Beiträge von Gruenfink

    Und dann wundern, wenn die Kollegen reihenweise psychisch erkranken ...

    Ich fürchte, da wundert sich inzwischen überhaupt niemand mehr.

    Wenngleich bei mir die Situation grundsätzlich anders ist als bei dir, bin ich aber doch genau den von dir beschriebenen Weg gegangen: Kündigung, A13z futsch.
    Anders wäre ich von meinem kommunalen Dienstherrn nicht weggekommen, no chance.
    Aber es ging eben einfach nicht mehr, diese Schule (RS) hat mich buchstäblich krank gemacht.

    Momentan stehe ich in Verhandlungen über eine befristete Stelle an einer staatlichen Mittelschule, die Entscheidung fällt kommende Woche.
    Ich möchte gerne weiter als Lehrer arbeiten, denn ich liebe meinen Beruf - aber nicht um jeden Preis.

    Hinzu kommt, dass ich einige Dinge hatte, die meine Kollegen nicht hatten:
    - LStKl 5
    - TZ
    - keine Kinder auf der Steuerkarte
    - keinen Ortszuschlag
    - statt dessen Spritkosten (täglich 45km einfach)
    - teure PKV

    Mein Gehalt war also ohnehin ein Witz, und die zu erwartende Pension wäre ebenso lächerlich.
    Da kommt man dann schon ins Grübeln, ob es das wert ist.

    Ich verstehe deine Wut/ deinen Frust.
    Aber überlege dir, was deine aktuelle Situation noch mit Leben, Lebensfreude und Lebensqualität zu tun hat.

    Alles Gute dir!
    LG
    Grünfink

    Ich verwende einen stabilen Alu-Rollkoffer nach der Art "Pilotenkoffer".

    Ich auch.
    Hat nur 19 Jahre gedauert, bis ich gemerkt habe, dass mir der Buckel von der einseitigen Belastung wehtut.
    Letztes Jahr September war dann endlich Schluss damit, hätte mir ja auch früher einfallen können...
    Der Rollkoffer ist einfach genial, hat allerdings den Nachteil, dass man dich lange vor deinem Erscheinen schon hört. ;)

    Ich habe aktuell nur Oberstufe, also klasse 11-13, bereite nur vor, schlafe, unterrichte, bereite wieder vor. "Nebenher" Haushalt und Familie...Und jeden Tag fühlt es sich falsch an. :( Sollte der Wechsel an eine andere Schulform nichts werden, schmeiß ichs vllt komplett hin.

    Es sollte nicht so klingen, als würde ich die Arbeit scheuen! Ich arbeite gern und bin sehr gern Lehrer aber wenn man sich falsch fühlt und dann die viele Arbeit sieht, kommen einfach zu viele negative Punkte zusammen. Leider.

    Hallo Exilbayer,

    ich bin völlig neu hier und hoffe, es stört dich nicht, wenn ich einfach mal meinen Kommentar da lasse.
    Ich verstehe dich aus tiefstem Herzen und habe deshalb zu Pfingsten meine Entlassung aus dem kommunalen Schuldienst (20 Jahre Realschule) beantragt.
    So eine Entscheidung fällt man freilich nicht über Nacht, das arbeitet schon seit etwa sechs Jahren in mir.
    Und kaum, dass die Entlassung rechtskräftig war, fühlte ich mich wie befreit.

    Dennoch lege ich Wert auf die Feststellung, dass ich meinen Beruf liebe und sehr gerne Lehrerin bin.
    Deshalb habe ich mich jetzt allen Ernstes für den Einsatz an einer staatlichen Mittelschule beworben - und bis jetzt sieht es so aus, als ob mein Plan aufgeht.
    Genaueres kann ich dir freilich erst erzählen, wenn nächste Woche alle Unterlagen bei der richtigen Stelle sind und ich zur Unterschrift gebeten werde.

    Ich will damit sagen - wenn sich deine Tätigkeit an deiner aktuellen Schule nicht richtig anfühlt, dann muss das nicht an dir liegen.
    Ein Schul(form)wechsel kann ungemein beflügeln, bietet er doch völlig neue Perspektiven und Ziele.
    Schlaf noch ein paar Nächte drüber, besprich dich mit deinem Mann... und dann überlege dir, ob es nicht endlich Zeit für Veränderungen ist.

    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!

    LG
    Grünfink

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