Beiträge von Kris24

    Das Referendariat hat den Hintergrund, dass Beamte einen Vorbereitungsdienst leisten müssen. Inwieweit es einen auf das Lehrerleben vorbereitet, ist wahrscheinlich unterschiedlich. In manchen Fällen mag das der Fall sein, in anderen unterscheiden sich die Tätigkeiten und Prüfungsleistungen deutlich vom späteren Beruf. Zahlreiche Länder weltweit ohne Referendariat zeigen, dass es auch ohne geht. Insofern würde ich das Referendariat nicht überbewerten. Die Grundlagen des Berufs hat man hoffentlich im Studium gelernt.

    Für mich persönlich muss ich das auch verneinen. Was ich für meinen täglichen Unterricht benötige, habe ich zu mind. 80% im Refererendariat gelernt und nicht im Studium.

    Im Studium hatte ich 0 Stunden zu Pädagogik, Didaktik etc. Das lernte ich alles erst im Referendariat. Bei 3 Studenten auf Chemielehramt von 150 insgesamt gab es nichts extra. In Mathe war das Verhältnis etwas besser, aber allen war klar, das didaktische bzw. pädagogische kommt erst im Referendariat.

    Daher habe ich fast 2 komplette Diplomstudiengänge, dieselben Vorlesungen und Seminare wie Diplomanden. Nur einzelne Seminare wurden erlassen und ich habe von Anfang an auf Lehramt studiert (nix mit Quereinstieg etc.). Meine 1. Staatsexamensarbeit hätte auch Diplomarbeit sein können (derselbe Inhalt, derselbe Zeitraum).

    Plattenspieler, das ist genau der Unterschied, den du anscheinend nicht begreifst. Du hast eine andere Ausbildung.

    Ich fand gerade folgenden Artikel

    https://www.spiegel.de/lebenundlernen…g-a-957857.html

    Daraus zitiert

    "Das sind keine guten Nachrichten für angehende Lehrer: Rund 300.000 Menschen in lehrenden Berufen könnten 2030 arbeitslos sein. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gemeinsam durchgeführt haben."

    "Ein Grund dafür, dass Lehrer in Zukunft weniger nachgefragt würden, ist laut den Forschern die demografische Entwicklung. "Weniger Schüler brauchen weniger Lehrer", so einfach sei die Rechnung, meint Maier vom BIBB. Selbst wenn die Forscher weiterhin von einer hohen Zuwanderung ausgehen, würde diese nicht reichen, um den Geburtenrückgang auszugleichen. Auch die Kultusministerkonferenz geht davon aus, dass die Zahl aller Schüler bis 2025 um 1,6 Millionen sinken werde."

    (Okay, er stammt von 2014. :flieh:)

    Seit kurzem haben wir in jedem Raum Whiteboardtafeln, Beamer, jeder Kollege ein Convertible usw. OHP gibt es nur noch in der Chemie für Versuche, Kreidetafeln in den Kunsträumen.

    Ich erstelle gerade PPP, um mir zukünftig Tafelanschrieb zu ersparen (ich habe mir fest vorgenommen, sie jeder Klasse anzupassen, ich sehe die Gefahr. Andererseits habe ich früher in Kreidezeiten auch nicht jedes Mal den Unterricht völlig neu erfunden). Ich schätze die kleinen Pausen dadurch, gerade weil ich älter werde und nicht mehr 8 Stunden am Stück durchpowern möchte. QR-Codes und diverse Lernapps verschaffen mir ebenfalls kurze Pausen (in denen ich z. B. den nächsten Versuch aufbaue oder einfach Schüler beobachte).

    Bei uns ist es auf jeden Fall keine Frage des Alters, das war es vielleicht vor 20 Jahren. Ich habe von Anfang an, also seit knapp 30 Jahren wie meine Kollegen alle Zeugnisnoten im Computer eingeben müssen (kann mir also kaum vorstellen, dass es noch Kollegen gibt, die sich weigern). Alle Informationen gibt es nur noch digital, alle Diskussionen im Kollegium verlaufen in div. Lehrerchats (Fachschaften, Klassen usw.) Ich empfinde es als große zeitliche Erleichterung, schätze die Transparenz. Ich kenne niemanden egal welchen Alters, der sich komplett weigert. Und ja, ich habe Programme (Plickers z. B.) durch Referendare kennengelernt, sie schätzten in der Vergangenheit meine Erfahrung.

    Ich bezog mich auf das Eingangsposting. Da scheint es ja nicht ums Ref zu gehen, sondern um eine Entlassung aus einer Planstelle mit anschließend recht sicherer Neuverbeamtung (liest sich jedenfalls so).

    Wieso dann Nachzahlung bei Rente? Die Jahre sind für Pension verloren.

    Sorry, aber jetzt wird's wirklich lustig. Wir diskutieren hier nicht, dass ein bisschen mehr Fahrradfahren die Welt rettet. Akzeptiere einfach, dass es der Mehrheit deiner Mitmenschen schlichtweg am Arsch vorbei geht, dass unser Leben, so wie wir es jetzt kennen, in 20 Jahren nicht mehr sein wird. Das hat nichts mit Unwissenheit zu tun, sondern mit Desinteresse. Wirklich.

    Genau wie vor gut einem Jahr nur wenige sich vorstellen konnten, dass Russland wirklich in der Ukraine Krieg führt. Wird schon nicht so schlimm kommen ist eher die Meinung, denke ich, scheißegal nur von wenigen, aber die gibt es auch hier. Ich bin Ü50, mir kann es eigentlich egal sein (ich mag aber meine Neffen und Nichten und denen ist es nicht egal) . 20 Jahre wird es vielleicht noch gut gehen. Aber bisher trafen alle Warnungen früher ein als gedacht.

    (Und durch Corona ist mir das klar geworden. Früher hoffte ich noch auf ein umdenken im letzten Moment. Und ein bisschen Radfahren reicht tatsächlich nicht mehr.)

    Wieso schreibst du das jetzt? Ich bin mir sicher, dass hier allen klar ist, dass die Welt in 10 oder 20 Jahren eine andere sein wird. Die einen bedauern das, den anderen ist es wurscht.

    Damit niemand sagt, ich habe dies nicht gewusst (bin halt Lehrer und mir ist das Thema wichtig. Wichtiger als jedes andere Thema, weil alles andere folgt.)

    Wer glaubt das denn noch? Oder anders gefragt: Wie dumm muss man sein?!

    Ich fürchte, die Mehrheit ("etwas anpassen", andere Bäume anpflanzen, anderen Fisch essen (Dorade statt Hering).)

    Ich führe diese Diskussion jetzt über 30 Jahre (ca. seit 1990 Hauptstudium), ich wundere mich über die Unwissenheit meiner Mitmenschen (viele stellen sich das ganze Jahr Toskanaurlaub vor, ich werde ironisch.)

    Wer sich einfach über Kipppunkte informieren möchte (Tiefe fehlt)

    https://www.tagesschau.de/wissen/klima/w…ermung-101.html

    Und

    https://helmholtz-klima.de/aktuelles/welc…es-2-grad-ziels

    Daraus zitiert

    "Bereits bei einem Temperaturanstieg von nur 1,5 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts könnte ein Großteil der Korallenriffe im Meer sterben – um die 70 bis 90 Prozent. Noch schlimmer sähe das Korallensterben aus, wenn die Temperatur weiter, um bis zu 2 Grad steigt: Überleben würde dann voraussichtlich nur noch ein bis zwei Prozent der Tiere."

    Und

    "In den letzten Jahrzehnten hat der Eisverlust in Grönland stark zugenommen. Durch das Abschmelzen der Gletscher in den Ozean sinkt die Oberfläche des Eispanzers, der sich bisher in Höhen von bis zu 3500 Metern erhebt. In niedrigeren Lagen ist die Luft wärmer, sodass mit schwindender Höhe immer mehr Eis schmilzt. Auf Grönland liegen heute noch etwa 12 Prozent der gesamten Eismasse der Erde. Würde es komplett abschmelzen, käme es zu einem Meeresspiegelanstieg von etwa 7 Metern, der verstärkt auf der Südhalbkugel zu spüren wäre. Forscher:innen gehen davon aus, dass der grönländische Eisschild bereits ab einer globalen Temperaturerhöhung von 1,9 Grad Celsius langfristig, aber unumkehrbar abschmelzen wird."

    Das heißt, 2 Grad Erwärmung sind zuviel (Hervorhebung durch mich).

    Gibt ein gutes Video von Sabine Hossenfelder dazu.

    Danke, das Video kannte ich noch nicht (gerade angesehen) . Ich hätte oben besser AMOC statt Golfstrom schreiben sollen (aber da hätte mich wohl kaum jemand verstanden). Aber sie spricht ja auch von "Eiswein aus Europa" und es könnte Jahrtausende gehen, auch wenn wir dann "brav sind" (diese Nichtumkehrbarkeit ist zu vielen nicht klar, wir wollen immer Kompromisse schließen und ich weiß, dass über die einzelne Folge heftig diskutiert wird). Immerhin wären eure Gletscher sicher. Ich verlinke dazu https://www.leibniz-gemeinschaft.de/en/about-us/wh…ischer-schwelle

    (mir bereiten auch die Eisschmelze in Grönland Sorge, neben dem "Bleichen" der Korallenriffe, Antarktis usw. und natürlich weiß niemand genau, wann was eintritt. Aber die Folgen sind zu extrem, um mit Vernunft Experimente durchzuführen. Nur ist der Mensch nicht vernünftig.)

    Ist doch super. Wir tun uns vor allem selbst leid. Ich weiss nicht, wie oft ich in den vergangenen Tagen allergrösstes Bedauern über den fehlenden Schnee in den Bündner Bergen gehört habe. Ja, so ist es, 90 % der Schweizer Gletscher sind unwiederbringlich verloren. Vom Bedauern ändert sich da auch nichts mehr und das Land wird weiter existieren. Es ist schon richtig was SteffdA schreibt, es geht jetzt um Anpassungsstrategien und nicht darum, die Zeit zurück zu drehen. Das Auto abzuschaffen ist z. B. keine Frage des Umweltschutzes sondern eine schiere Notwendigkeit weil es in Kürze keinen Treibstoff mehr geben wird.

    Anpassung wie? SteffdA schrieb von etwas (das wäre Klimawandel, Zypressen statt Birken) . Ähnliches las ich von einer anderen hier auch.

    Leider reicht das mit Sicherheit nicht. Keine Gletscher in der Schweiz, nicht problematisch für die meisten, keine Korallenriffe (einer der ersten Kipppunkte, ich wollte noch nie dort tauchen (und weiter denken die meisten nicht). Kein Golfstrom, naja (wieso wird es kälter?), 1 Milliarden Flüchtlinge wohin? Grenzen zu funktioniert bei einer Millionen etwas, bei 500 Millionen in Europa (1 Milliarde weltweit)? Da gibt es Krieg. Ich gebe mir keine Illusion mehr hin.

    Man bekommt nach der Entlassung ein Schreiben, wo man seine Anschlussbeschäftigung (falls bereits vorhanden) einträgt und angibt, ob man nachversichert werden möchte oder die Nachversicherung aufschieben möchte. Wenn du hier dann zeitnah wieder verbeamtet wirst, entstehen dir meines Erachtens keine Nachteile.

    Es geht um die Zeit im Referendariat. Sollen sie zur Pension zählen (finanziell viel besser) oder zur Rente. Wenn man nie mehr verbeamtet wird, ist letzteres besser, sonst nicht. (Egal ist es nur, wenn man 40 Jahre als Beamter arbeitet, sonst fehlen einem Prozente für die Pension.)

    kleiner gruener frosch du kannst die Corona Spielweise wieder öffnen, die Panik ist jetzt sowieso hier.

    Ich diskutiere gerne mit dir über die Sache, aber du nennst wieder keine Gegenargumente, sondern greifst nur die Person (den "Boten") an.

    Bei Covid hat dies funktioniert, weil es menschliche Maßnahmen waren. Die Politik ließ sich von Querdenkern treiben. Außerdem waren die Folgen gering im Vergleich zur Klimakatastrophe. Die Natur diskutiert nicht mit dir.

    (Persönlich nehme ich Menschen wie dich nicht ernst, Menschen, die keine Argumente austauschen, sondern nur persönlich werden. Daher bist du seit langem von mir blockiert.)

    Okay, ich hätte die Situation dazu schreiben sollen.

    Ich wusste nach dem Ref nicht, ob ich mich dann verbeamten lassen will oder nicht. Habe mich also für die 18 Monate nachversichern lassen und bin ca. 1 Jahr später verbeamtet worden. Da konnte ich nicht nennenswert Nachteile erkennen.

    Du beziehst dich ja auf ne Nachversicherung zu einem viel späteren Zeitpunkt, oder?

    Ich war dazwischen 6 Jahre angestellt und habe mich nach dem Referendariat auch nachversichern lassen. Meine Referendariatszeit zählt nun zu den angestellten Jahren, bei den verbeamteten hätten die 2 Jahre mehr Geld gebracht (kurz, ich hätte darauf verzichten sollen).

    Doch, tut es.

    Da kommen keine Vogonen, die die Erde wegen das Baus einer galaktischen Umgehungsstraße wegsprengen.

    Die Bedingungen werden sich etwas ändern und m.e. wäre es an der Zeit sich entsprechende Anpassungstrategien zu überlegen, anstatt immer nur eine 150%-ige Alles-oder-Nichts-Lösung zu verfolgen.

    Und nein, das war jetzt kein Plädoyer dafür, seine Umwelt zu versauen.

    Die Bedingungen werden sich so ändern, dass unsere Zivilisation Vergangenheit sein wird.

    (Es gibt ja Menschen, die glauben, wir könnten den Temperaturanstieg bei 2, 5 Grad oder 3 Grad oder 4 begrenzen. Wenn größere Kipppunkte fallen (und das kann bei 2 Grad sein (sicher ist nur unter 1,5 Grad nicht) ), dann entscheidet nur noch die Natur.

    In der letzten Eiszeit war es durchschnittlich 6 Grad kälter. Es gab weniger Menschen, die einfach weiter zogen oder starben (bekamen die anderen nicht mit). Heute gibt es Grenzen und mindestens 1 Milliarde Flüchtlinge. Was macht dies mit unserer Zivilisation? Rücksicht wird zuerst verschwinden.)

    Ich schreibe deutlich, die Erde wird überleben, unsere Menschlichkeit nicht.

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