Kathie
Ich hatte einmal Covid-19, meine nichtmaskentragenden Kollegen mindestens dreimal (manche bereits sechsmal und mehr, wir haben neulich mal im Spaß durchgezählt). Inzwischen ist einigen aufgefallen, dass ich und zwei weitere Maskentragende auch sonst nie krank ausfallen (ich habe in den letzten 3 Jahren genau die eine Woche gefehlt, ich hatte noch nicht einmal Schnupfen und dachte im letzten Winter mehrfach, wie schön es ist, nachts richtig schlafen zu können), einige meiner Kollegen sind fast dauerkrank (jeden Monat Ausfall von mehr als einer Woche wegen Covid-19 (mit Symptomen), Grippe etc.) Deren Immunsystem möchte ich fast doppelt so alt nicht haben. Vor Corona fiel uns kein Unterschied auf.
Meine Covid-19 Symptome traten übrigens genau 3 Tage und drei Stunden nach einem Chemieversuch in einer Klasse auf, bei dem ich aus Sicherheitsgründen ca. 10 Minuten die Maske abnahm. (Und ich würde es bei bestimmten Versuchen wieder tun, ich wäge ab.) Hin und wieder tue ich es nämlich auch, manchmal auch aus "schönen Gründen", ich besuche z. B. Restaurants. Aber ich halte mich seit 2 Jahren an den Spruch von einem Virologen, man kann nicht verhindern, irgendwann mit Covid-19 infiziert zu werden (bei uns mit Kurssystem ab Klasse 5 im Brennpunktbereich haben und hatten wir immer extrem viele Infektionen und FFP2-Maske hilft nicht 100 %), aber versuchen, jede einzelne zu verhindern. Ich vergleiche es für mich mit dem Sicherheitsgurt, er hilft auch nicht 100 %, aber oft genug. Und er hilft manchmal, dass ich bei einem Unfall nicht ganz so schwer verletzt werde.
Mich stört FFP2-Maske zu tragen allerdings nicht sehr (eher übergriffige Kommentare meiner Mitmenschen dazu, da denke ich mir mein Teil), aber gerade nach einer (schweren) Infektion muss das Immunsystem sich erst wieder erholen (und deshalb habe ich sie im Anschluss noch bewusster getragen, hilft noch besser gegen Grippe). Und bereits bei dieser einen hatten meine Nieren Probleme. Dialyse etc. würden mich viel mehr einschränken. In meinem engsten Bekanntenkreis gibt es mehrere, die bis heute nach Covid-19 eingeschränkt sind. Mein Schwager z. B. hatte nach der 3. Impfung die 2. Infektion (erste verlief harmlos, vielleicht weil er Maske getragen hat und nur ein paar Viren abbekam). Seit über einem Jahr hat er nur noch halbe Lungenleistung.
Mir ist seit langem egal, was andere tun (solange sie mich nicht voll jammern), ich freue mich, wenn jemand mit Erkältung etc. eine vorsorglich trägt, aber ich werde sie, wenn ich es für hilfreich erachte, tragen, weil sie mich schützt. Mag sein, dass mich meine Infektion genau gegen diese eine Untervariante schützt, es gibt aber inzwischen auch Informationen, dass man vor allem gegen die Variante geschützt sei, mit der man zuerst Kontakt hatte. Deshalb sei eine Impfstoffanpassung an neue Varianten auch nicht so wirksam wie ursprünglich erhofft.