Durch soziale Medien tun sich leider auch neue Problemfelder auf, die den Lehrkräften immer schwieriger zugänglich sind.
Wenn ein Kind in der Pause oder im Unterricht gemobbt wird, fällt das eher auf, als wenn es in einer Whatsapp-Gruppe schikaniert wird, von der die Lehrkraft u.U. gar nichts weiß. Cybermobbing ist sehr perfide und sicherlich eine der neuen Herausforderungen für Lehrkräfte.
Auch muss man sich fragen, ob es in einer Gesellschaft wirklich keinen Einfluss auf den Nachwuchs hat, dass gewisse Hemmschwellen einfach fallen, z.B. wenn Rettungskräfte angegriffen werden oder Leute sich durch Gafferaufnahmen scheinbar Anerkennung verschaffen möchten, die sie sonst nicht mehr finden. Dazu kommt dann noch das ganze Migrationsthema (Personen mit anderen kulturellen Hintergründen und in einzelnen Fällen starken Traumatisierungen). Dass das alles ohne Folgen bleibt, würde ich mal stark anzweifeln.
Niemand hat gesagt, dass das alles ohne Folgen bleibt. Ich habe nur gesagt, dass sich viele Dinge im Vergleich zu früher geändert haben und dass das eben die "modernen Zeiten" so mit sich bringen. Natürlich müssen wir als Lehrkräfte auf Veränderungen einstellen.
Ich wurde übrigens als Kind auch oft geärgert (heute würde man das vermutlich als "Mobbing" bezeichnen), nicht in der Schule sondern auf dem Heimweg. Davon haben also meine Lehrer*innen auch nichts mitbekommen. Mitschüler*innen mit "Migrationshintergrund" hatte ich - nebenbei gesagt - auch schon Ende der 70er Jahre in der Grundschule.
Ich will damit nichts beschönigen, aber dies einfach mal anmerken. Es gab tatsächlich auch damals schon gesellschaftliche Probleme, nur halt teilweise andere als heute.