meistens Schüler*innen, i. d. R. die Klassensprecher*innen, in manchen Klassen aber auch jemand, der gerade noch Platz in der Schultasche hat ;) . Häufig nehmen aber auch die Lehrkräfte es nach ihrer Unterrichtsstunde mit und übergeben es im Lehrerzimmer an die/den nächste/n Kolleg/in, die/der in der Klasse Unterricht hat). Da wir KuK sowohl vor als auch nach dem Unterricht die Klassenbücher wieder in ihre Fächer im LZ stellen, geschieht das "Klassenbuch in den nächsten Fachraum-Tragen" in unseren Klassen meist max. zwei- bis dreimal am Tag (wir haben ja nur Doppelstunden und die Klassen verbleiben - vom Sportunterricht abgesehen - normalerweise mehrere Stunden im selben Raum).

    Die Klassen des dualen Systems haben eine feierliche Zeugnisübergabe mit einem Glas Sekt im Anschluss.

    Findet das dann auch bei euch in der Schule statt? Hier werden die Zeugnisübergaben von den Kammern organisiert und die Feiern finden im großen Rahmen statt (mit Azubis, Ausbilder*innen und Lehrkräften aus verschiedenen Orten in der Gegend und somit auch von verschiedenen BBSn).

    Nur das BG hat wirklich noch ne größere Feier. Aber auch nichts im Vergleich zu dem Abiball, den ich selber hatte.

    Kommt drauf an. Während zu meiner eigenen Schulzeit die Abibälle oft in größeren Sporthallen stattfanden (ich kann da aber nur für meine Heimatgegend sprechen!), werden sie nun zumeist "auf dem Saal" in Restaurants und Landgaststätten durchgeführt. Das Ambiente ist daher heutzutage doch ein anderes ;) .

    Wäre eine Katastrophe, da Schüler dann teilweise im Urlaub oder im Praktikum sind. Ebenso müssten Teilzeitschüler betriebliche Freistellungen bekommen.

    Was ist denn daran so katastrophal? Dann müssen halt die SuS ihren Urlaub verschieben oder an einem Urlaubstag zur Prüfung erscheinen; das zu organisieren, dürfte so viele Monate im Voraus wohl kein Problem sein (es handelt sich doch um Prüfungstermine im späten Frühjahr, nicht wahr?). Und ob Praktika dieses Schuljahr überhaupt stattfinden können, ist ja noch fraglich.

    Zu deiner letzten Aussage: Teilzeit-SuS müssen doch für ihre Prüfungen eh vom Betrieb freigestellt werden?!

    Das hat bei uns schon in Vorcoronazeiten eher schlecht funktioniert.

    Wir waren immer dankbar, dass die Klassenbuchbeamteten zumindest die LuL drauf aufmerksam machten, dass jemand fehlt oder als entschuldigt markiert wurden; zudem leisteten sie meist die Summierung der Fehlzeiten und die Einträge von Stundenplänen und Klassenämtern.

    KuK sind anscheinend von Dienststelle zu Dienststelle anders drauf.

    Meinst du mit den "Klassenbuchbeamteten" wirklich Schüler*innen? Das fehlt noch, dass die im Klassenbuch herumkritzeln! Nee nee, das machen wir Klassenlehrkräfte lieber selber, zumal wir schon mehrmals schlechte Erfahrungen mit SuS hatten, die tatsächlich im Klassenbuch "herumgemalt" hatten, Fehlzeiten abgeändert haben, in einem Fall das Klassenbuch zerrissen haben oder in mehreren Fällen Klassenbücher "verschwinden ließen".

    Ich erledige diese Einträge immer in Phasen, wo die SuS Arbeitsaufträge haben; finde ich absolut unproblematisch.

    Den Stundenplan drucke ich jeweils zu Halbjahresbeginn aus und klebe ihn ins Klassenbuch und Klassenämter gibt es ja nicht großartig einzutragen (nur die Namen der Klassen- und Elternvertreter*innen zu Schuljahresbeginn).

    Für solche "Ämter" gibt's in NRW sogar ein offizielles Beiblatt zum Zeignis:

    Solch ein Beiblatt gibt es in Niedersachsen auch. Die stellen wir aber nur für SuS aus, die uns belegen, dass sie bspw. in einem Verein oder sonstwo ehrenamtlich tätig sind. In der Schule selbst haben wir keine "Ehrenämter".

    Ich bin jetzt im beruflichen Schulwesen. D.h. Ca. Die Hälfte meiner Klasse sind Abschlussklassen und dementsprechend viele Abschlussfeiern gibt es.

    Puh, wird das bei euch vielleicht etwas übertrieben mit den Abschlussfeiern? Die Klassen, die ich unterrichte, sind allesamt Abschlussklassen (weil es einjährige Bildungsgänge sind), aber großartige Abschlussfeiern finden nicht statt. Die gibt es - inkl. Zeugnisübergabe etc. - nur im BG (bei uns fünf Klassen), in der FOS 12 (vier Klassen) und in den mehrjährigen Fachschulschulklassen (auch das sind bei uns nicht viele). Diese Feiern finden vormittags statt und dauern ca. 1,5-2 Stunden.

    Abiball, Abistreich und Abizeitung gibt's nur im BG, wobei einige Jahrgänge es gar nicht auf die Reihe bekommen haben, eine Abizeitung zu erstellen.

    Für unsere einjährigen BFS- u. a. Klassen gibt es nur eine kurze Abschiedsveranstaltung am letzten Schultag vor den Sommerferien (max. 1,5 Stunden). Abschlussfeten werden von diesen Klassen allenfalls privat veranstaltet und daran nehmen i. d. R. keine Lehrkräfte teil.

    Nicht "alle" - aber es sind schon viele gestorben, und, ja, es werden noch mehr Menschen sterben.

    Davon kenne ich zufälligerweise einige, und eine Verharmlosung dieser Krankheit ist wohl unangebracht.

    Du kennst Menschen, die nachweislich an der Mutation B117 verstorben sind?

    In Wollsockens obigen Aussagen erkenne ich weder eine Verharmlosung von Covid19 noch von B117, aber das ist wohl Auslegungssache.

    Das wird manchmal tatsächlich im Zeugnis vermerkt, wenn sich die oder der Betroffene wirklich damit ausgezeichnet hat. Wenn man das seltene Glück hat, mal eine Schülerin oder einen Schüler zu finden, die/der selbständig das Klassenbuch führt, den Lehrkräften "hinterher rennt" und man dadurch deutlich weniger organisatorische Arbeit bei der Klassenführung hat, dann darf das gerne auch lobend im Zeugnis erwähnt werden. Oft hängt da mehr Arbeit dran als als Klassensprecher/in.

    Stimmt, das kann ein ganz schön großer Arbeitsaufwand sein. Wir haben allerdings schon vor längerer Zeit beschlossen, dass die "Klassenbuchführer*innen" bei uns lediglich die Aufgabe haben sollen, das Klassenbuch bei einem Raumwechsel mitzunehmen. Den Rest erledigen die Klassenlehrkräfte und Fachlehrer*innen und das finde ich gut so.

    Zudem sehe ich, dass sich der Distanzunterricht bei den Älteren immer besser einspielt.

    Daher ist es aus meiner Sicht sinnvoll, bis zu einer Inzidenz von nahe 0 den Distanzunterricht aufrecht zu erhalten - bei den Älteren (!!!).

    Schön, wenn du das siehst. Bei vielen unserer SuS ist das leider nicht der Fall. Und ich höre auch von KuK, die unsere 13. Klasse im BG unterrichten (die ja schon seit einiger Zeit wieder im Wechselmodell in der Schule sind), dass der Distanzunterricht zwar relativ gut gelaufen sei, aber sowohl die SuS als auch die Lehrkräfte froh sind, dass diese Klassen wieder im Präsenzunterricht sind. Von daher hoffe ich, dass die meisten unserer Klassen spätestens Anfang März im Wechselunterricht wieder in die Schule kommen können.

    Deine Aussagen bzgl. B117 halte ich weiterhin für übertrieben; aber das schrieb ich ja bereits.

    Was es alles gibt...wurden Blumendienst und Tafelwischjobs auch lobend im Zeugnis erwähnt?

    Das muss ich nun auch noch kommentieren, denn ich habe das tatsächlich schon in einigen Zeugnissen gelesen, die uns SuS zur Bewerbung vorgelegt haben. Neben der Tätigkeit als Klassensprecher*in, Schülermediator*in u. a. wurde auch hin und wieder erwähnt, dass die SuS "Klassenbuchführer*in" waren ;).

    Das finde ich aber auch sehr hochtrabend von NRW, besonders bei dem immer leichter werdenden Abi. Ich kenne Klausuren auch nur von der Uni. In RLP waren das Klassenarbeiten, in der Oberstufe "Kursarbeiten".

    Siehst du mal, den Begriff "Kursarbeiten" kenne ich mal wieder gar nicht. Auch bei uns hieß es damals in der Oberstufe schon "Klausuren" und den Begriff verwenden viele meiner KuK auch in der BBS :).

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