Beiträge von Kris24

    Ich wäre froh, ich hätte mal nur 2 Hohlstunden. Ja, es ist völlig normal, in der Mitte eines Schultages frei zu haben (und evtl. für eine Vertretung einspringen zu müssen) oder meistens herumzusitzen (bzw. ich korrigiere oder bereite Unterricht vor).

    Da bei uns extrem viel gekoppelt ist, hatte ich auch schon einmal 16 Hohlstunden (bei 25 Deputatsstunden).

    Nachdem es in dem Thread um die Ferienreife geht (über die Suchfunktion findest du diverse Threads zum Workload oder auch zur Arbeitszufriedenheit oder kannst alternativ einen neuen Thread zu diesem Thema erstellen): Mein Workload ist gerade noch zu hoch, da erst nächsten Mittwoch bei uns der letzte Schultag ist, aber jetzt in den letzten Tagen natürlich deutlich entspannter bereits, als bis zur Notenabgabe. Meine Ferienreife nimmt jedenfalls gerade täglich spürbar zu. :schlafen:

    Wir haben aktuell Projektwoche, außerdem müssen mehrere Räume inkl. Chemie ausgeräumt werden wg. Renovierung. Ich bin also jeden Tag bis zu 14 Stunden an der Schule (heute konnte ich nicht mehr und bin nach 10 Stunden heim, mit der Folge morgen am Samstag in die Schule zu müssen). Ich bin aber froh, dass endlich renoviert wird. Ich werde sehr ferienreif sein (und hoffe auf besseres Wetter).

    Bei uns gibt es nach den Ausschreibungen Anfang des Jahres noch das Listenverfahren ab Juni und da erhält man alle Stellen besetzt, aber leider nicht das, was man sich wünscht. Konkret haben wir viel zu viele Fremdsprachkollegen, aber auch Bio und bekamen jetzt noch zwei Kollegen mit genau dieser Kombination, alle Stellen besetzt, aber leider nicht mit Mathe. Folge, ich werde in den nächsten Jahren kaum noch mein Lieblingsfach Chemie unterrichten können, weil meine Chemiekollegen nicht ihr 2. Fach Fremdsprache bzw. Bio unterrichten können und Chemie unterrichten müssen. Folge, alle unterrichten nur noch ein Fach, alle sind unglücklich, weil dies ausgerechnet nicht ihr Lieblingsfach ist (die SL weiß dies und kann nichts ändern), aber alle Stellen sind besetzt. Noch fällt bei uns kein Unterricht aus.

    Ja, ich weiß. Aufgewachsen und ausgebildet bin ich aber in Bayern (war ich damals froh drum, die Cousinen in B-W hatten damals noch Samstagsunterricht). Wir haben es in BY sogar mal geschafft, dass der 1. August der letzte Schultag war.

    Es gibt immer noch vierzehntägig Samstagunterricht in Baden-Württemberg, sieht man am Ferienplan (nur kann jede Schule bzw. Schulkonferenz entscheiden, ob Unterricht stattfindet oder nicht und die allermeisten haben sich dagegen entschieden) und ich hatte auch schon Anfang August noch Schule in Baden-Württemberg (ist ca. 15 Jahre her, Ferien begannen am 2. oder 3. August), es gab ein Riesenkuddelmuddel, weil 4 Kollegen an unserem kleinen Gymnasium zum 31. Juli in Pension gehen mussten und nicht ihre Klassen am letzten Tag verabschieden konnten (einer wollte unbedingt, es wurde ihm von oben verboten).

    Ganz allgemein gesprochen bereichern Kinder das Leben. Klar, man kann stattdessen auch jedes Jahr nach Bali in den Urlaub oder eine Katzenzucht aufmachen. Aber für wen machen wir den ganzen Quatsch sonst? Für den Lehrerberuf ist das Elternsein ganz sicher auch eine Bereicherung, wenn man so einen Strategen zuhause sitzen hat. Das ist hilfreicher als jedes erziehungswissenschaftliche Seminar und Spaß macht es (meistens) auch.

    Let's agree to disagree.

    Es gibt so verschiedene Schüler. Wie viele eigene Kinder benötigst du, um für jede Schülerpersönlichkeit gewappnet zu sein, um ein erzieherisches Seminar zu ersetzen? Und was machst du, wenn deine eigenen Kinder unproblematisch sind? Oder erziehst du bewusst verkorkste Kinder, um auf (manche) Schüler vorbereitet zu sein?

    Das ist die blödeste Behauptung, die ich (tatsächlich einmal (!) in 30 Jahren) von einer Mutter gehört habe.

    Ok, kann natürlich sein, dass die einfach nur umgestiegen sind. War auf jeden Fall voll.

    Aber interessant, dass Deutsche keinen Schulplatz in der Schweiz kriegen - umgekehrt aber schon?

    Ja (und es sorgt manchmal für viele Diskussionen, wenn dann deutsche Schüler abgewiesen werden müssen, angeblich gilt nur die Entfernung).

    Wenn es Jugendliche sind, steigen die am Badischen Bahnhof auf den Regionalverkehr nach Weil und Lörrach um. Der Badische Bahnhof ist deutsches Staatsgebiet.

    Stimmt, auch unsere Schüler müssen teilweise über die Schweiz zu unserer Schule fahren. Sie wohnen also in Deutschland, besuchen eine deutsche Schule und steigen in der Schweiz (hier nicht deutsches Staatsgebiet) um. Und dann gibt es noch Büsingen (ein deutsches Dorf umgeben von der Schweiz) . Wer wie Maylin85 nicht Bescheid weiß, zieht falsche Schlüsse.

    Ich kenne allerdings ein deutsches Kind, dass bei uns sitzen blieb und jetzt eine Schweizer Schule besucht und zumindest zu Beginn hier noch wohnte. Es ist aber der einzige mir gut bekannte Fall.

    Allein im 2022 haben sich ca. 9000 Deutsche in der Schweiz einbürgern lassen, es waren noch nie so viele. So schlecht kann's hier nicht sein.

    Ich kenne auch ein paar (alles Frauen, die einen Schweizer Mann geheiratet haben) und umgekehrt (Schweizer Frauen, die die deutsche Staatsbürgerschaft wollten, weil sie einen deutschen Mann geheiratet haben). Seltsamerweise kenne ich keinen Mann, der die Staatsbürgerschaft seiner Frau annahm.

    Falls es falsch hierüber kam, ich kann dich schon verstehen, du lebst jetzt schon einige Jahre in der Schweiz und fühlst dich wohl. Mich haben hier andere Kommentare getriggert, auch wenn ich auf deinen geantwortet habe.

    Es pendeln aber auch nicht wenige Schüler in die andere Richtung über die Grenze, oder täuscht der Eindruck? Ich bin früher häufiger Montag morgens mit der Bahn von deutscher Seite nach Basel zum ICE gefahren und die Bahnen waren frühmorgens so krass voll mit Schülern, dass man teilweise gar nicht mehr rein kam und die nächste nehmen musste.

    Ich habe hier (nicht Basel) anderes gehört, weiß es aber nicht genau und lasse daher die Spekulationen. In meiner Heimatstadt (ebenfalls Grenzstadt) ist es definitiv nicht so lt. Medien.

    Was war für deine Schwester (oder für dich) negativ entscheidend? Rein aus Neugier.

    Ich habe vorher überlegt, ob ich es schreiben soll und mich dagegen entschieden.

    Ergänzung

    Ich spreche übrigens nur über die deutschsprachige Schweiz, der französisch sprechende Teil soll anders sein (kenne ich aber nicht außer der sehr lieben Schwester meines Stiefvaters (und ihre Familie), die seit über 70 Jahren dort wohnt).

    Ach... Das ist übrigens der eigentliche Grund, warum wir hier sind. Es hätte damals genau so gut Österreich werden können. Genau gleich ging es bei meinen beiden Kommilitonen, die schlussendlich auch in der Region Basel gelandet sind.

    Ich denke nicht, dass die (Schweizer) Berge von mir weiter entfernt sind als von dir. Ich sehe sie täglich und fahre auch gerne hin zum Wandern. Aber dort wohnen... (wenn, dann käme für mich übrigens auch nur Basel in Betracht) möchte ich nicht.

    An alle

    Gerade weil ich die Schweiz seit langem und sehr viele Schweizer sehr gut kenne, wohne ich lieber hier auf der anderen Seite der Grenze. Meine Schwester hat einige Jahre in der Schweiz gearbeitet und sagt nie mehr (ich habe nur während des Studiums dort gejobt und das klar wegen des Geldes). Manches sieht aus der Ferne schöner aus. Meine Schule besuchen übrigens einige Schweizer (übrigens auch einer, der zuvor das Langzeitgymnasium in Zürich besucht hat, er schwärmt von unserer Schule, von der Vielfalt der Unterrichtsmethoden). Klar, wer in der Schweiz glücklich ist, wird kaum hierher ziehen, wird kaum täglich zweimal 30 und mehr km Zug fahren, um hier die Schule zu besuchen. Aber wie heißt es so schön, Nachbars Kirschen schmecken immer besser.

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