Beiträge von Humblebee

    Enora : Dein Argument mit den hohen Mieten in der Großstadt kann ich nachvollziehen, aber gerade, wenn man in einer kleineren Stadt, am Stadtrand oder eben "auf dem platten Land" seinen Arbeitsplatz hat, bestünde doch die Möglichkeit, in die Nähe dieses Arbeitsplatzes zu ziehen?! Dass das viele nicht möchten, steht auf einem anderen Blatt.

    Ich sehe es ähnlich wie Kiggie.

    Für mich macht den Lehrerberuf der direkte Kontakt mit den SuS vor Ort aus. Wenn ich Lust auf einen Bürojob gehabt mit weniger direktem Menschenkontakt (häufig ja nur per Telefon) gehabt hätte, hätte ich mich nicht entschieden Lehrerin zu werden. Von daher wird m. M. n. unser Job nicht unattraktiver, nur weil wir keine Möglichkeit des Homeoffice haben. Natürlich hatte auch die Zeit des Homeschooling ihre Vorteile, aber ich war mehr als froh, als ich meine SuS wieder im Präsenzunterricht hatte.

    Die Flexibiltät finde ich im Lehrerberuf ebenfalls recht hoch; z. T. sogar höher als die einer Freundin, die - als Mitarbeiterin eines Großhandelsbetriebs - drei Monate im Homeoffice war. Sie musste bspw. täglich von 7:45 bis 16:30 Uhr telefonisch erreichbar sein; ich hingegen kann nach Schulschluss, der zumindest bei mir nie nach 15:10 Uhr liegt, hingehen, wo ich möchte, und muss für niemanden erreichbar sein.

    Dass man sich im Homeoffice den An- und Abfahrtsweg zur Arbeit spart, ist für mich kein Argument. Es zwingt einen ja niemand, so weit vom Arbeitsplatz entfernt zu wohnen (ob das nun die Schule oder das Büro ist). An meiner Schule unterrichten eine ganze Reihe von KuK, die am Schulort wohnen und mit dem Fahrrad zu Arbeit fahren oder sogar zu Fuß gehen können.

    Natürlich hat Homeoffice auch Vorteile, aber der Vergleich des Lehrerberufs mit dem eines Büroangestellten ist m. E. ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.

    Finger weg von Kombinationen mit Deutsch.

    Das ist alles Geschmackssache, denke ich. Ich habe gerade letzte Woche eine alte Studienfreundin von mir besucht. Sie ist absolut glücklich mit ihrer Kombination Wirtschaft und Deutsch an einer BBS (also Wirtschaft als berufliche Fachrichtung, Deutsch als Unterrichtsfach). Auch der Fachleiter Deutsch an meiner Schule geht total in seinem Unterrichtsfach auf.

    Ich hatte noch nie solch einen entspannten Schuljahresausklang. Da alle Klassen, die ich im letzten Schuljahr unterrichtet habe, spätestens Ende Juni gem. Erlass keinen Unterricht mehr hatten, musste ich in den letzten 2,5 Wochen vor Ferienbeginn nur noch selten, u. a. für die Zeugniskonferenzen und zur Zeugnisausgabe, in die Schule fahren. Die sonst üblichen Einschulungsveranstaltungen vor den Ferien sind ebenso ausgefallen wie seit Mitte März die allermeisten Konferenzen, Dienstbesprechungen und Teamsitzungen (ich hatte nur noch eine einzige Teamsitzung meines Bildungsgangsteams per Videochat).

    Die Zeit des Lockdowns habe ich insgesamt z. T. als ziemlich "entschleunigend" empfunden.

    Na ja, Niedersachsen will ja - wie Yubel schon schrieb - mit dem "eingeschränkten Regelbetrieb" starten und im überarbeiteten Hygieneplan steht nichts von einem Verbot von Partner- und Gruppenarbeit sondern lediglich, dass Abstände - wenn möglich - eingehalten weden sollen. Eine Maskenpflicht soll es demnach in den Klassenräumen nicht geben.

    dass Niedersachsen mit dem Szenario A (mit verändertem Rahmen-Hygieneplan "Corona Schule") starten möchte, wurde am Freitag nochmal bestätigt: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/akt…cht-191444.html.

    Enora: Wofür steht denn die Abkürzung "NL"?

    Richtig Yubel ! Meinen (vorläufigen) Stundenplan habe ich nun doch schon erhalten - "Änderungen vorbehalten", wie unser Stundenplaner schrieb - und werde mich dementsprechend vorbereiten, wobei ich Gruppenarbeiten wahrscheinlich erstmal außen vor lasse. Die Info, ob wir überhaupt Partner- und Gruppenarbeiten machen dürfen, und andere den Unterricht betreffende Mitteilungen werden wir wohl erst am Montag vor Schulstart - also heute in zwei Wochen - auf den dann angesetzten Dienstbesprechungen von der SL bekommen.

    Ich unterrichte am liebsten Englisch in zwei sehr unterschiedlichen Schulformen: zum einen in der Fachoberschule, weil die SuS, die dort "sitzen", schon etwas älter sind, wissen, was sie wollen und wozu sie diese Schulform besuchen (sprich: sie haben ein festes Ziel vor Augen), und dementsprechend motiviert dabei sind. Zum anderen unterichte ich gerne Englisch in den Sprachlernklassen, denn diese SuS sind meist mit Spaß und Freude bei der Sache (obwohl ich dort meist nur Anfängerenglisch unterrichten kann, weil sie nur wenige Vorkenntnisse haben) und ich erfahre immer wieder interessante Dinge über ihre Heimatländer.

    Auch ich gebe diese interessante Frage nochmal weiter!

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