Wir hatten ja in fast allen Klassen mehrere ukrainische Kinder und Jugendliche. Anfangs blieben sie unter sich, noch letztes Jahr sprach mein Kollege und ich auf dem Wandertag Russischverbot aus (in unserer Klasse sprechen ca 10 Kinder russisch oder ukrainisch, die anderen halt nicht).
Dieses Jahr habe ich nichts mehr dergleichen bemerkt. Ca. 1/3 musste nach 3 bzw. 4 Jahren wegen mangelnden Leistungen das Gymnasium verlassen. Das waren oft die Schüler, die selbst und ihre Familien möglichst schnell wieder in die Heimat wollten, die wenig deutsch lernten. Ein paar sind umgezogen, weil die Mutter woanders Arbeit fand, der Rest ist noch da.
Ich habe einen in meinem LK Chemie, mündlich hervorragende Leistungen, schriftlich leider deutlich schlechter, ich denke aber, er wird nächstes Jahr das Abitur schon schaffen und hier dann studieren.
Bei einem 2. Schüler wusste und merkte ich es nicht einmal, bis ein Kollege, der ihn von Anfang an kennt, mich fragte.
Andere schwimmen mit, bringen ausreichende Leistungen.
Aber insgesamt merkt man schon ihre Zerrissenheit. Wir haben ja einen extrem hohen Anteil mit Kindern als Zweitsprache Deutsch, andere bemühen sich mehr, weil sie von Anfang an wissen, sie bleiben hier.