Beiträge von Kris24

    Citronensäure sollte aber nicht in dünnen Schläuchen (z. B. Kaffeeautomat) erhitzt werden. Calciumcitrat ist ebenfalls schwerlöslich und wenn es dumm läuft, hat man wieder Ablagerungen.

    (Sonst verwende ich immer (feste) Citronensäure und löse sie selbst in Wasser auf (günstiger als "flüssige Zitronensäure") nie Essig (zerstört z. B. Armaturen, Kunststoff usw. Grünspan (sehe ich oft an Armaturen) ist nicht "gesundheitsfördernd" (Thema in meinem Unterricht https://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/19_06.htm ).)

    Für Sek. II mag das so sein.

    Für Primarstufe (und Elementarstufe) ist das nichts. Da will ich ja gerade, dass die SuS auch direkt etwas am Board schreiben, verschieben, eben arbeiten können. Da sind Interaktive Whiteboards ("Smartboards") super.

    Noch einmal, es gibt auch interaktive Whiteboardtafeln, die zusätzlich mit Whiteboardmarkern beschrieben werden können (das ist für mich direkt schreiben). Wir finden es super, dass alle Möglichkeiten offen sind (nicht nur digital).

    Wir - ich zumindest - reden von interaktiven (digitalen!) Whiteboards. Da kommt kein Wasser, keine Feuchtigkeit dran, der Anschrieb wird durch einen Klick geschlossen (oder gelöscht, gespeichert, ...).

    Wir haben interaktive Whiteboardtafeln, ein paar Kollegen schreiben mit digitalen Stiften darauf, ein paar verwenden ihre Convertibles (mit entsprechenden Stiften), die meisten mit Whiteboardmarkern (erhalten von der Schule, also zulässig). Die lassen sich frisch mit etwas Kraft wegwischen oder später feucht mit Mikrofasertüchern. Dazu haben wir Blumensprayer. Ich sprühe leicht das Tuch ein (reicht locker), Unterstüfler halt direkt (eine Flasche) auf die Tafel.

    (Ich persönlich verwende alle 3 Methoden je nach Fach, Thema, Methode.)

    Das ist aber extrem selten, dass Vollzeit Kolleginnen nur 2 Stunden am Tag haben. Zumindest in der Grundschule ist das bei uns gar nicht möglich mit 28 Stunden.

    Und dann Tage mit >6 Stunden?

    Ich bin froh, dass bei uns eigentlich nie mehr als 6 Stunden pro Tag zugeordnet werden. Ansonsten würde man zumindest gefragt, ob das für einen Block mal ok ist.

    Ich hatte bei Vollzeit schon einmal 3 Tage und 2 Stunden (Montag bis Mittwoch je 8 Stunden und Donnerstag die ersten beiden, ich hatte also ab Donnerstag 9 Uhr Wochenende). Einen freien Tag hatte ich bei Vollzeit schon öfter, aktuell habe ich 2 Tage mit je 2 Stunden, die anderen Tage entsprechend mehr (Rekord waren mal 11 Stunden an einem Montag).

    Und da bei uns alles ab Klasse 5 auf Schienen liegt, lässt sich nach Stundenplanerstellung kaum etwas ändern.

    Defekte Tafeln sind übrigens eine ernstzunehmende Gefahrenquelle. Wäre ich der im verlinkten Artikel erwähnte Schulleiter, würde ich es mir gut überlegen, meinem Kollegium die Warn-Email vorzuenthalten.

    Tafeln, die am unteren Rand durch zu reichliche Wasserzufuhr aufquellen, habe ich übrigens schon zur Genüge gesehen.

    Mein 1. Lehrerjahr, 5. Klasse, die Schultafel fiel von der Wand. Zum Glück stand in dem Moment niemand an der Tafel. Das Ding ist richtig schwer.

    Aufgequollene Tafeln kenne ich auch, sah ich bisher nicht als so problematisch an. (Und Whiteboardtafeln könnten doch auch irgendwann rosten oder halten die nicht lange genug? Unsere Schüler nässen sie auf jeden Fall stärker ein als zu Kreidezeiten.)

    Ich kann euch in vielen Punkten zustimmen, jedoch:

    • kann man sich in arbeitsrechtliche, organisatorische, ... Sachen einlesen und einarbeiten. Das ist kein Hexenwerk.
    • macht es für Arbeiterkinder, die ohne finanzielle Hilfen durchs Referat kommen müssen, einen erheblichen Unterschied, ob man mit dem geringen Gehalt 12 oder 24 Monate überbrücken muss (insbesondere bei den aktuellen Lebenshaltungskosten). Für mich war das ein entscheidender Punkt und ich bin unter anderem deswegen aus der Großstadt weggezogen.

    Ich werde demnächst von Niedersachsen nach NRW wechseln und die Anrechnung meines 2. Staatsexamens bzw. des Referendariats verlief ohne Probleme oder enormen Aufwand.

    Ich bin vor knapp 30 Jahren direkt nach dem Referendariat von Baden-Württemberg nach NRW gewechselt, die Anerkennung war kein Problem, aber ...

    1. Klassenarbeit nach 4 Wochen, was ich muss 3 Arbeiten der SL zeigen? Die Drittelregelung kannte ich auch nicht und das größte Problem, ich hatte Noten erteilt, die es in NRW gar nicht gab (in Baden-Württemberg gibt es auch 2/3, im Referendariat die Note, die ich am häufigsten erteilt habe). Und das ging so weiter, es gab keinen Schulhausschlüssel, ich konnte nicht einfach Material für die Schule beschaffen, Eltern bei Fachkonferenzen, es war rechtlich alles anders.

    Das war mir als Neuling alles nicht bewusst. Und daher habe ich anfangs oft nicht nachgefragt oder alles gelesen. Irgendwann war ich völlig verunsichert (zum Glück hatte ich einen verständnisvollen stellvertretenden SL und liebe Kollegen (die sich über Regeln in Baden-Württemberg wunderten), wir haben dann viel gelacht.) Für mich war es aber auch aus rechtlichen Gründen eine Erleichterung nach 6 Jahren wieder nach Baden-Württemberg zu wechseln, da wusste ich Bescheid.

    Wenn ich so etwas lese, verschlägt es mir die Sprache. Wenn man ein Schulnetzwerk ordentlich aufsetzt, gibt es dort auch einen Server. Auf diesen Server kopiert man die jeweiligen Hörverstehensübungen/Software und kann diese anschließend von jedem Raum aus abrufen. Ich verstehe schon, dass das an vielen deutschen Schulen anders gehandhabt wird - vor allem dort, wo der Physik- und Techniklehrer die Räume vernetzen müssen und quasi nebenher das Schulnetzwerk am laufen halten. Oder es sich um Uraltgebäude handelt, wo der Schulträger seit Jahrzehnten nichts mehr investiert hat. Ein Armutszeugnis

    Wir haben tatsächlich ein wichtiges Chemieprogramm, dass sich nur auf C installieren lässt. Das lässt sich nicht auf dem Server installieren. (Firmen und Administratoren haben es immer wieder versucht und aufgegeben. Jetzt läuft es nur auf dem Rechner in der Chemiesammlung.)

    Andere Lehrermaterialien dürfen nur auf einem Gerät installiert sein, Schulversionen kosten viel mehr als 5 Kollegenlizenzen.

    Das Referendariat hat den Hintergrund, dass Beamte einen Vorbereitungsdienst leisten müssen. Inwieweit es einen auf das Lehrerleben vorbereitet, ist wahrscheinlich unterschiedlich. In manchen Fällen mag das der Fall sein, in anderen unterscheiden sich die Tätigkeiten und Prüfungsleistungen deutlich vom späteren Beruf. Zahlreiche Länder weltweit ohne Referendariat zeigen, dass es auch ohne geht. Insofern würde ich das Referendariat nicht überbewerten. Die Grundlagen des Berufs hat man hoffentlich im Studium gelernt.

    Für mich persönlich muss ich das auch verneinen. Was ich für meinen täglichen Unterricht benötige, habe ich zu mind. 80% im Refererendariat gelernt und nicht im Studium.

    Im Studium hatte ich 0 Stunden zu Pädagogik, Didaktik etc. Das lernte ich alles erst im Referendariat. Bei 3 Studenten auf Chemielehramt von 150 insgesamt gab es nichts extra. In Mathe war das Verhältnis etwas besser, aber allen war klar, das didaktische bzw. pädagogische kommt erst im Referendariat.

    Daher habe ich fast 2 komplette Diplomstudiengänge, dieselben Vorlesungen und Seminare wie Diplomanden. Nur einzelne Seminare wurden erlassen und ich habe von Anfang an auf Lehramt studiert (nix mit Quereinstieg etc.). Meine 1. Staatsexamensarbeit hätte auch Diplomarbeit sein können (derselbe Inhalt, derselbe Zeitraum).

    Plattenspieler, das ist genau der Unterschied, den du anscheinend nicht begreifst. Du hast eine andere Ausbildung.

    Ich fand gerade folgenden Artikel

    https://www.spiegel.de/lebenundlernen…g-a-957857.html

    Daraus zitiert

    "Das sind keine guten Nachrichten für angehende Lehrer: Rund 300.000 Menschen in lehrenden Berufen könnten 2030 arbeitslos sein. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gemeinsam durchgeführt haben."

    "Ein Grund dafür, dass Lehrer in Zukunft weniger nachgefragt würden, ist laut den Forschern die demografische Entwicklung. "Weniger Schüler brauchen weniger Lehrer", so einfach sei die Rechnung, meint Maier vom BIBB. Selbst wenn die Forscher weiterhin von einer hohen Zuwanderung ausgehen, würde diese nicht reichen, um den Geburtenrückgang auszugleichen. Auch die Kultusministerkonferenz geht davon aus, dass die Zahl aller Schüler bis 2025 um 1,6 Millionen sinken werde."

    (Okay, er stammt von 2014. :flieh:)

    Seit kurzem haben wir in jedem Raum Whiteboardtafeln, Beamer, jeder Kollege ein Convertible usw. OHP gibt es nur noch in der Chemie für Versuche, Kreidetafeln in den Kunsträumen.

    Ich erstelle gerade PPP, um mir zukünftig Tafelanschrieb zu ersparen (ich habe mir fest vorgenommen, sie jeder Klasse anzupassen, ich sehe die Gefahr. Andererseits habe ich früher in Kreidezeiten auch nicht jedes Mal den Unterricht völlig neu erfunden). Ich schätze die kleinen Pausen dadurch, gerade weil ich älter werde und nicht mehr 8 Stunden am Stück durchpowern möchte. QR-Codes und diverse Lernapps verschaffen mir ebenfalls kurze Pausen (in denen ich z. B. den nächsten Versuch aufbaue oder einfach Schüler beobachte).

    Bei uns ist es auf jeden Fall keine Frage des Alters, das war es vielleicht vor 20 Jahren. Ich habe von Anfang an, also seit knapp 30 Jahren wie meine Kollegen alle Zeugnisnoten im Computer eingeben müssen (kann mir also kaum vorstellen, dass es noch Kollegen gibt, die sich weigern). Alle Informationen gibt es nur noch digital, alle Diskussionen im Kollegium verlaufen in div. Lehrerchats (Fachschaften, Klassen usw.) Ich empfinde es als große zeitliche Erleichterung, schätze die Transparenz. Ich kenne niemanden egal welchen Alters, der sich komplett weigert. Und ja, ich habe Programme (Plickers z. B.) durch Referendare kennengelernt, sie schätzten in der Vergangenheit meine Erfahrung.

    Ich bezog mich auf das Eingangsposting. Da scheint es ja nicht ums Ref zu gehen, sondern um eine Entlassung aus einer Planstelle mit anschließend recht sicherer Neuverbeamtung (liest sich jedenfalls so).

    Wieso dann Nachzahlung bei Rente? Die Jahre sind für Pension verloren.

    Sorry, aber jetzt wird's wirklich lustig. Wir diskutieren hier nicht, dass ein bisschen mehr Fahrradfahren die Welt rettet. Akzeptiere einfach, dass es der Mehrheit deiner Mitmenschen schlichtweg am Arsch vorbei geht, dass unser Leben, so wie wir es jetzt kennen, in 20 Jahren nicht mehr sein wird. Das hat nichts mit Unwissenheit zu tun, sondern mit Desinteresse. Wirklich.

    Genau wie vor gut einem Jahr nur wenige sich vorstellen konnten, dass Russland wirklich in der Ukraine Krieg führt. Wird schon nicht so schlimm kommen ist eher die Meinung, denke ich, scheißegal nur von wenigen, aber die gibt es auch hier. Ich bin Ü50, mir kann es eigentlich egal sein (ich mag aber meine Neffen und Nichten und denen ist es nicht egal) . 20 Jahre wird es vielleicht noch gut gehen. Aber bisher trafen alle Warnungen früher ein als gedacht.

    (Und durch Corona ist mir das klar geworden. Früher hoffte ich noch auf ein umdenken im letzten Moment. Und ein bisschen Radfahren reicht tatsächlich nicht mehr.)

    Wieso schreibst du das jetzt? Ich bin mir sicher, dass hier allen klar ist, dass die Welt in 10 oder 20 Jahren eine andere sein wird. Die einen bedauern das, den anderen ist es wurscht.

    Damit niemand sagt, ich habe dies nicht gewusst (bin halt Lehrer und mir ist das Thema wichtig. Wichtiger als jedes andere Thema, weil alles andere folgt.)

    Wer glaubt das denn noch? Oder anders gefragt: Wie dumm muss man sein?!

    Ich fürchte, die Mehrheit ("etwas anpassen", andere Bäume anpflanzen, anderen Fisch essen (Dorade statt Hering).)

    Ich führe diese Diskussion jetzt über 30 Jahre (ca. seit 1990 Hauptstudium), ich wundere mich über die Unwissenheit meiner Mitmenschen (viele stellen sich das ganze Jahr Toskanaurlaub vor, ich werde ironisch.)

    Wer sich einfach über Kipppunkte informieren möchte (Tiefe fehlt)

    https://www.tagesschau.de/wissen/klima/w…ermung-101.html

    Und

    https://helmholtz-klima.de/aktuelles/welc…es-2-grad-ziels

    Daraus zitiert

    "Bereits bei einem Temperaturanstieg von nur 1,5 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts könnte ein Großteil der Korallenriffe im Meer sterben – um die 70 bis 90 Prozent. Noch schlimmer sähe das Korallensterben aus, wenn die Temperatur weiter, um bis zu 2 Grad steigt: Überleben würde dann voraussichtlich nur noch ein bis zwei Prozent der Tiere."

    Und

    "In den letzten Jahrzehnten hat der Eisverlust in Grönland stark zugenommen. Durch das Abschmelzen der Gletscher in den Ozean sinkt die Oberfläche des Eispanzers, der sich bisher in Höhen von bis zu 3500 Metern erhebt. In niedrigeren Lagen ist die Luft wärmer, sodass mit schwindender Höhe immer mehr Eis schmilzt. Auf Grönland liegen heute noch etwa 12 Prozent der gesamten Eismasse der Erde. Würde es komplett abschmelzen, käme es zu einem Meeresspiegelanstieg von etwa 7 Metern, der verstärkt auf der Südhalbkugel zu spüren wäre. Forscher:innen gehen davon aus, dass der grönländische Eisschild bereits ab einer globalen Temperaturerhöhung von 1,9 Grad Celsius langfristig, aber unumkehrbar abschmelzen wird."

    Das heißt, 2 Grad Erwärmung sind zuviel (Hervorhebung durch mich).

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