Beiträge von Marley

    Liebe Forengemeinschaft,


    eigentlich bin ich hier falsch, zumindestens auf dieser Seite, da bei mir eine Verbeamtung am Gericht ansteht, dennoch schreibe ich hier, weil mir in ausgiebigen Foren nicht weitergeholfen werden konnte.


    Folgendes Problem:
    Ich bin erfolgreich zum 01.09. am Oberlandesgericht angenommen worden, für den inneren Dienst. Ich bin Schwerbehindert mit einem GdB von 70%. Grund dafür liegt in einem 2013 erlittenen Schlaganfall.
    Hinzu kommt noch, dass vor fast 10 Jahren internistisch einiges Routinemäßig gemacht wurde (Darm- und Magenspiegelungen), also etwas was fast jeder schonmal machen musste. Der Blinddarm wurde mir auch entfernt.


    Nun zu meinem Problem:
    Das Gesundheitsamt soll meine Tauglichkeit für den Beruf testen, wie es jeder Beamte durchlaufen muss. Ich kann euch jetzt nicht sagen ob ich den Job wegen des GdB's bekommen habe, jedenfalls bin ich als Schwerbehinderter bekannt. Ich weiß auch rechtlich nicht, wie weit die Amtsärzte da gehen dürfen.
    Auskunft über das Urteil gab die Ärztin mir nie.


    Jedenfalls, im Zuge ihrer Untersuchungen wurde ein erhöhter Blutzucker bei mir festgestellt. Es ist zwar Diabetes in meiner Familie bekannt, jedoch sei dazu kurz gesagt:


    Der Termin der Untersuchung sollte von 12-15 Uhr gehen.
    Unter Berücksichtigung dieses Hintergrundes habe ich gegen 9 Uhr ausgiebig gefrühstückt und Tee mit Zucker getrunken. Des Weiteren erhöhen einige meiner Medikamente die ich einzunehmen habe den Blutzucker NACHWEISLICH.
    Die Amtsärztin schickte mich also zum Hausarzt und bat um einen oGTT (oraler Glucose Toleranz Test) bei dem am Anfang Blut abgenommen wird, und dann muss eine widerliche zuckerhaltige Lösung getrunken werden und nach 2 Stunden wird erneut Blut abgenommen. Dieser Wert soll einen Zucker von < 199 ergeben. Ich habe durch einen Quick-Test (ihr kennt diese Dinger: Ohr picken und dann in so ein nettes Gerätchen stecken) einen Zuckerwert von 167 Gehabt. Leicht erhöht, aber die Arzthelferin sagte mir, dass habe nichts zu sagen, da das venöse Blut anders ausfallen könnte: sowohl besser, als auch schlechter.


    Die Testergebnisse wurden am folge Tag von meiner Praxis direkt zum Gesundheitsamt geschickt.
    Wie sieht das nun aus? Ist eine Verbeamtung jetzt nicht mehr möglich, selbst wenn dieser Diabetes Test schlecht ausfällt? Ich denke mir die ganze Zeit, dass wenn der Test drastisch erhöht gewesen wäre, hätte die Amtsärztin sicherlich um eine Abklärung beim Facharzt gebeten, oder?


    Ist eine Verbeamtung durch Diabetes und einen alten Schlaganfall, der ausser Sensibilitätsstörungen nichts nach sich gezogen hat, gefährdet?


    Ich verstehe, dass ein Polizist mit Dienst an der Waffe wohl kaum an vorderster Front kämpfen darf, wenn er Gefahr läuft einen Zuckerschock zu erleiden?


    Ich schlafe seit Wochen nicht, da ich in meinem alten Beruf Berufsunfähig bin, und dieser Job - diese Möglichkeit - endlich wieder eine Chance wäre, in ein geregeltes Arbeitsleben zurückzukehren, insbesondere deshalb, weil ich eine Familie habe.


    Ich hoffe ihr wisst weiter


    Mit freundlichen Grüßen

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