Beiträge von Russell

    Moinsen,


    meine Frau und ich sind beide an derselben Grundschule in Brandenburg als voll ausgebildete Lehrkräfte tätig, gehen mit 27 WS arbeiten und sind ebenfalls verbeamtet. Nun liegt unser erstes Kind nicht mehr in der Ferne und wenns soweit ist, muss meine Frau ja in Mutterschutz gehen und danach in Elternzeit. Wir haben uns bereits darauf geeinigt, dass 1 Jahr EZ ausreicht und ich keinen Anspruch erheben will. Soweit, so gut. Wie verhält es sich aber mit der Stelle meiner Frau? Sie würde ja übergangsmäßig mit einer Vertretung besetzt werden und sobald die Elternzeit rum ist, rückt sie ja wieder auf ihre alte Stelle oder?

    Nun ist es an unserer Schule so, dass aktuell auch eine Seiteneinsteigern in Elternzeit ist, die zum neuen Schuljahr wiederkommt. Sie studiert aktuell noch berufsbegleitend 2 Fächer nach und will dann auch ins Referat starten Also wäre sie frühestens 2024 komplett fertig und hätte erst dann dieselbe Fächerkombi wie meine Frau komplett. Vermutlich würde sie ja dann die Stelle meiner Frau besetzen. Kann dann meine Frau überhaupt wieder zu ihrer Stelle zurückkehren? Also hat sie ein Anrecht darauf oder müsste man sich schon nach einer neuen Stelle umsehen? Letzteres wäre natürlich wirklich schade, da sie die Schule liebt und die Kinder ihr echt zu Füßen liegen. :traenen: Ganz zu schweigen davon, dass wir gern am selben Ort arbeiten.


    Cheers!

    Ob du verheiratet bist oder nicht hat mit der Sache nichts zutun. Rein rechtlich stehst du nach dem Referendariat auf der Straße. Auch wenn dir das unfair vorkommt, weil der Seiteneinsteiger bleiben darf und es bei dir nicht sicher ist. Wenn der Seiteneinsteiger einen unbefristeten Vertrag hat, wäre es ihm gegenüber nicht fair wenn er gehen müsste weil ein "richtiger" Lehrer da ist. Mal abgesehen von den rechtlichen Implikationen.

    Das war ja nur die Antwort darauf, dass sich wegen der Liebe nichts verändern wird.
    Ist es nicht unfair, so auf der Straße zu stehen, obgleich ein fertig ausgebildeter Lehrer bereitstünde? Das ist für mich einfach nur realer Irrsinn. Lehrermangel und man merkt davon nichts. Seiteneinsteiger bleiben mit Kusshand, richtige Lehrer müssen weiter ziehen. Und dann fragt man sich, warum manche junge Lehrer an Existenzängsten leiden.

    Dir fehlt anscheinend die Erfahrung mit Arbeitsverträgen und auch Empathie für andere.


    Das würde ich an deiner Stelle ändern wollen.

    Empathie ist schon da, aber ich hab es satt, zwischen den Reihen zu tanzen. Es richtet sich auch nicht explizit gegen einen Menschen, der kann ja nichts dafür. Ich prangere vielmehr diese unausgegorene, unüberlegte Verfeuerung von Seiteneinsteigern an.


    Erfahrung mit den Arbeitsverträgen von Seiteneinsteigern habe ich per se' nicht, richtig.

    Aber wenn die Schule jetzt Bedarf hat?
    Eine Schule schreibt durchaus dann aus, wenn sie eine Stelle haben und sind froh um Besetzung. In einem Jahr dürften sie vielleicht gar nicht ausschreiben durch veränderte Schülerzahlen.


    Und wer sagt, dass du dein Examen schaffst und nicht wegen der Liebe oder einem anderen Grund auf einmal woanders hinwillst. Die Planbarkeit für die Schule ist damit auch nicht gegeben.

    Ich bin bereits verheiratet und dass das Examen in Brandenburg kein Hexenwerk mehr ist, hab ich mittlerweile auch gemerkt.
    Ich bin gespannt, wie es in nem Jahr aussieht.
    Die Schule hat sich ja einst auf mich verlassen, dass ich defnitv Englisch übernehme. Eine Ankündigung nach dem Motto "Wir brauchen dich doch nicht", stößt mir da schon ziemlich übel auf.

    @Kiggie danke, dass du das genauso siehst.


    Gut, dass wir als Lehramtsstudenten gleich ins Ref starten können. Wenigstens bleibt uns das noch.
    Die Seiteneinsteiger müssen sich ja erst „beweisen“ und erhalten dann erst ihre Zulassung zum ref. Zum Glück. Aber ich bezweifle, dass dort knallharte Bestenauslese herrscht.

    Das bestätigt mir nur mal wieder, was ein Lehramtsstudium eigentlich wert ist. Der Seiteneinsteiger studiert berufsbegleitend Deutsch, Math und Englisch. Jeweils ein Dreiviertel Jahr und immer nur ein Tag pro Woche. Wenn’s danach ginge, hätte ich auch irgendeinen nichtigen Mist studieren können, mich als Quereinsteiger beworben und mein Ref sogar noch vor dem echten Lehramtstudenten vollendet. Wozu dann die Mühe?

    Moin!
    Ich bin als Ref in Brandenburg tätig. Es handelt sich um eine Grundschule, an der ich seit 2 Jahren immer wieder im Vertretungsbudget gearbeitet habe. Ich habe das Studium Lehramt an Grundschulen bereits mit dem ersten Stex. abgeschlossen. Bislang hab ich eigentlich an keine Probleme über meine Weiterbeschäftigung an der Schule gemacht. Da wir ein kleines Kollegium sind verstehen wir uns alle prima. Die Direktorin hatte es dem Schulamt bereits gemeldet, dass ich weiterbeschäftigt werden möchte/sollte. Das Schulamt hat dies „zu 99% zugesichert“ (Wortlaut).
    Nun ist es so, dass an derselben Schule ein Seiteneinsteiger beschäftigt ist, der sein nachträglich Lehramts-Studium zugesichert bekommen hat und jetzt seine Wochenstunden unterrichtet und berufsbegleitend studiert.
    Unsere Schulleitung hat jetzt Angst, dass ich gar nicht im nächsten Jahr übernommen werden kann, weil der Seiteneinsteiger viele Stunden aufnimmt und mir somit nicht mehr soviel bleiben. Die Tatsache, dass ein Seiteneinsteiger angenommen wurde, bestätigt ja schon den Lehrermangel.


    Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Hat man als voll ausgebildete Lehrkraft eher ein Anrecht auf die Stelle, als jemand, dessen Lehrbefähigung noch in den Sternen steht (Referendariat muss er ja in 2 Jahren machen)? Ich glaube leider, dass es nicht so ist... hat jemand da vielleicht auch ähnliche Erfahrungen und kann mir aushelfen?
    Würde es Sinn machen, sich dahingehend mal beim Schulamt zu melden?


    VG

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