Beiträge von Humblebee

    Nö, ich bin tatsächlich ganz ohne Handy groß geworden; ich gehöre nicht zur "Generation Head Down". Ach nee, warte mal, groß geworden bin ich doch eher nicht, ich bin ja nur 1,61 m...

    Ansonsten habe ich keine Lust mehr mit dir zu diskutieren, weil mir das ob deiner merkwürdigen (frustrierten?, desillusionierten?,...) Ansichten müßig erscheint. In deiner Ausdrucksweise erinnerst du mich immer stärker an die Lehrkräfte aus diesen alten "Die Lümmel von der ersten Bank"-Filmen, die um 1970 herum gedreht wurden. Kennste die?

    Durch soziale Medien tun sich leider auch neue Problemfelder auf, die den Lehrkräften immer schwieriger zugänglich sind.

    Wenn ein Kind in der Pause oder im Unterricht gemobbt wird, fällt das eher auf, als wenn es in einer Whatsapp-Gruppe schikaniert wird, von der die Lehrkraft u.U. gar nichts weiß. Cybermobbing ist sehr perfide und sicherlich eine der neuen Herausforderungen für Lehrkräfte.

    Auch muss man sich fragen, ob es in einer Gesellschaft wirklich keinen Einfluss auf den Nachwuchs hat, dass gewisse Hemmschwellen einfach fallen, z.B. wenn Rettungskräfte angegriffen werden oder Leute sich durch Gafferaufnahmen scheinbar Anerkennung verschaffen möchten, die sie sonst nicht mehr finden. Dazu kommt dann noch das ganze Migrationsthema (Personen mit anderen kulturellen Hintergründen und in einzelnen Fällen starken Traumatisierungen). Dass das alles ohne Folgen bleibt, würde ich mal stark anzweifeln.

    Niemand hat gesagt, dass das alles ohne Folgen bleibt. Ich habe nur gesagt, dass sich viele Dinge im Vergleich zu früher geändert haben und dass das eben die "modernen Zeiten" so mit sich bringen. Natürlich müssen wir als Lehrkräfte auf Veränderungen einstellen.

    Ich wurde übrigens als Kind auch oft geärgert (heute würde man das vermutlich als "Mobbing" bezeichnen), nicht in der Schule sondern auf dem Heimweg. Davon haben also meine Lehrer*innen auch nichts mitbekommen. Mitschüler*innen mit "Migrationshintergrund" hatte ich - nebenbei gesagt - auch schon Ende der 70er Jahre in der Grundschule.

    Ich will damit nichts beschönigen, aber dies einfach mal anmerken. Es gab tatsächlich auch damals schon gesellschaftliche Probleme, nur halt teilweise andere als heute.

    Puuh wie ärgerlich, noch mehr was nicht passt :autsch: Dann muss ich wohl ein neues suchen und das Arbeitsblatt entsprechend überarbeiten. Aber das würde wahrscheinlich mal wieder länger dauern, als selbst ein komplett neues zu basteln :schreien:

    Ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt hinzukriegen ist, weil es in den einzelnen Bundesländern so viele verschiedene Schulformen gibt (z. B. die "Werkrealschule" in Baden-Württemberg oder die "Mittelschule" in Bayern etc pp) und auch die Eingangsvoraussetzungen an den beruflichen Schulen (die ja auch wieder je nach BL unterschiedlich heißen: BK, BBS,...) so verschieden sind... :(

    Wie viele Jahrzehnte bist du schon dabei?


    Das soll jetzt keine Provokation sein. Das würde mich nur interessieren so zum Vergleich.

    Denn was er sagt, deckt sich mit dem, was ich schon von pensionierten Lehrkräften gehört habe.

    Meinst du mich? Fast zwei Jahrzehnte. Ich habe von November 2001 bis April 2003 mein Referendariat gemacht und bin seit August 2003 an meiner jetzigen Schule.

    Viele Pensionär*innen oder vor der Pension stehende Lehrkräfte an unserer Schule, mit denen ich gesprochen habe, sind nicht der Meinung von BaldPension, sondern sagen, dass es schon immer schwierige SuS gab und die Schülerleistungen und das Arbeits- und Sozialverhalten in den letzten Jahrzehnten nicht schlechter geworden sind. Klar gibt es auch (ehemalige) KuK, die das anders sehen, aber das sind nur wenige. Vielleicht liegt das aber auch an meiner Schulform?!? Keine Ahnung.

    By the way: natürlich haben sich Dinge verändert (stärkere Nutzung von Handys, sozialer Medien usw.), aber das ist m. E. halt der Lauf der Zeit!

    Wenn hier einige LehrerInnen den Beruf positiver beschreiben als ich, so bedenke, dass gerade Lehrerinnen oft nur sopradisch arbeiten, sozusagen als nicht schlechter Nebenverdienst mit allen sozialen Absicherungen ergänzend zum Gehalt des Ehepartners. Manche haben nur eine halbe Stelle oder weniger, pausieren für längere Zeit wenn sie mehrmals Mutter geworden sind...Da kann man Schule natürlich entspannter sehen.

    Ich sehe meinen Beruf definitv sehr viel positiver als du, aber weder arbeite ich "sporadisch" noch bin ich verheiratet (und könnte von dem Geld meines Ehemannes leben) oder Mutter oder betrachte meine Arbeit als "Nebenverdienst".

    Dir muss klar sein, dass der Anteil der Erziehung, zulasten des Fachunterrichts, einen immer größeren Raum eingenommen hat. In allen Schularten hat der Anteil der problematischen und verhaltensauffälligen Kinder zugenommen. Immer mehr Eltern vergessen die Erziehung und schieben sie in die Institutionen ab. Und wenn es im Unterricht Konflikte gibt, bist Du dann der alleinige Schuldige.

    Keine dieser vier Aussagen kann ich so bestätigen.

    Und kannst du mir bitte mal erklären, was du mit "verstrahlte Kinder durch Handysucht" meinst?

    Das tut m. E. hier beides gerade nichts zur Sache.

    EDIT: Ich hatte diesen Post schon geschrieben, bevor Mr. Jules seinen editiert hat! Ich meinte mit "tut beides nichts zur Sache", dass es m. E. egal ist, ob nun ein Arzt 10 oder 15 Jahre Aufbewahrungspflicht hat und ob eine Verbeamtung nun bis zum 40., 45. oder 50. Lebensjahr möglich ist (ich denke, dass die TE auf jeden Fall noch in diesen "Altersrahmen" fallen würde).

    Von der mir der Arzt aber leider nicht mal die Diagnose sagen wollte. Mit einem "Was ist schon normal?" kann ich nichts anfangen. Der hätte mir sagen müssen, ob das Burn out, Depressionen oder eine Angststörung sind.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ein Arzt dies nach so kurzer Zeit schon diagnostizieren kann.

    Und ansonsten würde ich dir ebenfalls raten, dringend den Arzt zu wechseln und ggf. eine Therapie zu machen. Und mach' dir bitte nicht die ganze Zeit Gedanken um deine Verbeamtung! Zunächst einmal gilt es, dein Studium erfolgreich zuende zu bringen und dein Referendariat zu meistern. Das kannst du nur, wenn du wirklich fit bist, physisch und psychisch.

    Oops, dieses Schaubild hatte ich mir gar nicht näher angesehen :rotwerd:!

    Ich muss aber jetzt, nachdem ich es angeschaut habe, sagen, dass es für Niedersachsen schon mal an diversen Stellen nicht passt:

    - Es wirkt so, als wenn alle Hauptschüler*innen, die nicht die HS10 besuchen, ins BVJ gehen würden; das BVJ ist aber bei uns nur für diejenigen vorgesehen, die gar keinen (Hauptschul-)Abschluss haben.

    - Davon abgesehen, gibt es das BVJ ab dem kommenden Schuljahr bei uns gar nicht mehr: es geht mit den Berufseinstiegsklassen (die für HS-Absolvent*innen mit schlechtem Abschluss gedacht waren) in der "Berufseinstiegsschule" (Klasse 1 und 2) auf.

    - Das BGJ gibt es bei uns schon seit ca. 10 Jahren nicht mehr.

    - Eine FOS13 gab es in Niedersachsen nie (nur FOS11 und 12), soweit ich weiß.

    - Aus einer (einjährigen) BFS kann man hier nicht direkt in eine Fachschule gehen (dazu benötigt man mind. einen Berufsabschluss aus einer zweijährigen berufsqualifizierenden BFS).

    usw.

    Alles in allem hält dieses Schaubild nicht, was sein Titel verspricht ;) .

    Ich kenne diese Schulform auch nicht, denn die gibt es in Niedersachsen definitv nicht. Aber ich verstehe jetzt nicht so ganz, wie du darauf kommst, dass man diese nach der Berufsfachschule besucht/besuchen soll? Davon steht in dem von dir verlinkten Wikipedia-Artikel doch gar nichts :gruebel:. Dort steht nur, dass Personen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können, die Berufsaufbauschule besuchen, um dort noch ihre "Fachschulreife" zu erwerben. Letztere scheint es - wenn ich mich nicht "vergooglet" habe - wohl nur in Bayern zu geben und sie stellt einen "besseren Realschulabschluss" dar, wenn man das so sagen kann (vielleicht vergleichbar mit dem "Erweiterten Sek.I-Abschluss" in Niedersachsen?). Evtl. können dahingehend die bayerischen User*innen noch Infos geben?!?

    Mir scheint, dass die Berufsaufbauschule wohl insbesondere ermöglichen soll, dass SuS anschließend die Fachhochschul- oder die allgemeine Hochschulreife durch den erfolgreichen Abschluss einer FOS oder eines BG erwerben können.

    In Niedersachsen ist es übrigens so, dass diejenigen, die einen Hauptschulabschluss oder den Sek.I-Hauptschulabschluss haben, mit dem erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung den Realschulabschluss erreichen. Hier wäre diese "Berufsaufbauschule" also quasi überflüssig.

    Das muss nicht so sein! Ein ehemaliger Referendar an unserer Schule, der das Ref. (leider) erst kurz vor dem zweiten Staatsexamen abgebrochen hat, arbeitet mittlerweile im Personalwesen eines großen Unternehmens. Eine gute Freundin von mir hat ihr Mathe-Studium nach zwei Jahren abgebrochen und dann eine Ausbildung zur Finanzbeamtin gemacht (sie hat nun seit Jahren eine höchst interessante Stelle bei der Steuerfahndung).

    Mach' dir bitte, bitte nicht zu viele Gedanken! Du bist doch noch so jung und hast noch viel Zeit, dich beruflich zu orientieren!

    Wie gesagt: ich denke, diese Angst vor einer Fehlentscheidung brauchst du wirklich nicht zu haben! Mach' dich doch nicht jetzt schon damit "vogelig"! Das Studienfach zu wechseln, ist m. E. überhaupt kein Problem. Gerade im letzten Jahr hat die Tochter unserer Nachbarin, die sich im Vorfeld auch recht unsicher war bei der Studienwahl und daher nach dem Abi erstmal ein FSJ gemacht hat, nach einem Semester ihr Fach gewechselt. Sie studiert seit vorletztem Jahr Lehramt Gymnasium und hatte mit Englisch und Politik angefangen, hat aber - nach bestandenen Tests - zum letztjährigen Sommersemester von Poltitk auf Sport gewechselt und ist nun sehr zufrieden damit.

    Zauberwald : Meine Mama hat auch gern Schwarzbrot mit Butter und Zucker gegessen. Und Brötchen mit Butterkäse und Erdbeermarmelade... Diese Geschmacksverirrungen habe ich zum Glück nicht geerbt ;) .

    Ich hatte meines Empfindens nach einige sehr laute, undisziplinierte Jungs in der Klasse, die mir negativ im Gedächtnis geblieben sind (Matthias, Ayhan,...) - die haben zwar nichts "Komisches" gemacht, aber ich fand ihr Verhalten einfach blöd. Außerdem war ulkigerweise der Neffe (!) meiner besten Freundin in unserer Klasse, der genauso alt ist wie wir (sie ist "Nachzüglerin" und hat zwei viel ältere Geschwister), was bei den Lehrerinnen immer Erstaunen ausgelöst hat :) .

    Komisch verhalten haben sich auch zwei Mädels (Sabine und ???), die scheinbar nie gelernt haben, ein Taschentuch zu benutzen und ständig die Nase hochgezogen haben :uebel:...

    Das ist eine interessante Frage, die ich nochmal weitergebe!

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