Beiträge von Kris24

    Ich bin seit Weihnachten in den USA. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich hier irgendjemand um irgendeine Variante schert. Selbsttests kosten 10 Dollar aufwärts, die kauft kaum jemand.

    Und was sagt uns dies? Covid-19 gibt es nicht?

    Das wundert mich nicht. Viele sind nicht versichert, solange man nicht selbst ins Krankenhaus muss, interessiert es wenige und man verdrängt alles. Und du triffst vermutlich eher junge, zumindest gesunde Menschen. Und auch hier kriegt man wenig mit (und liest überrascht von Überlastung des örtlichen Krankenhaus).

    (Viele glauben in den USA sogar, dass man selbst an Erkrankung schuld ist, weil man Gott verärgert hat (Impfung pfuscht Gott ins Handwerk), solange man also genug glaubt, ist man safe. Da lebe ich doch lieber in Deutschland.)

    Übrigens kann man vor Ort sein und nichts mitbekommen. Ich war zum Höhepunkt von Solidarnosc in Gdingen/Danzig. Meine Austauschpartner zeigte mir z. B. das täglich errichtete Kreuz aus Blumen (Solidaritätszeichen), wir mussten über Hinterhöfe. Erst später erfuhr ich, dass 10 Minuten später alle vor Ort verhaftet wurden, meine Mutter verging vor Angst, sah mich vermutlich im Fernsehen. Ich habe damals wenig verstanden. Bekannte haben den Tsunami in Thailand verschlafen.

    naja WHO ist auch besorgt. In den USA füllen sich die Krankenhäuser (die Variante ist nicht gefährlicher, aber viel ansteckender und erzeugt dadurch viele Fälle für das Krankenhaus), Lauterbach hofft daher, dass die Welle jetzt ausbleibt und erst später kommt (unsere Krankenhäuser sind bereits ausgelastet).

    Aber wer keine Argumente hat, wird beleidigend (und daher von mir nicht ernst genommen s3g4).

    Bei uns werden Tests auch nur in seltenen Ausnahmefällen bezahlt.

    Grotesk:

    Das einflussreiche Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, hatte zu einer Waffenruhe in der Ukraine während der orthodoxen Weihnachtsfeier aufgerufen, damit Gläubige die Messen besuchen könnten.

    Putin ordnet Feuerpause an.

    Die Ukraine lehne eine Waffenruhe unter russischer Besatzung ab.

    Vermutlich nicht ohne Hintergedanken, ab morgen wird es kalt, ideal für ukrainisches Vorrücken (Schlamm gefriert), zumal die russische Seite auf Nachschub und neue Soldaten wartet. (Für Putin also wichtig nach innen, die bösen gottlisen Ukrainer ...)

    Für die evangelischen und katholischen Ukrainer (fast die Hälfte) war dies vor 2 Wochen nicht möglich.

    Grotesk:

    Das einflussreiche Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, hatte zu einer Waffenruhe in der Ukraine während der orthodoxen Weihnachtsfeier aufgerufen, damit Gläubige die Messen besuchen könnten.

    Putin ordnet Feuerpause an.

    Die Ukraine lehne eine Waffenruhe unter russischer Besatzung ab.

    Du weißt warum?

    Insofern war Lehramt nur zweite Wahl?

    Letztendlich kann aber deine Dienstherrin nicht auf alle Aspekte Rücksicht nehmen. Wenn also gymnasiale Chemielehrerinnen über wären, man aber mehr Kolleginnen bräuchte, die naturwissenschaftliche Aspekte an Förderschulen präsentieren, wärst du vor allem Lehrerin.

    Ja.

    Ich schrieb bereits, ich würde vom 1. Tag nach Alternativen umschauen und bis dahin (genau wie du immer schreibst, vielleicht hast du deswegen so wenig Probleme an einer Förderschule zu unterrichten) nur Dienst nach Vorschrift zu unterrichten.

    Und ich habe 6 Jahre an einer integrierten Gesamtschule auch mit Kindern mit zusätzlichem Förderbedarf unterrichtet, ich weiß, wovon ich spreche.

    Aber mit Mangelfächern und A14 scheine ich, wie hier gelernt, aktuell safe zu sein. Und auch vorher war ich bei Abordnung an ein anderes Gymnasium nie im Gespräch. Manchmal zahlt es sich aus, etwas zusätzlich für seine Schule zu leisten.

    Alles Quereinsteigerinnen? Interessant.

    Nö. Ich wollte Chemie studieren, aber damals war Forschung und Uni sehr frauenfreundlich und ich bin nicht der Typ, dauernd zu kämpfen. "Vitamin B" fehlte mir auch (die paar Frauen in meinem Alter, die es geschafft haben, hatten alle Väter an bestimmten Stellen in großen chemischen Betrieben).

    Ich bin froh, dass sich das inzwischen etwas geändert hat.

    Meine (Fremd)Sprachkollegen überlegten, was sie mit ihrem Fach sinnvolles machen können. Für Lateinkollegen z. B. gibt es nicht so viele Alternativen. Und was macht jemand mit Geschichte, um Geld zu verdienen? Viele haben zum Schuldienst keine Alternative. (Es hat schon seinen Grund, warum manche Fächer nicht vom Lehrermangel betroffen sind.)

    Aber du behauptest wieder einfach etwas, ohne Ahnung zu haben (bzw. stellst dich bewusst blöd). Langsam überlege ich, ob ich nicht für dich dein Lieblingswort P... verwende, wird mir zu blöd.

    Ich habe ja Mathe wegen besseren Einstellungschancen gewählt und wurde dann immer wegen Chemie genommen ^^

    Leider ist noch viel Spekulation im Spiel. Meine Gedanken dazu

    Mathe ist Hauptfach, aber in den nächsten 10 Jahren werden noch nicht viele pensioniert. (Dann erst kommen die großen Jahrgänge dran.) Und Lehrermangel gibt es kaum (allerdings haben unsere Mathereferendare alle etwas bekommen, hatten aber auch gute Noten, mit Informatik hatten wir noch keinen).

    Informatik wird aktuell meist fachfremd unterrichtet (ein ausgebildeter Kollege für Basiskurse reicht).

    IMP (Hauptfach Informatik, Mathematik und Physik statt 3. Fremdsprache) gibt es nur an wenigen Schulen und wird bis jetzt wenig gewählt.

    Kommt irgendwann doch wieder G9? (Baden-Württemberg bleibt bis jetzt ja bei G8.)

    Käme für dich noch NwT (auch Hauptfach statt 3. Fremdsprache) in Frage? Wir haben auch keinen ausgebildeten NwT-Kollegen, es wird von deutlich mehr Schülern gewählt, es studieren inzwischen aber einige.

    Für den falschen Gebrauch von Gleichheitszeichen gibt es bei mir in jeder Arbeit Punktabzug. Egal, was die Aufgabe war. Das müssen alle Schüler spätestens ab Klasse 5 beherrschen.

    Bei mir auch. (Bei der 1. Arbeit pauschal, ab der 2. jedes Mal einen halben Punkt, ab Klasse 6 ohne Höchstgrenze.)

    Folge, ein Schüler hat in der jetzigen Arbeit alle = weggelassen, gibt auch Punktabzug (hatte ich vorher sogar angekündigt).

    Wenn die Erfüllungsskala zwischen Klasse 10 (langweilig) und Klasse 12 (ich blühe auf) liegt, dann kann es mit dem fachlichen Anspruch doch nicht so weit her sein. Oooder du erkennst einfach an, dass es in keiner Schulform um fachliche Höchstleistungen geht, sondern darum, Grundlagen zu vermitteln? Das hat auch nichts mit Pädagogik und Psychologie zu tun, sondern mit Didaktik. Und die hast du hoffentlich im Studium oder spätestens Ref gelernt, sonst würden die SuS in deinem Unterricht ja trotz und nicht wegen deiner Vermittlungsbemühungen lernen.

    Keine Ahnung, was die PH in Baden-Württemberg vor 30 Jahren gelehrt hat. Es ist aber auch egal, weil du eben nicht ganz wertneutral einen Einzelfall beschreibst, sondern immer wieder betonst, dass du Realschulkolleg*innen generell für bessere Erzieher*innen hältst. Das fand ich ärgerlich.

    Mich hat mal eine Förderschülerin gefragt, warum ich nicht Realschullehrerin geworden bin, ob es nur für Lernförderschule gereicht hätte. Fand ich damals und aus ihrem Munde noch niedlich, aber ich beginne zu vermuten, sie ist nicht die einzige, die sich fragt. :P Aber ehrlicherweise muss ich zugeben, für Sonderschule reicht das Hiphopabitur. Und ich bin tatsächlich zufrieden mit meinen Hanseln und meinen Kollegen, wollte nicht unbedingt tauschen. Aber ich würde jede Abordnung annehmen und mich über eine Herausforderung freuen, auch an jeder erdenklichen Schulart. Aber das muss natürlich niemand teilen.

    Ich unterrichte übrigens sehr gerne Klasse 10 Chemie (organische Chemie ist mein Lieblingsthemenbereich), unterstelle mir bitte nicht Dinge, die ich sicher nicht geschrieben habe. (Danke, dass du mich komplett zitiert hast, aber ich verstehe wirklich nicht, wie du darauf kommst?)

    Und ja, im LK laufe ich zur Hochform auf. Da machen mir die Stunden einfach Spaß, da ist es selbst Vorbereitung keine Arbeit für mich. Warum ist das schlecht?

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