Das Referendariat hat den Hintergrund, dass Beamte einen Vorbereitungsdienst leisten müssen. Inwieweit es einen auf das Lehrerleben vorbereitet, ist wahrscheinlich unterschiedlich. In manchen Fällen mag das der Fall sein, in anderen unterscheiden sich die Tätigkeiten und Prüfungsleistungen deutlich vom späteren Beruf. Zahlreiche Länder weltweit ohne Referendariat zeigen, dass es auch ohne geht. Insofern würde ich das Referendariat nicht überbewerten. Die Grundlagen des Berufs hat man hoffentlich im Studium gelernt.
Für mich persönlich muss ich das auch verneinen. Was ich für meinen täglichen Unterricht benötige, habe ich zu mind. 80% im Refererendariat gelernt und nicht im Studium.
Im Studium hatte ich 0 Stunden zu Pädagogik, Didaktik etc. Das lernte ich alles erst im Referendariat. Bei 3 Studenten auf Chemielehramt von 150 insgesamt gab es nichts extra. In Mathe war das Verhältnis etwas besser, aber allen war klar, das didaktische bzw. pädagogische kommt erst im Referendariat.
Daher habe ich fast 2 komplette Diplomstudiengänge, dieselben Vorlesungen und Seminare wie Diplomanden. Nur einzelne Seminare wurden erlassen und ich habe von Anfang an auf Lehramt studiert (nix mit Quereinstieg etc.). Meine 1. Staatsexamensarbeit hätte auch Diplomarbeit sein können (derselbe Inhalt, derselbe Zeitraum).
Plattenspieler, das ist genau der Unterschied, den du anscheinend nicht begreifst. Du hast eine andere Ausbildung.