Beiträge von Kris24

    Haben wir alles in Baden-Württemberg (externe Zweitkorrektur des schriftlichen Abiturs völlig anonym, man sieht/weiß weder Schule, noch Name des Schülers noch Bewertung des Erstkorrekors). Erst der Drittkorrektor sieht beide Korrekturen. Und beim mündlichen Abitur hat in jeder Prüfung ein Kollege eines anderen Gymnasiums Prüfungsvorsitz, wählt aus mehreren Vorschlägen an Aufgaben eine aus. Absprachen über Themen sind also unmöglich.

    Trotzdem werden auch bei uns die Noten immer besser.

    (Ich habe allerdings 1988 ebenfalls schon ein sehr gutes Abitur absolviert, 20 % meiner Schule hatten in diesem Jahr einen Schnitt 1,5 und besser, Durchschnitt war 2,1.)

    Rechtfertigt das Gewalt? Wie wichtig ist dabei noch Demokratie? Also was, wenn die Mehrheit nicht zu radikalen Maßnahmen bereit ist? Zwingen? Erschießen?


    Steile These.

    Klimakatastrophe bringt jetzt schon mehr Menschen um (keine Gewalt, weil es alle tun?) 3 Tonnen wären aktuell noch für die Erde vertretbar. Ein Flug nach San Francisco sind 12, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.

    (Wir haben mündliches Abitur, ich muss jetzt ins Bett.)

    bitte Extremisten nicht verharmlosen.

    keine Ahnung was harmlose Maßnahmen sein sollen. Aber:

    • Bürokratie für Solaranlagen und kleinwindanlagen komplett abschaffen.
    • Dezentralisierung der Stromnetz und besonders der Betreiber.
    • Überkonsum bzw. schnelllebige Konsumgüter bekämpfen
    • Kernkraftwerke bauen
    • Stromnetze ausbauen
    • Forschung unterstützen
    • Leitzinsen auf 20% anheben oder Rückkehr zum Goldstandard, damit Kriege nicht mehr finanzierbar sind.

    Das war's jetzt mal aus der hohlen Hand

    Extremist bedeutet erst einmal außerhalb der Mitte. Und wenn die Mitte falsch handelt (in meiner Schulzeit war Rauchen, aber auch härtere Drogen angesagt, manche haben rechtzeitig aufhören können, manche leider nicht und sind jetzt tot, wir hatten gerade wieder ein Abitreffen, mir erschien es damals schon falsch und bewegte mich aus der Mitte). Gewalt lehne ich komplett ab, aber manche Widerständler im 3. Reich bewundere ich. Bonhoeffer Text dazu, hat mich beeindruckt und beeinflusst.)

    Ja, diese Maßnahmen sind alle gut und manchen bereits zu extrem. Nur reichen sie heutzutage nicht mehr (hätten vielleicht vor 15 Jahren gereicht).

    Ich habe jetzt Budgets von einer "harmlosen" Seite gesucht und folgende gefunden.

    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…areiche112.html

    Heute sind es noch 3 Tonnen (Durchschnitt bei Deutschen ist über 10, Chinesen produzieren ungefähr so viel). Also sind es bald nur noch 1 Tonne, wir müssen noch schneller reduzieren.

    1,5 Grad würde bedeuten, dass keiner der gefährlichen Kipppunkte fällt, 1,75 Grad, was aktuell angestrebt wird (siehe Text), vermutlich kein großer (für Korallenriffe vermutlich zu hoch). Aber auf Privatflüge verzichten, jetzt vor den Sommerferien? Das tun nur wenige freiwillig. Wir hatten diese Diskussion hier schon öfter (und ursprünglich ging es ja um Rechtsextremus).

    Kris24


    Aber was passiert, wenn nichts (großartig) von Seiten der Politik passiert bzw. nicht genug, um solche Hardliner zu befrieden?

    Ich sehe da schon deutliches Gewaltpotential. Das werden nicht alle dieser Personen einfach akzeptieren.

    Du akzeptierst es, wenn andere dich und deine Lebensgrundlage zerstören? Wer greift aktuell zu Gewalt? Ich behaupte, z. B. alle die in den Urlaub fliegen (das ist nicht lebensnotwendig).

    Mit Reaktionismus kommt man aber nicht weiter. Mir fallen viele Möglichkeiten ein, die nichts mit sinnlosen Straftaten zu tun haben. Der Zweck(welcher so eh nicht erreicht wird) heiligt nicht die Mittel.

    Und welche Maßnahmen schlägst du vor? (Für harmlose ist es 50 Jahre zu spät.) Wir haben fast alles erlaubte Kohlenstoffdioxid erzeugt.

    ich kann dir nicht verbieten Extremist zu sein. Ich finde es nur schade, wenn du deine Zeit damit verschwendest und dem Ziel schadest.

    Aber ich denke ich belasse es dabei, weil eine Diskussion mit Extremisten ist meist genauso fruchtbar, wie mit einem Baum.

    Extremist bedeutet auch, nicht Mainstream zu sein. Wenn alle in die falsche Richtung laufen, laufe ...

    Nein, ich weiß (inzwischen), dass es nicht rechtzeitig geändert wird, dass es schneller zu spät sein wird, als ich im Studium noch gelernt habe. Die großen Probleme kommen hoffentlich erst nach 2050, dann bin ich alt, vielleicht sogar schon tot. Also nicht mein (persönliches) Problem.

    Es gibt leider viele, die von drei bis fünf Jahren ausgehen. Neulich erst diese "Klima-Shakira" in ner Sendung gesehen, die das propagiert hat, und die ist eines, wenn nicht das prominenteste Gesicht dieser Organisation bzw. dort eine der führenden Persönlichkeiten.

    3 - 5 Jahre für einen relativ harmlosen Wechsel, der aber fast allen von uns zu heftig erscheint (und deshalb muss es jetzt deutlich gesagt werden), 10 Jahre für einen extremen Wechsel, danach haben wir es nicht mehr in der Hand.

    Wenn ich U40 wäre und Bescheid wüsste (was ich tue, bin aber Ü50), wäre ich auch verzweifelt.

    Ich mache da keinen Unterschied und finde das alles scheiße. Du kannst das von mir aus heftig finden. Weil das eine aber in den Medien als teilweise positiv dargestellt wird, macht es für mich trotzdem nicht weniger zu Extremismus. Den toleriere ich in keiner Form.

    Klimakleber wollen die Erde bewohnbar halten, sie setzen sich also für schwache (z. B Bewohner in Afrika oder Lateinamerika aber auch Arme in Europa) ein. Dass das gedankenlose Egoisten, die weder auf ihr Auto noch den Urlaubsflug verzichten wollen, stört, verstehe ich sogar. Ich bin dann doch lieber Extremist (für meine Mitmenschen und mich) als Zerstörer unseres Lebens.

    Ich finde diese Bewegung in ihrer bisherigen Radikalität mit dem Potential, was da in meinen Augen noch ist, sehr bedenklich. Nahezu alle Personen, dieser Gruppierung, die ich bisher in den Medien erlebt habe, haben ziemlich offensichtlich einen Sockenschuss mMn.

    Stell dir mal vor, du würdest ernsthaft glauben, wir hätten nur noch drei bis fünf Jahre, um zu Handeln, sonst gibt es hier die Apokalypse. Dass nicht wenige solcher Personen irgendwann zum Äußersten bereit sein werden, liegt m.E. auf der Hand.

    Nicht drei bis fünf Jahre, aber auch keine 30 Jahre mehr (und höchstens noch 10 Jahre für Änderung).

    (Wenn bestimmte Kipppunkte fallen (und manche fallen vermutlich bereits bei 2 Grad Celsius Erwärmung), ist keine Umkehr mehr möglich. Dann wird ein Großteil der Erde für Menschen unbewohnbar werden und wo gegen diese Menschen hin? Es wird unsere Gesellschaft zerstören. Auch Korallenriffe oder Regenwälder sind unrettbar verloren, wollen nur aktuell viele nicht hören und verteufeln die, die darauf hinweisen.)

    Habe ich nicht gemacht. Aber differenzieren muss man schon. Ich bin gegen jegliche Extremismus egal ob rechts, links, Antifa, Klimakleber oder sonst was. Ich unterhalte mich aber erstmal mit Leuten ohne (zumindest versuche ich es) Vorurteile und Schubladen. also natürlich nicht willkürlich auf der Straße sondern in der Schule. Da passiert aber wenn nur in Pausen, denn im Unterricht ist dafür meistens keine Zeit.

    "Klimakleber" und rechte Extremisten (linke sind aktuell nicht ganz so extrem) in einem Satz zu erwähnen, finde ich heftig (oder sehr naiv).

    Ich merke, dass ich ferienreif bin, wenn ich mich in der GLK dabei ertappe darüber nachzudenken, nur gaaaaanz kurz die Augen zuzumachen, weil das bestimmt niemand merken wird, solange ich weder vom Stuhl falle, noch schnarche. (Bin natürlich brav wach geblieben dank zwei Koffeintabletten am Morgen zum Frühstück. Kaffee reicht in dem Zustand nicht einmal annähernd aus..)

    Immerhin konntest du die Augen offen halten. Ich musste sie bei einer sehr guten Fortbildung in der letzten Woche alle 2 Minuten meine Augen gewaltsam ausreißen.

    (Ich habe mich anschließend bei den Kollegen entschuldigt mit schlechter Luft im Raum (nur Deckenfenster), da Raum in der Mitte des Gebäudes liegend (wer plant so etwas? ) und erhielt Bestätigung (es ging den anderen wohl ähnlich).)

    ABER: Ich bin auch erst im dritten Dienstjahr und meine (kurze) Erfahrung zeigt, dass ein Ortswechsel schon irgendwie klappt. Entweder durch Abordnung, durch Versetzung oder durch Bewerbung auf eine A14-Stelle andernorts.

    Innerhalb eines RPs (in Baden-Württemberg) klappt es irgendwann schon, bei Wechsel von einem unbeliebten zu einem beliebten RP mit einem Mangelfach wird es sehr, sehr schwierig.

    Ich merke, ich bin ferienreif, wenn ...

    ... ich mich nach einer Schulstunde über die vielen neuen Mails wundere und mir erst nach dem Aufrufen einfällt, dass ich in der Stunde zuvor mit meinen Kleinen Emails geübt habe und ihnen den Auftrag erteilt habe, mir eine Mail mit bestimmten Inhalten zu senden.

    (32 Schüler, manche mit 2 oder 3 Mails, weil sie bei der ersten Mail etwas vergessen haben, auch die Schüler sind ferienreif. Immerhin konnte ich anschließend über mich, aber auch über die Formulierung meiner Schüler herzhaft lachen.)

    Buschmann ist für mich wirklich kein seriöser Politiker, er muss "schreien", weil niemand ihn sonst beachtet. (Warum wohl?)

    Noch einmal, du schreibst Politiker und für die wichtigen (Kanzler, Außenministerin, Verteidigungsminister) stimmt es also nicht. Jetzt schreibst du piano, du widerspricht dir selbst. Was willst du? (Ich fand allerdings weder Roth noch Buschmann in deinem Link, erste Reihe der Politiker stellen sie sicher nicht).

    Und zu Talkshow, weißt du nicht, wie sie aufgebaut werden? Es geht wirklich nicht um Information, sondern um Unterhaltung. Konkret, wenn 98 von 100 Leuten einer Meinung sind und 2 anderer, werden je zwei eingeladen. (Es wäre ja langweilig, wenn alle derselben Meinung sind.) Und wenn man nur einen findet, erhält er doppelte Redenszeit oder wird sonst bevorzugt (darf an besserer Stelle reden z. B.) Und natürlich darf niemand ausführlich erklären, Schlagworte, die Widerspruch auslösen werden unterstützt, anderes wird unterbrochen. Du wirst also in Talkshows nur Schlagworte hören.

    Fachliche Experten tun sich das höchstens einmal an, Politiker müssen hin, wenn sie im Gespräch bleiben wollen, Dampfplauderer lieben es. Es geht hier nicht um Informationen, sondern um Einschaltquoten und im Gespräch bleiben.

    Schau dich lieber nochmal um, was unsere Politiker dazu so vom Stapel gelassen haben.

    https://www.merkur.de/politik/russla…l-92362392.html

    Lohnt sich vielleicht heute mal wieder bei Anne Will reinzuschauen, da dürften auch wieder einige lustige Aussagen kommen.

    Ich zitiere (aus deinem Artikel), ja, ich kannte alle Aussagen.


    "Das Auswärtige Amt beobachte die Lage sehr aufmerksam, teilte ein Sprecher von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mit. Für die im Ausland lebenden Bundesbürger habe man die Sicherheitshinweise am Vormittag angepasst. Dennoch hielten sich die Mitglieder der Ampel-Koalition mit einer endgültigen Einschätzung der Lage eher zurück.

    ...

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lässt sich nach Angaben eines Regierungssprechers zwar über die Entwicklung in Russland infolge des Aufstands der Söldnertruppe Wagner „laufend informieren“. Eine öffentliche Stellungnahme lehnte der Kanzler aber vorerst ab. „Die Lage bleibt ja recht dynamisch. Insofern beobachten wir das sehr genau und koordinieren uns auch mit unseren engsten Verbündeten“, sagte der Sprecher am Samstag in Berlin.

    ...

    Und auch aus Sicht von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) lassen sich mögliche Konsequenzen des bewaffneten Aufstands der Söldnerarmee Wagner in Russland für den Ukraine-Krieg derzeit kaum absehen. „Das lässt sich schwer abschätzen, zumal wir nicht wissen, wie instabil Russland werden wird und wer am Ende die Oberhand behält und wer sich mit wem zusammentut“, sagte er am Samstag laut der Nachrichtenagentur dpa."

    Ich finde das sehr zurückhaltend und verstehe deine Aussage noch weniger. Noch nicht einmal Merkur kann anderes berichten.

    Und Anne Wills Runde ist eine Talkshow, Betonung auf Show (im Gegensatz zur informativeren Phönixrunde z. B.)

    Oder meinst du Merkur seine Überschrift? Ja, deshalb hat diese Zeitung keinen guten Ruf (Okay, das Niveau ist ein wenig über der Bild.)

    Aber nein, du schreibst ja Politiker (aber davon lese und höre ich aus der aktuellen Regierung nichts dergleichen).

    Und was hat das mit der Einarbeitung in anderen Fächern, die du nicht machen möchtest (aber evtl. machen sollst) zu tun?!?

    Das Problem habe ich gerade. In Baden-Württemberg werden z. Z. jährlich keine 100 NwT-Kollegen mit ihrem Studium fertig, benötigt werden aber ca. 2000. Unser Lehrplan wird in keinem anderen Bundesland so angeboten, es kann nur an 4 Unis in Baden-Württemberg studiert werden. Ein (!) Kollege fühlt sich bei uns berufen, alle anderen sagen ehrlich, dass kann ich nicht.

    (Vor 2016 habe ich gerne NwT unterrichtet, leider hat sich das Fach bei uns sehr einseitig entwickelt. Bio- und Chemieanteile gibt es nicht mehr, Physik wenige.)

    Es wäre so, wenn ein Sprachlehrer ab morgen eine ihm fremde Programmiersprache unterrichten müsste (oder ein Englischlehrer Japanisch), sind doch alles Sprachen.

    Eine Einarbeitung würde mehrere Jahre Vollzeit kosten, wenn ich dafür vom Unterricht bei voller Bezahlung freigestellt würde, okay. (Bei uns steht das Fachliche im Vordergrund, nicht das Pädagogische. Um das mache ich mir keine Sorgen.)

    Es geht um die Zeit, nicht um den Willen.

Werbung